Was stört die Linken eigentlich an Donald T.?

(C.O.) Dass sich der amerikanische Souverän in seiner unfassbaren Blödheit nicht an die Wahlempfehlung des linksliberalen intellektuellen Milieus in Europa im Allgemeinen und an jene der Wiener Social-Media-Blase zugunsten von Frau Clinton im Besonderen gehalten hat, ist in diesen Kreisen mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit, spürbarer leichter Verbitterung und einem erheblichen Erklärungsnotstand aufgenommen worden.

Mit einem ausgesprochen objektiven, öffentlich-rechtlich gebotenen „Oje“ kommentierte etwa ein gewisser Armin W., spirituelles Oberhaupt der Wiener Twitteria, nächtens erste Hinweise, wonach Trump der nächste Bewohner des Weißen Hauses sein könnte. „Die Kolleginnen und Kollegen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk wirkten etwas unwirsch angesichts der Nachrichten aus den USA. So hatten sie das nicht gewollt“, spottete nzz.at.

Nun mag man ja Donald John Trump mit gutem Grund für eine Person mit ausgesprochen schlechten Manieren, überschaubarer außenpolitischer Kompetenz, einem nicht mehr ganz zeitgemäßen Verständnis in Gender-Fragen halten oder ihn aus ungefähr hundert anderen Gründen für eher suboptimal geeignet finden, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.

Eines kann man Trump aber nicht vorwerfen, ohne den Boden der argumentativen Redlichkeit zu verlassen: dass er, abgesehen vom Stilistischen, nicht zu gefühlten 80 Prozent jene Forderungen vertreten würde, für die in Europa im Allgemeinen die politische Linke steht.

Da fordert Trump etwa einen weitgehenden Rückzug der Amerikaner und vor allem ihrer bewaffneten Macht aus den Krisenherden dieser Welt – eine Forderung, die auf dem Wiener Volksstimme-Fest der KPÖ genauso dringlich erhoben wird. Da will Trump die Nato weitgehend marginalisieren – ein fernes Echo auf die „Ami go home!“-Parolen jeder linken europäischen Demo seit 1967. Damit werden wahrscheinlich die hiesige Sozialistische Jugend, Sahra Wagenknecht und der linke „Spiegel“-Erbe Jakob Augstein auch gut leben können. Da wettert Trump gegen sämtliche Freihandelsabkommen, besonders aber gegen das von den USA und der EU geplante TTIP: eine Gegnerschaft, die ihn mit dem gesamten linken Spektrum Europas verbindet. Von Greenpeace bis Attac, vom österreichischen Kanzler zur deutschen Linkspartei werden Positionen vertreten, die sich in Hinblick auf TTIP nicht von jener des künftigen US-Präsidenten unterscheiden.

Da kündigt Trump gleich in seiner ersten Rede an, Milliarden in den Ausbau der Infrastruktur der USA investieren zu wollen und damit eine Million Jobs schaffen zu können. Ein, freundlich formuliert, vulgärkeynesianischer Plan, der angesichts der enormen Überschuldung der USA eher gespenstisch wirkt, aber genau dem entspricht, was sich auch die meisten europäischen Sozialdemokraten glühend wünschen – ein Ende jenes Sparkurses, den es in der Realität nie gegeben hat. Und damit zwingend verbunden viele, viele neue Schulden, weil dort kommt ja der Wohlstand her.

Trump hat auch angekündigt, kein Problem mit den in den USA zum Teil recht hohen gesetzlich festgelegten Mindestlöhnen zu haben – ein klassischer Menüpunkt auf jeder linken Speisekarte Europas. „Was hierzulande oft übersehen oder verkannt wird: Sozialpolitisch ist er ein Linker“, merkte der frühere „Zeit“-Chefredakteur Theo Sommer an. Heute wissen wir, dass dies genauso für die Geopolitik, die Verteidigungspolitik und zumindest erhebliche Teile der Wirtschaftspolitik Donald Trumps gilt.

