Warum soll man Frauen nicht anleinen?

(C.O.) In der Wiener City sind seit Wochen Frauen, meist in Gruppen mit einem Mann zu beobachten, die vom Boden bis zum Haarschopf in schwarze Tücher eingewickelt sind, den gesamten Körper einschließlich des Kopfes umhüllend und meist nur einen schmalen Schlitz auf Augenhöhe frei lassend.

Das ganze erinnert entfernt an ein Rudel etwas groß geratener Pinguine.

Meist handelt es sich bei jenem Kleidungsstück allerdings um eine „Niquab“, wie sie von Frauen vor allem auf der arabischen Halbinsel, in den Golfstaaten, aber teilweise auch anderen muslimischen Ländern des mittleren Ostens getragen werden (müssen), die nun im Schlepptau ihrer Männer im Hochsommer als Touristen bei knapp 40 Grad Abkühlung in Wien suchen.

Frauen, die ihren Körper vollständig  in Textilien einpacken (müssen) – das kann man nicht anders nennen denn eine Obszönität. (Wikipedia: „Als obszön gilt, was geeignet ist, bei anderen Menschen Ekel zu erregen, Scham hervorzurufen oder ein anderes elementares Gefühl zu verletzen.“)

Und genau das – Scham und Ekel – verursacht bei jedem halbwegs zivilisierten Menschen der Anblick einer Frau, die von ihrer Gesellschaft gezwungen wird, sich völlig zu verhüllen. Es ist dies ein Vorgang der Unterdrückung, der Herabwürdigung und der Entmenschlichung, für den sich jeder Betrachter in erheblichem Ausmaß fremdschämen und den Ekel bekämpfen muß, der sich da unweigerlich einstellt.

Warum westliche Gesellschaften derartiges in ihren öffentlichen Räumen zulassen, ist unverständlich. Nehmen wir einmal an, in irgend einer entfernten archaischen Kultur wäre es üblich, Frauen in der Öffentlichkeit nackt, auf allen vieren und mit einer Hundeleine durch die Stadt zu begleiten – würden wir das auch schulterzuckend tolerieren? Na eben. Und zwischen Niquab un Hundeleine besteht ein quantitativer, aber kein qualitativer Unterschied.

Bemerkenswert ist an jenem öffentlich zur Schau gestellten Akt der Frauenverachtung in der Wiener City aber noch ein zweiter Aspekt.

Jeder halbwegs zivilisierte Reisende aus dem Westen wird sich in der arabischen Welt, und ganz besonders in den konservativen Golf-Monarchien, an die dortigen Sitten und Gebräuche weit gehend anpassen. Das heißt natürlich auch, etwa in der Öffentlichkeit keinen Alkohol zu trinken – oder als Mann seine  Reisebegleiterin daran zu erinnern, ihr Haar zu bedecken und ihre optische Attraktivität etwas zu camouflieren (so diese Erinnerung nötig ist).

Das ist ganz einfach ein Gebot der Höflichkeit (und der Vernunft).

Warum aber denken unsere Gäste aus der arabischen Welt nicht umgekehrt genauso und passen ihre Bekleidungsgewohnheiten zumindest ein bisschen den hier üblichen an?

Zu befürchten ist: weil sie die religiös-kulturellen Regeln ihrer Welt als allen anderen überlegen erachten. Jener Relativismus, der uns lehrt, alle Kulturen und alle Religionen als letztlich gleichwertig zu erachten und uns daher ermöglicht, uns diesen Kulturen anzupassen, ist ihnen weitgehend fremd.

Und das ist Teil eines Problems, eines verdammt großen Problems. („FF„)

37 comments

  1. Herbert Manninger

    Wie groß muss der Hass der Linken auf unsere halbwegs liberale Gesellschaft sein, dass sie sich mit dieser Geisteshaltung verbünden?
    Was geht da zB. in den Köpfen von Emanzen und Schwulen vor sich?
    Der Feind ihres Feindes ist ihr Freund. Was dann, wenn dieser erledigt ist?

