Was tun mit Dauerarbeitslosen?

(ANDREAS UNTERBERGER) Kaum ein Österreicher würde nicht mit “Nein” auf folgende Frage antworten: “Soll einem Menschen, der seinen Job verloren und auch nach einem Jahr noch keinen neuen gefunden hat, auch noch Auto und Haus weggenommen werden?” Nie und nimmer würden das die meisten wollen. Ganz anders würde jedoch auf folgende Frage geantwortet:

“Soll jemand, der vom eigenen Vermögen oder seiner Schwarzarbeit leben kann, dennoch viele Jahre lang von der Allgemeinheit Geld erhalten, Geld, das den anderen Bürgern notfalls mit Gewalt abgenommen wird?” Nein, auch das will eine große Mehrheit nicht. Das empfindet sie als grob ungerecht.

Das Fatale ist nur: Bei beiden Fragen liegt haargenau das gleiche Problem zugrunde. Die erste Frage ist halt in gewerkschaftlicher Diktion formuliert und hat zur österreichischen Rechtslage geführt. Die zweite Formulierung entspricht den Überlegungen marktwirtschaftlich-liberalkonservativ denkender Menschen und hat zum deutschen Hartz IV geführt…..hier

16 comments

  1. Daniel B.

    Wenn bei “Weißarbeit” mehr übrigbleiben würde, zahlt es sich nicht mehr aus arbeitsfrei zu sein.
    Steuern ≙ Raub von Lebenszeit

  2. Thomas Holzer

    @Daniel B.
    für Osterreich: ca. 350.000 Arbeitslosen stehen ca. 50.000 offene Stellen gegenüber.
    Da braucht es keiner höheren Mathematik um feststellen zu können, daß die Arbeitsfreiheit in vielen Fällen nicht ganz freiwillig ist.

  3. Daniel B.

    @Thomas Holzer
    Wenn die Politik z.B. Produktionsunternehmen, durch hohe Steuern (Lohnnebenkosten) und ideologischer Verblendung, aus Österreich vertreibt “ist das halt so!” => Produktionsmitarbeiter werden arbeitsfrei.

  4. Christian Peter

    @Daniel B.

    Hätte Österreich nicht eine derart aufgeblasene Verwaltung, ließen sich die Steuern gewaltig reduzieren und Arbeit würde sich wieder lohnen. Alleine durch Strukturreformen ließen sich in unserer Bananenrepublik gewaltige Summen sparen, z.B. die Beseitigung des bundesstaatlichen Prinzips würde etwa 20 Milliarden Euro pro Jahr bringen – mit dieser Einsparung ließe sich die Steuerreform des Jahrhunderts finanzieren.

  5. Christian Peter

    @Daniel B.

    Weit schlimmer als Langzeitarbeitslose sind die parasitären Berufspolitiker und politischen Parteien. Während Erstere wenigstens zeitweise auf eigene Kosten leben, führen Berufspolitiker österreichischer Prägung in der Regel von der Wiege bis zur Bahre ein feudales Leben auf Kosten der Steuerzahler. Außerdem zählen Politikergehälter in Österreich zu den höchsten weltweit, bei der Parteienförderung liegt die Bananenrepublik Österreich weltweit an Stelle eins.

    http://www.zeit.de/2009/35/A-Parteiengeld

  6. Reini

    Wie viele Wanderarbeiter aus dem Umland arbeiten in Österreich? … ich schätze so 500.000,… dies wird sich auch nicht bessern, da wir “noch” ein zu hohes Lohnniveau gegenüber unseren östlichen Nachbarstaaten haben. Der Ungar machts mit Motivation, Fleiß, Pünktlichkeit, Anpassung, usw,.. eben um 1000 Euro netto,… im Gegensatz zum verwöhnten Österreicher!

  7. KTMtreiber

    Was tun mit Dauerarbeitslosen?

    Ich denke da muss man unterscheiden zwischen, “A” Personen, die schon “länger hier leben” und u. U. Jahrzehnte einer Erwerbstätigkeit nachgingen und mit 50 / 55, “kaputt” sind und “B”, Personen, die noch nicht so lange hier sind, jedoch unser Land kulturell “bereichern”.

    Die erste Klientel (A) ist zu vernachlässigen und eine ersatzlose Streichung des Arbeitslosengeldes nach 3 Monaten ergibt n.m.M. Sinn.