Es wird deshalb auch kein Zufall sein, dass Trump sogleich die Figur des „Forgotten Man“ einführte. Es ist dies eine Anspielung auf Franklin Roosevelt, der am 7. April 1932 seinen sozialistisch-planwirtschaftlichen New Deal propagierte, „um den vergessenen Menschen am Fuße der sozialen Pyramide“ wieder Hoffnung zu geben. Nicht auszuschließen, dass da selbst Christian „New Deal“ Kern seltsam warm ums Herz geworden ist. (“Presse“)

28 comments

  1. Alfred Reisenberger

    Sehr gut! Und was die Linken auch stört, ist, dass sie einfach nicht ihren Willen bekommen haben. Wie ein kleines trotziges Kind, das im Supermarkt das Eis nicht bekommt, das es vehement fordert. Und deswegen ist gleich das System irgendwie wieder kaputt. Verlieren hat die linke Seite noch nie können. Aber es erfüllt mich mit unglaublich viel Schadenfreude all die blonden Gesichter zu sehen, die sich jetzt zumindest vier Jahre echauffieren werden und wunderbare Magengeschwüre bekommen werden. Wie sagt der Amerikaner? “i laugh me a branch”. :-))))

  2. sokrates9

    Hervorragend wird da gezeigt wie die linke Presse ohne einen Funken analysefähigkeit einfach gegen Trump hetzt ohne Inhalte kritisch zu hinterfragen! Für unsere brillianten Journalisten – in der Regel Studienabbrecher oder Fliederfächerabsolventen ist es natürlich einfacher über das Grapschen von Trump zu berichten und zu ignorieren dass Clinton Minderjährige vernascht hat…

  3. Christian Peter

    Donald Trump ist eben ein Konservativer und kein Liberaler, und das ist gut so. Das Gewäsch von Freihandel, Liberalisierung und Globalisierung europäischer Liberaler kann ohnehin niemand mehr hören. Dass Liberale genausowenig Freude mit Donald Trump haben wie Sozialisten und Grüne, liegt auf der Hand.

  4. waldsee

    @alfred reisenberger
    unvorstellbar für mich ist eine 4 jahre dauernde ,linke,selbstreflexion.eher machen sie beim verachteten mit.
    im sozialismus geht es um die macht,nicht um inhalte (millovan djillas.)

  5. mariuslupus

    Die Linke Journalisten Einheit, hat die Fähigkeit des nicht zuhörens zunehmend perfektioniert. Die Fähigkeit des perfekten Nichtdenkens, auch. Meinungsbildung, braucht es nicht, es wird einfach abgeschrieben und das als gut bezeichnet, was die Brötchengeber sich wünschen.
    Die Medienschaffenden haben Trump, nie inhaltlich zugehört. Wollten seine Rede in Mexiko nicht hören, bei den drei Diskussionen im TV haben sie nicht zugehört, waren zu sehr beschäftigt Clinton als Siegerin auszurufen. Die medialen europäischen Meinungsmanipulierer haben sich nur selten, in den USA ausserhalb ihres Kreises der Gleichgesinnten bewegt. Haben, als angebliche USA Experten nur nachgeplappert was ihnen die CNN, NYT, CBS, WP, vorgekaut haben. Keiner hat sich getraut mit verarmten Arbeitern im rust belt zu reden, oder sie sogar nach ihrer Meinung zu fragen. Hätten sie mit den Arbeitern und ihren Frauen geredet, würden sie nicht die Menge an Unsinn publiziert haben, wie es der Fall war und ist.
    Einzige, mir bekannte, lobenswerte Ausnahme, “Die Weltwoche”.

  6. Selbstdenker

    @waldsee:
    “im sozialismus geht es um die macht”

    Exakt so ist es. Sozialisten sind durch und durch eindimensional und machtbesessen.

  7. Falke

    Es ist ja klar, was die Linken an Trump stört: er ist “fremdenfeindlich”, “islamophob”, “rassistisch” und “politisch inkorrekt” – insgesamt also ein Rechtspopulist, wie er im Buche steht. Und zu allem Überfluss wird er auch noch von Putin und – horribile dictu! – Orban gelobt. Da sind alle seine sonstigen “linken” Wirtschaftsideen wirkungslos. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: er will auch noch den Rechtsstaat wiederherstellen und durchsetzen; das geht ja schon gar nicht!

  8. Dr.Fischer

    Trump hat in einer seiner vlt wichtigsten Reden erklärt, daß er mit der Neuen Weltordnung NWO nicht am Hut hat.
    Das wird in den gut gepolsterten sehr linken Kreisen gleichsam als Kriegserklärung erlebt und nun entsprechend beantwortet.