  2. nattl

    Auch nackte Frauen an der Hundeleine würden akzeptiert, wenn das eine fremde Kultur macht. Diese Art von Toleranz nennt sich neuerdings „Willkommenskultur“. Dafür wird das Tragen eines Dirndls als rückständig und faschistoid bewertet (dies gilt allerdings nicht, wenn das Dirndl von einem Mann getragen wird). Wer damit nicht klarkommt, ist ein Ra$$ist und ein N4z1!

  3. Marianne

    Warum sich die Hr. Menschen der arab. Halbinsel bei uns alles herausnehmen dürfen? Vermutlich hat das mit einer klebrigen schwarzen Flüssigkeit zu tun, die dort in Mengen anzutreffen ist. Warum sich zB Norweger, die angeblich auch viel davon haben, nicht ebenso gebärden hängt vermutlich u.a. mit der Religion oder schlicht mit der Mentalität zusammen. Warum sich allerdings die Glaubensbrüder der Hr. Menschen, die nicht einmal über diesen begehrten Rohstoff verfügen, ebenso alles herausnehmen dürfen, ist unbekannt.

  4. Rado

    @Herbert Manninger
    Der Hass muss in der Tat riesig sein. Nehmen Sie etwa einen gewissen Herrn Mohamed Mahmoud.
    Ehemals tief vernetzt in der Österreichischen Links-Szene und hoffnungsvolles Nachwuchstalent der SPÖ nahem Aktion kritischer Schüler (die das bis heute abstreiten) demonstrierte er vor einigen Jahren noch mit roten Fahnen in Wien gegen den Irakkrieg und wetterte zum Gaudium der Linken gegen FPÖ und Innenministerin Prokop.
    Sehr sehenswertes Video aus 2008!

  5. Thomas Holzer

    @nattl
    In der vergangenen Sonntagsausgabe von „Österreich“ wurde eine Photostrecke unter der Überschrift „Wie tolerant ist Wien?“ lanciert, welche eine Frau, nur mit Bikinihöschen bekleidet, flanierend durch die City begleitete.

    „…Scham und Ekel – verursacht bei jedem halbwegs zivilisierten Menschen der Anblick….“
    Da dieser Anblick bei mir weder Scham noch Ekel erzeugt, ich mich auch nicht veranlasst sehe, fremd zu schämen -welch unsäglich dummes Wort- darf ich mich nach „Ortnerscher“ Diktion ab sofort als nicht mal halbwegs zivilisiert betrachten 😉

  6. Christian Weiss

    Aber nicht doch! Der Niquab wird natürlich völlig freiwillig von selbstbewussten und selbstbestimmten Frauen getragen, die sich ihre Würde dadurch bewahren wollen, weil sie ja andernfalls von männlichen Blicken genötigt würden. Die Verhüllung ist Ausdruck von Freiheit. Und wenn die solcherart gekleideten Damen drei Schritte hinter ihren Männern laufen, dann hat das nur damit zu tun, dass diese durch das Gedränge für sie vorspuren und allfällige Einschränkungen des Blickwinkels kompensieren. Diese tragbaren Einpersonenzelte mit Visiervorrichtung sind Symbole der Emanzipation.

  7. cppacer

    @ Hr. Manninger
    Ganz habe ich nicht verstanden,was Sie sagen wollen. Können Sie mir das erläutern?
    Danke.

  8. Christian Peter

    Um Touristen mache ich mir keine Sorgen. Sehr wohl aber um die täglich größer werdende Anzahl an Muslimen, die unsere Straßen 365 Tage im Jahr bevölkern.

  9. mike

    manchmal frag ich mich: wie kommen die durch die Passkontrolle ? müssen sie dann ihr Gesicht zeigen ?

    Im übrigen: die hier in Europa gelebte Toleranz würd ich wohl auch gesetzlich ein bissl reformieren – wie in Frankreich z.B.: Verbot der Totalverschleierung mit entsprechender Sanktionierung bei Nichteinhaltung des Gesetzes (Auspeitschung des Ehemannes wäre sogar traditionell orientalisch?). Wär doch möglich, entspricht natürlich nicht den linken rotgrünen Wünschen nach Multikulti.

