Was, wenn der Bürger sich nicht umerziehen lassen will?

“…..Da versucht die Politik mit viel Steuergeld die Männer davon zu überzeugen, direkt nach der Geburt oder auch für die Kindererziehung zu Hause zu bleiben. Aber die Männer spielen nicht mit. Jedenfalls nicht so, wie es die staatlichen Umerzieher gerne hätten. Was wiederum für Sorgenfalten sorgt. Man stützt sich dabei auf Befragungen, in denen Männer antworten, dass sie eigentlich gerne mehr Zeit mit ihren Kindern hätten. Eigentlich? Wenn sie wirklich mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollten, täten sie es. Seneca wusste: «Nicht wollen ist der Grund, nicht können nur ein Vorwand.” (NZZ, hier)

14 comments

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel:
    “Für Zurückhaltung braucht man jedoch einen souveränen Überblick: Man muss genau wissen, was man tut, um in der Lage zu sein, nichts zu tun”

    Und welcher “unserer” Politiker hat schon diesen souveränen Überblick, wo doch keiner per se souverän ist.
    Mangel an Souveränität gepaart mit einem Übermaß an Größenwahn, das “zeichnet die Politiker leider aus”

  2. Kluftinger

    “Warum lässt man die Leute nicht in Ruhe..”?
    Genau. Noch möchte ich selbst bestimmen wie meine Lebensplanung ist und nicht irgendwelche Ideologen.
    Wie sagte M. Strolz “Ich bin der Pilot meines Lebens und nicht nur Passagier”.

  3. Thomas Holzer

    @Kluftinger
    Zum Satz des Herrn Strolz; der scheint aber nur für ihn selbst zu gelten, nicht für die p.t. Untertanen, denen möchte er und seinesgleichen sehr wohl vorschreiben, Passagier zu sein

  4. TomM0880

    Ich liebe meinen 1 jährigen und meinen 3 jährigen, ich bin aber immer wieder froh, nach einem Wochenende in die Arbeit gehen zu dürfen.

    Ich sage das aber meiner Frau offen ins Gesicht. Ich bin nicht geschaffen zur Kindererziehung.

  5. Falke

    @astuga
    Sehr guter Artikel; dasselbe Thema, aber natürlich viel ausführlicher, behandelt Thilo Sarrazin in seinem Buch “Der neue Tugendterror”. Ist etwas trocken und sperrig geschrieben (vor allem durch die vielen Querverweise – Sarrazin behauptet nie etwas ohne mehrfache Belege), aber durchaus lesenswert.

  6. Winnfried Gardner

    Welcher in freier Wirtschaft arbeitende Mann kann sich dies leisten? Von kleinen Handwerksbetrieben wo jeder Mann zählt, ganz zu schweigen. In Bayern heißt ein Sprichwort: “der fetten Sau den Arsch geschmiert”. Staatliche und Halbstaatliche Verwaltungen werden die zusäzliche Freizeit voll ausnutzen, steuerfinanziert versteht sich. Der Arbeiter darf wieder nur die Steuer finanzieren für Geschenke an seine Bürokraten.

  7. Rennziege

    10. MAI 2018 – 09:38
    TomM0880
    “Ich liebe meinen 1 jährigen und meinen 3 jährigen, ich bin aber immer wieder froh, nach einem Wochenende in die Arbeit gehen zu dürfen. … Ich bin nicht geschaffen zur Kindererziehung.”
    Als Mutter dreier Teenies wage ich eine kleine Entgegnung:
    Das Wort “Erziehung” ist sowieso von vorgestern; es impliziert Zwang, Strafen und verleitet manche depperten Eltern sogar heute noch dazu, ihren Kindern “a poa g’sunde Watschen” zu verabreichen.
    Sicher sind Sie in der Lage, Ihren kleinen Buben Geschichten vorzulesen oder selbst zu erfinden. (In diesem Alter beginnt die Bindung an Sprachen und das Interesse, möglichst bald lesen zu lernen. Kindergärten und Grundschulen, sofern überhaupt kompetent, sind zu spät dran.) Und Sie können mit ihnen spielen, Spaziergänge in der Natur machen, singen, blödeln, basteln — was immer. Das geht auch nach dem Dienst; ein Stündlein oder zwei sind immer drin.

