Rechtsruck? Welcher Rechtsruck denn?

(C.O.) Was, bitte schön, ist eigentlich „rechts“ daran, wenn eine Regierung findet, dass illegale Einwanderung gestoppt gehört?  weiter hier

21 comments

  1. Franz Meier

    Ab den 70er Jahren haben sich die linken Parteien so richtig ausgetobt. Bei jeder Wahl wurde mehr versprochen: Höhere Löhne, mehr Ferien, Mutterschaftsurlaub, Vaterschaftsurlaub, möglichst früh in Rente gehen, Hartz IV, Kindergeld für im Ausland lebende Kinder, 35 Stunden Woche in Frankreich, etc. etc. immer mehr und noch Vieles mehr. Alles sollte möglich sein im Sozialparadies Europa. Sinnhaftigkeit, Finanzierbarkeit und Staatsschulden irrelevant.

    Die bürgerlichen Parteien und Eliten haben das alles irgendwann mitgemacht aus Angst nicht mehr gewählt zu werden und sind den Linken immer weiter nach links gefolgt. LINKS war gut, alles andere schlecht. Irgendwann war halt dann alles links.

    Herr Sarrazin hat schon vor zehn Jahren gewarnt und gemahnt. Spätestens die Flüchtlingskrise hat es uns allen gezeigt: Jetzt brauchen wir ein Korrektiv, so geht es nicht mehr. Die Linken sind am Durchdrehen. Aber alles was nicht links ist, ist ja rechts und rechts ist böse. Also malen linke Politiker, Journalisten und Medien die braune Diktatur an die Wand. Ist klar, dass sich rotgrünen Psychopathen gegen jede Veränderung wehren. Sie wollen es noch radikaler.

    Dem einfachen Bürger ist es aber mittlerweile schwindlig geworden bei diesem Höllentempo ins Chaos und Untergang. Was also tun? Wie soll es weitergehen? Problem ist: Der Karren sitzt so tief im Dreck, dass es wir drastische Massnahmen brauchen, um wieder auf den „normalen“ Weg zu kommen. Von rechts kann gar nicht die Rede sein.

  2. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „Obwohl das grundsätzlich um kein Jota anständiger oder unanständiger ist, als sich „links“ zu nennen.“

    Das wage ich zu bezweifeln 😉

    Abgesehen davon: So eine Regierung darauf besteht, daß geltendes Recht! eingehalten wird, kann man natürlich durchaus behaupten, daß diese „rechts“ sei 😉

  3. Christian Peter

    Es existieren im österreichischen Parlament keine ‚konservativen‘ oder gar ‚rechte‘ Parteien, sondern lediglich Linksparteien (SPÖ, Die Grünen, NEOS) bzw. Mitte-links-Parteien (ÖVP, FPÖ).

  4. Christian Peter

    Ohnehin sind die Parteiprogramme der im Parlament vertretenen Parteien kaum unterscheidbar, im Prinzip machte es praktisch keinen Unterschied, welche Parteien regieren.

  5. Falke

    @Thomas Holzer
    Mehr noch, wenn eine Partei darauf besteht, dass geltendes Recht, ja – Gott behüte! – sogar die Verfassung (bzw. das Grundgesetz) eingehalten wird, wird ihr gnadenlos die Marke „rechtsextrem“ aufgedrückt. Passiert gerade der AfD.

  6. Selbstdenker

    „Es ist freilich nicht zuletzt die Schuld des konservativ-bürgerlichen Milieus selbst, dass es sich den Begriff ‚rechts‘ ohne Gegenwehr von den politischen Antagonisten entwinden ließ, statt ihn gelassen zu verteidigen. Jetzt ist er deshalb eine Keule, die eingesetzt wird – weshalb sich auch kaum noch jemand traut, sich selbst als ‚rechts‘ zu bezeichnen.“

    Nicht nur das. In Europa – insbesondere in Deutschland, Schweden und Österreich – verschreiben sich selbst Parteien, die sich als „bürgerlich“ bezeichnen, dem „Kampf gegen Rechts“. Auffällig ist dabei, dass dem Begriff „rechts“ zu Unrecht sämtliche negativen Eigenschaften zugeschrieben werden, während man sich um eine sachliche, konsistente und belastbare Definition drückt.

