ORF: Manipulative Schnitte und fragwürdige Fehlerkultur

Dem ORF wird regelmäßig politische Manipulation unterstellt, meist zu Unrecht, wie auch die Seethaler-Studie eindrucksvoll zeigte. Doch gestern Abend ging in Tirol Heute ein tatsächlich höchst manipulativer Beitrag auf Sendung: Es wurde der Eindruck erweckt, der Tiroler FPÖ-Spitzenkandidat Markus Abwerzger würde den Nazi-Äußerungen eines älteren Sympathisanten zustimmen. In der Zib13 erfolgte zwar eine Richtigstellung in der Sache, jedoch völlig frei eines Fehlereingeständnisses seitens des ORF. weiter hier

26 comments

  1. Thomas Holzer

    Dieses „Vorkommnis“ wurde auch in der ZIB um 19:30h mit keinem Wort erwähnt!

  2. Kluftinger

    Wenn man derart manipuliert stellt sich die Frage, ob dies nicht schon an Verhetzung grenzt?

  3. Mourawetz

    Wie ich es hasse, für diese Bagage auch noch zwangsverpflichtet Gebühren zu zahlen. Jedes Zeitungsabonnement kann ich kündigen, wenn es mir nicht unter die Nase geht. Ich verlange das Ende der TV-Gebührten, aber auch jegliche Unterstützung aus dem Budget. Das muss sein! Ich verlange ja nicht mehr als das Ende einer fürchterlichen Gehirnwaschmaschine. Nach diesem aufgedeckten Vorfall müsste jeder Bürger, egal welcher Gesinnung, stehen.

  4. Der Bockerer

    Nicht nur der ORF ist auf manipulativ getrimmt. Vor ca. 4-5 Jahren gab es im schwedischen Fernsehen (SVT) einen Videoausschnitt zu sehen, wo ein Wachmann (eines privaten Dienstleisters) einen minderjährigen Flüchtling am Boden fixierte. Die Botschaft des Senders war moralisch aufgeladen: ein Untersuchungsverfahren (mit möglicher Kündigung) wurde gegen den Wachmann eingeleitet.
    Was SVT NICHT zeigte, war eine Sequenz dieses Videos, die auf Youtube zu finden war: darauf war zu sehen, wie der junge Flüchtling wie ein Berserker mit zwei Wachleuten rang. DAS hätte wohl die moralische Botschaft empfindlich gestört.

    Die Medienschaffenden sind politisch weitgehend gleichgeschaltet. Sich an den kleinen Redakteuren abzuarbeiten, ist aussichtslos. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Und genau dort, AM KOPF, muss die Reinigung beginnen.

  5. Rado

    Alles andere als ein Zusperren des ORF wird nichts bringen. Privatisieren, zerteilen gesundschrumpfen.

  6. Falke

    Was der Autor der sogenannten „Seethaler-Studie“ da untersucht hat, ist mir nicht ganz klar. Er hätte zumindest auch einen Blick auf http://www.orf-watch.at werfen sollen, da wären seine Ergebnisse und Erkenntnisse wohl etwas differenzierter gewesen.

  7. sokrates9

    Was spricht dagegen, den ORF zu privatisieren? Der Markt würde dann alle Manipulationen erheblich reduzieren und mehr Transparenz bringen! Umfragen bestätigen dass mehr als 80% der Österreicher in Sachen ORF / Gebühren für eine Volksabstimmung sind! Wie würde die wohl ausgehen??Warum traut sich die FPÖ nicht das zu organisieren? Ihr musst doch bewusst sein dass die gegen diese permanente linke Manipulation nie eine Chance hat und die meisten Redakteure nur das Ziel haben diesen Störfaktor wieder zu beseitigen! Wenn die FPÖ abgewählt wird ist sie sicher wieder jahrzehntelang weg von der Futterschüssel!
    Eine Halbierung der ORF gebühren als “ Kompromiss“ ist sinnlos; Es wird dann nicht die Hetze und Manipulation halbiert! Eine Streichung der ORF – Gebühren würde eine echte Geldersparnis für den arbeitenden Österreicher bringen! Die Sorge wie man dann Flüchtlinge und andere von der Gis befreiten Personen auch Kompensation anbieten muss ( analog der alleinerziehenden Mütter die von der Steuerreduktion nichts haben) kann man dann der SPÖ und den Neos überlassen :-).
    Wetten dass bei einer Gebührenstreichung als Erstes die gesamte demokratische und wirtschaftsfreundliche EU aufheulen würde???

