Worauf wir wirklich gewartet haben

“…Tierhaltung produziert Klimagase : Eine Landwirtschaftsbehörde in Stockholm fordert eine EU-weite Steuer auf Fleisch. Ein Kilo Rindfleisch soll 1,50 Euro teurer werden.” (mehr hier)

23 comments

  1. Suwarin

    Erst subventioniert man es, dann belegt man es mit Sondersteuern.

    Kann sich Dummheit offensichtlicher zeigen?

  2. Michael Haberler

    Und jetzt bitte festhalten: in der Online-Abstimmung im obigen Link ist der Stand:

    65% dafür(!), 33% dagegen bei 13000 Stimmen.

    Wenn diese 13000 ein repräsentatives Sample sind, dann gute Nacht, Deutschland.

  3. Reinhard

    Sie sind ein repräsentatives Simpel.
    Wenn Kevin und Schackeline am Computer ihre Gutmenschlichkeit herausklicken können, bevor sie an Muttis Mittagstisch zu Frittatensuppe und Rindsrouladen gerufen werden, kommt die repräsentative Blödheit der Generation WWW zum Tragen. Da erkennt niemand einen Widerspruch, wenn man mit Papas SUV zur Klimademo kutscht, wie auch, wenn tausende Politiker zu ihren Klimarettungskonferenzen um die halbe Welt mit dem Düsenjet trudeln, können das die Dumpfbacken am unteren Rand der Hierarchie ebenso. Und so machen wir zur Belohnung für den Sieg bei der Schulaktion “Wir retten die Welt” den Führerschein. Und fahren dann mit einem klapprigen Benzinfresser zur Unterschriftenaktion gegen Ölbohrplattformen…

  4. KClemens

    Angeblich haben die Schweden das mittlerweile längst dementiert. Da ich aber kein Schwedisch kann, bin ich die Äußerungen angewiesen, die dazu im SPON-Forum gemacht wurden.

    Die 13000 sind vielleicht kein repräsentatives Sample, aber ein gutes Beispiel für die Diskrepanz zwischen veröffentlicher und öffentlicher Meinung. Die Vegetarier/Veganerfraktion wird schon Ihre Schäfchen zum JA-Abstimmen anhalten.

    Wenn die Diskussion ein wenig fortgeschritten ist, und sie wird fortschreiten, werde ich mich schon auf alle die Steakliebhaber freuen, die verkünden, daß sie das mit der Steuer ganz toll fänden, weil dann würden sie endlich weniger Fleisch konsumieren.

    Und noch ein wenig weiter in der fortschreitenden Diskussion werden die Fleischliebhaber richtig dankbar dafür sein, daß es fleischfreie Tage in der Gastronomie gibt, weil sie endlich, endlich dadurch weniger Fleisch essen würden.

    So wie die Raucher dankbar für die Rauchverbote in der Gastronomie waren, weil sie ausgerechnet in der Kneipe dann endlich weniger, bzw. gar nicht mehr rauchen würden, so werden wir bald das gleiche zum Thema Fleisch hören.

    Und/oder zum Thema Alkohol. Und die Liebhaber und Kenner des “guten Glases Rotwein” und des “gepflegten Cognaq” werfen sich vor Dankbarkeit auf den Restaurantboden, wenn man dort nur noch Alkoholfreies trinken darf.

  5. Gerhard

    Tatsache ist, dass für die Produktion von 1 kg Fleisch ungefähr 5 kg an Futtermitteln (z.B. aus Getreide, Sojamehl, Reis usw.) aufgewändet werden müssen. Wenn nun die Milliarden an Afrikanern, Indern und Chinesen die sog. westlichen Ernährungsgewohnheiten mit regelmässigem Fleischkonsum annehmen, dann wird die Knappheit an dene planzlichen Rohstoffen noch viel größer und gleichzeitig steigt der Austoss an “tierischen Gasen”. Zur Produktion dieser zusätzlich erforderlichen Futtermitteln müssen riesige Gebiete an Wäldern abgeholzt werden. Ein Teufelskreis, aus dem kaum mehr zu entkommen ist.