    Die meiner Meinung nach treffendste Unterscheidung der politischen Lager beschreibt Thomas Sowell in seinem Werk Conflict of Visions: Ideological Origins of Political Struggles. Demnach bestimmt eine fundamental unterschiedliche Sichtweise auf die Welt (utopische Vision vs. tragische Vision) die Zugehörigkeit zum linken bzw. zum rechten politischen Lager.

    Die üblichen Verdächtigen, die ich als Linkspol zusammenfasse, manipulieren das allgemeine Verständnis, was mit den Begriffen „links“ und „rechts“ gemeint ist: sie wandeln unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt in das fundamental unrichtige Gegensatzpaar links = gut vs. rechts = böse um.
    Anstatt die Kampfbegriffe der Linken zu dekonstruieren und die darin enthaltenen intellektuell unredlichen Prämissen zu hinterfragen, haben die Bürgerlichen diesen Köder immer wieder geschluckt um sich unmittelbar danach in einer verschlechterten Position wiederzufinden, in der sie sich rechtfertigen bzw. abgrenzen müssen.

  7. Selbstdenker

    @Falke
    „Mehr noch, wenn eine Partei darauf besteht, dass geltendes Recht, ja – Gott behüte! – sogar die Verfassung (bzw. das Grundgesetz) eingehalten wird, wird ihr gnadenlos die Marke „rechtsextrem“ aufgedrückt. Passiert gerade der AfD.“

    Aus der Sicht vom Linkspol gelten alle als „rechts“, die nicht ihre Meinung teilen.

    Wenn der Linkspol jene als „rechtsextrem“ verteufelt, die die Einhaltung der Verfassung bzw. dem Grundgesetz einfordern, heisst dies im Umkehrschluss, dass der Linkspol verfassungsfeindlich ist.

  8. aneagle

    Wahrscheinlich ist das alles viel einfacher. Es handelt sich um den altbekannten Streit, wer den Wohlstand erarbeitet und wer ihn mühelos konsumieren darf
    Österreich hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer 2- Klassengesellschaft verändert. Linksfaschistisch und extrem zentralistisch, aber immerhin sanft und relativ gewaltarm, werden die steuerzahlenden Bürger bis in die Socken reglementiert in und steuertechnisch durchregiert. Keine Bereiche, in denen der Staat nicht das Sagen hat. So sind bereits die Vokabeln „Privatsphäre“ und „Bargeld“ anrüchig. Überhaupt negativ konnotiert sind: „Liberal, schlanker Staat, Eigenverantwortung, Fleiß Leistung, Freier Markt“ An der Grenze zur Kriminalität stehen die Begriffe: „Profit, Eigentum, Gesetz, westliche Werte“
    So viel zur Orientierung. Und, großer Unterschied zu härteren autoritären Diktaturen, es kann sich in Ö im Prinzip jeder aussuchen, wo er hingehören mag. Im Teenageralter entscheiden die Meisten, wohin sie tendieren. Ähnlich wie im Islam, zwischen Gläubigen und Ungläubigen, bzw. Männern und Frauen, gibt es in Ö zwei grobe diametrale Gruppenzugehörigkeiten mit großem Unterschied in Rechten und Pflichten.
    A Die Bessermenschen(LINKE): Diese sind privilegiert und wenig sinnvoll produktiv. Meist entlohnt in einer „Staats-Stellung“ oder in Interessensgruppen(NGOs) mit undurchsichtigen politischen Zielen. Sie halten sich für intellektuell und sind sehr gut vernetzt. Im Wesentlichen sind sie damit beschäftigt in selbsternannten „Retter/Schützer“-kreisen für jeden der sich nicht dagegen wehrt, (Planeten, Arbeiterkammern, Frauen,…) über Steuern, den gesamten Wohlstand der werktätigen Bürger in ihre eigenen Taschen zu leiten. Zur Durchsetzung ihres Weltbildes halten sie sich Journalisten und autonome Blöcke. Ihr Narrativ ist die Gesinnungsethik
    B Die Steuerzahler(RECHTE) Diese sind entrechtet und fleißig. Sie gelten als pöbelnd und ungebildet. Ihr Leistungslohn muss auch ihre Familien und die Besserwisser erhalten. Ihr Tagewerk beginnt früh, oft bewerkstelligen sie noch einen Zweitjob. Für eine theorielastige Lobby, fehlt ihnen Sinnbezug und Zeit. Sie verfügen über praktische Vernunft, mit der sie die Retter/Schützer abwehren. Ihr Wirken dient der Selbsterhaltung. Mit echter Not eher konfrontiert, haben sie es verworfen, mal eben kurz die Welt zu retten. In ihrer unmittelbaren Umgebung aber, schaffen sie die humanere, praktischere Gesellschaft. Alle paar Jahre, haben sie WAHLTAG. Da dürfen sie ihre Mitbestimmung demonstrieren, solange sie „richtig“ wählen. Sonst, werden sie geächtet. Ihr Narrativ ist die Verantwortungsethik

