Russland probt den ersten hybriden Weltkrieg

„…Der Londoner Giftanschlag wirft mutmasslich einmal mehr ein Schlaglicht auf die klandestinen Macht- und Gewaltmethoden des Kreml. Im hybriden Krieg, dessen Ambition und Ausmass der Westen immer noch nicht ganz begriffen hat, besitzt Putin ein ausgetüfteltes Arsenal von wirksamen «weichen» Waffen.“ (hier)

20 comments

  1. dna1

    Zitat: „Der Westen hat dem hybriden Krieg des Kreml wenig entgegenzusetzen, denn er hält sich gewöhnlich an Benimmregeln und ethische Normen.“

    Hahaha, selten so einen Blödsinn gelesen, der Westen hält sich an „Benimmregeln und ethische Normen“?
    Der ganze Artikel ist Schwachsinn von der ersten bis zur letzten Zeile, die NZZ ist eben nur noch ein schludriges transatlantisches Propagandaorgan, sehr schade.

  2. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „Vorgesehen war die Verbreitung von Agitationsmaterial in speziell angelegten Communitys und anderen Plattformen in den sozialen Netzwerken, um die Kanzlerin und ihre Partei zu diskreditieren“

    Mit Verlaub, aber Merkel, CDU/CSU haben sich schon längst selbst diskreditiert, da bedarf es keiner „Trolle“ mehr 😉

  3. Falke

    Zum sogenannten Londoner Giftanschlag: Ich will ja keineswegs Russland von vornherein freisprechen, doch gehört es sich wohl normalerweise, dass der Beschuldiger Beweise liefert, und nicht, dass der Beschuldigte seine Unschuld nachweisen muss. Beweise hat meines Wissens aber May (noch) nicht geliefert; daher bin ich auch nicht bereit, Putin die Schuld dafür zu geben.

  4. Giovanni B.

    Wenn man die Geschichte und die Methodik des Nkwd, des KGB und des FSB ein wenig genauer kennt, dem müssen zwangsläufig Zweifel kommen. Ein derartig dilettantisches Vorgehen seitens Moskaus ist kaum vorstellbar.

  5. Wanderer

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Russland bzw. seine Geheimdienste anders ticken, als die vergleichbarer Regional-/Weltmächte.

  6. Tom Jericho

    Der Artikel ist schwachsinnige Propaganda von der ersten bis zur letzten Zeile, schade um die NZZ. Ich frage mich, ob Ortner diesen Unsinn ernst nimmt – ich hoffe nicht.

  7. Thomas Holzer

    @all
    So ich das richtig sehe, ist dies ein Kommentar; und Kommentare müssen nicht unbedingt der Meinung/Blattlinie einer Zeitung entsprechen.

    Seien wir doch froh, daß Themen von verschiedenen Seiten „beleuchtet“ werden.

    Oder wollen sich alle in der Sputnik, RT, Fox News Blase wohler fühlen?!

  8. Johannes

    Ich möchte hier eine Theorie, sozusagen ein Gedankenspiel spielen denn mehr bleibt uns wohl nicht übrig.
    Wir wissen in Wirklich überhaupt nichts über Geheimdiensttätigkeiten der Russen und des Westens bzw, des großes Unbekannten, China.

    Putin war KGB-Offizier er hat sein Handwerk von Grund auf gelernt und so agiert er jetzt. Er handelt mit Sicherheit nicht nach mitmenschlichen Gesichtspunkten. Die Ermordung von Menschen ist in diesem Schema wie der Zug am Schachbrett. Mit dem Giftanschlag auf einen Doppelagenten wurde eine unmissverständliche Botschaft an alle potentiellen Agenten bzw. Doppelagenten gesetzt. Das Vorgehen in der Ukraine war eine logische Konsequenz der Einkreisungspolitik. Der Abschuß der Malaysia-Airline-Maschine war ein Verbrechen, dieses Verbrechen wird Russland nie wieder los werden und hat Putin zum einsamen Bären gemacht der keine westlichen Partner mehr finden wird. Es war mit Sicherheit ein großer Fehler Statisten in der Ukraine solche Waffen in die Hand zu geben.

