Schlagwörter: Journalisten

„Die Menschen wollen das einfach nicht mehr lesen“

„……Auch Journalisten sind von den gleichen Generationserscheinungen geprägt. Nehmen Sie diese unheilige Nähe von Journalisten zur Politik, den Leitartikel als Politikberatung. Das geht so nicht mehr gut. Die Menschen wollen das einfach nicht mehr lesen. Wir als Journalisten und Arbeitgeber von Journalisten müssen neu denken. Wenn wir das nicht selbst hinbekommen, werden es andere tun. Es gibt da draußen eine ganz neue Journalistengeneration. Und hungrige Digital Native-Verlage. Wir erleben eine neue Gründerzeit…“ (Mathias Döpfner, CEO von Axel Springer, hier)

Erkenntnis des Tages

Das heimliche Hobby einiger Journalisten scheint die Fehlprognose. Trump wird nie Präsident. Brexit kommt nicht. Martin Schulz rettet SPD. Danach: Trump wird im Amt vernünftig. Brexit wird zurückgenommen. Jetzt: Regierung in Deutschland hält. Europa steht. Merkel bleibt. Wer findet den Fehler? (Gabor Steingart, Journalist)

Das Wort zum Wochenstart

Journalisten, die ihre Lebensaufgabe im Bashing der einen bzw. der Verherrlichung einer anderen Person sehen, sollten Pressesprecher werden. Journalisten, die dazu noch glauben, dadurch „das Richtige“ zu tun, sollten eine Religionsgemeinschaft gründen.“ (Der ORF-Journalist Hnno Settele auf twitter)

Die Medien sind im Begriff, verbrannt zu werden

„….Wenn es einen Verlierer gibt dieser verrückten Wahlen in Amerika, der nicht in Amerika lebt, sondern in London, Paris, Zürich, Berlin oder München, der die einschlägigen Cafés bevölkert, wo immer der gleiche ­Vintage-Geruch zu schmecken ist, wo junge Männer mit Bärten sitzen und so geschäftig in ihren iPhones wühlen, obwohl sie doch nichts zu tun haben, wo keine Bücher zu sehen sind, sondern bloss Laptops, wo diese ­Menschen, von denen ich rede (oft sind es eher Männer), ebenfalls sitzen, aber meistens ohne Bart, sondern im Anzug, aber sicher ohne Krawatte – wenn es Verlierer gibt, dann sind das jene Leute, die den gleichen Beruf haben wie ich: die internationale Gemeinschaft der Journalisten. Selten haben sie, die Deuter und Meinungsmacher der Welt, die Medien, eine solche Niederlage erlitten wie die Wahl von Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, dem Mann, der sich von Beginn weg weigerte, die Medien zu fürchten…..“ (weiter hier)

Das Medium als Survival-Camp

(von MARCUS FRANZ) Politiker und Journalisten haben ein eigentümliches und oft heikles Verhältnis. Sie brauchen einander fast so dringend wie ein Verhungernder das vielzitierte Stückchen Brot. Journalisten und Politiker sind sich gegenseitig ausgeliefert auf Gedeih und Verderb. Der Politiker dem Medienmenschen noch viel mehr als umgekehrt. Aber auch Politiker haben über Journalisten eine ziemliche Macht und können diese bei Bedarf ganz schön dumm dastehen Weiterlesen