    Man muß nicht auf den Islam hinweisen, die Paarung von Privilegierten versus Entrechteten ist in jeder Epoche präsent. Herrenmenschen versus Untermenschen Adelige versus Sklaven, Schmarotzer versus Unterprivilegiert, etc. Um es nochmals zu sagen: vergleichsweise erleben wir (noch?) eine milde Form der Begriffs- und Werteverdrehung. Aber das Problem in Österreich ist, dass bei einem weiteren Anwachsen der unproduktiv Geldverbrauchenden, die produktiv Gelderwirtschaftenden den Staatszirkus nicht mehr finanzieren können. Um das Vokabular der Linken zu strapazieren: Die Schere zwischen den Privilegierten und ihren Zwangsfinanzierern geht immer weiter auf. Und: keine noch so schonende Revolution ist illegal. 😉

  9. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Ein langer, anspruchsvoller aber in weiten Teilen grundrichtiger Text.

    Die Krise Europas ist eine philosophische Krise, die ins Soziale und bereits bis ins Ökonomische durchschlägt. Einen ganz erheblichen Beitrag „leisten“ hier die geistes“wissenschaftlichen“ Fakultäten. Als Institution sind sie derart unterwandert, dass sie meiner Meinung nach nicht mehr Teil der Lösung sein können; hier ist nicht eine Reform, sondern ein kompletter Reboot erforderlich.

    Im Zentrum vom erwähnten falschen Europa steht ein unbegrenzter Gleichheitswahn, der moralisch entfesselt und von sämtlichen Traditionen sowie Feedbackmechanismen befreit, im Eiltempo in eine Dystopie führt, die sich über eine unkritisierbare, totale Zentralmacht definiert. Dieser Wahn lehnt nicht nur individuelle Unterschiede ab, sondern leugnet das Individuum an sich.

    Die im Text stellenweise enthaltene Kritik an der Marktwirtschaft geht mir etwas zu weit bzw. am Kern der Sache vorbei. Ein Verständnis der Marktwirtschaft im Sinne der Austrians würde hier für die notwendige Klarstellung sorgen. Letztenendes geht es um freiwillige, individuelle Austauschprozesse zum gegenseitigen Nutzen. Es geht hier nicht nur um Effizienz bei der Bedürfnisbefriedigung, sondern auch um einen wechselseitigen, evolutionären Kommunikationsprozess, der sich in der Schaffung von Werten, Innovation und Selbstreproduktion niederschlägt.

    Mit einer Verkürzung auf den möglichst effizienten reinen Bedürfnisbefriedigungsprozess wird dem aktuell leider sehr präsenten Korporatismus das Wort geredet. Das wurde von den Unterzeichnern richtig erkannt.

    Wichtig erscheint mir auch den (einseitigen) Altruismus zu dekonstruieren, der von den totalitären Kräften zur zunehmenden Einhegung und Versklavung einst eigenständiger Individuen herangezogen wird. Meiner Meinung nach liefern in dieser Frage die gegenwärtigen Vertreter vom Objektivismus (u.a. Leonard Peikoff, Stephen Pinker, Yaron Brook) sehr brauchbare Antworten.

    PS: Die Konservativen sollten ihren Frieden mit der Sexualität schließen, die nunmal Teil der menschlichen Existenz ist und die manchmal merkwüdige Wege geht. Den Schutz von Minderjährigen sowie den Schutz vor Obszönitäten in der Öffentlichkeit unterstütze ich voll und ganz. Was Erwachsene freiwillig im privaten Rahmen machen, ist jedoch rein ihre Sache. Man sollte hier aber an die persönliche Verantwortung appellieren und diese auch einfordern. Auch die Trennung zwischen öffentlich und privat ist mit konservativen Prinzipen durchwegs kompatibel. Ähnlich sieht es auch mit dem Umgang mit „weichen“ Drogen aus. Hier verbauen sich die Konservativen zum Teil unnötig viel ohne das Sinnvolles rauskommt.