  9. aneagle

    So schön hatten sich die Pippi Linksstrümpfe ihre kleine Welt gemahlt !
    Mit je einer alten Schachtel am alten und am neuen Kontinent, beide machtzerfress…äh sozialistisch wie Staatszentralidol F. Hollande. Mit einem ideologischen Übervater G. Soros der den beiden alternativlosen Muppets die NWO- Strategie vorgibt, die saudischen Investments koordiniert und die menschlichen Manövriermassen des mittleren Ostens garantiert. Allein, es hat nicht sollen sein- Ausgerechnet an einem erratischen Alpha-Tier, mit dem seine eigene Partei, angesichts seiner spontanen Programmatik, alles andere als glücklich ist, scheitert der Weltenplan. Dumm gelaufen, die Neue Welt Denker hätten besser das Individuum nicht unterschätzt und Berlusconi studiert, als sich für unüberwindbar zu halten. Die Erde ist eben(noch) keine digitale Scheibe.

  10. astuga

    Aufgrund ihrer eigenen unverdienten Position geht die europäische Linke fälschlich davon aus, dass immer und überall auf der Welt der Schwanz mit dem Hund wedelt.

  11. Dr.Fischer

    ergänzend https://southfront.org/soros-sponsored-groups-is-core-of-anti-trump-protests/
    Some of the US protests against President-elect Donald Trump were organized by groups, sponsored by a billionaire and Hillary Clinton’s supporter, George Soros. This fact was revealed by emails of chairman of Hillary Clinton’s campaign, John Podesta, published on the Wikileaks website.

    Among the hacked emails Podesta, there was one from September 9, 2007, sent from the Podesta’s think-tank Center for American Progress and shared with MoveOn.org. The email included an attachment – a strategy document seeking financial support from George and Jonathan Soros, Herb and Marion Sandler, Steve Bing, Peter and Jonathan Lewis, and John Sperling.

  12. Selbstdenker

    Nachdem die Kaffeesudleser mit den Wahlprognosen “leicht” daneben lagen, wendet man sich nun offenbar mit dem gleichen “Tiefgang” einer Einschätzung der künftigen US-Wirtschaftspolitik zu:

    Trump hat “Pussy” gesagt –> Sexist
    Trump hat “Infrastruktur” gesagt –> Keynesianer

    Vorweg möchte ich hervorheben, dass es bei dieser Wahl nicht “nur” um die Wirtschaft ging, sondern dass das Wahlergebnis Ausdruck eines Kulturkampfes ist, der aktuell fast im gesamten westlichen Kulturkreis stattfindet.

    Für die Linken war eine totale und auf die nächsten Jahrzehnte hinaus währende Macht praktisch in Griffnähe und dementsprechend arrogant verhalten sie sich auch. Sie hätten nur noch diese eine Wahl gewinnen müssen um sämtliche Kritiker kalt zu stellen und ihre zahlreichen Schandtaten hinweg lächeln zu können. Der rund um Hillary Clinton versammelte polit-mediale Block war sich seiner Sache so sicher, dass sie alle Hemmungen fallen ließen.

    Donald Trump hat mit zentralen Anliegen völlig recht:
    – Trump ist keineswegs ein Anhänger von Big Government; seine Steuersenkungspläne unterstreichen dies.
    – Small Government bedingt aber Rechtstaatlichkeit und soziale Mobilität. Ärmere Amerikaner benötigen ein stabiles Umfeld, eine Wiederbelebung der Work Ethics und zumindest eine Chance.
    – Trump ist kein Gegner vom Freihandel; er richtet sich gegen sehr einseitige Handelsabkommen, die von den Democrats abgeschlossen wurden.
    – Die Infrastruktur in den USA ist sehr marode, die Deindustralisierung fortgeschritten und die Produktivität so niedrig, das die Amis in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

    Ich vergleiche die Situation mit der, die Ronald Reagan Anfang der 1980iger Jahre vorgefunden hat, wobei die kulturelle Zersetzung damals noch nicht so fortgeschritten war.

  13. Johannes

    Wenn man von den Linken spricht darf, so glaube ich, eines nicht übersehen werden, “DIE LINKEN“ die man als solche erkennt weil sie sich zu den entsprechenden Parteien bekennen stellen sozusagen den Stamm des Bäumchens dar, daneben gibt es sicherlich so etwas wie die Wurzeln und die Blätter die weit verzweigt als Zuarbeiter für diese Bewegung arbeiten.
    Trump hat zwei Eigenschaften die ihn für die Linke zum “roten“`? Tuch werden lassen.
    Er ist ohne Zweifel Kapitalist und er will Zuwanderung begrenzen.

