Zitat zum Tag

“…Ein Berufsheer würde uns das Doppelte kosten…” (Verteidigungsminister Norbert Darabos am 18.Juli 2010 in “Österreich”)

49 comments

  1. world-citizen

    Ich gehe hin, weil staatlich verordnete Zwänge ein Relikt aus dem totalitären Staat sind, die ich immer abgelehnt habe – seit nunmehr 40 Jahren. Und zu diesem Wortkrieg der Parteien kann ich nur eines sagen: Ich stehe darüber. Gewählt wird übrigens erst im Herbst. Diesmal geht es um nichts geringeres als das souveräne Selbstbestimmungsrecht des Menschen. Die Freiheit, über die eigene Lebenszeit zu verfügen.

  2. DailyMirror

    Ich dachte immer, für Neoliberale gilt: “Was nichts kostet, ist nichts wert”?!

  3. Gerhard

    Darabos: “Man kann doch seine Meinung ändern.” (frei nach Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern).

  4. Rennziege

    @nometa
    @world-citizen

    Diese Zwangsarbeit gibt es schon längst, und so gut wie niemand lehnt sich dagegen auf: Jeder Arbeiter, Angestellte, Freiberufler und Selbständige Europas, ob jung oder älter, arbeitet etwa sieben Monate pro Jahr einen Moloch namens Staat, den unstillen Teilhaber seines Lebens: lebenslang, ohne dieser Enteignung entfliehen zu können.

    So viel zu den Themen “souveränes Selbstbestimmungsrecht des Menschen” und “die Freiheit, über die eigene Lebenszeit zu verfügen”. Längst reduziert auf die Freiheit, der Nomenklatura bei der Füllung eigener Taschen und bei der Verschwendung hart erarbeiteter Steuern zuzuschauen.

  5. Rennziege

    @world-citizen

    Lustig, WC! Wie immer reden Sie an mir vorbei. Ich aber rede nicht von keinen Steuern, sondern von solchen, die die grundlegenden Aufgaben des Staates ermöglichen. Die zahle ich sogar mit Überzeugung, ohne mich zu beschweren.
    Aber Wahlgeschenke, Gender- wie Öko-Wahnsinn, Verschwendung und uferlose Verschuldung mag ich mit meiner Arbeit nicht mehr unterstützen.
    Vastengan S’ mi jetzant, Chef?

  6. menschmaschine

    dieses thema ist gerade hier in diesem forum kurios.
    bekannte forums-linke entdecken anscheinend plötzlich das individuum und ihre skepsis gegenüber staatlichen zwängen, während liberale dem zwang zum wehrdienst das wort reden.

  7. Hannes_Martinz

    Liebe Mitbürger!

    Das Ergebnis dieser Volksbefragung wird die wichtigste Weichenstellung für die Zukunft Österreichs seit der EU-Beitritts-Volksabstimmung im Jahre 1994. Was hat man uns damals nicht alles versprochen! Das Wenigste davon ist eingetreten. Und auch jetzt verspricht man uns, daß die gleichen Leistungen, die mit der Erhaltung der Wehrpflicht erbracht werden, durch deren Preisgabe ebenso zustandekommen werden. Werden wir gewissen Politikern und Medien, die diese Preisgabe betreiben, wieder – wie 1994 – auf den Leim gehen?

    Als engagierte Bürger dieses Landes wollen wir mit dieser unabhängigen Information mithelfen, die allgemeine Wehrpflicht zu erhalten:

    Landesverteidigung, Neutralität und Ehrenamt sind Säulen unseres Staates!

    Lassen wir uns nicht von Schalmeientönen wie “Professionalisierung”, “Freiwilligkeit”, “ordentliche Entlohnung” u.ä. (sic) verführen. Die politischen Hintergründe sind nämlich ganz andere.

    Mit einem “Berufsheer” sollen Freiheit und Neutralität Österreichs weiter untergraben werden!

    Darum geht es in Wirklichkeit. Und da sollten bei uns alle Alarmglocken läuten!