  10. Selbstdenker

    @aneagle:
    Recht treffend beschrieben und meiner Meinung nach auch stimmig mit dem was Thomas Sowell beschreibt.

    Die Linken sind Anhänger der utopischen Vision. Ihnen schwebt ein System der Aristokratie vor bei der sich eine Formal-Elite beliebig über andere – insbesondere Produzenten – hinwegsetzen und auf ihre Produktiviät zugreifen kann. Jene Zwecke, die sie als gut befinden, heiligen schließlich die eingesetzten Mittel. Die Güter erwachsen der Natur und die Produzenten sind lediglich „Mittler“.

    Die Rechten sind Anhänger der tragischen Vision. Sie wissen, dass die Natur nichts herschenkt und dass Werte erarbeitet werden müssen. Es gibt nicht die große utopische Problemlösung, sondern viele individuelle Austauschbeziehungen, die sich als gespeichertes Wissen auch in Traditionen niederschlagen. Individuelle Unterschiede bei Leistungen sowie Kompetenzhiearchien werden im Rahmen eines meritokratischen Systems anerkannt. Durch das Ziehen von Grenzen werden Zurechenbarkeit und Verantwortungsbereiche geschaffen.

    Der Linkspol maximiert seinen Zugriff über die Produktiven, indem er sich selbst unkritisierbar macht, die Produktiven delegitimiert und ihnen die Früchte ihrer Arbeit (auch: Know-how) abspricht: „Halts Maul und arbeite / bezahle gefälligst!“

  11. Rennziege

    6. Januar 2018 – 15:17 — aneagle
    Interessantes, nachdenklich stimmendes Posting. Aber etwas pessimistisch, soweit es mich betrifft. Ich beschränke mich der Einfachheit halber auf unsere geliebte Alpenrepublik: Wir haben jetzt eine neue Regierung, teilweise aus politischen Seiteneinsteigern und Amateuren bestehend, die sogar im Ausland bewundert und beneidet wird.
    Freilich wird dieses Fähnlein Fieselschweif (siehe Donald Ducks Neffen) sehr mutig und entschlossen bleiben müssen, um den roten und grünen Falken Paroli zu bieten, und dabei nicht fehlerfrei agieren. Aber ich vertraue darauf, dass diese Koalition, die auch wir Auslands-Ösis gewählt haben, die übelsten Augiasställe Österreichs ausmisten wird, was längst überfällig ist.
    Es wird Zeit, Energie und Nerven kosten, die in Jahrzehnten gewachsene Verkalkung, Verkrustung, Verschwendung und Korruption einigermaßen einzudämmen und dabei bewusst das Risiko einzugehen, nach fünf Jahren abgewählt zu werden.
    Der Glaube an den allsorgenden, bis ins Hirn und unter die Tuchent bevormundenden und „sozial gerechten“ Staatsmoloch wurde den Bürgern und wird deren Kindern noch heute eingetrichtert — deutlich erinnernd an sowjetische und chinesische Gehirnwäsche, nur unblutig.

    Mein bescheidenes Fazit: Wenn die Herren Kurz & Strache samt ihren Teams ihren Intentionen treubleiben, ohne sich zu Rückziehern aufgrund der rotgrün geschürten „Volksmeinung“ breitschlagen zu lassen, hat Österreich eine reelle Chance, sich wettbewerblich und zukunftstauglich zu erneuern.

  12. cmh

    Bisher haben die linxen Bolschis immer mit unschuldigster Miene falsch gespielt. Und diese Wechselreiterei ist irgendwann einmal nicht mehr zu verbergen. Sie sind die Hauptschuldigen.

    Allen anderen kann man nur vorwerfen, dass sie all die linken Lügen geglaubt haben. Trotz zahlreicher Warnungen.

    Aber ein Falschspieler gehört jedenfalls geteert und gefedert (lex Lucky Luke), auch wenn er die größten Hohlköpfe der Stadt über den Tisch gezogen hat.

