Und ewig verhandelt das Murmeltier

Am letzten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz hat Irans Außenminister Salehi Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes angeboten. Der Mann scheint das Bedürfnis des Westens, sich vom Mullah-Regime verhöhnen zu lassen, durchaus richtig einzuschätzen. Also nix wie ernsthaft verhandeln, und alles wird gut. Ganz sicher.

10 comments

  1. Selbstdenker

    Sie “verhandeln” so lange, bis sie nicht mehr verhandeln müssen.

    Appeasement hat sich ja schon vor 80 Jahren “bestens” bewährt um den Frieden in Europa zu sichern.

  2. Suwarin

    Und die Medien fabulieren wieder von einem Durchbruch, wie sie das seit Jahren machen, und das von Ihren Gebühren.

  3. oberösi

    interessant allemal, wie bedroht sich die ganze westliche welt von einer iranischen atombombe fühlt, die es noch gar nicht gibt. dagegen spricht fast nie jemand von den ca. 200 atomsprengköpfen, die es in israel offiziell nicht gibt, aber von denen jeder weiß. weil es sie gibt.

    genauso wird demnächst syrien bombardiert werden müssen wegen der chemiewaffen, die man schon schon im irak nicht gefunden hat. derentwegen aber das land in die steinzeit gebombt wurde, völkerrechtswidrig.

    nur um klarzustellen: selbstverständlich profitiere auch ich wie alle anderen europäischen länder von der pax americana. ist saubequem, sicher, und das denken kann man getrost anderen überlassen. allerdings, gab es da nicht einmal jemand namens kästner, der da meinte: “nie sollst du so tief sinken, von dem kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken….”

  4. Manuel Leitgeb

    Ob die Teilnehmer der “Sicherheitskonferenz” in ihren Verhandlungen mir dem Iran überhaupt die Ironie begreifen, daß sie dies in München tun?

  5. Paul Mittelsdorf

    @oberösi
    1. Israel bedroht weder den Iran noch die restliche Welt. Oder können Sie mir ein einziges, nur ein einziges Zitat eines israelischen Politikers vorweisen, in dem die Auslöschung der iranischen Bevölkerung oder die Zerstörung des Landes erwähnt wird? Weshalb sollten wir also vor einer oder mehreren israelischen Atombomben mehr Angst haben als vor einer französischen oder amerikanischen Atombombe? Ich sehe kein Argument hierfür.
    2. Der Irak wurde nicht in die “Steinzeit” bombardiert. Dieser Spruch ist zwar sehr populär, ich wüßte jedoch nicht, daß in der Steinzeit beispielsweise Öl abgebaut wurde oder die Menschen eine demokratische Regierung gewählt haben.

  6. Suwarin

    @oberösi
    Man spricht auch selten über die pakistanische Bombe, den Zerfall dieses Landes und den immer noch akuten Konflikt mit Indien. Das gibt allemal mehr Grund zur Sorge als die Bestrebungen des Iran und besonders die Israels, die mich inetwa so sorgen wie die französischen.

  7. Herbert von Österreich

    Paar Oster-Sonntage bin ich nun schon auf der Welt, und an keinem der dreihundertvierundsechzig Tagen zwischen diesen Oster-Sonntagen machte ich jemals die Feststellung, dass ein Muselmane nur das Geringste gehalten hätte, was er einem “Ungläubigen” je versprochen, oder gar geschworen hat. Nicht im Iran seit 1979, nicht im Nahen Osten (dies´ sogar in 2000 Jahren nicht), und auch nirgendwo anders auf diesem Planeten.
    Gehalten haben sie jedoh immer und pünktlich, wenn es darum ging, sich die “Belohungs-Vorschüsse” abzuholen – natürlich auch nur jene, wenn diese in Form von “Cash-Money” waren.

    Gerade die Europäische Union war (und ist) da immer sehr großzügig beim Ausschütten von Geldern. Ganz besonders in den Nahen Osten hin.
    Den gesamten Gaza-Streifen könnte man mit Gold-Barren zupflastern mit dem Geld, welches die dortigen Gauner der westlichen Welt schon aus den Taschen gezogen hat. Doch liegt dieses Geld auf gut gesicherten PRIVATEN Bank-Konten der bärtigen, bekittelten Kleinwuchs-Männer in der Schweiz

    Und beim Iran ist es nicht anders. Besonders die EU hofiert dieses Regime des “bekittelten Wahnsinns), macht dem Ahmadinejad die Leiter, dass er mit seinen 1,58 m Körpergröße an die Höhe der TV-Kameras kommt, um der Welt, hämisch grinsend zu sagen, wie dumm der Rest der Welt ist.

    Voll und ganz hat er Recht damit, denn nur Voll-Idioten können es sein, die nahezu vier Jahrzehnte auf den selben Trick reinfallen.

    Alle Ehre den Israelis, denn die sagen mit Recht, dass dem Iran niemals zu trauen ist.

    Die ganze Welt würde sich viel Kummer und Leid ersparen, wenn man dereinst den Reza Pahlevi und seinen Clan so hofiert hätte. Wäre dieser Clan auch heute noch an der Macht, so ginge es auch den Menschen im Iran weitaus besser. Aber auch da hat die Welt nichts daraus gelernt, denn macht man genau diesen Fehler weiter. “Frühling” nennt man es – den “Arabischen Frühling”. Werden wird es jedoch ein Winter. Ein eiskalter Winter, und die Winter-Stürme werden über den gesamten Planeten hinwegfegen.

    Doch – sage man dies einmal zu einem Muselmanen. Auch wenn dieser am Verhungern wäre, tät´ dieser sich dagegen verwehren. … insallah …

  8. Roger Wagner

    @oberösi: Vor den israelischen Atombomben muss man aus genau dem gleichen Grund eine Angst haben wie vor den britischen oder den französischen.

  9. Gutartiges Geschwulst

    @Manuel Leitgeb
    “Ob die Teilnehmer der “Sicherheitskonferenz” in ihren Verhandlungen mit dem Iran überhaupt die Ironie begreifen, daß sie dies in München tun?”

    Solange die Verhandlungen nicht vor der Feldherrenhalle stattfinden, lässt sich die Ironie noch verkraften.

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