    Das friedlichste Land Europas war und ist die Schweiz, die seit 500 Jahren (!) an keinem Angriffskrieg teilgenommen hat. Die Schweiz hat eine starke Armee und verteidigt damit glaubwürdig ihre Neutralität. In der Schweiz ist die allgemeine Wehrpflicht im Volk stark verankert. Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU.

    Viele EU-Staaten hingegen haben auf Berufsheere umgestellt, um für Kriege auch weit außerhalb Europas zur Verfügung zu stehen. Diese Kriege sind Angriffskriege und dienen in erster Linie den Rohstoffinteressen der transnationalen Konzerne und damit der Ausbeutung der dortigen Landschaften und Völker. Soldaten dieser Berufsheere vieler – nicht aller – EU-Staaten, von denen die meisten auch NATO-Mitglieder sind, machten sich damit in den letzten Jahren an Tod und Elend großer Teile der Zivilbevölkerung im Irak, in Afghanistan, im Libanon, in Libyen, und auch – mitten in Europa – in den Balkanländern schuldig.

    Diese Kriege, die Millionen Opfer forderten, werden im Auftrag der USA geführt. Die Berufsheere der EU-Staaten sind nur – allerdings traurige – Handlanger dafür. Über die Traumatisierung vieler Berufssoldaten, die an diesen Kriegen teilgenommen haben, und deren körperliche und geistige Schäden danach bis hin zur materiellen Verelendung, gibt es zahlreiche seriöse Berichte.

    Mit einer Stimmabgabe für die Einführung eines solchen Berufsheeres stimmt jeder Österreicher für die Teilnahme auch unserer Jugend an solchen Kriegen! Die angepriesene “Freiwilligkeit” ist 1) keine Entschuldigung dafür (die Propaganda wird ja ganz anders lauten); und 2) wird in Zeiten wirtschaflichen Niedergangs die Notlage vieler Menschen ausgenützt, indem man ihnen ein “Gehalt nach dem Kolektivvertrag (sic)” zusichert… (sic) Wie “freiwillig” meldet sich jemand für einen solchen Kriegsdienst, der nicht weiß, wovon er seine Schulden auf Haus oder Wohnung bezahlen soll?!

    Bei Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht geht das alles nicht so leicht.

    Denn in einem solchen, ausschließlich auf Verteidigung ausgerichteten Heer steht der Großteil der (möglichen) Soldaten nicht – wie bei einem Berufsheer – ständig zur Verfügung und kann daher nicht dauernd irgendwo in der Welt für ganz andere Interessen “zum Schädel hinhalten” herumgeschickt werden. Allgemeine Wehrpflicht bedeutet, daß die jungen Staatsbürger nur für den äußersten Notfall, eben den der Landesverteidigung, und – im Falle Österreichs wie auch der Schweiz – der Verteidigung der Neutralität “zu den Waffen” gerufen werden können und dürfen. Und nur für diesen Notfall werden sie im Wege des Präsenzdienstes und nachfolgender Miliz-Übungen auch ausgebildet.

    Bei einer Wehrpflichtigen-Armee hat der Großteil der ihr angehörenden (sic) einen ganz normalen Alltagsberuf, und ist eben nicht – wie bei einer Berufsarmee – eine Art “Staat im Staat”, der nur für’s (sic) ständige Kriegführen da ist. Denn die “Professionalisierung bei ordentlicher Entlohnung” macht ja nur Sinn, wenn man die so auf Steuerzahlers Kosten “Versorgten” auch möglichst laufend in (Kriegs-) Einsatz bringt. Und darüber sollten wir alle nachdenken – auch und gerade Mütter und Väter! Stellen wir uns nur einmal vor, welche Gesinnung und innere Haltung in Menschen entsteht, die Teil eines Berufsheeres sind. Ihr täglicher Lebensinhalt durch ihr ganzes Leben hindurch ist nie etwas anderes als für Zwecke zum “Kämpfen” bereitzustehen, auf die sie nicht den geringsten Einfluß haben (dürfen). Das ist wohl die größte denkbare Abhängigkeit von den jeweiligen politischen Machthabern!