  10. Selbstdenker

    @Christian Ortner:
    „Warum westliche Gesellschaften derartiges in ihren öffentlichen Räumen zulassen, ist unverständlich.“

    Weil sich westliche Gesellschaften in den letzten zwanzig Jahren schleichend von zentralen Konzepten ihrer Kultur (universelle Menschenrechte, Gleichheit vor dem Recht, etc.) verabschiedet bzw. diese gegen Öl und Aufträge aus der arabischen Welt scheibchenweise eingetauscht haben.

    Die Konsequenz dieser Verschiebungen: die Menschen werden nicht mehr anhand ihres Tun oder Unterlassens beurteilt, sondern ihr Handeln, ihre Kommunikation und sogar ihr Denken anhand ihrer Position in der Opferhierarchie be- bzw. verurteilt.

    Nachdem in so einer Hierarchie dem Opfermerkmal „Muslim“ ein höherer Status eingeräumt wird als dem Opfermerkmal „Frau“, übersteuern hier die Bekleidungsvorschriften der Muslime die nunmehr westliche Ideologie von Gender Mainstreaming.

  11. Selbstdenker

    @Christian Ortner:
    „Und zwischen Niquab un Hundeleine besteht ein quantitativer, aber kein qualitativer Unterschied.“

    Diesen Vergleich finde ich sehr treffend, denn beides ist in gewisser Hinsicht ein Fetischartikel.

    So richtig klar wurde mir das wie mir vor wenigen Monaten in einem Möbelgeschäft ein Transvestit begegnet ist, der einen Niquab trug. (Die „fromme Muslimin“ war aber anhand der Stimme, dem Körperbau, den Händen und dem Gang immer noch als Mann identifizierbar…)

    Auch bin ich mir sicher, dass sich die öffentliche Empörung ziemlich in Grenzen hält, wenn ein nackter Mann – solange dieser halbwegs fit ist und zumindest eine Unterhose trägt – von einer Frau mit einer Hundeleine durch die Wiener City spazieren geführt wird. (Umgekehrt wäre es natürlich der totale Aufreger…)

  12. Mario Wolf

    An diesen Beispiel wird es noch einmal eindeutig dass es den linksgrünengenderfeministen (kann meinetwegen auch weiblich gemeint sein) überhaupt nicht um die Rechte der Frauen geht, sondern dass begrüssen diese offensichtliche Demütigung der Frauen begrüsst wird. Damit wird der indigenen Bevölkerung gezeigt wie diese schweigende Mehrheit von der Obrigkeit verachtet wird. Nach dem Motto alles was aus der europäischen Kultur und Tradition kommt ist schlecht, alles was von anderswo kommt ist das Ideal . So kann sich der Hass der linken Machtusurpatoren auf die bürgerliche Gesellschaft auch manifestieren

  13. sokrates9

    Selbstdenker@..Weil sich westliche Gesellschaften in den letzten zwanzig Jahren schleichend von zentralen Konzepten ihrer Kultur verabschiedet haben, bzw diese gegen Öl und Aufträge eingetauscht haben…!
    Glaube ich nicht! Ihrer Argumentation gemäß müssten Leute mit wirtschaftlichen Interessen dahinterstehen!
    Ich glaube vielmehr dass es die Linke Ideologie mit ihrer politischen correctness ist die hier wirkt und verschiedene Strömungen die das Ziel haben Europa ideologisch gesellschaftlich und wirtschaftlich kaputtzumachen!

  14. Mona Rieboldt

    Durch den Selbsthass bei gleichzeitiger Aufwertung alles Fremden sind wir nicht mehr in der Lage, unsere Kultur zu verteidigen. Da kann kein Moslem Achtung vor uns haben, daher gibt es hier in D Parallelgesellschaften, no-go-areas, Angriffe speziell auf Polizistinnen, auf Rettung, Feuerwehr. Und windelweich, wie wir auf solche Ereignisse, u.a. Massenschlägereien sogar auf dem Spielplatz, Kriminalität, reagieren, wird es immer schlimmer. Da sind die Verhüllungen moslemischer Frauen in unseren Städten schon fast das kleinere Übel. Es zeigt aber auch deutlich, dass es ihnen völlig gleichgültig ist, was die Einheimischen dazu sagen.

