Paul Biya, 65 Millionen Dollar Reisespesen

„Kameruns Präsident Paul Biya (85) sitzt seit 1982 an den Schalthebeln der Macht. Immer schon reist der Präsident gerne ins Ausland. Jüngst, am 18. Februar 2018, veröffentlichte OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project), ein Zusammenschluss von 40 Non-Profit Organisationen unter anderem 14 aus Afrika, mit Unterstützung von Amnesty International die privaten Kosten der Auslandsreisen zu Lasten der Staatskasse in der Regierungszeit von Paul Biya. Insgesamt habe er seit 1982 viereinhalb Jahre (1.645 Tage) im Ausland verbracht und dafür 65 Millionen US-Dollar ausgegeben. Er hielt sich vor allem in der Schweiz und in Frankreich auf. Manche Jahre, wie zum Beispiel 2006 und 2009, war Biya ein Drittel des Jahres nicht in Kamerun. Die Journalisten haben akribisch das Archiv des Regierungsorgans „Cameroon Tribune“ durchforstet, um diese Bilanz zu erstellen.“ (weiter hier)

14 comments

  1. Kluftinger

    Interessant wäre es, wie die „Fremdfinanzierung“ von Kamerun (Weltbank; Entwicklungshilfe etc..) aussieht?
    Wer kennt die Statistiken?

  2. Reini

    Das wird dem „König der Neger“ ziemlich wurscht sein was Amnesty International von ihm hält.

  3. Thomas Holzer

    @Thomas Holzer 09:26h
    Korrektur! € 61,5 Millionen technische Hilfe 😉

  4. Thomas F.

    Immerhin erfährt das Volk, wieviel die ‚Repäsentation‘ im Ausland seines Staatsoberhaupts an finanziellen Mitteln verschlungen hat.
    Für Renate Brauners Ballreisen dürfen wir das nicht erfahren. Afrika ist da in Sachen Transparenz schon ein Stück weiter.

  5. sokrates9

    Meiner Erinnerung nach waren hier mal Bilder des Privatflugzeuges – eine Boeing ???- des nun zurückgetretenen südafrikanischen Präsidenten zu sehen – eines der luxuriösesten Flugzeuge der Welt…Egal – dafür hat der neue Präsident gleich die Enteignung der weißen Grundbesitzer angekündigt….Die EU muss Afrika dringend helfen, die Budgets müssen aufgestockt werden! 🙂

  6. Rado

    Solche Geschichten gibts in Afrika vermutlich unendlich viel. Bekannt geworden ist vor einigen Jahren der König von Swasiland mit seinem Maybach.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mswati_III.
    Last not least erinnert man sich auch gerne an die millionenschwere glamoröse Witwe Suha Arafat, die vor Jahren gelegentlich durch die Schlagzeilen ging. Ist zwar nicht Afrika, aber das Geld stammt aus den selben Quellen.

  7. Der Realist

    @Reini 09:17
    mich wundert, dass der „König der Neger“ noch nicht der Zensur zum Opfer gefallen ist.

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