Türkei islamisiert Dänemark mit mehr Moscheen

“Der Islam kann weder ‘moderat’ noch ‘nicht moderat’ sein. Der Islam kann nur eines sein”, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 9. November. “In jüngster Zeit hat das Konzept des ‘gemäßigten Islam’ Beachtung gefunden. Aber das Patent dieses Konzepts stammt aus dem Westen… Sie versuchen nun, diese Idee wieder aufzublasen. Was sie wirklich wollen, ist, den Islam zu schwächen…” Erdogan arbeitet an der Stärkung des Islams im Westen, was er unter anderem durch den Bau türkischer Moscheen in westlichen Ländern tut. Es ist kaum verwunderlich, dass er nicht will, dass der Westen den Islam “schwächt”, aber im Moment scheint es wenig Risiko dafür zu geben. Die Errichtung türkischer Moscheen in westlichen Ländern schreitet offenbar mit sehr wenig Widerstand voran. Umgekehrt ist der Bau westlicher Kirchen in der Türkei undenkbar.

Erdogan sieht die im Westen lebenden Türken eindeutig als Speerspitze des Islam. “Ja, integriert euch in die deutsche Gesellschaft, aber assimiliert euch nicht. Niemand hat das Recht, uns unsere Kultur und Identität zu nehmen”, sagte Erdogan bereits 2011 den Türken in Deutschland. Dieses Jahr erzählte er den im Westen lebenden Türken: hier.

12 comments

  1. Nattl

    Die Ironie an der Sache ist, dass die EU jährlich Milliardenbeiträge für demokratische Entwicklungen in der Türkei ausgibt, in der Hoffnung, dass das wiedererstarkte Osmanenreich EU-fit werde. Es wäre interessant, diese Förderungen mit den Kosten für den türkisch getriebenen Moscheenbau in EU-Staaten gegenüberzustellen. Meine Vermutung: die EU zahlt die eigene Islamisierung.

  2. Thomas Holzer

    Auch ein Herr Erdogan wird den Weg allen Irdischen beschreiten (müssen/dürfen) 😉

  3. Kluftinger

    @ Thomas Holzer
    Es ist richtig was sie sagen, aber möglicherweise schafft er bis dahin Fakten die ihn überdauern?

  4. Selbstdenker

    @Nattl:
    “…die EU zahlt die eigene Islamisierung.”

    Sie sind mir zuvor gekommen! 😉

    Es läuft de facto genau darauf hinaus: mit den Beihilfen aus Brüssel können die Türken Gelder für die Islamisierung Europas freimachen.

    Es fließen übrigens auch anderswo üppig EU-Gelder direkt und direkt – z.B. via “Sozial”Transfers – an extremistische bzw. terroristische Organisationen im Nahen Osten. Man könnte auch sagen: die Europäer finanzieren nicht nur den Bau von Moscheen, sondern auch den Terror.

  5. Falke

    Die Einstellung der dänischen Bürgermeisterin kommt am besten durch ihre Aussage zum Ausdruck, dass sie sich offenbar geschmeichelt und glücklich schätzt, dass sie als Christin ohne Kopftuch der Grundsteinlegung der Moschee in ihrer Stadt beiwohnen “durfte”. Mehr Unterwerfung geht wohl nicht.

  6. astuga

    In der Türkei ist nicht nur der Bau “westlicher” Kirchen verboten (also zB. protestantischer, katholischer etc.).
    Auch griechisch-orthodoxe, armenische und syrisch-aramäische Christen (allesamt länger in Kleinasien beheimatet als jeder Türke) dürfen keine neuen Kirchen errichten.

    Im Ggt., oft werden Kirchen und Klöster vom türk. Staat enteignet und offiziell zum Museum umgewandelt.
    Selbst die Priesterweihe muss im Ausland durchgeführt werden, da in der Türkei verboten.
    Und der staatlich islamische (sunnitische) Religionsunterricht ist ein Pflichtgegenstand für jeden Schüler.

    Und dafür ist nicht mal Erdogan verantwortlich, das gab es bereits vor ihm in der angeblich laizistischen Türkei.