    Russland wurde nach der Ablöse von Gorbatschow und der Machtübernahme Jelzins als toter Bär betrachtet dessen Fell sich russische Oligarchen und westliche Konzerne aufzuteilen gedachten.
    Dann kam Putin und der Westen musste erkennen das aus diesen Mega-Meschäft nichts wird. Die Politik des Westens vor allem Amerikas konnte diese Niederlage nie verwinden und versuchte alles um es doch möglich zu machen.
    Ich denke Putin hat diese Bestrebungen sehr genau beobachtet und seit der Krim-Krise erkannt das er einen eigenen Weg als Supermacht gehen muß. Die Überraschung war das Russland die Sanktionen dahingehend genutzt hat um sich in verschiedenen Bereichen vom Importeur zum Selbstversorger zu wandeln.

    Putin wird kein Partner des Westens mehr, er kann mit China, das seine Rohstoffe braucht, seine Wirtschaft ausrichten.
    Es wird sehr wichtig sein mit Russland ein Auskommen zu finden, wir müssen ein starkes Militärbündnis der Nato aufrechterhalten, das wird nur gehen wenn wir nicht zu Clowns gegenüber Erdogan werden. Diese Mann ist das größte Sicherheitsrisiko des Westens.

    Ich denke das wichtigste für den Westen wird sein das eine gewisse Unaufgeregtheit einkehrt, die wichtigen Mächte USA,Großbritannien,Frankreich und Deutschland müssen endlich so agieren wie es notwendig ist, ruhig, sachlich und vor allem diskret. Die Gesprächskanäle nach Russland sind nicht über die Medien zu führen.

    Wir alle hatten noch, vor nicht allzu langer Zeit, die berechtigte Angst Russland könnte ganz Europa überrennen und in Besitz nehmen, seien wir nicht zu arrogant und immer auf der Hut, seien wir bestimmt und vor allem ehrlich dann können wir auch glaubwürdig argumentieren.

  9. perry

    also ich glaube schon, dass der verfasser dieses kommentars weiss, wovon er spricht. ich glaube auch, dass seine einschätzung von putin richtig ist und ich bin schon etwas erstaunt darüber, bei so vielen teilnehmern dieses blogs, so viel sympathie für einen despoten zu finden. mit liberal oder auch neoliberal kann eine solche einstellung wohl nicht in einklang gebracht werden. putin ist vielmehr vielmehr das gegenteil dessen, was liberale und neoliberale anstreben.

  10. Rennziege

    Donald Trump: sagt „America first!“, Wladimir Wladimirowitsch Putin sagt: „Росси́йская Федера́ция пе́рвым.де́лом!“. Zwischen diesen Mühlsteinen eingeklemmt, röcheln die EU-Oberen: „Uns bitte nicht zu Feinmehl mahlen; wir sind ja wertvolles Bio-Getreide, moralisch und ökologisch unbelastet.“
    Aber Uncle Sam und der russische Bär pfeifen auf Bio und Weicheier, lassen die Mühlen laufen und machen aus dem Mehl puddingweiche Burger-Semmeln und бе́лый хлеб. Etwas Herzhafteres lässt sich aus Feinstaub auch nicht backen.
    Erinnert mich an Max & Moritz, die vom Müller geschrotet werden.

  11. sokrates9

    Johannes@ Eine alte Rechtsregel der Römer war wenn ein zweifelhafter Fall mit mehreren Tatverdächtigen war die Frage: Cui bono? Wer zieht da einen Nutzen???bitte um Erklärung was Putin davon hat einen Geheimdienstagenten nach 5 Jahren zu liquidieren? Ist der russische Geheimdienst zu blöd so etwas ohne Aufsehen diskret zu bewerkstelligen? Warum soll Putin eine Zivilmaschine abschießen lassen? Um das Klima mit dem westen zu vergiften? A propos Gift: Glauben sie wirklich dass ein Assad, militärisch auf der Siegerstrasse in völlig unbekannten Kaffs die strategisch unbedeutend sind so just for fun mal wieder rein paar Giftgaseinsätze macht, damit der Westen“ rote Linien“ überschreiten kann!?Könnte mir vorstellen dass einzelne Kampfeinheiten in der Defensive umzingelt von Feinden als „Befreiungsschlag“ Gas einsetzen! Doch auch das war nirgend der Fall! Ein paar Zivilisten und Kinder waren da schließlich die Opfer! Auch die Wahlbeeinflussung durch Rußland das problemlos die US – Wahl gewonnen hat spricht dafür dass die Trolle die das glauben nicht die Leute Putins sind! Sympathie für einen Despoten wie Perry das Blogteilnehmern vorwirft? Ich sehe das nicht, sondern gehe davon aus dass es hier eher viele Blogteilnehmer gibt die ihr Hirn noch einschalten und nicht den Mickymouseargumenten diverser Westpropaganda glauben! In all den Fällen: Analog zu den Irakischen Massenvernichtungsmittel – es wurden nie Beweise vorgelegt! Die Argumentation das das stimmt weil es May, Merkel, Macron oder Obama sagen wird halt nicht unreflektiert angenommen!