  6. Christian Weiss

    @Gerhard
    Ja klar. Ich hör auf, Fleisch zu essen, damit andere ihren Tank mit E10 füllen können. Ich hör auf, Fleisch zu essen, weil schwachsinnige EU-Bestimmungen die Verfütterung von Speiseresten an Schweine und Rinder verbieten. Ich hör auf, Fleisch zu essen, weil irrwitzige Subventionen in der westlichen Landwirtschaft die Agrarproduktion in Afrika unrentabel machen. Ich hör auf, Fleisch zu essen und fresse das Gras der Alpwiesen, der argentinischen Pampa und der Prärie direkt. Ich hör auf, Fleisch zu essen, weil Kühe furzen.

  7. KClemens

    Gerhard :
    Tatsache ist, dass für die Produktion von 1 kg Fleisch ungefähr 5 kg an Futtermitteln (z.B. aus Getreide, Sojamehl, Reis usw.) aufgewändet werden müssen. Wenn nun die Milliarden an Afrikanern, Indern und Chinesen die sog. westlichen Ernährungsgewohnheiten mit regelmässigem Fleischkonsum annehmen, dann wird die Knappheit an dene planzlichen Rohstoffen noch viel größer und gleichzeitig steigt der Austoss an “tierischen Gasen”. Zur Produktion dieser zusätzlich erforderlichen Futtermitteln müssen riesige Gebiete an Wäldern abgeholzt werden. Ein Teufelskreis, aus dem kaum mehr zu entkommen ist.

    Ich glaube kaum, daß die co2-Bilanz eines Vegetariers/Veganers besser aussieht als die von Allesessern.

    Und bevor sich der Vegetarier/Veganer oder die Vegetarieren/Veganerin! das Tofuschnitzelchen oder Tofubratwürstchen in die Pfanne hauen kann, ist bei der Herstellung des Tofuschnitzelchen oder Tofuwürstchens jede Menge Energie verbraten worden, um aus der Sojabohne das Tofuschnitzelchen oder Tofuwürstchen zu produzieren.

    Vegetarier und Veganer und Vegetarierinnen und Veganerinnen ernähren sich ja nicht von dem, was am Straßenrand wächst.

  8. Gerhard

    @Christian Weiss
    @KClemens

    Ich esse auch Fleisch, wenn auch nicht täglich. Ich wollte nur hinweisen, dass es durch die Änderungen der Lebensgewohnheiten auch geänderte Umweltbedingungen gibt. Aber dies wollten Sie mit Ihren polemischen Kommentaren ja gar nicht zur Kenntnis nehmen.

  9. Rennziege

    @Gerhard
    Putzig, was Sie da zu Protokoll geben. Und schon geh’ ich freudig zu meinem Fleischhauer und lasse mir vier T-Bone-Steaks absäbeln, zwei klassische Zoll dick. Muss ja nicht jeden Tag sein — aber gesünder und vernünftiger kann man eine Familie nicht ernähren.

    @KClemens
    Sie sagen es! Die gehirngewaschenen Weltverbesserer zahlen lieber idiotische, klimatechnisch völlig wirkungslose CO2- und Windmühlensteuern, als dass sie ihren Körpern das gönnen, was diese biologisch brauchen: tierisches Eiweiß.
    Ich geh’ alljährlich zwei- oder dreimal blutspenden, unentgeltlich, beim Roten Kreuz: Vegetarier und Veganer haben so miserable Hämoglobinwerte, dass selbst die wettergegerbten DRK-Ärzte der Ohnmacht nahe sind.