  15. Selbstdenker

    @sokrates9
    Ich prangere ja nicht das Erkennen von geschäftlichen Möglichkeiten an, sondern daß mache – insbesondere Politiker – westliche Werte bis zur Unkenntlichkeit verbiegen um an Öl und Aufträge zu kommen. Diese korrupte Grundhaltung den eigenen Werten gegenüber, bleibt auch den Saudis nicht verborgen.

    Wie ich schon öfters geschrieben habe, können sich die einen nur so aufspielen, weil sich das die anderen so gefallen und sich in Abhängigkeiten reintreiben lassen, die ihren eigenen Werten fundamental widersprechen.

    Linke Ideologie und Political Correctness können nur ihre Wirkung entfalten, wenn sich eine Mehrheit diesen Regeln unterwirft. Und die Leute unterwerfen sich diesen Regeln vielfach, weil sie Angst um ihr Geschäft, ihre Karriere oder ihren „guten“ Ruf haben.

    Wenn eine überwiegende Mehrheit gelassen und unbeeindruckt auf Drohungen und Forderungen vom P.C. Lager reagieren würde, wäre dieser totalitäre Spuk rasch vorbei. Die meisten glauben jedoch, daß sie sich dauerhaft Ärger ersparen können, wenn sie nachgeben und sich entschuldigen.

    Welch törichter Irrtum! Die öffentliche Entschuldigung wird im P.C. Lager wie eine Konversion zur politischen Korrektheit aufgenommen; nur deshalb wird von der weiteren digitalen Steinigung abgesehen.

  16. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt
    „…die Verhüllungen moslemischer Frauen in unseren Städten…“

    In bestimmten Stadtteilen von London laufen vermehrt auch nicht-muslimische Frauen verhüllt umher, weil sie sich Ärger ersparen wollen. Polizei und Justiz sehen tatenlos zu, weil sie sich Ärger ersparen wollen. Leute halten den Mund, weil sie sich Ärger ersparen wollen. Die Politik greift dieses Thema nicht auf, weil sie sich Ärger ersparen will.

    Erkennen Sie das Grundprinzip das hier dahintersteht. Jene, die sich „Linke“ nennen, sind zwar charakterlich letztklassig. Sie können sich jedoch nur deshalb so austoben, weil es ihnen eine Mehrheit – im Namen des „Friedens“ – zugesteht.

  17. Selbstdenker

    Zu meinem obigen Kommentar betreffend dem Niquab als Fetischartikel:

    Die meisten Westler sind inzwischen so abgebrüht und im totalen Relativismus verstrickt, dass sie den Unterschied z.B. zwischen dauerhafter öffentlicher Erniedrigung per Zwang (Niquab) und freiwilligem Rollenspiel einiger – sagen wir mal – „Exzentriker“ im privaten Rahmen nicht mehr wahrnehmen können.

    Das folgende Video ist in Bezug auf dieses „Missverständnis“ sehr aufschlussreich:
    https://www.youtube.com/watch?v=K2_YITYyveI

    Die Westler interpretieren dieses Video so, als wäre das Bedürfnis einer Frau sich sexy zu fühlen weltweit das gleiche … auch im arabischen Raum.

    Viele Muslime werden in diesem Video bestenfalls eine unterworfene Ungläubige erkennen, die sich gerade auf den Weg in den Harem macht. Gleichzeitig würden die meisten Muslime niemals akzeptieren, dass eine muslimische Frau diese Art von Unterwäsche unter einen Niquab trägt – erst recht nicht, wenn es sich um die eigene Mutter / Ehefrau / Schwester oder Tochter handeln würde.

  18. sokrates9

    selbstdenker@ Völlig einverstanden! Es hat sich eine unheimliche Feigheit entwickelt, keiner traut sich gegenüber den Mainstream mit NEIN zu argumentieren! Auch unsere supertollen Emanzen, die Gendertussis die überall auf Partizipation, Mitsprache und diverse Führungspositionen drängen verlieren in Sachen Islam völlig den – falls überhaupt vorhanden – Restverstand und sind sich nicht zu blöd zu argumentieren – wie unsere Exzelölente Richterin und Exministerin BandionOrtner, dass der Niquab eigentlich ganz praktisch zum tragen sei und man sich letztendlich auch die Wahl erspare, was man am nächsten Tage anziehen soll…

  19. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Ein klares NEIN erspart häufig weitaus schwerwiegendere Folgeprobleme. Das kurzfristige Beleidigtsein bestimmter Leute ist dagegen zu vernachlässigen.

