Türkische Religionsbehörde ist zentrale Plattform des Islamismus

„Die türkische Religionsbehörde Diyanet versteht sich auf seltsame und haarsträubende Verlautbarungen. In der Vergangenheit hat die Behörde erklärt, dass es mit dem Islam unvereinbar sei, Neujahr zu feiern, Lotto zu spielen, Hunde zu Hause zu füttern und Bitcoins zu erwerben. Männer dürften ihre Schnauzbärte nicht färben und Paare nicht Händchen halten. Allerdings können Männer sich via SMS scheiden lassen.” (weiter hier)

19 comments

  1. Christian Peter

    Die Türkei hat eine modernere Verfassung als die Bananenrepublik Österreich, immerhin ist in der Türkei der Laizismus nach wie vor in der Verfassung verankert. Anders als in Österreich, welches seit 30 Jahren von einer rückständigen Bauern-, Beamten- und Landesfürstenpartei regiert wird, welche alle erforderlichen Reformen verhindert.

  2. caruso

    @Christian Peter – Und was hat die Türkei davon, daß der Laizismus in der Verfassung steht?
    Solange der Großteil der dortigen Bevölkerung von Erdogan & Co so begeistert ist, gar nichts. Und das Ende von diesem Regime ist nicht in Sicht.
    Hier in Österreich steht der Laizismus zwar nicht in der Verfassung, dafür wird keine Religionsgemeinschaft vom Staat, von den Behörden her verfolgt im Gegensatz zur Türkei.
    lg
    caruso

  3. Falke

    @caruso
    Im Gegenteil, bei uns wird der Islam gehegt und gepflegt wie fast nirgendwo sonst. 🙂

  4. KTMtreiber

    @Reini und Falke:

    Sie haben den “Schuss” wohl nicht gehört. DER Islam gehört zu Europa. Wird ja schon seit Jahren von den “Leute die für uns denken und uns lenken” propagiert ! 😉

  5. Christian Peter

    @caruso

    ‘Keine Religionsgemeinschaft wird in Österreich vom Staat verfolgt’

    Das ist ein Irrtum, Österreich wurde bereits mehrfach vom EGMR wegen Diskriminierung von Glaubensgemeinschaften verurteilt und vom US – Außenministerium in dieser Angelegenheit abgemahnt. Zudem werden Glaubensgemeinschaften in Österreich in bestimmte Kategorien unterteilt, danach richtet sich der rechtliche Status der Glaubensgemeinschaften.

  6. astuga

    @Christian Peter
    Sie erzählen Unfug!
    Die Türkei war niemals laizistisch, der Islam wurde unter Ata Türk und seinen Nachfolgern lediglich nationalisiert und verstaatlicht.

    Es gibt ein Religionsministerium (ein rein islamisches), die Imame sind Staatsangestellte.
    Der sunnitisch islamische Religionsunterricht ist ein Pflichtfach an den Schulen, auch für nichtmuslimische und shiitische Kinder.
    Dazu ist die Türkei noch extrem intolerant wenn es um alle anderen Religionen geht, es gibt keine Religionsfreiheit.
    Es dürfen keine neuen Kirchen errichtet werden, Renovierungen sind fast nicht möglich, dafür werden Kirchen immer wieder zwangsweise zu Museen umgewandelt, Klöstern droht die Enteignung (wie zuletzt einem bekannten syrisch-aramäischen).
    Christen und Aleviten sind bis heute Opfer von Morden und Verfolgung.
    Und das bei lediglich ~ 0.3 % Christen in der heutigen Türkei.

  7. Johannes

    Ich respektiere diese Vorgaben wenn sie in der Türkei erwünscht sind.
    Was ich auf keinen Fall respektiere, dass sich eine solche Geisteshaltung durch Zuwanderung von Vertretern und Befürwortern dieser Lebensvorschriften bei uns breit macht.
    Einwandern und dann diesen Scheißdreck mitbringen und hier leben wollen, geht gar nicht, oder? Wie sehen sie das meine Herrschaften von Rot-Grün-Caritas und Kirche?
    Wenn sie sich, verehrte Herrschaften, auch gegen solche Zwänge sträuben dann machen sie doch endlich den Mund auf, und stärken sie jene Türken die hier leben und sich integrieren wollen.
    Diese Leute haben es schon so schwer genug und könnten einen Schulterschluß unserer Moralapostel für ein freies Leben ohne Erdogan-Einfluss gut gebrauchen.