  8. Thomas Holzer

    Wenigstens bekommt „unser“ Märchenerzähler, Herr Nowonty, eine ganze Stunde Zeit, seine Weisheiten zu verkünden 😉

  9. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Natürlich spricht nichts dagegen, außer, man ist Politiker, egal welcher Coleur

  10. Christian Peter

    Was wurde eigentlich aus den Wahlversprechen der FPÖ ?

    1. Zuwanderungsstopp : Als Regierungspartei wird die FPÖ durch Ausweitung der Mangelberufliste zusätzlich 100.000 Zuwanderer nach Österreich holen.

    2. Beseitigung der GIS – Gebühren : Vermutlich dürften die GIS – Gebühren noch in dieser Regierungsperiode unter Beteiligung der FPÖ erhöht werden.

    3. Asyl auf Zeit : In Österreich leben ca. 150.000 Flüchtlinge mit befristetem Aufenthaltstitel, der Krieg in Syrien und in Afghanistan ist mittlerweile beendet. Bislang ist keine Rede davon, dass das Wahlversprechen Asyl auf Zeit (welches auf Papier ohnehin längst existiert) tatsächlich umgesetzt wird.

    4. Beseitigung der Zwangsmitgliedschaften bei Kammern : Keine Rede davon, dass in Österreich Zwangsmitgliedschaften der Vorfeldorganisationen der ÖVP und SPÖ abgeschafft werden.

    5. Österreicher zuerst am Arbeitsmarkt : Statt der versprochenen sektoralen Zugangsbeschränkungen am Arbeitsmarkt wird die FPÖ als Regierungspartei durch Ausweitung der Mangelberufliste zusätzlich 100.000 Migranten nach Österreich holen, die mit heimische Arbeitnehmern um Arbeitsplätze konkurrieren.

  11. Johannes

    Ich muß die Redakteurin in Schutz nehmen, früher hat es immer funktioniert, man filme irgendeinen ungebetenen, sehr skurrilen Zeitgenossen der sich einem Politiker der FPÖ nähert und dort sein Gedankengut auslässt, dann bringe man es so als wäre es typisch für diesen Politiker und sein Umfeld.
    Das ist, nach meiner Meinung, die alte Schule des kritischen österreichischen Journalismus, für so etwas gab es bisher nur Lob und Preise.
    Daher, die Journalistin hat im guten Glauben gehandelt, so wie sie halt ihr Handwerk gelernt hat.
    Seien wir uns ehrlich, im Kampf gegen das Böse sind doch alle Mittel recht, oder?

  12. Selbstdenker

    @Johannes:
    „Daher, die Journalistin hat im guten Glauben gehandelt, so wie sie halt ihr Handwerk gelernt hat.“

    Exakt so ist es. Der Vorfall beschreibt nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

    Besonders hervorheben möchte ich folgendes:

    1) Der ORF Tirol weigert sich für diese öffentliche Verächtlichmachung einer Person durch manipulativ geschnittenes Videomaterial zu entschuldigen.

    2) Der ORF Tirol weigert sich das ungeschnittene Videomaterial komplett zugänglich zu machen.

    3) Es ist für die Allgemeinheit klar erkennbar, das der ORF – einmal mehr – mit dem per Zwang abgepressten ORF-Gebühren den Ausgang einer Wahl zu beinflussen versucht.

    Der ORF ist untragbar geworden und gehört sofort zerschlagen.

  13. Selbstdenker

    Die manipulative Selektion von Interviewpartnern dürfte vielen hier noch aus Zeiten von Nora Freys „Freizeichen“ bekannt sein:

    Das Ergebnis, wie eine Diskussion zu einen bestimmten Thema ausgeht, ist von Beginn an vorgegeben.

    Dementsprechend werden die Anrufer „gecastet“ und in die Sendung geholt: gut vorbereitet und symphatisch (idealerweise: eine junge Frau) für die Pro-Argumente und wirr und unsymphatisch (idealerweise: cholerischer Alt-Nazi) für die Contra-Argumente.

    Es würde mich nicht wundern, wenn der ORF auch hier etwas „nachgeholfen“ hat. Vielleicht ist das der Grund, warum der ORF die ungeschnittenen Originalaufnahmen nicht zugänglich machen möchte. Es könnte sich dann nämlich herausstellen, das der ORF länger auf der Suche nach dem „idealen“ Gesprächspartner für Abwerzger war.