    Militäreinsatz gegen das eigene Volk?

    Mit einem Berufsheer kein Problem. Deren “Söldner” müssen tun, was ihnen von ihrem Arbeitgeber befohlen wird, sonst verlieren sie ihren “Job”. Wenn also Umweltschützer, Bauern oder wer immer gegen Gefahren oder ungerechte Verhältnisse demonstrieren, müssen sie bei Umstellung auf ein Berufsheer in Zukunft damit rechnen, von Soldaten des eigenen Landes bekämpft zu werden!

    Wehrpflicht bedeutet Ehrenamt!

    Deshalb ist gerade die ehrenamtliche, also weitgehend unbezahlte Komponente der für alle geltenden Wehrpflicht (inkl. Zivildienst) so wichtig. Sie beruht auf der gemeinsamen Solidarität aller Bürger zueinander. Eine solche Armee kann man nicht gegen das eigene Volk einsetzen, weil sie eben nicht bezahlt ist und daher dem wichtigsten Druckmittel der Mächtigen nicht ausgesetzt ist!

    Mit der Aufgabe der Wehrpflicht würde Österreich der weiteren Aushöhlung seiner staatlichen Souveränität zustimmen. Denn die Auftraggeber einer Berufsarmee können auch aus dem Ausland kommen nach dem Motto “Wer zahlt, der mahlt”. Deshalb gibt es die EU-Armee, zusammengewürfelt aus allen EU-Staaten, der auch das EU-Mitglied Österreich angehört – der wohl krassesten Neutralitäts-Verletzung überhaupt. Denn eine wirkliche Neutralität ist unvereinbar mit der Teilnahme an einem Militärpakt. Und die EU ist ein Militärpakt!

    Die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht wird in erster Linie von der EU betrieben! Österreichische Politiker und Medien sind nur deren Handlanger.

    WEHRPFLICHT = WEHRRECHT!

    Berufsheere sind ein Rückschritt in die Zeiten der Feudalherrschaft vergangener Jahrhunderte. Sie wurden zur Durchsetzung der Macht- und Eroberungspolitik der jeweils herschenden (sic) Dynastien der Kaiser und Könige eingesetzt (heute sind das die Konzerne und Banken). Erst mit der Entstehung der Nationalstaaten als Folge der bürgerlichen Revolution von 1848 verlagerte sich die Ausrichtung von Armeen auf den Schutz und die Sicherung des Lebensraumes des jeweiligen Staatsvolkes und damit auf die Landesverteidigung.

    Eine solche Armee kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie vom gesamten Volk getragen und geachtet wird. Die allgemeine Wehrpflicht ist also ein Recht des Volkes, im Fall des Falles – bei Angriffen von außen – in gemeinsamer Anstrengung aller das gesamte Staatsgebiet zu schützen. Geben wir dieses elementare Recht nicht preis!

    (Zitat aus dem Folder namens “Wehrpflicht-Volksbefragung | am 20. Jänner 2013 | eine Gewissens-, keine Partei-Entscheidung!” [Impressum/für den Inhalt verantwortlich: Initiative Heimat & Umwelt, 3424 Zeiselmauer, Hageng. 5])

  8. Rennziege

    @menschmaschine

    “… während liberale dem zwang zum wehrdienst das wort reden.”

    Mir bricht das Herz, Ihnen widersprechen zu müssen, geschätzte(r) menschmaschine! Niemand, soviel ich weiß, plädiert für den Zwang. Sondern für den Konsens in einem winzigen Staat, dass ohne eine von allen Statsbürgern, gerne auch von den weiblichen, getragene Landesverteidigung ein souveränes, neutrales Österreich bald Geschichte sein könnte. Besonders in Zeiten wie diesen.

    Das ist kein Zwang, sondern eine geopolitische Notwendigkeit, die jeder Staatsbürger erkennen sollte, sofern ihm ein Geschichtslehrer zuteil wurde, der Kuschelpädagogik als Blödsinn durchschaut hat.