    Die einzige vernünftige “Erziehung” besteht darin, den Kindern Charakter, Neugier und Wissensdurst unaufdringlich vorzuleben. Und dabei haben mein Mann und ich gelernt, dass Eltern von ihren Kindern mehr lernen können als umgekehrt. Es sind einfach kommunizierende Gefäße, die einander auch später die Treue halten — egal, wie die Zeiten sich wandeln. Herzliche Grüße!

  8. Mona Rieboldt

    Politiker wollen immer den “neuen” Menschen schaffen. Seit Jahren gibt es den “girl’s day”, da will man Mädchen für technische Berufe interessieren. Erfolg gibt es da keinen. Frauen wollen auch nicht mehrheitlich in Aufsichtsräten sitzen. Da soll es dann die Quote bringen.
    Frauen würden aber gern bei ihren kleinen Kindern bleiben. Das sollen sie aber nicht, stattdessen arbeiten und schon die Kleinsten in staatliche Obhut geben wie Krippe ab 1. Lebensjahr.

    Politiker können die Volkserziehung einfach nicht lassen, am liebsten verbunden mit Steuereinnahmen, Zuckersteuer, der deutsche Grüne Habeck will eine Plastiksteuer bzw. höhere Preise dafür, was dann auch Brillen teurer macht etc

  9. Thomas Holzer

    Macron Hochamt nicht nur im Rathaus von Aachen, sondern auch in der RWTH Aachen; diese Jugend scheint in diesem Mann, genauso wie vor ein paar Jahren in Obama, einen neuen Messias zu sehen, der natürlich außer Phrasen nichts bringt.
    Lerneffekte?! Weniger als Null

    @Mona Rieboldt
    Man vergesse nicht die neue Alkoholsteuer (Schottland als Vorbild) und natürlich die unzähligen neuen Verbote.
    Der Sozialismus weltweit manifestiert sich -meiner bescheidenen Meinung nach- auch durch das Dauerküssen (Vorbild sowjetischer, sozialistischer, marxistischer Bruderkuss) und das infantile Ansprechen mit dem Vornamen, ohne dies scheint Politik leider nicht mehr möglich.

    Mir graut es nur noch

  10. Thomas Holzer

    Und eine deutsche Studentin der Molekularbiologie alteriert sich, daß die Universitäten ein Elitenprojekt seien. Wo lebt diese Frau eigentlich? Außer Oxford und Cambridge ist keine Universität in Europa ein Elitenprojekt, leider.

  11. Rennziege

    @Mona Rieboldt
    “Man vergesse nicht die neue Alkoholsteuer (Schottland als Vorbild) und natürlich die unzähligen neuen Verbote.
    Der Sozialismus weltweit manifestiert sich — meiner bescheidenen Meinung nach — auch durch das Dauerküssen …”
    Die klugen, knorrigen Schotten haben die Alkoholsteuer erhöht, um das Dauerküssen zu entschärfen; denn sie haben geschnallt, dass die hochdosierte Whisky-Fahne beim roten Bruderkuss dazu dient, die Empfänger dieser Liebkosung gefügig zu hauchen, damit sie auch der aberwitzigsten EU-Schnapsidee zuzustimmen.
    Politik 4.0 also? Nein. Nicht Digitalisierung, sondern 4,0 Promille. So funktioniert die EU.

  12. astuga

    @Falke – Das vorläufige Endresultat eines paternalistischen Social Engineerings kann man dieser Tage in London beobachten.
    Wobei sich die Inkompetenz von Labour und Tories gegenseitig befeuert.

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