    Die Klientel (B), samt Familiennachzugs (einschließlich 3. und 4. Frau, samt Großcousins und Großgroßcousins), ist jedoch aufgrund einer kollektiven Traumatisierung, lebenslang zu unterstützen und zu alimentieren. Finanziert durch Klientel “C” (autochthone Angestellte u. Arbeiter – die noch nicht so kaputt sind)

    Problemlösungen können so einfach sein !

  8. Christian Peter

    @KTMTreiber
    @Reini

    Die Ausgaben für Mindestsicherung belaufen sich in Österreich auf ca. 1 Milliarde Euro. Peanuts im Vergleich zu den Kosten, welche die parasitäre Parteien in Österreich verursachen, dabei geht es um etwa 25 Milliarden Euro pro Jahr, die sich problemlos einsparen ließen.

  9. KTMtreiber

    @CP:

    … und wenn das österr. Volk mich zum König wählte, dann hätten wir spätesten in 3 Jahren ein 0 (Null) Prozent Haushalts-Defizit, einen Kriminalitätsrückgang im 2-stelligen Bereich, eine überschaubare Zuwanderung (tatsächlich gefragte Fachkräfte) und einen Wirtschaftsaufschwung im 2-stelligen Bereich … 😉

  10. Rennziege

    29. JANUAR 2018 – 14:56 — KTMtreiber
    Keine Anbiederung, KTMtreiber: Das glaub’ ich Ihnen aufs Wort. Aber dazu gehört halt die nüchterne Rückbesinnung auf eine konstitutionelle Monarchie wie das United Kingdom — oder auf Österreich-Ungarn, das derlei Bestrebungen (gegen den zähen, aber sinkenden Widerstand des greisen Kaisers) zu Beginn des 20. Jahrhunderts anstrebte. Hätte der Weltkrieg ab 1914 nicht jede Vernunft ausgerottet, wäre so manches ganz anders gekommen.
    Vor allem wäre uns der Kniefall vor dem Kommunismus und, wenig später, vor dem Nationalsozialismus erspart geblieben, also auch der Weltkrieg Nr. 2.

  11. Rennziege

    P.S.: Peinliche Wortwahl von mir: Bestrebungen strebt man nicht an, sondern verfolgt sie. Tschuidigung!

  12. KTMTreiber

    @Rennziege:

    Stichwort WK I / Buchtipp: Die Schlafwandler (Christopher Clark)
    Ich habe es verschlungen, Clark hat das schön aufgearbeitet; 😉

  13. Gerald Steinbach

    Off Topic

    Bei einen SPÖ Funktionär hatte man schon vergangene Woche NS Gut gefunden und nebenbei hatte er auch seine Enkel vergewaltigt
    Bei den NS Gut ist man sich nicht sicher ob eine “””Sammlerleidenschaft”” dahintersteckt oder es sich um eine Gesinnung handelt

    https://derstandard.at/2000073231628/Enkelkinder-missbraucht-Gemeindepolitiker-verhaftet

    Komischerweise hatte man bei Ladenbauer nicht gefragt ob es sich eine Liebe zur Musik handelte

  14. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Angeblicher Weise!
    In dieser Causa hat halt kein Rechercheformat aus Falter, (Sub)Standard und ORF gearbeitet;)
    Man muss halt die “richtigen” Prioritäten setzen

  15. Rennziege

    29. JANUAR 2018 – 17:38 — KTMTreiber
    @Rennziege:
    Ich hab’ diesen minutiös recherchierten und mit vielen tausend authentischen Fundstellen belegten Wälzer von Christopher Clark im Original (“The Sleepwalkers”) vor zwei Jahren gelesen und blättere immer wieder darin nach. Ihr Buchtipp erübrigt sich dadurch keineswegs, sondern beweist nur, dass in Christian Ortners Wohnzimmer auch einige historisch Interessierte ihren Franziskaner schlürfen.
    Herzlich Grüße!

  16. Christian Peter

    Was tun mit Langzeitarbeitslosen ? In die Politik mit Ihnen, schließlich haben Langzeitarbeitslose dieselben Eigenschaften wie Berufspolitiker : Noch niemals in ihrem Leben einer anständigen Beschäftigung nachgegangen und daher schwer vermittelbar.

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