    Können sie sich an die siebziger Jahre erinnern, in jedem Dorf gab es die kunstvollen Darstellungen von Che Guevara auf vielen Motorhauben und Jeansjacken, man wußte zwar oft nicht so genau was es mit ihm so auf sich hat aber er wurde zur Kultfigur.
    Ähnlich sehe ich große Teile der sogenannten linken Sympathisanten, als Träumer eines Traumes der ihnen von durchaus ihrer raffinierten Sache bewußten “Elite“ ins Ohr gesetzt wird.
    Wie sie an anderer Stelle richtig geschrieben beginnt es meist in den sogenannten Maturaschulen und setzt sich im gesamten Informationsbereich unserer Medien fort.
    Ich würde es als Propaganda bezeichnen für die unser Kulturkreis sehr anfällig scheint.
    Das bedingungslose, kritiklose Einstehen für eine Sache ohne zu merken das man gefährlich instrumentalisiert wird ist Kennzeichen unserer Gesellschaft.
    Das zu durchbrechen und wirklich unbequeme Bürger als Individualisten hervorzubringen wäre eine lohnende Aufgabe. Denn eines ist klar dem linken Lager anzugehören bedeutet, sie können um eine Ballveranstaltung zu stören die halbe Innenstadt verwüsten und werden kaum denn großen medialen Sturm der Entrüstung auslösen, vielleicht sogar werden sie als Kämpfer für die Freiheit und den Frieden gegen Faschismus gefeiert.
    Das gibts halt nur bei den Linken, würde ich persönlich meinen.

  14. mariuslupus

    @Johannes
    “wirklich unbequeme Bürger als Individualisten hervorzubringen”. Bravo ! Ein tolles Vorhaben. Nur ist das Ziel erreichbar ? Mit der personellen Ausstatung ?

  15. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Trump ist als Konservativer sehr wohl gegen Freihandel, um heimische US – Unternehmen zu schützen. Immerhin kündigte er an, auf Importe aus China 45 % und aus Mexiko 35 % Zölle zu erheben. Daher wurde Donald Trump gewählt, um nicht nur die Interessen der Hochfinanz, multinationaler Konzerne und Investoren zu vertreten, sondern der heimischen US – Wirtschaft und der amerikanischen Bevölkerung.

  16. Der Realist

    die Linken offenbaren wieder einmal ihr Demokratieverständnis, Andersdenkende müssen auf allen Linien bekämpft werden. Den dümmlichen Slogan “Das ist nicht unser Präsident” kennen wir schon, seit Waldheim zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Das Argument, dass ihn rund 50% nicht gewählt haben, geht nach demokratischen Grundsätzen absolut ins Leere. Auch Heinz Fischer oder andere wurden nur von etwas mehr als der Hälfte jener die zur Wahl gingen gewählt, und dennoch ging niemand mit einem Taferl “ich habe ihn nicht gewählt” spazieren. Demonstrationen sind ein demokratisches Recht, aber demonstrieren kann ich nur gegen Missstände, aber eine demokratische Wahl kann niemals ein Missstand sein,

  17. sokrates9

    Die jetzigen Anti-Trump Demonstrationen sind alle gesteuert! Bei Betrachtung von Bildern sieht man 59/60 völlig idente Transparente! Die müssen Zentral gedruckt worden und dann verteilt worden sein!

  18. Johannes

    @mariusplus
    Die Jungen haben ein Recht eine umfassende Bildung ohne ideologische Scheuklappen zu erfahren.
    Was dann daraus wird kann man nicht vorhersehen, auf alle Fälle würde es ehrlicher werden wenn alle Probleme der Zukunft nach logischen Gesichtspunkten im Für und Wider diskutiert würden.
    Der Jugend traue ich viel zu sie wird nur im Moment in ein ganz enges Korsett gezwängt, ich würde allen Schüler und Studenten raten unbequem zu sein die Lehrer besonders im politischen Bereich herausfordern und kontra geben wo immer es möglich ist. Wenn sie merken das die Jugend selbständig denkt und sich nicht wie ein Massenprodukt ideologisch abfüllen läßt würde es sehr interessant werden.

  19. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Sie interpretieren da zu viel rein. Trump würde ich nicht als Hardcore-Protektionisten bzw. Freihandels-Gegner bezeichnen, sondern als Realisten.