  9. world-citizen

    @Rennziege

    >>>>>>>>>>>> Sondern für den Konsens in einem winzigen Staat, dass ohne eine von allen Statsbürgern, gerne auch von den weiblichen, getragene Landesverteidigung ein souveränes, neutrales Österreich bald Geschichte sein könnte. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Was soll's? Es muß immer was Altes sterben, damit was Neues entstehen kann. Und wenn Österreich wirklich bald Geschichte sein sollte, wird das auch nicht das Ende der Menschheit sein.

    Immerhin hat die Generation meiner Großeltern 3 Staaten überlebt, ausgenommen jene, die glaubten, ihren Staat bis zum letzten Blutstropfen verteidigen zu müssen.

    Die Erde dreht sich weiter und niemand kann sie stoppen.

  10. Rennziege

    @world-citizen

    Ihre Großeltern in allen Ehren, WC. Die werden Ihre Sprechblase “bis zum letzten Blutstropfen” nämlich so antik und überholt empfinden wie ich. Heutige Landesverteidigung geht ganz anders.

  11. CS

    Herr Bundesminister Darabos hat sich, was die Wehrpflicht angeht, schon öfter widersprochen.
    Einmal ist sie “in Stein gemeißelt” und “wird während meiner Amtszeit sicher beibehalten”, dann ist sie “uncool” und “nicht mehr zeitgemäß”.
    Ich selbst habe meinen achtmonatigen Wehrdienst unbeschadte überstanden.
    Natürlich habe ich mich in dieser oft gelangweilt und noch viel öfter nach dem Sinn der Schleiferei gefragt, seltsamerweise wurde ich nie zum Trinken und Rauchen erzogen.
    Man muss einen schwachen Charakter haben, wenn man mit seiner Freizeit nichts anderes anzufangen weiß, zumal das Angebot in sportlicher Hinsicht gewaltig ist!
    Betreffend den Sinn der Wehrpflicht hatte ich das Glück, selbigen erkennen zu können.
    Ich war im Katastropheneinsatz (Hochwasser) und auch im Assistenzeinsatz im nördlichen Burgenland.
    Bei beiden Einsätzen habe ich die ehrliche Dankbarkeit der betroffenen Bevölkerung erfahren dürfen, das rechne ich unserem Heer sehr hoch an.
    Rückwirkend betrachtet kann ich auch sagen, dass uns beim Heer Kameradschaft, Pflichterfüllung und Integration nähergebracht wurden.
    Auch wenn die eigentlich sehr wichtigen Werte Kameradschaft und Pflichterfüllung heute wegen ihres Missbrauches während der Nazi-Zeit in der Gesellschaft negativ aufgenommen werden, sollten sie für jeden jungen Menschen unbedingt selbverständlich sein.
    Ich denke, dass es den meisten jungen Menschen nicht mehr um die Wehrpflicht und die “verlorene Zeit” geht, sondern vielmehr darum, nichts für die Allgemeinheit tun zu müssen.
    Provokativ könnte man also sagen, dass eine Mehrheit gegen die Wehrpflicht unserer Gesellschaft nur vor Augen führt, dass sie zur Mehrheit aus faulen Egoisten besteht die zwar gerne Geld vom Staat nehmen aber nicht bereit sind ein paar Monate Zeit für den Staat zu opfern.

  12. world-citizen

    @Rennziege
    “Landesverteidigung” geht gar nicht mehr, weil das ein obsolet gewordener Betriff ist. Heute geht es um die Sicherheit von Menschen, egal weelche Sprache sie sprechen, welche Hautfarbe sie haben oder was auch immer.
    Wir leben in der Zeit der Globalisierung und das bedeutet, daß die antiquierten Nationen über kurz oder lang absterben werden müssen.
    Das kann einem Gefallen oder auch nicht. Zu Verhindern wird es nicht sein.

    http://www.the-worldcitizen.blogspot.com/2012/09/die-zeichen-der-zeit-erkennen.html

  13. world-citizen

    @CS

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ich denke, dass es den meisten jungen Menschen nicht mehr um die Wehrpflicht und die “verlorene Zeit” geht, sondern vielmehr darum, nichts für die Allgemeinheit tun zu müssen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Das klingt sehr sozialistisch. Aber was ist denn überhaupt die Allgemeinheit? Das sind nicht die 8 Millionen Menschen, die in Österreich leben, sondern die gesamte Menschheit.
    Ich hätte damals viel lieber Auslandserfahrungen gemacht, anstatt 8 Monate ausschließlich mit eigenen Landsleuten zu vertrödeln.