  12. Christian Peter

    @sokrates9

    ,Was hat Russland davon, einen Agenten nach 5 Jahren zu liquidieren..‘

    Ganz einfach, um russische Agenten davon abzuhalten, Staatsgeheimnisse zu verraten. Giftmorde eignen sich hervorragend zur Abschreckung, würde man unauffällig morden, gäbe es keine abschreckende Wirkung mehr.

  13. sokrates9

    CP@Und dazu braucht man 5 Jahre bis man so etwas organisiert? Und dann setzt man dafür das tödlichste Gift ein was man hat und schafft es damit nicht einen 70-jährigen und seine Tochter zu töten??

  14. Christian Peter

    Selbstverständlich musste zugewartet werden, wenige Monate nach dem Agentenaustausch einen Mord zu verüben hätte ein noch weit größeres Aufsehen erregt. Ob Skripal überleben wird ist höchst ungewiss, vermutlich gehört es zur Abschreckung, Staatsverräter nicht sofort zu töten, sondern vor dem Tod Qualen zu bereiten. Aber selbst wenn Skripal überleben sollte, werden schwere, dauerhafte Schäden die Folge des Giftanschlages sein.

  15. dna1

    @Christian Peter
    Ihre Argumentation hat nur ein paar logische Ungereimtheiten.
    Skripal wurde 2004 verhaftet und zu 13 Jahre Gefängnis verurteilt, wäre er nicht 2010 ausgetauscht worden, wäre er 2017 sowie frei gekommen (siehe Wikipedia).
    Warum also jemanden umbringen, der sogar seine von einem Militärgericht verhängte Strafe bereits abgesessen hätte?
    „Tod mit Qualen und Abschreckung“…., ich denke sie schauen zu viel James Bond :-).

  16. sokrates9

    dann@Schließe mich Ihre Meinung an! Auch keine Antwort warum eines der stärksten je entwickelten Gifte ( Expertise NATO) nicht absolut tödlich ist wird nicht beantwortet! Vielleicht sind Russen immun??? 🙂

  17. Christian Peter

    @dna1

    Landesverrat ist ein Schwerverbrechen, in einigen Ländern steht darauf die Todesstrafe. Die Botschaft ist klar : Russische Doppelagenten bzw. Dissidenten sind auch im Ausland ihres Lebens nicht sicher, wer russischen Interessen schadet, riskiert sein Leben. Es kann überhaupt kein Zweifel bestehen, dass Russland hinter dem Anschlag steckt, schließlich wurden in der Vergangenheit bereits andere russische Landesverräter durch Giftanschläge getötet, wie z.B. Alexander Litwinenko.

  18. dna1

    @sokrates9
    Sie haben Recht, mit CP zu diskutieren ist völlig sinnlos. Er hat seine festgefahrene Meinung, wer in seinen Augen böse sein muss, ist auch böse, und um nicht logisch nachdenken zu müssen nimmt man einfach ein Totschlagargument her (Abschreckung), und schon passt alles. CP ignoriert völlig wer eigentlich einen Vorteil aus der Geschichte mit Skripal hat.
    Außer Zweifel sind die USA und UK die Guten, die würden ja nie, nie, nie auch nur einen Menschen töten, nur weil es ihren hegemonialen Ansprüchen dienlich wäre, sowieso :-).

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