  10. Christian Weiss

    @Gerhard
    Ich ziehe schwer in Zweifel, dass der Fleischkonsum an sich die Umwelt wesentlich stärker belastet als rein vegetarische Ernährung. Schliesslich gilt es noch andere Faktoren zu berücksichtigen:
    1. Längst nicht jeder Boden, der sich als Weideland eignet, eignet sich auch als Ackerbaugebiet.
    2. Gerade Vegetarier und andere Ernährungsesoteriker sind gegen Gentechnik und für “Bio”-Landbau. Sie wehren sich damit gegen effizientere Nutzpflanzen und effizientere Nutztiere und nehmen für die ertragsmindernde Anbauform “Bio” einen grösseren Landverbrauch in Kauf.
    3. CO2-Verminderungs-Diskalkulisten wollen Nahrungsmittel direkt in Treibstoff verwandeln und sorgen dafür, dass statt wie beim Rind aus 5 kcal Nahrung eine wird, dass aus 5 null werden.
    4. Tierseuchengesetze verhindern das effizienteste Nahrungsmittelrecycling durch die Verfütterung an Nutztiere. Wenn man bedenkt, dass rund 50% der Nahrungsmittel einfach fortgeschmissen werden, würde es schon viel bringen, wenn man diese an Tiere verfuttern könnte. Dass diese Nahrungsmittel wenigstens teilweise in Biogasanlagen landen, ist nur bedingt ein Trost. Es gibt effizientere Wege der Energiegewinnung.

  11. Michael Haberler

    @KClemens
    Grade wenns dementiert wurde, ragt das Umfrageergbnis als Monument der Blödheit umso markanter heraus

    Ich glaube nicht an die koordinierten Veganer – man sollte nie Absicht vermuten, wenn Idiotie als Erklärungsmodell ausreicht. Arbeitshypothese: da wird tatsächlich dran geglaubt, ganz individuell bescheuert sozusagen.

  12. Gerhard

    @Rennziege
    Wie in der Überschrift “Worauf wir wirklich gewartet haben” erwähnt, habe ich bei diesem Thema schon dringend auf die Meeinung der Wissenschaftlerin gewartet. Nun ist sie da, danke dafür. Guten Appetit beim Verzehr der T-Bone Steaks.

    @Christian Weiss
    Das mit dem Weidelandboden stimmt, besonders auch auf den südamerikanischen Haziendas. Aber bei den Tierfabriken (Stallungen) in Europa wird doch großteils Kraftfutter verfüttert (Vorwiegend Mais und Sojaschrot oft aus südamerikanischen Flächen, welche früher Regenwald waren). Und beim Punkt 4 (Vernichtung von Nahrungsmitteln) haben Sie ebenfalls vollkommen recht.

  13. norbert bender

    “Ich ess Blumen, denn Tiere tun mir leid,
    nur meine Katzen fressen Kuhragout aus Dosen.” (Die Ärzte)

  14. Rennziege

    @Gerhard
    “Guten Appetit beim Verzehr der T-Bone-Steaks.”
    Vielen Dank für Ihr bislang einziges stichhaltiges Argument zum Thema!

  15. KClemens

    Michael Haberler :
    @KClemens
    Grade wenns dementiert wurde, ragt das Umfrageergbnis als Monument der Blödheit umso markanter heraus
    Ich glaube nicht an die koordinierten Veganer – man sollte nie Absicht vermuten, wenn Idiotie als Erklärungsmodell ausreicht. Arbeitshypothese: da wird tatsächlich dran geglaubt, ganz individuell bescheuert sozusagen.

    Wie gesagt, ob das in Schweden tatsächlich wieder dementiert wurde, weiß ich nicht. Ich habe die Info lediglich aus dem SPON-Forum entnommen.

    Was die Veganer und Veganerinnen! und Vegetarier und Vegetarierinnen! betrifft: Die Gruppe dümpelt seit zahlenmäßig seit Jahrzehnten so um die 5% – 7% (für beide Gruppen zusammen) der Gesamtbevölkerung in Deutschland.

    Dafür erzeugen die aber einen medialen Wind, als wären es 50% – 70% der Bevölkerung in Deutschland. Und stellen auch entsprechende Forderung an den Rest der Gesellschaft.

    Die grüne Jugend Hamburg hatte vor ein paar Jahren auf Ihrer Homepage den Hinweis, daß sie sich stark machen werden für einen vegetarisches/veganes Pflichtgericht in der Gastronomie. Damit die Veganer und Veganerinnen! und Vegetarier und Vegetarierinnen! sich nicht zurückgesetzt fühlen und nicht diskriminiert werden, wenn sie auch mal aus essen gehen wollen.