  7. astuga

    Ergänzung: die Zahl der Christen in der Türkei wird auf etwa 0,3 % geschätzt.
    Dennoch herrscht Christophobie.

  8. Johannes

    Es scheint als würden die Dänen einen bestimmten Teil von Erdi stark dehnen um vollständig hinein zu schlüpfen.

  9. Mila

    Man kann das nur mit Geld regeln. Sozialhilfen runter für Zuzügler. Außerdem darf sich niemand mehr sein Leben mit Kinderkriegen finanzieren können.
    Sobald dieser Finanzierungswahnsinn für Ungebildete und Unintegrierbare beendet ist werden diese Leute wieder zurück ziehen (müssen) in ihre Heimatländer.
    Übrig bleiben diejenigen, die der Allgemeinheit etwas bringen und die zumindest minimale Anpassung an unsere Kultur schaffen.

  10. Wolfgang

    @mila

    Das ist auch meine Ansicht. Geldhahn zu und weg sind sie. Ganz schnell.
    Als in Spanien 2008 die Krise massiv spürbar wurde, sind hunderttausende Südamerikaner wieder heimgegangen. Weil sie keinen Vorteil mehr hatten, in Spanien zu leben, wo es keine Arbeit mehr gab. Globalisierung ist umkehrbar.

    Die zukünftige Regierung hat es erkannt, auch wenn Sonja, Christian, Pamela und Alois noch so über die soziale Kälte schimpfen.

  11. Lisa

    Man* zitiert ja nicht ein Gedicht, das einem nicht innerlich nahe geht, von dessen Inhalt man nicht überzeugt ist – und man* wird dafür sogar ins Gefängnis gehen. zit.:„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ (*Erdogan) Man kann sich fragen, weshalb solche martialische Typen gewählt werden. Gilt auch für zahlreiche andere Staatsoberhäupter, die nicht mit Militärgewalt an die Macht kamen, sondern durch demokratische Wahlen. Was sagt uns das über den Wähler aus? Wobei ich allerdings nur eine Zweidrittels-, wenn nicht sogar Dreiviertelmehrheit einen tatsächlichen Volksentscheid nennen würde. 51 gegen 49% weist auf eine gespaltene Gesellschaft hin, nicht auf die Gemeinschaft eines Demos.

  12. Lisa

    @Mila: ach ja, das wäre so einfach, und human dazu (an die Adresse, die das Wort so oft im Munde haben) Die Würde eines Kindes zählte dann mehr als die paar Kreuzer Kindergeld. Wo ist da der Unterschied zum Bauern, der sich Söhne als Arbeitskräfte auf dem Hof wünschte, auch wenn die Mutter dabei fast draufging und Schule als Zeitverschwendung angesehen wurde? Oder zu den Fabrikherren des 19. Jh., welche die viel zu zahlreichen Kinder ihrer Arbeiter gewinnmaximierend einsetzen konnten? Und zu gewissen Staaten heute, diw zwecks BIP-Verbesserung Menschen aus völlig fremdem Kulturkreisen herlocken? Die Willkommensdroge Sozialgeld ersetzt heute den Schnaps, der in den zahlreichen Wirtshäusern um die Industriegebiete den Arbeitern ihr Geld gleich wieder abnahmen – und die im Rausch und aus Verzweiflung neue Kinder zeugten. Der Staat als Ganzes hat doch gar kein Interesse an humanitären Massnahmen – sonst hätte man all die Toten auf dem Mittelmeer sogar mit Militärgewalt verhindern können: auffischen und bei Nacht und Nebel zurückbringen, dahin, wo sie bei Nacht und Nebel losgerudert waren. Übrigens bin ich durchaus für staatliche Zuwendungen an die nachfolgende Generation, wenn die Eltern es nicht schaffen, ihren Nachwuchs anständig aufzuziehen – aber doch nicht bedingungslos! Abgestuftes Kindergeld, und Steuererleichterungen müssten so angesetzt werden, dass es sich für Bedürftige nicht rechnet, mehr als zwei, drei Kinder zu haben. Vermutlich hat der Staat als Unternehmer aber gar keine Interesse daran – und hofft, wie weiland Marx, dass Quantität irgendwann zu Qualität würde…

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