    Hat Trump Schutzzölle gegen Kanada angekündigt? Nein.
    Hat Trump Schutzzölle gegen europäische Länder angekündigt? Nein.

    Es geht darum, dass der Freihandel ad absurdum geführt wird, wenn ein Partner sich nicht an Regeln hält und diese gleichzeitig vom anderen Partner einfordert.

    Trump kann ich – was die Bedeutung einer industriellen Basis für ein hochentwickeltes Land angeht – nur recht geben. Zu den zahlreichen hausgemachten Problemen kommt dazu, dass Mexiko (“Nearshoring”) und China (“Offshoring”) mit gezinkten Karten spielen.

  20. Lisa

    Danke für die Aufzählung, C.O. Nur: auch hier wieder die Etikette „Linke“. Man kann die Menschen und Wähler nicht einfach in Linke und Rechte einteilen: mal wollen sie eben dies, mal das. Und immer an die Macht. Ein bisschen Selbstreflexion bei den so einseitigen Meinungsäusserungen hier täte gut – es bringt nicht nur mehr Verständnis für die Wirrnisse in der Wlelt, sondern auch einem selbst einen weiteren Horizont und eine freiere Hand und unabhängigere „Denke“ bei Entscheidungen, wenn man nicht durch Ideologien gefesselt ist. Es gibt hier welche, die mich gern in irgendein Schema „links“ einordnen möchten, wenn ich auch nur um Haaresbreite von den (mit seltenen Ausnahmen) einstimmigen Schimpftiraden abweiche – oder die Sache von einer andern Seite her betrachte. Ich brauche nur zu erwähnen, dass ich etwa Merkel nicht so dämonisieren mag wie manche zu tun belieben (typischer Sündenbock) – und schon hagelt es gehässige Worte. Niemand ist ganz gut und niemand ganz schlecht – auch Trump nicht. Als er Obama beleidigte, hat hier keiner aufgemuckt oder es auch nur erwähnenswert gefunden- aber wehe, ich würde hier schreiben, Trump sei eigentlich ein Kraut und seine (dritte!) Frau Yugo…Wir sind Individuen – und es ist doch nur vernünftig und beweist eigenes Überlegen, wenn zB in der CH traditionelle SP-Wähler bei bestimmten SVP-Themen einhaken und umgekehrt. (obs uns d an “deutscher Treue” fehlt? 😉 ) So haben auch US-Wähler das „Lager“ gewechselt. (Mann, sind wir im Krieg oder was?!)Das Hemd ist einem eben näher als die Jacke und am Ende denkt doch jeder an seinen eigenen Vorteil, Partei hin oder her. Abschaffen, sag ich da nur.

  21. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Ich interpretiere gar nichts, Donald Trump hat im Wahlkampf mehr als deutlich zu erkennen geben, dass er von Freihandelsabkommen nichts hält. Das ist völlig logisch, denn das gewaltige Handelsbilanzdefizit der USA kostet Abermillionen Arbeitsplätze, alleine das Defizit mit China etwa 2,5 Millionen. Liberalisierung im Außenhandel ist somit pures Gift für die USA und der Hauptgrund für die Deindustrialisierung des Landes.

  22. Christian Peter

    Auch Deutschland ist neben China wegen der hohen Handelsbilanzüberschüsse übrigens schon lange im Visier der USA. Es wäre kein Wunder, würde Donald Trump neben Importen aus China auch solche aus Deutschland mit Schutzzöllen belegen.

  23. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Träumen Sie ruhig weiter.
    Vielleicht sogar noch von Schutzzöllen zwischen politischen Bezirken in Österreich?
    😀

  24. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Träumen ? Sie sollten sich informieren, das US – Finanzministerium hat Deutschland neben China, Südkorea und Japan wegen deren Handelsbilanzüberschüsse bereits lange im Visier.

  25. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Mit Schutzzöllen haben nur (links-) Liberale ein Problem. Es gibt mehr als genug Beispiele für Länder, die mit protektionistischer Handelspolitik Wohlstand schufen, wie etwa der Aufstieg Japans nach dem Krieg, wo es bis Anfang der 70-er Jahre Importquote für fast alle Produkte gab und selbst heute noch hohe Schutzzölle für diverse Produkte existieren.

  26. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘Schutzzölle zwischen den politischen Bezirken Österreichs ?’

    Sehr geistreich, Sie wissen offenbar nicht einmal, was Außenhandel bedeutet.

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