  8. Christian Peter

    @astuga

    Ganz so dramatisch sind die Zustände in der Türkei nicht. Jahrzehntelang war es Frauen in der Türkei verboten, in staatlichen Einrichtungen Kopftuch zu tragen, Frauen mit Kopftuch durften nicht einmal studieren. Anders als in Österreich, wo in praktisch allen Kindergärten, Schulen und allen Gerichten Kreuze hängen und die römisch katholische Kirche unglaubliche Privilegien genießt und jedes Jahre Milliardensubventionen aus öffentlichen Mitteln erhält.

  9. astuga

    @Christian Peter
    Wer Mord, Pogrome und Psychoterror nicht für dramatisch hält nimmt wohl bewusstseinsverändernde Drogen.

    Aber richtig, der Islam genießt in der Türkei keine Privilegien, denn dazu müßte es erstmal eine Trennung von Staat und Religion geben oder eine religiöse Viefalt.
    youtube . com/watch?v=-QY2wn94M6g
    youtube . com/watch?v=Qg_rtlrexxo

  10. Christian Peter

    @astuga

    Themaverfehlung, was kann der Staat dafür, wenn Bürger aus religiösen Motiven morden ? Wie gesagt : Die Türkei hat eine modernere Verfassung als das rückständige Österreich, wo nach jahrzehntelanger Misswirtschaft durch christdemokratische Regierungen noch immer keine Trennung von Staat und Kirche existiert.

  11. astuga

    @Christian Peter
    Na Sie sind mir einer!. ^^

    Jemand der beim Thema “Türkische Religionsbehörde ist zentrale Plattform des Islamismus” anfängt von der “Bananenrepublik Österreich” zu faseln will mir ernsthaft erzählen was eine Themenverfehlung ist.

  12. Rennziege

    30. JANUAR 2018 – 17:31 — astuga
    Ich muss schon sehr bitten, astuga! Wie können Sie es wagen, einem weltweit anerkannten Intellektuellen, Kamelmistleser und Silberstein-Epigonen als spin doctor am Zeug zu flicken? Ich bitte um ein wenig Respekt. 🙂

  13. Christian Peter

    @astuga

    Wir sprechen über das Verhalten des Staates gegenüber den Bürgern, nicht über das Verhalten der Bürger gegenüber den Bürgern. In Österreich ist die Trennung von Staat und Kirche noch weniger vollzogen als in der (noch immer) laizistischen Türkei, bevor man sich über fremde Länder Gedanken macht, sollte man zuallererst vor der eigenen Türe kehren.

  14. astuga

    @Christian Peter
    Nochmals zum mitschreiben: Es gibt in der Türkei keine Trennung von Staat und Staatsislam.
    Die Türkei ist so laizistisch wie der Iran demokratisch, nämlich gar nicht.

    Das war schon vor Erdogan so, und das ist es heute noch weniger.
    Ist deshalb auch kein Zufall, dass bereits der politische Ziehvater Erdogans und ehemalige türkische Ministerpräsident (!) Necmettin Erbakan gleichzeitig Gründer der radikalen Milli Görüs war.

    Für alles andere lesen das bereits gesagte halt nochmal (diesmal eventuell sinnerfassend) und schauen sich die verlinkten Videos nochmal zur Gänze an – Danke!
    Ich helfe ja gerne wenn ich kann, aber irgendwann ist`s auch mal gut…

  15. Christian Peter

    @astuga

    Die Verfassung der Türkei ist nach wie vor laizistisch, bislang wurde das auch nicht geändert. Jahrzehntelang gab es ein Kopftuchverbot in allen staatlichen Einrichtungen, Frauen mit Kopftuch durften nicht einmal studieren. 1982 wurde durch eine Verfassungsänderung Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ermöglicht, diesen hatte es bis dahin nicht gegeben.

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