  13. Herbert Manninger

    Vielleicht sollte man einige dieser gerne verwendeten Totschlagbegriffe hinterfragen:
    Um aus dem linksextremen Eck Richtung politische Mitte zu kommen braucht es nun einmal einen ,,Rechtsruck“.
    Um knapp vor dem Abgrund stehend den Absturz zu vermeiden wäre ein,,Rückschritt“ anzuraten.
    Und vor ,,einfachen Lösungen“ warnen gerade jene Politiker, denen diese offenbar schon zu kompliziert erscheinen.

  14. Selbstdenker

    @Rennziege:
    Es sollte nicht nur der Stall ausgemistet werden, sondern auch dafür gesorgt werden, daß die Schweine nicht nochmal die Farm übernehmen und abwirtschaften können. Dazu gehört, das man die Schweine als solche zu erkennen vermag. Das größte Schwein erkennt man daran, das im Dreck badet und die anderen bespritzt.

  15. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Passend formuliert 😉
    Ob aber Strache, Kern und Kollegen die Kraft dazu aufbringen, wollen wir hoffen, da ja die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt.

  16. Johannes

    Ich denke Vranitzky hatte mit Haider ein echtes und wenn man so will „ehrliches„ Problem, er konnte einfach nicht mit Haider und Haider bot bei allem politischen Talent auch allen Grund, durch unnötige Provokationen, seine Regierungsfähigkeit in Frage zu stellen.

    Damals wurde im Verbund mit sehr vielen Medien, wenn man so will eine „Trade-Mark„ begründet die es sich zum Ziel machte Wahlen zu gewinnen in dem man den politischen Gegner eine Ideologie unterstellte.
    Dieses Phänomen hat sich bis zum kleinsten Kleinkunst -Darsteller durchgesetzt.
    Es entstand ein „Wir„ Gefühl an dem jeder teilhaben konnte, wir gegen Rechts war wie ein elitärer Club an dem doch jeder teilhaben konnte. Wobei es aufgrund eher spärlicher Vorkommen von echten Idioten im Sinne von Verherrlichern nationalsozialistischer Verbrechen notwendig wurde diesen Begriff auszudehnen.
    Damit war die „Nazikeule„ geboren mit ihr wurden viele Schlachten geschlagen, der negative Effekt sie war so schlagkräftig das es nicht mehr notwendig wurde den politischen Diskurs mit aller Sachlichkeit zu bestreiten.

    Jede Diskussion über Migration wurde zur Schicksalsfrage Nazi oder nicht Nazi, gehörst du zu den Guten oder bist du ein ewig Gestrigen, bist du ein intelligenter Mensch oder ein Rassist, ein aufgeklärter Mensch oder ein hoffnungslos rückständiger Reaktionär?

    Das alles ging lange gut und war ein bequemes Faulbett um sich mit Problemen der Zuwanderung erst gar nicht auseinandersetzen zu müssen.
    2015 war nur noch der, sicherlich große, Tropfen der das Faß zum überlaufen brachte, die Gesellschaft hat erkannt das sich die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte aufgestaut hatten und das Parallelgesellschaften im entstehen sind die gewaltiges Problempotenzial haben.

    Die Wahlen im Herbst 2017 waren ein klares Signal in Sachen Migration neue Wege zu gehen, weg von taktischen Spielchen, hin zu echten Regeln und realistischen Vorstellungen.

  17. KTMtreiber

    Ich kann den Blödsinn, von wegen Rechtsruck nicht mehr hören. Mittlerweile habe ich ja schon Gewissensbisse weil ich mir eine schwarze (sic!) Hauskatze halte. Es wird immer blöder hier (Europa).

  18. aneagle

    @KTMtreiber
    Wenigstens müssen Sie ihre Katze nicht Türkis einfärben. Denn es ist nur eine Frage der Zeit bis der türkise Lack ab ist und darunter das Schwarz, (schwärzer denn je, sogenanntes dunkelschwarz) der rasch gewendeten Regierungspartei wieder zum Vorschein kommt, um den Roten wie gewohnt den Steigbügel zu halten. 😉

  19. Rennziege

    7. Januar 2018 – 15:49 — aneagle
    Ich wage das zu bezweifeln. Wenn Sebastian Kurz so einfältig wäre, das zu tun, was Sie prophezeien, hätte er seine Wähler dauerhaft vergrämt und müsste seine politische Karriere in den Coloniakübel schmeißen, noch bevor sie richtig begonnen hat.

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