Sozialismus @ work eben!

„….Das von Rezession und einer Staatskrise gebeutelte Venezuela will die Wirtschaft mit einer 99,6-prozentigen Abwertung der Währung wieder in Schwung bringen. Künftig koste ein Dollar 25.000 statt knapp zehn Bolivar, teilte die Notenbank des südamerikanischen Landes mit.“  orf.at

19 comments

  1. sokrates9

    Thomas Holzer@ Nachdem in diesem ORF – Bericht penibel verhindert wir das Wort „Sozialismus“ zu verwenden wird Frau Herr den Artikel sicherlich nicht lesen; ob Sie ihn verstehen würde ist eine andere Sache!:-) oder: ein Kommentar dazu wäre interessant! 🙂

  2. Selbstdenker

    Mal sehen was Joseph Stiglitz 2007 über Venezuela zu sagen hatte:

    „Venezuelan President Hugo Chavez appears to have had success in bringing health and education to the people in the poor neighborhoods of Caracas. … It is not only important to have sustainable growth, but to ensure the best distribution of economic growth, for the benefit of all citizens.“

    https://mises.org/blog/clinton-adviser-nobel-prize-winning-economist-endorsed-venezuelan-socialism-0

  3. Lisa

    Der Petro ist keine schlechte Idee, macht aber internationalen Handel etwas komplizierter und isoliert das Land. Die Probleme in Venezuela haben aber mannigfaltige Gründe – und das hat mit Sozialismus wenig zu tun, sondern es ist der typische Umgang in Entwicklungsländern mit Geld. Das Gros der venezolanischen Bevölkerung ist nicht demokratiereif. Nicht nur, dass sie, nett ausgedrückt, etwas träge sind, sondern sie haben auch riesige materielle Ansprüche (v.a. in den Städten), die nie erfüllt werden können, weder mit kapitalistischem noch mit sog. „sozial“istischem System, wenn sie sich nicht von Grund auf ändern: Fleiss, Sparsamkeit, Investitionsfreude und Verwaltung/Regierung/Gesetze, auf die man sich verlassen kann, wären nötig.

  4. Selbstdenker

    @Lisa:
    Schon klar: die Katastrophen die der Sozialismus verursacht, haben „nichts“ mit dem Sozialismus zu tun.

    „…Fleiss, Sparsamkeit, Investitionsfreude und Verwaltung/Regierung/Gesetze, auf die man sich verlassen kann, wären nötig.“

    Genau diesen Dingen steht der Sozialismus diametral entgegen.

    Fleiss: im Sozialismus verknechten die Faulen die Fleissigen.
    Sparsamkeit: private Ersparnisse werden im Sozialismus inflationiert, massiv besteuert oder gleich enteignet.
    Investitionsfreude: wozu investieren, wenn man danach verächtlich gemacht und enteignet wird?
    Rechtsstaatlichkeit: es gibt vom Prinzip her kein rechtstaatliches Verfahren im Sozialismus, weil Ergebnisgleichheit ungleiche Konsequenzen für gleiche Sacheverhalte – je nachdem um wen es geht – bedingt.

    Diese Probleme sind bereits auf einer logischen Ebene unzertrennbar mit dem Sozialismus verbunden.

  5. astuga

    Die Karawane der sozialistischen Venezuela-Fans ist längst weitergezogen und hinterlässt verbrannte Erde.
    Wie üblich und wie schon dutzendfach davor.

  6. sokrates9

    lisa@ Ich war in den 80er Jahren öfter Male in Venezuela: das Land war damals eines der Musterstaaten Südamerikas, Ölreichtum, Caracas war eine blühende Stadt, Kriminalität – zumindest für Geschäftsleute und Touristen unbekannt. Die Leute waren strebsam und fleissig. Venezuela legte viel Wert auf Schönheit und Kleidung, die Frauen gingen alle in Fashionkurse. Venezuela hatte die meisten Schönheitsköniginnen der Welt!
    Was mag wohl der Grund sein, dass die Bevölkerung ihrer Aussage nach plötzlich völlig anders ist?? Eines der Reichsten Länder der Welt??Mehr Erdöl wie Saudiarabien? – Hat der Niedergang mit Sozialismus wirklich nichts zu tun??oder war es der Bösewicht Trump?? 🙂

  7. astuga

    Man sollte diese ganzen Deppen zwingen in diesen Ländern auch leben zu müssen.

    Aber soviel Überlebensinstinkt haben dann doch die meisten Linken, dass sie lieber selbst im Kapitalismus leben, anstatt ins proklamierte Paradies auszuwandern.

  8. Lisa

    @sokrates9: Sie waren vermutlich als Tourist oder Geschäftsmann dort. Die Untereschiede zwischen der reichen und der armen Bevölkerung sind riesig. Nur wer Geld hat, kann sich Schönheitsoperationen leisten – und das Geld kam n ie durch Fleiss, Beschiedenheit und Gemiensinn zusammen, sondern durch Gier, Nachahmung der USA in matereiller Hinsicht, Korruption, während die Mehrzahl der Bevölkerung auch unter „sozial“istischen Herrschern immer noch arm, ungebildet, oft alleinerziehend ist. Keine, auch keine „sozial“istische Regieruzng kann das ändern, allenfalls eine Bildungsoffensive – aber daran ist niemand interessiert: wer keinen Lernhiunger hat, weil er seiner Ansicht nach für sein Leben genug weiss, ist auch nicht an Bildung interessiert. Einzig die Oberschicht hat Interesse an Bildung. Was aber Regierenden nur recht sein kann, denn dummes Volk lässt sich elichter rumkommandieren.