    „…unheimliche Feigheit…“
    Das ist eine gute Beschreibung; diese Form der Feigheit ist in jeglicher Hinsicht unheimlich. Wenn sich sogar (?!) eine ehemalige Justizministerin mit so einem Ausmaß an Barberei arrangieren kann ohne dabei rot zu werden, spricht dies Bände.

    „Auch unsere supertollen Emanzen, die Gendertussis…“
    Die machen nur dort den Mund auf, wo dies nicht mit persönlichen Gefahren verbunden ist. Sie stellen einen massiven Teil des Problems und nicht etwa der Lösung dar.

  20. Thomas Holzer

    Liberallas, welche Kleidungsvorschriften erlassen wollen, finde ich besonders amüsant.

  21. Thomas F.

    Leider ist es aus freiheitspolitischer Sicht sehr bedenklich, wenn der Staat daran geht, seinen Bürgern Dummheit zu verbieten. Davon haben wir viel zu viel, etwa Drogen oder Prostitution. Wenn ich auch selbst der Meinung bin, dass jemand einen Fehler macht, wenn er sich aus freien Stücken für so etwas entscheidet, so geht es mich nichts an, was jemand mit seinem eigenen Körper macht, und die Allgemeinheit genauso wenig. Ich trinke auch keinen Kaffee, rauche nicht und halte Tätowierungen und Beschneidung für Selbstverstümmelung. Selbst Techno-Musik ist für mich geeignet, den Körper zu beschädigen. Lieber wäre es mir, auch andere würden davon die Finger lassen. Aber leider steht es mir nicht zu, es jemand zu untersagen, denn ich will auch nicht, dass mich jemand vor meiner eigenen (vermeintlichen) Dummheit schützt.
    Und wo nicht bewiesen ist, dass die Verhüllung aus Zwang geschieht, ist es einfach nur Masochismus – wenn auch auch aus Verblendung. Aber damit muss man in einer offenen Gesellschaft eben leben, dass es Verrückte und Spinner um einen gibt, auch in der Öffentlichkeit. Allerings müssen die es auch aushalten, wenn man sich über sie lustig macht.

  22. Thomas Holzer

    Würde „der Staat“ daran gehen, den Untertanen Dummheit zu verbieten -was, nebstbei, sowieso nicht möglich ist- müssten die „handelnden“ Politikerdarsteller zu allererst sich selbst verbieten.

    Da rechtlich nicht fassbar, gibt es im Strafgesetzbuch auch (noch) keine Begriffsbestimmung für „Dummheit“.
    Ich erachte „unsere“ Politikerdarsteller jedoch für dumm genug, den Versuch zu wagen, dieses Wort strafrechtlich „zu bewerten“

  23. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Bitte keine vorschnellen Urteile.

    Mit dem „Liberalla“-Argument könnte man auch Genitalverstümmelungen, Zwangsverheiratungen, Zwangsprostiution, etc. rechtfertigen. In all diesen Fällen wird es immer wem geben, der behauptet, daß dies „freiwillig“ erfolgen würde.

    Der erwähnte Transvestit im Niquab wird dies aus eigenem Antrieb tun und – sobald für ihn die Sache seinen Reiz verloren hat – sehr wahrscheinlich wieder lassen. Niemand zwingt ihn dazu und ich gönne ihm seinen „Spaß“. Er könnte dann seine ausgemusterte Sack Couture der Heinisch-Hosek vermachen … das würde ich sogar ausdrücklich begrüßen!

    Die meisten Frauen, die einen Niquab tragen, hatten mit ziemlicher Sicherheit nie die Möglichkeit einer eigenen, freien Entscheidung welche Kleider sie tragen dürfen. Und wenn, dann gab es die folgenden Entscheidungsmöglichkeiten: (a) Niquab tragen oder (b) von der Familie verstoßen bzw. gleich getötet werden

    Wie würden Sie – als vermeintlicher Nicht-Liberalla – entscheiden?