    Und in der Schweiz gibt es einen recht grenzwertig einzuschätzenden Herrn, der getrennte Fleisch- und Nichtfleischbereiche für die Gastronomie fordert, damit er den Leichengeruch auf den Tellern der Fleischesser nicht riechen müsse. Und es gilt,[Zitterstimmen-Modus] gerade die Kiiiiiiinder davor zu schützen [/Zitterstimmen-Modus].

  16. KClemens

    Gerhard :
    @Christian Weiss
    @KClemens
    Ich esse auch Fleisch, wenn auch nicht täglich. Ich wollte nur hinweisen, dass es durch die Änderungen der Lebensgewohnheiten auch geänderte Umweltbedingungen gibt. Aber dies wollten Sie mit Ihren polemischen Kommentaren ja gar nicht zur Kenntnis nehmen.

    Ich esse auch nicht jeden Tag Fleisch. Zumindest statistisch verteilt über 365 Tage eines Jahres nicht. Ich denke, das trifft so ziemlich das statistische Mittel.

    Ich finde es persönlich übrigens unerträglich, daß immer so getan wird, als würden die Menschen jeden Tag zum Frühstück, Mittag und Abend jeweils ein großes Steak mit einem Hamburger als Beilage verzehren.

    Und genau deshalb gibt es von mir hin und wieder polemische Kommentare, die aber oft genug mitten in den wunden Punkt der Realität stechen.

  17. Reinhard

    Egal ob bei den Tschick, dem Alk oder eben einem Steak – es könnte alles so friedlich sein, wenn es nicht eine kleine, aber krawallintensive Gruppe messianischer Idioten gäbe, die ihre eigene Überzeugung für so gottgleich gut halten, dass sie nach Gesetzen schreien, die sofort den ganzen minderwertigen Rest der Welt zum Bessermenschentum zwingen sollen. Die ihre ganze selbstgefühlte moralische Überlegenheit in die Wagschale werfen, als ein jedem Argument haushoch überlegenes Totschlaginstrument. Denn wer gesünder lebt (muss nicht stimmen, die Behauptungen eines Missionars sind wahr per se), die Umwelt schont (muss ebensowenig stimmen), das Klima rettet und damit die Eisbären glücklich macht (nochmal der gleiche Hinweis), der steht einfach über allem und jedem.

  18. Gerhard

    Bei allem Spaß, der hier verzapft wird:
    Es gibt schon ernsthafte Überlegungen, die in den Stallungen durch Wiederkäuer entstehenden Gase abzufangen und zu verwerten. Auch die vermehrte Fütterung von Silofutter hat eine Umstellung bewirkt. Denn dabei findet ein Teil der sonst im Pansen stattfindenden Milchsäurevergärung bereits außerhalb des Tierkörpers statt. Durch diese Futterzubereitunbg wird die Beweidung direkt auf den Grasflächen und auch die früher in den Übergangszeiten mühsame Heuproduktion vermieden. Damit kann man – im Vergleich zu früheren Zeiten – mit geringerem Arbeitsaufwand für die gleiche Bodenfläche mehr Nutztiere halten. Ob dies alles immer ein Vorteil ist?

  19. Mercutio

    @Gerhard
    Solche kritischen Fragen gegenüber modernen sind immer berechtigt, und sollten nicht leichtfertig vom Tisch gewischt werden. Der Einfluss des Menschen und seines im geschichtlichen Maßstabb exorbitanten Verbrauchs von Ressourcen wird leider Folgen haben, auch wenn sich diese nicht immer in so kurzer Zeit und so spektakulär zeigen, wie die Unheislpropheten warnen. Es hat auch Jahrhunderte gedauert große Teile der Mittlemeerküsten zu entwalden und so verkarsten zu lassen, dass sie nei mehr urbar gemacht wereen können. Das Gleiche geschieht leider zurzeit mit vielen Urwaldböden in Südamerika.

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