  9. Lisa

    @Selbstdenker: Das ist alles nicht nur im sog Sozialismus so… Wenn diese Oberbegriffe und Schlagwörter nicht so gedankenlos verwendet würden, wäre mancher Diskurs fruchtbarer. Ich mache mir immer wieder mal einen Spass daraus, in Diskussionen auf Definitionen zu beharren – da kommen manhe ins Schwimmen doer Grübeln und plötzlich verschwindet dann die links-rechts-Dichotomie. Man muss ins Detail und zum real existierenden Menschen gehen, um auf grössere Zusammenhänge zu schliessen, nicht umgekehrt. Ein gutes Zeichen für differenzierendes Denken ist, dass man einen nicht mehr in eine linke oder rechte Schublade stecken kann…

  10. Reini

    Sozialismus ist nur so gut, solange man ihn sich leisten kann. Unser Übersozialsystem hängt selbst an der Reißleine, da es schon jahrelang mit neuen Schulden finanziert wird.
    Die (volle) Abhängigkeit von einem Sozialstaat ist der eigene Untergang! Leider wird dies genau von den Sozialisten gefördert,… und nicht die Unabhängigkeit!

  11. Selbstdenker

    @Lisa:
    Ich widerspreche Ihnen auf ganzer Linie.
    Gerade Sie biegen sich Definitionen so hin, das sie zu vorgegebenen Zielen „passen“.
    Intellektuelle Redlichkeit sieht anders aus.

    Ökonomische Ungleichheit ist kein Problem. Alles was aus verteilungspolitischer Sicht zählt, ist die absolute Lage der Armen und Ärmsten. Darüber hinaus gibt es keine Rechtfertigung, das sich die Faulen und Trägen der Leistungen der Produktiven bemächtigen.

    Der Hass der Linken ist mit der biblischen Erzählung von Kain und Abel treffend beschrieben.

    Den Linken geht es nicht eine Sekunde darum die Bedingungen der Armen und Ärmsten zu verbessern, sondern die Produktiveren auf ihr unterdurchschnittliches Niveau runterzuziehen; die Lage der erwähnten Armen und Ärmsten kommt lediglich als „Rechtfertigung“ sehr gelegen.

    Ich kenne mehr als genügend deklarierte Linke im realen Leben. Intellektuelle Unredlichkeit, moralische Defizite, niedrige Leistungsbereitschaft und ständige Verachtung gegenüber denen, die es besser können, sind gemeinsame Charakterzüge der Linken.

    Die Linken sind aber auch diejenigen, die am eifrigsten nach „unten“ treten, wenn gerade niemand hinsieht oder es sich um Menschen handelt, die hasszerfressene Linke zur Hexenjagd freigegeben haben.

    Machen Sie endlich einmal die Augen auf, sehen Sie sich um und hören Sie auf die Welt sich so hinzubiegen, wie es Ihnen ideoligisch in den Kram passt.

  12. sokrates9

    lisa@ Wenn eines der reichsten Rohstoffländer Länder der Welt derart ökonomisch absandelt kann nicht allein die Korruption und die Faulheit der Leute schuld haben! Von der Mentalität her schätze ich die Venezolaner ähnlich den Argentiniern, Chilenen, Mexikanern ein! und die haben interessanterweise noch Toilettenpapier welches in Venezuela derzeit Luxus ist!

  13. Lisa

    @Selbstdenker: Ideologien finden Sie bei mir eher nicht – ich hinterfrage alles. Alles. Niemand hat Interesse, die Lage der Armen und Ärmsten zu verbessern (ich wiederhole mich: dummes Volk lässt sich leichter kujonieren und abhängig halten). Manchmal gibt es zwar Almosen, aber das verbessert nichts. Schon wer sich als Linker (oder Rechter) „deklariert“, zeigt wes (engen) Geistes Kind er (oder sie) ist. Meine Devise ist: hinsehen, analysieren (Selbstdenker!), handeln. Das ist keine Ideologie sondern gelebtes Leben.

  14. Lisa

    @sokrates9: Nein, allein nicht, aber auch. Letztlich ist eine Staat nicht nur seine Administration, sondern besteht aus seinen Bewohnern. Das gleiche Problem stellt sich ja auch m rohstoffreichen Afrika. Die Asiaten haben eine andere Mentalität und sind daher erfolgreicher im Aufholen. Es fängt alles im Elternhaus an „wia mer d Khender zuicht, so hot mers“ heisst es auf gut Schwäbisch. (und da erlaubt sich, mir absolut unverständlich, Wien immer noch seine muslimischen Kindergärten – zwecks Integration vielleicht?)

  15. sokrates9

    Lisa@ Wieso ging es in Venezuela so lange parallel zur Entwicklung anderer lateinamerikanischer Länder so lange bergauf bis das Land von den Sozialisten übernommen wurde? Ähnliches können sie auch in Kuba studieren, aber auch die Russen haben heute eine völlig andere Lebenseinstellung im Vergleich zur kommunistischen Zeit! Leider spielt die Politik eine große Rolle!
    Muslimische Kindergärten gebe ihnen völlig Recht, die fördern die Integration sicherlich nicht! Schlimmer finde ich aber die Mehrheit der Deutschen wo ja ein entscheidender Knackpunkt der GROKO es war dass Familiennachzug erlaubt wird! Wenn da keine Parallelstrukturen entstehen wenn Eltern und Kinder – in der Regel Analphabeten – nachkommen, dass muss mir mal ein Deutscher erklären!

  16. Selbstdenker

    In Venezuela geht es steil bergab, seitdem sich ein Teil der Bevölkerung mit einer STD – einer Socially Transmitted Desease – infiziert hat:

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