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Ein bisserl Unterwerfung wird schon nicht schaden

(ANDREAS TÖGEL) Im Jahr 1923, nach dem missglückten „Marsch auf die Feldherrnhalle“, verfasste Adolf Hitler seine programmatische Schrift „Mein Kampf“. Genau zehn Jahre später kamen die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht. Nicht mittels eines Staatsstreiches. Nein, auf  vorerst jedenfalls demokratische und verfassungskonforme Art. Daraus, dass sie sich demokratischer Mittel bedienten, um die Demokratie nach ihrem Triumph zu beseitigen, Weiterlesen

Woran erinnert uns das jetzt bloß?

Der NS-Staat wird für alle Zeit die Wirtschaft führen und deshalb auch Anspruch auf Festsetzung der Mieten erheben. Eine Mieterhöhung ohne Gegenleistung des Vermieters kann es in einem nationalsozialistischen Staat nicht geben.“ (April 1939 , Herrmann Lampe, Referent für Mietenpolitik in der Preisbehörde, vor Mietervertretern: )

Mit Goebbels gegen den Kapitalismus

(LUKE LAMETTA) Zur Charakteristik und Einordnung der “NSDAP”, als diese einst “gäriger Haufen” war: In der Öffentlichkeitsarbeit war die Gruppe um Gregor Strasser und Joseph Goebbels mit ihren Publikationen wie “Der Nazi-Sozi” (wirklich) und sechs Wochenzeitungen zeitweilig erfolgreicher als die Münchner Zentrale.

Es war um diese Zeit, als Goebbels, der ein paar Jahre später im roten Berlin Saalschlachten gegen die »kommunistische Brut« inszenierte, dafür plädierte, »lieber mit dem Bolschewismus den Untergang, als mit dem Kapitalismus ewige Sklaverei« zu wählen und es grauenhaft nannte, dass die »Kommunisten und wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen«.

Joseph Goebbels galt damals als einer der radikalsten Wortführer und Ideengeber des sozialistischen Flügels der NSDAP, er war Geschäftsführer der »Arbeitsgemeinschaft Nordwest«. Der Mann, der später um Hitler herum jene messianische Aura, jenen Führerkult verbreitete, der die Glaubensbedürfnisse der Massen befriedigte und dem Dritten Reich bis zum Untergang ein integratives Fundament verschaffte, stellte am 24. Januar 1926 bei einem Treffen in der Wohnung des Gauleiters Bernhard Rusr in Hannover – laut einem Bericht Otto Strassers nach einer vom Stuhl herab gehaltenen Rede – nichts weniger als den Antrag, »den kleinen Bourgeois Adolf Hitler aus der nationalsozialistischen Partei auszuschließen«.

Robert Ley, der Gauleiter von Köln und spätere Kdf-Reichsminister, trat als Einziger auf dieser Zusammenkunft für Hitler ein.

(Quellenlage: Neumann, Bernhard Josef; Däh, jetz ham mer den Kriech (Band 1); BoD 2010.
Schmidt, Rainer F.; Die Aussenpolitik des Dritten Reiches 1933-1939; Klett-Cotta 2002.
Heiber, Helmut; Das Tagebuch von Joseph Goebbels 1925-1926; DAV Stuttgart 1961.
div.)

Guten Morgen, Deutschland!

“Wir sollten uns keinen Illusionen hingeben. Die meisten Auswanderer aus muslimischen Ländern sind mit Hass gegen westliche Werte, Verachtung der Demokratie und gehässigem Antisemitismus gross geworden. Ironischerweise wird Deutschlands Sorge, den Abschied von seiner schlimmen Nazi-Vergangenheit durch die Aufnahme grosser Mengen von „Flüchtlingen“ zu demonstrieren, unweigerlich die Stärkung des zunehmenden islamistischen Antisemitismus in Deutschland und in ganz Europa zur Folge haben.” (hier)

Warum soll Nationalsozialismus kein Sozialismus sein?

(von Marcus FRANZ) Die Einteilung der politischen Haltungen in „Rechts“ und „Links“ stammt aus der postrevolutionären Sitzordnung in der französischen Nationalversammlung von 1789. Links saßen die Revolutionäre und deren Epigonen, die an die neuen Ideale wie kollektive Gleichheit und Brüderlichkeit glaubten. Rechts waren die Konservativen und Bürgerlichen platziert. Die beiden Bezeichnungen haben sich bis heute im Wesentlichen erhalten: Links ist alles, Weiterlesen

Die Nazis, die Inflation und der Euro

“……Die Inflationspolitik der Nationalsozialisten ist ein Lehrstück der Österreichischen Konjunktur- und Kapitaltheorie und der Instrumentalisierung des Geldwesens für etatistische Zwecke. Eine stetig wachsende Diskrepanz zwischen Geld- und Gütermenge führte auch in NS-Deutschland zu einem künstlichen Boom, begleitet von Währungskrisen; ein bereinigender Bust wurde nicht zugelassen. Als Transmissionsriemen wirkten die Politik des billigen Geldes und eine „sozialistische“, genauer interventionistische Wirtschaftspolitik.[1] Rationierungen, Preis- und Lohnstopps sorgten dafür, dass bis weit in den Krieg hinein, Inflation und Teuerung verborgen bleiben. Gerade weil der Nationalsozialismus auch ökonomisch eine extreme Zeit war, lohnt sich eine genauere Betrachtung…..” (lesenswert, hier)

Warum kommt mir das jetzt bloß bekannt vor?

Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit seinen unlauteren Gehälter, mit seinen Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz, anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören.” (Adolf Hitler, Rede zum 1 Mai 1927)

Zitat zum Tag

‎”Ich müßte meine ganze Vergangenheit als theoretischer Vorkämpfer des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen wie auch als deutsch-österreichischer Staatsmann verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der Deutschen Nation nicht freudigen Herzens begrüßte” (Der Sozialist Dr. Karl Renner, “Neues Wiener Tagblatt”, 3. April 1938.)