    Nachdem es hierzulande noch keine Sharia gibt und der soziale Druck einen Niquab zu tragen auch noch nicht ausgeprägt ist, wäre es durchaus möglich im Urlaub ein Stück weit auf die Sitten vom Gastland zuzugehen. Soweit ich informiert bin, gibt es keine Fatwa, die Frauen zum Tragen eines Niquabs verpflichtet.

    Fromme Gemüter brauchen nicht auf ihren versprochenen Platz im Paradies verzichen, nur weil sie den Ungläubigen ihr Gesicht zeigen. Es reicht, wenn sie ihr Haar mit einem Kopftuch verbergen.

  24. Thomas Holzer

    Wenn man möchte, kann man alles in einen Topf werfen.
    Wollen Sie staatlich organisierte Befragungen von Niquab Trägerinnen durchführen lassen, um zu eruieren, ob das Tragen desselben freiwillig oder unter Zwang erfolgt?!

    „Die meisten Frauen, die einen Niquab tragen, hatten…………..“
    Da haben Sie sicherlich recht; nur was wäre die „logische“ Konsequenz dieser Ihrer Feststellung: doch nur die „Demokratisierung“ der gesamten Welt per Gewalt, wie von den USA und deren Verbündeten in den vergangenen Jahrzehnten versucht; mit den Folgen, an welchen wir derzeit alle „laborieren“

    Als Libertärer hat es mich einfach nicht zu tangieren, wie sich andere Menschen kleiden!
    Den Amish z.B., wird auch nicht vorgeschrieben, wie sie sich kleiden, geschweige denn, wie sie ihre Kinder unterrichten sollen.

    Das Einzige, was in diesen Fällen zur Anwendung kommen darf und muß, ist das Strafrecht; sprich, Aufrufe zur Gewalt, Gewalt per se sind verboten und werden geahndet;
    alles andere ist unzulässig

    Das ist hart, aber die einzig gültige Antwort, meiner Meinung nach.

  25. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Weder Ortner noch ich argumentieren hier mit (straf-)rechtlichen Vorschriften. Genau genommen geht es hier auch nicht einmal um religiöse Vorschriften.

    Es geht hier schlichtweg um Respekt. Muslimische Verbände fordern stets Respektbekundungen vom Westen. Wo bleibt hier der Respekt vor westliche Kulturen, wenn das Respektieren der eigenen Frauen schon zuviel verlangt ist?

    Wer sich auf dem eigenen Boden bereits so verbiegt, braucht sich nicht zu wundern, dass ihn woanders niemand mehr ernst nimmt. Noch dazu wo es nicht einmal um religiöse Regeln geht!

  26. astuga

    Man muss das unter dem 50 Shades of Grey-Aspekt betrachen.

    Darum finden manche (Betonung auf manche) westliche Frauen das auch akzeptabel.
    Sie rechtfertigen ihre Neigungen natürlich anders, etwa mit Toleranz und Großmutters Kopftuch.

  27. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Nach Ortner bin ich ja auch nicht mehr halbwegs zivilisiert 😉

    Ob es sich um „religiöse“ und/oder „kulturelle“ Vorschriften handelt, mit Verlaub, das hat mich nicht zu interessieren!
    Wollen Sie die Welt verbessern, ändern?!
    Wenn ja, begehen Sie genau den Fehler, den alle! Kollektivisten begehen, versuchen, Änderungen per Zwang herbeizuführen, weil ansonsten keine Unterstützung vorhanden.
    Kommt jemand zu mir und beklagt Zwang, werde ich versuchen, zu helfen, alles andere tangiert mich nicht.
    Kommt jemand zu mir und fordert von mir Unterordnung, wird er meine 9 Millimeter kennenlernen (wenn ich diese noch kaufen darf) 😉

  28. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    „Wollen Sie die Welt verbessern, ändern?!“

    Nein, ich bin keiner von „dieser“ Sorte.

