„Türkei-Beitrittsgespräche beenden!“

„Ich will den Bürgern zum Beispiel die Frage vorlegen, ob die Türkei Mitglied der EU werden soll oder nicht. Wenn sie die EVP und mich wählen, werden wir uns dafür einsetzen, dass die Beitrittsgespräche beendet und in Partnerschaftsgespräche überführt werden. Wenn es dafür eine Mehrheit im Parlament gibt, muss die Kommission darauf reagieren.“ CSU-Mann Manfred Weber,  hier

5 comments

  1. Christian Peter

    Ganz ehrlich : Was ist an einem EU – Beitritt der Türkei auszusetzen, wenn (unter tatkräftiger Mitwirkung der österreichischen Bundesregierung) die EU – Erweiterung am Westbalkan bevorsteht, obwohl es sich bei diesen Ländern durchwegs um politisch und wirtschaftlich höchst instabile Mafia – Staaten handelt ?

  2. Falke

    Weber verbiegt ja bereits sein Rückgrat bis zum Brechen und schleimt sich dem Linken EU-Meinungsterror an, nur um zum Kommissionspräsidenten gewählt zu werden. Dazu gehört natürlich Verrat an Orban, dem er noch vor Kurzem durchaus freundlich gesinnt war. Von Demokratie hält er logischerweise auch nichts: Ungarn ist ein demokratischer Staat, wo die Volksvertretung, also das Parlament, dem Regierungschef aufträgt, was er tun oder nicht tun soll und darf. Weber verlangt also von Orban, dass er gegen den Willen des Volkes agiert, d.h. NGOs und Universitäten vielleicht auch noch unterstützt, die gegen das ungarische Volk (zumindest die große Mehrheit) hetzen. In der EU wundert einen bald gar nichts mehr.

  3. astuga

    Der CSU kann man wohl kaum noch vertrauen.
    Außerdem achtet man in der EU-Kommission schon darauf niemanden aufzunehmen der später aus der Reihe tanzt.

  4. Johannes

    Alles was nach Junker kommt ist zunächst einmal ein Neuanfang. Manfred Weber macht auf mich einen sehr soliden, ehrlichen Eindruck und das ist schon mal etwas das ich in den letzten Jahren in Brüssel vermisst habe.
    Das er dezidiert sagt er sei gegen einen Beitritt der Türkei und werde überdies eine Bürgerbefragung in ganz Europa darüber abhalten ist sensationell.
    Eine solche klare Aussage gab es in der EU noch nie, daran wird man ihn, wenn er das Amt bekommt, messen.
    Endlich klare Verhältnisse, jetzt weiß die Türkei wie sie dran ist und kann beginnen sich darauf einzustellen.
    Das war knapp, denn es wären an die sieben Griechenland gewesen die da auf ihre Alimentierung gewartet hätten.
    Dazu die Großmachtsfantasien des Sultan der die Reise und Niederlassungsfreiheit schon als Weg zum großtürkischen Reich als sicher wähnte.

    An dieser Ansage wird Weber, wenn er es wird, gemessen werden.

  5. aneagle

    @Johannes
    Geben Sie sich bei Herrn Weber wegen seiner Türkei-Äußerung keiner falschen Hoffnung hin. Der Mann hat seinen Juncker gelernt. Zitat Juncker:
    https://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1335097/Junckers-beste-Zitate_Wenn-es-ernst-wird-muss-man-luegen
    auch Sebastian Kurz muss sich notgedrungen beugen, will er eine Eklat unter seinem Vorsitz vermeiden. Es sind wie die Aktivitäten der EU zeigen, noch immer zu viele Linksverbinder im Parlament der EUDSSR. Aber die SPE ist größenwahnsinnig , die EVP ist wenig intelligent und beide Fraktionen des EU-Parlamentes sind von demokratischen Strukturen weit entfernt. Weber macht für sich (nicht für die EU!) das Beste daraus.

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