Schlagwörter: Zinsen

Alles Bestens, theoretisch

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die internationalen Notenbanken die Zinsen auf den tiefsten Stand seit 5.000 Jahren abgesenkt, und finanzieren die inzwischen weltweit exponentiell wachsenden Schuldenberge auch noch per Inflationspolitik…weiter hier

Rauf mit den Zinsen, bitte!

Weil das vorsichtige Anheben der Leitzinsen durch die Zentralbanken also viel Gutes bewirken könnte, sollten sich die Zentralbanken schon morgen dem Ausstieg aus den ultra-lockeren Geldpolitiken zuwenden. Die US-amerikanische Fed hat bereits den Anfang gemacht. Die Europäische Zentralbank sollte schnell folgen. Die Zentralbanken sollten nur eines beachten: Sich bitte nicht von möglichen Turbulenzen auf den Finanzmärkten beeindrucken lassen! (weiter hier)

Der Fluch der zu niedrigen Zinsen

„Marktgerechte Zinsen sorgen grundsätzlich dafür, dass die vorhandenen Gelder gesamtwirtschaftlich effizienter Verwendung zugeführt werden. Werden die Zinsen allerdings künstlich niedrig gehalten, wie dies seit Jahren in vielen westlichen Industrieländern, so auch in der Schweiz, der Fall ist, drohen Fehlallokationen. Es werden riskante Investitionen eingegangen, die unter Marktbedingungen unterlassen würden. Ein Musterbeispiel dafür ist der Schweizer Mietwohnungsmarkt….“ (hier)

Der nächste Crash wird blutig…

(C.O.) Wenn auf dem Höhepunkt einer ausgelassenen und alkoholschwangeren Party einer aufsteht und vor dem schmerzhaften Kater am nächsten Tag warnt, nicht ohne dabei sauertöpfisch auf die Gefahren des Alkoholkonsums an sich hinzuweisen, wird dieser Spaßverderber sich damit wohl eher wenig neue Freunde schaffen. Was freilich nicht heißen muss, dass die Warnungen nicht eine gewisse Berechtigung haben. Europas wirtschaftliche Lage ähnelt derzeit, was die wichtigsten Kennzahlen anlangt, einer solchen Party: Wachstum, Jobs, Konsumlaune – alles total im grünen Bereich, und zwar so deutlich wie schon lange nicht.

Deshalb ist es auch nicht sonderlich beliebt, besonders unter Ökonomen, auf den möglicherweise ziemlich unerfreulichen und schmerzhaften „Morgen danach“ hinzuweisen, der möglicherweise immer näherkommt.  (weiter hier)

Der größte Diebstahl aller Zeiten

(C.O.) Stellen wir uns einmal kurz vor, der österreichische Nationalrat oder der deutsche Bundestag würden ein Sozialstaat-Sicherungsgesetz beschließen, mit dem über Nacht alle Sparguthaben und ähnliche Anlageformen einer einmaligen Steuer von 20 Prozent unterworfen würden, völlig unabhängig davon, ob sich jemand ein paar tausend oder ein paar hunderttausend Euro erspart hat. Man braucht keine überbordende Fantasie, um sich vorzustellen, welcher Volksaufstand dann losbräche; und durchaus aus gutem Grund.So was ist kaum vorstellbar? Ganz im Gegenteil. Im Verlauf des vergangenen Jahrzehntes ist, jedenfalls vom Ergebnis her, etwas durchaus Vergleichbares passiert…..weiter hier.

Die staatliche Insolvenzverschleppung geht weiter

„Längst betreibt die EZB monetäre Staatsfinanzierung welche offensichtlich verboten ist. Man kann es auch knallhart als Insolvenzverschleppung bezeichnen. Wenn Notenbanken auf globaler Ebene permanent in die Märkte eingreifen kann man nicht mehr von freier Marktwirtschaft sprechen sondern von Planwirtschaft. Fakt ist jedoch auch: mit der Notenbankpresse lassen sich nachhaltig keine Probleme Weiterlesen

Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein

….Der deutsche Staat dagegen freut sich über die Niedrigzinspolitik und will noch einmal richtig zulangen. Eine Anleihe über zwei Milliarden Euro wird der Bund heute auflegen – und schreibt damit Geschichte am Anleihemarkt: Der Zinscoupon wird nämlich bei nur 1,25 Prozent liegen – neuer europäischer Tiefststand. Falls die Bundesrepublik doch noch den Sozialismus ausprobieren möchte, mit kreditfinanzierten Infrastrukturprogrammen und einem imposanten Sozialstaat auf Pump, dann jetzt. Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein……“ (Gabor Steingart, Chefredakteur des „Handelsblatt“)