Staatsempfang für den Präsidenten eines islamistischen Terror-Regimes

(Von Stefan Frank)  Staatsempfang für einen Henker: Der iranische Präsident Hassan Rouhani ist diese Woche zu Besuch in der Schweiz und in Österreich. Zu einer Zeit, wo viele Europäer – Politiker und Journalisten inbegriffen – entweder im Urlaub sind oder sich auf die Fußballweltmeisterschaft konzentrieren, wird in Zürich, Bern und Wien darüber geredet und daran gearbeitet werden, wie man das Image des iranischen Terrorregimes verbessern und aller amerikanischen Sanktionen zum Trotz miteinander Geschäfte machen kann.  weiter hier

10 comments

  1. Mourawetz

    Ausgerechnet am Vorabend des Rouhani-Besuchs in Wien wurde bekannt, dass ein Angehöriger der Iranischen Botschaft in Wien als Drahtzieher in einem Terroranschlag in Paris fungiert haben könnte. Ein Paar, das den Anschlag verüben sollte und aufgeflogen ist, beschuldigt ihn, Sprengstoff übergeben und den Anschlag befohlen zu haben. Zufälle gibts…

  2. Falke

    Der Sinn eines solchen Besuches erschließt sich mir nicht. Nach den amerikanischen Sanktionen sind neue, größere oder überhaupt Geschäfte mit dem Iran wohl illusorisch. Ich bin ja neugierig, ob der bärtige Raucher in der Hofburg sich traut, dem Herrn aus Iran die Position Österreichs zu Israel klar zu machen, insbesondere die Tatsache, dass Österreich im Falle eines Konflikts auf jeden Fall auf Seiten Israels stehen würde. Und das wohl Wichtigste: Hoffentlich vergessen die Organisatoren des Besuches nicht, eventuelle Nacktstatuen in der Stadt zu verhüllen 🙂

  3. aneagle

    @Falke
    verhüllen sollte die österreichische Bundesregierung höchstens vor Scham ihr Gesicht, ob des hohen Besuches. Wie man mit dem Iran trotz Sanktionen im Geschäft bleibt, hat der Nato-treue Türkenpräsident bereits mustergültig vorexerziert – Mit einem nicht durch Sanktionen betroffenen Rohstofftausch Gold gegen Öl. Und was die Stellung Österreichs im Falle eines Konfliktes zu Israel betrifft, machen Sie sich da mal keine falschen Hoffnungen.

  4. Mona Rieboldt

    Sobald der Ölpreis stark ansteigt, gibt es keine Solidarität mit Israel mehr. Als Israel von Iraks Saddam wirklich bedroht wurde, hat D Überflugverbote ausgesprochen für diejenigen, die Israel helfen wollten. D hat dann aber Gasmasken nach Israel geliefert. Kein Scherz.

  5. Falke

    @aneagle
    @Mona Rieboldt
    Ich weiß schon, dass die Solidaritätskundgebungen der deutschen, österreichischen (und auch vieler anderer europäischer Politiker) mit Israel leider reine Redeübungen ohne Substanz sind, als reine „Pflichterfüllung“. Im Konfliktfall würden sie sich wohl feige „neutral“ verhalten. Zum Glück für Israel gibt in den USA einen Präsidenten Trump, auf den sich Israel verlassen kann – im Unterschied zu seinem Vorgänger.

  6. LePenseur

    Cher M. (chère Mme.?) „Mourawetz“,

    dieser seltsame „Zufall“ ist Irans Außenminister auch schon aufgefallen. Vermutlich handelt es sich um denselben „Zufall“, dessenwegen schnell noch vor dem Ende der Fußball-WM schon wieder zwei Giftopfer in Großbritannien gefunden wurden. Wir können davon ausgehen, daß gaaaanz sicher wieder der pöhse Putin persönlich dafür verantwortlich ist. Wer sonst?

    Und wenn Herr Frank seinen Artikel mit einem markigen „Staatsempfang für einen Henker“ einleitet, fragt man sich nur: und was hätte er dann bspw. über einen auf Besuch weilenden US-Präsidenten (egal ob den aktuellen, einen früheren oder einen künftigen) zu schreiben?

    „Staatsempfang für einen Kriegsverbrecher“ müßte er eigentlich schreiben — denn da die USA sämtliche ihrer Kriege in den letzten Jahrzehnten unter nonchalanter Mißachtung der Klausel, daß völkerrechtlich nur Verteidigungskriege erlaubt sind, oder aber unter Vorlage gefälschter „Beweise“ geführt haben, wäre genau das die rechtliche Konsequenz (und ebendiese wurde, unter ebenso nonchalanter Mißachtung des strafrechtlichen Rückwirkungsverbotes, in den Nürnberger Prozessen auch exekutiert — bis zum Henker).

    Ich kann mir aber vorstellen, daß Herr Frank gewisse Probleme bekäme, einen solchen Artikel auf „mena-watch“ zu publizieren …

    Und ich kann mir weiters vorstellen, daß Herrn Ortners Begeisterung über diesen Kommentar sich in Grenzen hält, und bin demnach gespannt, wie lange er stehenbleibt …

  7. Johannes

    Ich mag die Ayatollahs auch nicht, halte sie für verschlagene Terrorunterstützer und Unterdrücker. vor allem unterdrücken sie die iranische Bevölkerung.
    Der Artikel aber ist leicht zu durchschauen, man ist verstimmt und fühlt sich von Frank für blöd verkauft.

    Das ganze ist nach einem Schema, wie aus einer Schablone formuliert und damit kann ich nichts anfangen.

  8. Thomas F.

    Österreich erklärt sich wieder einmal als unentbehrlich für die Welt als Brückenbauer.
    Und unser unentbehrlicher Herr Bundespräsident, die ach so erhabene moralische Autorität, schreitet als erster als Pontifex voran.

  9. astuga

    Also Herr Van der Bellen ist doch ganz in seinem Element.
    Alte spinnerte Vollbarträger unter sich eben…

    Ob Hodschatoleslam Rouhani unserer First Lady einen Solidaritäts-Tschador als Staatsgeschenk mtigebracht hat ist leider nicht bekannt.
    Der vereitelte Terroranschlag auf Exil-Iraner in Paris wird wohl auch nicht zur Sprache kommen.

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