Sprengt Italien jetzt den Euro?

” (C.O.) Geht die Wahl in Italien am 4. März auch nur annähernd so aus, wie die Umfragen nahelegen, könnte das im günstigeren Fall ziemlich teuer für die Steuerzahler in Deutschland oder Österreich werden – und im ungünstigeren Fall die ganze Eurozone in schwerste Turbulenzen stürzen. weiter hier

23 comments

  1. sokrates9

    Es wird noch lange dauern bis die Politker kapieren dass der Euro die Fehlkonstruktion des Jahrtausends war!

  2. Reini

    Mit 36Mrd Euro Überschuss werden die Deutschen die weiteren Südstaaten schon auffangen. Bei unserem Überschuss hapert’s ein wenig,.. 😉

  3. G.

    Nicht der Euro an sich war der Fehler, sondern die nicht erfolgte strikte Überwachung des Finanzgebahrens der einzelnen Staaten seit spätestens 1998, wie auch die Aufnahme bereits gescheiterter Staaten. Wäre dies gemäß der EU Verträge gelaufen, dann hätte es einen enormen Druck auf diese Staaten gegeben.

  4. Thomas Holzer

    @Reini 10:33h
    So gut wie behauptet stehen die Deutschen gar nicht da, man vergesse nicht die Targetsalden, welche de facto uneinbringlich sind (sprich die Deutschen haben sich nicht mal ihre “Exporte” in die EU selbst bezahlt, sondern mit fiat-money finanziert)

    Ein einziges, riesengroßes Kartenhaus

  5. Luke Lametta

    > sondern die nicht erfolgte strikte Überwachung des Finanzgebahrens der einzelnen Staaten seit spätestens 1998

    nicht falsch, aber schon mal nachgesehen, wieviele Staaten dann noch im Euro wären? Insofern schon ein Fehler mE. Folgenschwerste Eliten-Idee seit dem Vertrag von Versailles, ich sags seit paar Jahren und bleib dabei. 2020 sieht Euroland jedenfalls bereits anders aus als heute, quote me on that.

  6. Falke

    @Reini
    Die drohende GroKo in Deutschland hat ja von den 36 Md. bereits 46 Md. für alle möglichen “sozialen Projekte” (darunter natürlich die Alimentierung von noch mehr Flüchtlingen und deren “Familiennachzug”) verplant. Da kann man nur – ausnahmsweise – mit den Jusos die Daumen halten, dass die SPD-Mitglieder diese Horrorvsion (aus anderen Gründen natürlich) ablehnen.

  7. Rennziege

    23. FEBRUAR 2018 – 12:50 — Luke Lametta
    Am 4. März fällt nicht nur die Entscheidung darüber, wer künftig Italien regiert, sondern wahrscheinlich auch darüber, ob es den Euro in seiner heutigen Form weiter geben wird — und wer dafür bezahlen wird müssen, schreibt der Hausherr. Und wie recht er hat!
    Italiens Rückkehr zur Lira ist die einzige Chance, seine Wirtschaft halbwegs aufzupäppeln; wird natürlich Jahre dauern, bis es wirkt. Und wer Italiens geprellte €-Zeche bezahlt, bedarf keiner langen Recherche: Es werden die paar überlebenden EU-Nettozahler sein, von Herrn Junckers und Frau Merkels “Friedensidee”-Gebetsmühle sowie den üblichen Schwarzrotgrünen erneut weichgeklopft.

    P.S., Luke: Ich habe Ihre Wette (Thread vorgestern, dort sichtbar) beherzt angenommen. Vorschläge zum Einsatz werden heiß erwartet. 🙂

  8. sokrates9

    G @Der Euro hat einen massiven Konstruktionsfehler der nicht geloest werdenkann:Die produktivitaetsunterschied einzelner Staaten sind derartig gross das sie entweder nur durch riesige Transferzahlungen oder Geldabwertungen ausgeglichen werden koennen!

  9. elfenzauberin

    Ich glaube nicht, dass man Italien so einfach “retten” kann wie Griechenland, dazu ist Italien einfach zu groß. Das BIP von Italien ist um einen Faktor 10 größer als das von Griechenland, die Schulden in absoluten Zahlen dementsprechend höher.

    Eine Italien”rettung” wird den Euro wohl sprengen.

  10. Johannes

    Man soll Italien zur Lire ziehen lassen, wenn der Euro italienisch wird haben sie ja dennoch nichts davon denn der Vorteil der Abwertung wäre dann auch für alle anderen Konkurrenten gegeben.
    Es geht doch schon längst nicht mehr um Währungen, fallen manche Länder in ihre alten Währung zurück ist das überhaupt keine Katastrophe, im Gegenteil die Wirtschaft und Konkurrenz würde belebt.
    Das einzige was dadurch wirklich nachhaltig zerstört werden würde ist die Zentralgewalt einer allmächtigen Brüsseler Europa-Regierung.
    Das ist es, nach meiner Meinung, was bestimmte Leute am meisten fürchten. Europa läßt sich nicht zentral führen, dafür sind die Völker viel zu unterschiedlich, Frankreich und Deutschland werden akzeptieren müssen das die kleinen Länder die EU in ihrem jetzigen Bestreben immer mehr als Völkerkerker wahrnehmen.
    Wenn Italien den Euro verläßt ist es nachher nicht anders als mit Schweden und Großbritannien, die nie beigetreten sind.
    Bleiben jene Länder übrig die den Euro ernst nehmen, ist er wie seinerzeit die DM eine wichtige Währung die echte Stabilität für Europa bringt.

  11. G.

    Sokrates9
    Italien war Mitte der 90er Jahre nach der erfolgten Abwertung der Lira betreffend der Wettbewerbsfähigkeit recht gut gestellt. Der Norden könnte in vielen Bereichen als produktiver angesehen werden als das verkrustete Deutschland. Leider hat in den folgenden Jahren durch den vorgegaukelten Wohlstand der Schlendrian wieder voll eingesetzt und es ging rascher bergab als jemals zuvor. Bereits 2000 hätte Italien nicht mehr Mitglied des Euro werden dürfen.
    Ich war selbst von 1983 bis 2008 in Italien unternehmerisch tätig mit ca. 90% Exportanteil, davon ca. zwei Drittel im Euroraum.
    Die EU Instanzen haben auch im Fall Italien voll versagt und man hat Italien aufgenommen, ohne sicherzustellen, dass die begonnenen Reformen positiv zu Ende geführt wurden. Das wahre Problem in Italien ist nach wie vor der Mezzogiorno samt Rom, also Süditalien. Der Großteil der Politiker kommt von dort und die achten darauf, dass die Flüsse Richtung Süden nicht versiegen.

  12. Rennziege

    23. FEBRUAR 2018 – 22:16 — Luke Lametta
    “Do we have a deal?”
    We do not have a deal, sir, much as you’d like to navigate a poor girl into uncharted waters. Stakes must be mutually agreed upon, not just guessed. 🙂

  13. Rennziege

    P.S.: @ Luke Lametta:
    An inborn fairness makes me issue a warning to you, Sir Luke: Your odds in this incomplete bet are steadily shrinking. The forseeable outcome of the forthcoming Italian elections are due to trigger another drift to the right in Europe. So, if you still dare to wager that one-ounce 24-carat gold coin, I might gladly agree, but feeling sorry for you.

  14. Luke Lametta

    2x Wr. Philharmoniker 1 oz., thought of that to be unequivocally before, my fault, so we’ve fixed that in first place now? Secondly, well, I’m a fearless highlander, keep those odds coming…

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