Werden zugewanderte Täter häufiger angezeigt?

“Ob jemand deutsch oder nicht-deutsch ist spielt kaum eine Rolle für den Umstand, ob jemand angezeigt wird, auch wenn das bei der Straftaten-Statistik immer wieder als relativierendes Argument vorgebracht wird. Zu 98 Prozent sind es andere Faktoren, die ausschlaggebend sind. Das sagt jedenfalls die einzige wissenschaftliche Studie, die es zu diesem Thema gibt./ mehr”

2 comments

  1. Falke

    Eines der Hauptargumente der Willkommensklatscher, wenn es um die hohe Kriminalitätsrate der Invasoren geht.

  2. Mourawetz

    Wie die Verfärbungen eines Hämatoms sind das die Wandlungen einer Ansichtssache. Von der schroffen Ablehnung „Das sind nur Einzelfälle“ geht man nun dazu über, anzuerkennen, dass es das Phänomen zwar gibt, immerhin, nicht ohne zugleich eine latente Fremdenfeindlichkeit hineinzuriechen: „Fremde werden häufiger angezeigt.“ Nach der Einzelfalltheorie nun das Anzeigeverhalten: alles nur Ausflüchte, um den wahren Schaden nicht sehen zu müssen. Der Bluterguss muss sich wohl noch eine Weile verfärben, bis die Relativierer es wagen, mit offenen Augen auf die Wunde hinzusehen.

    Bis die Welcomer-Relativierer dazu übergehen, die Forderung des Autors im letzten Satz „Das Augenmerk sollte dabei statt auf Alter und Geschlecht stärker auch auf die Nationalität der Tatverdächtigen gerichtet werden“ – erfüllen, können allerdings noch Jahre vergehen.

    Wolfgang Meins: „Die entsprechend bereinigte Rate der nicht-deutschen Tatverdächtigen liegt dann bei 6,1 Prozent, ist also immer noch mehr als dreimal so hoch wie bei den deutschen Tatverdächtigen. Betrachtet man die ausländischen Tatverdächtigen getrennt nach Nationalität – unter Berücksichtigung ihres Bevölkerungsanteils in Deutschland – ergeben sich zum Beispiel die folgenden Kriminalraten, bereits bereinigt um den „Anzeige-Verzerrungsfaktor“ in Höhe von 0,7 Prozent: Algerien 53,6 Prozent, Afghanistan 16,6 Prozent und Syrien 10,7 Prozent. Erfreulicherweise gibt es auch Ausreißer nach unten. Die Rate für die japanischen Tatverdächtigen fällt dann nämlich negativ aus: minus 0,1 Prozent.“

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