    „Kommt jemand zu mir und fordert von mir Unterordnung, wird er meine 9 Millimeter kennenlernen (wenn ich diese noch kaufen darf)“

    Wenn es soweit ist, wird Ihnen die 9mm nichts mehr helfen, weil die Gegner bereits mit schwarzbeflaggten Toyota Pickup-Trucks in absoluter Überzahl vor Ihrer Haustüre stehen. So wie die Damen in den schwarzen Gewändern werden Sie dann die „freie“ Entscheidung zwischen a) Unterwerfung oder b) vorzeitigem Eintritt ins Paradies haben.

    Das Hauptproblem besteht darin, dass man gegenwärtig die Weichen für die großen Katastrophen von morgen oder übermorgen stellt.

    Ich war von Anfang an dagegen, dass man Länder „demokratisiert“, bei denen Demokratie in eine noch größere Katastrophe führt als eine demokratische Dispostion von allem und jedem – außer Gender und Islam natürlich! – wie bei uns.

    Aber wer nicht bereit ist in seinem eigenen Haus sein eigenes Recht durchzusetzen, braucht sich nicht wundern, wenn künftig gebetene und ungebetene Gäste ihre eigenen Regeln aufstellen und diese dem ehemaligen Hausherrn aufdrängen.

  29. dieter

    @Thomas Holzer:
    Zwang funktioniert vorzüglich. Insbesondere der Islam hat damit gute Erfahrungen gemacht. Ihre ehrenamtliche Aufopferung für die Freiheit als libertärer Privat-Zorro mit 9mm Glock findet hingegen ausschließlich in ihrer eigenen Phantasie statt. Sie könnten hier genau so gut von ihrem libertären Zauberstab schwärmen.
    Es wäre auch ziemlich dumm, einem gläubigen Muslim so zu helfen, denn der lehnt Zwang ja nicht ab und würde ihnen den Gefallen nicht erwidern.

    Außerdem ist Kleidung eben keine reine Konsumentscheidung. Kleider machen Leute und Kleider formen die Gesellschaft, reproduzieren Machtverhältnisse, usw. Die Polizei und das Heer trägt nicht aus Jux eine Uniform. Jeder Sektenguru erfindet einen Kleidungsstil für seine Anhängerschar. Selbst der schwarze Block setzt auf Einheitstracht.

    Gehen mir mal davon aus, dass die Fundamentalisten ihr eigenes Geschäft verstehen, nämlich eine totalitäre und absolut illibertäre Herrschaft zu errichten. Die Tatsache, dass sie so sehr auf die Kleidung pochen – mehr noch als auf vieles andere, was im Islam so verboten und geboten ist – sollte ihnen zu denken geben.

  30. astuga

    @Dieter
    Deshalb spricht man im Zusammenhang mit dem Islam ja auch von einer Orthopraxie.
    Eben einer Religion die auf dogmatische Lebensführung im Alltag setzt:
    5 Pflicht-Gebete, Kleidungs- und Speisevorschriften etc. pp.
    Im Ggs zu einer Orthodoxie, wo es vorrangig um Glaubensdogmen geht.

  31. Christian Peter

    muslimische Touristen = roten Teppich ausrollen
    muslimische Asylbewerber = ausweisen

  32. Mona Rieboldt

    @Selbstdenker
    Es geht aber nicht nur um Ärger, sondern auch um die Existenz beruflicher Art. Wenn eine Journalistin ihren Job verliert, weil sie sich nicht freudig zur Homosexualität bekennt, Sarrazin verlor seinen Job, weil er ein Buch schrieb, dessen Wahrheit nicht erwünscht war, die Ministerpräsidentin des Saarlandes wurde angezeigt, weil sie sich gegen die Homoehe aussprach, zur Zeit ermittelt der Bundesstaatsanwalt bei Kommentaren auf Facebook gegen die Asylpolitik etc. etc.
    Inzwischen ist es schon gefährlich geworden, seine Meinung zu sagen. Und der Professor, der einen Witz machte, wurde von seiner Uni rausgeworfen, im Namen der political correctness.

    Und das ist viel mehr, als nur Ärger zu haben.