    Die chronischen Grantler mit einschägigen Ansichten sind den Damen und Herren vom ORF Tirol nämlich meist schon länger bekannt. Es sind ohnedies nur bestimmte Leute, die sich freiwillig zu politischen Themen filmen lassen. Der Großteil der Bürger weiß nämlich, dass es so etwas wie eine unvereingenommene Befragung auf der Straße nicht gibt.

    Wer sich von den Systemmedien – aus welchen Gründen auch immer – interviewen lassen möchte, dem empfehle ich zuvor einen in Medienfragen erfahrenen Rechtsanwalt zu kontaktieren.

    In einer Interviewsituation immer eine Vertrauensperson mitnehmen, die eine vollständige Ton- oder Videoaufzeichnung vornimmt. Diese kann im Falle eine rufschädigenden Falschdarstellung auf Youtube hochgeladen bzw. vor Gericht verwendet werden.

  14. Christian Peter

    Seit Jahrzehnten regen sich alle auf über den ORF und wählen letztendlich dennoch die Parteien wie SPÖ, ÖVP und FPÖ, die vom ORF am meisten profitieren.

  15. Selbstdenker

    @Mourawetz:
    „Dabei wird den Freiheitlichen ziemlich egal sein, dass das Landesstudio Tirol wohl das schwärzeste Studio in ganz Österreich ist.“

    Noch schwärzer als Vorarlberg?

    Netter Framing-Versuch der Krone.

    Erwähnenswert ist, das Tirol eine schwarz-grüne Koalition hat, der enge Medienmarkt fast ausschließlich von ORF Tirol, der TT und einer als „Gratiszeitung“ getarnten Version der AK-Zeitung beherrscht wird und in diesen Redaktionen nahezu ausschließlich Grüne, Rote und Marxisten (=Liste Fritz) sitzen.

  16. TomM0880

    Platter, der sich mit den grünen ins Bett gelegt und dadurch Verrat an seinen Landsleuten begangen hat, wird von mir am 25.02. keine Stimme erhalten. Ich hoffe, dass es mir viele Tiroler gleich tun werden, den die ständigen Querschüsse dieses entbehrlichen Landesfürsten gegen Bundeskanzler Kurz sind eigentlich nicht mehr tragbar.

  17. Selbstdenker

    @TomM0880:
    Meiner Meinung nach hat die Tiroler ÖVP jenen Erneuerungsprozess, der auf Bundesebene vollzogen wurde, noch vor sich. Platter und seine Gefolgschaft finde auch ich unterträglich.

    Meine Prognose für die kommende Landtagswahl:
    – ÖVP wird leicht verlieren oder stagnieren
    – SPÖ und Grüne sind kommunizierende Gefäße: die SPÖ wird auf Kosten der Grünen leicht dazugewinnen
    – FPÖ wird stark zulegen
    – NEOS werden in den Landtag einziehen
    – Die Marxisten (Liste Fritz) und Vorwärts Tirol werden aus dem Landtag fliegen

  18. Mourawetz

    Eine Zerschlagung oder Privatisierung ist nicht erfolgsversprechend. Ich vermute, es wird zu einer langsamen Umfärbung kommen. Wie bei der ÖBB so auch im Publikumsrat und davon ausgehend wird es weiter gehen, schleichend und unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Eine Zerschlagung des Gordischen Knotens würde Staub aufwirbeln, auch für internationales Aufsehen sorgen und daher zurückgenommen werden müssen. Eine schmachvolle Niederlage, mit nachteiligen Langzeitwirkungen.

  19. Selbstdenker

    @Mourawetz:
    Wobei ich ergänzen möchte: um etwas umzufärben zu können, muss es vorher eingefärbt sein. Das sich die Roten wegen vermeintlicher Umfärbungen aufregen, lässt tief blicken.

  20. Mourawetz

    @Selbstdenker
    So ist es. Der Marsch durch die Institutionen den die Linke erfolgreich hinter sich hat, muss nun in die andere Richtung losgehen. Mühsam aber daran führt kein Weg vorbei fürchte ich.

  21. Christian Peter

    @Gerald Steinbach

    ‚Welche Parteien empfehlen Sie ?‘

    Niemals zuvor traten in Österreich bei den Nationalratswahlen mehr Parteien an als 2017. Die Wahlergebnisse in Österreich erinnern an Wahlergebnisse in der DDR – wenn in einer parlamentarischen Demokratie drei Parteien knapp 90 % der Stimmen erhalten und es seit Jahrzehnten zu keinem Regierungswechsel kommt, dann ist etwas faul in diesem Land.

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