  33. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt:
    Und was ist auch hier das Grundprinzip?
    Selektives Tun und selektives Unterlassen vom Staat, von den Medien, von Unternehmen bis hin zu jeden Einzelnen.

    Solche Hexenjagden gab und gibt es in der Geschichte der Menschheit immer wieder und sie hören im Regelfall wieder dann auf, wenn jedem Einzelnen klar geworden ist, dass er als nächster vom Lynchmob gejagt wird.

    Jeder Betroffene sollte sich öffentlich nicht entschuldigen und den „Shitstorm“ beim Namen nennen: es ist eine Hexenjagd mit digitalen Mitteln.

    Eine Entschuldigung wird hier als Schuldeingeständnis in allen Punkten der Anklage (=die Verurteilung) gewertet. Dabei gibt es – inbesondere im angesprochenen Fall von Tim Hunt – nichts wofür man sich entschuldigen müßte!

    Ein Fehler war auch, dass Tim Hunt auf das „Angebot“ einer einvernehmlichen Kündigung vom UCL eingegangen ist. Bei einer rechtlichen Auseinandersetzung hätte er – selbt in UK! – noch gute Chancen gehabt, die Dinge klarzustellen.

    Mit seiner Friedfertigkeit hat er sich selbt leider den Strick gedreht, der ihm vom Lynchmob um den Hals gelegt wurde.

  34. Selbstdenker

    @Christian Peter
    „muslimische Touristen = roten Teppich ausrollen
    muslimische Asylbewerber = ausweisen“

    Erinnert mich irgendwie daran, wie Jörg Haider einen gewissen Herrn Gaddafi hofiert hat. Typisch FPÖ.

    Mein „Gegenkonzept“:
    1. Muslimische Touristen haben sich so – wie jeder andere auch – an unsere Gesetze zu halten
    2. Muslimische Touristen haben unsere Kultur zu respektieren so wie unsere Touristen in ihrem Land ihre Kultur zu respektieren haben
    3. Illegale Migranten sind ausnahmslos auszuweisen (so wie z.B. in Australien und Japan)
    4. Das Asylrecht gilt für alle (auch für Muslime) – jedoch muß es präzise ausgelegt werden um Mißbrauch zu vermeiden
    5. Legale Migration soll möglich sein, wenn
    a) der Anwärter eine Qualifikation nachweisen kann, die hierzulande benötigt wird UND
    b) der Anwärter die Sprache des Gastlandes zumindest halbwegs beherrscht UND
    c) der Anwärter einen Eid auf die Verfassung / das Grundgesetz ablegt UND
    d) der Anwärter innerhalb einer mehrjährigen Frist keine Straftaten begeht UND
    e) der Anwärter eine Kaution für die Rückführung bei Verstoß von Punkt a) bis d) hinterlegt

    Obige Punkte würden in mehr als 180 Staaten der Erde auf breite Zustimmung stoßen. Nur ein paar Europäer reden sich selbt ein, sie wären „Rassisten“, wenn man hier Regeln aufstellt, die praktisch überall auf der Welt als logisch und fair empfunden werden.

  35. Christian Peter

    @Selbstdenker

    nicht typisch FPÖ, sondern vernünftig. Als vernunftbegabter Mensch respektiere ich fremde Kulturen, lehne es jedoch ab, (Wirtschafts-) Flüchtlingen aus fremden Ländern ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.

  36. ondine

    Diese finsteren Gestalten sieht man nicht nur in der Wiener City sondern auch in Salzburg und in Hallstatt! Ich habe mir einige durchsichtige T-Shirts aus Frankreich mitgebracht und trage diese mit rotem BH! Na, da schauen sie aber die Araber!

  37. Selbstdenker

    Zu meinem Kommentar weiter oben…
    „Weil sich westliche Gesellschaften in den letzten zwanzig Jahren schleichend von zentralen Konzepten ihrer Kultur (universelle Menschenrechte, Gleichheit vor dem Recht, etc.) verabschiedet bzw. diese gegen Öl und Aufträge aus der arabischen Welt scheibchenweise eingetauscht haben.“

    …empfehle ich ergänzend den folgenden Artikel:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/zuwanderung_staatsverweigerung_von_oben

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