    Das Ausland ist die Welt. Das Inland ist die kleinräumige und kleingeistige Enge der Provinz. Ich habe immer das Ausland mehr geliebt als das Inland.

  14. CS

    @world-citizen
    @ world-citizen
    Ich hoffe sehr, dass Sie nicht recht haben!
    Die Nationen werden so bald nicht absterben, schon gar nicht “müssen” sie absterben.
    Eine Welt in der es die einzelnen Ländern mit ihren Eigenarten, Bräuchen oder ihrer Kultur nicht mehr gibt, wäre ein wenig reizvoller Ort um sein Leben zu fristen.
    Einen solchen “Einheitsbrei” will ich nicht!
    Die Landesverteidigung mit allgemeiner Wehrpflicht ist und bleibt notwendig (die arme Schweiz möge sich hier zum tausendsten Male als Beispiel bemüht sehen)
    Die Landesverteidigung unterscheidet nicht nach Sprache, Hautfabe oder was auch immer, sie wird vielmehr von allen Österreichern für alle Einwohner Österreichs notfalls durchgeführt!

  15. world-citizen

    @CS

    Bräuche, Eigenarten und Kulturen brauchen weder Grenzen noch Armeen um lebendig zu bleiben. Das einzige was sie brauchen, sind Menschen die bereit und willens sind, sie zu pflegen. So lange es solche gibt, werden sie leben und wenn keine Menschen mehr da sind, dann sterben sie eben. Aber zwingen kann man dennoch niemanden dazu.

  16. CS

    Die Bereitschaft etwas für die Allgemeinheit (ob Gruppe oder Staat ist unerheblich) zu leisten, ist zumindest meiner Meinung nach nicht sozialistisch sondern sozial, auf jeden Fall aber ist sie für ein friedliches Zusammeleben Voraussetzung (ganz egal ob in Familie, Verein oder “Volk”)! Die Geschichte lehrt uns, dass, neben anderen verabscheuungswürdigen Herrschaftsformen, der Sozialismus nicht unbedingt die menschenfreundlichste und völkerverbindendste Form eines Staatswesens darstellt.
    Wenn Sie schreiben dass das Ausland die Welt, das Inland aber nur eine kleinräumige und kleingeistige Provinz ist, schließen Sie damit nicht das Inland von Ihrer Definition der Welt aus?
    Weltoffenheit (vor allem bar jeden Vorurteils) ist auf jeden Fall erstrebenswert, da gebe ich Ihnen absolut recht.
    Jeder sollte versuchen andere Länder und andere Kulturen kennen zu lernen, andere Wertesysteme zu verstehen suchen und sich daraus sein Bild von der Welt machen.
    Es ist aber auch wichtig zu wissen woher man kommt, was sein Land ausmacht (im Guten wie im Schlechten), was man seinem Land zu verdanken hat und aus diesen Punkten heraus danach zu trachten, dass es die Nachfolgenden möglichst noch besser haben!
    Wenn jemand nicht mehr bereit ist seine eigene Kultur zu pflegen (und gehen wir einmal davon aus, dass nicht nur die Österreicher auf ihre Kultur “verzichten”), dann wären Sie vom Ausland wohl auch nicht mehr dermaßen begeistert.
    Sie sehen also, ein Weitertragen und Weitergeben von Werten und Kultur ist für den Fortbestand einer kulturell bunten und gesellschaftlich stabilen Welt unerlässlich.
    Das soll nicht bedeuten, dass ich für möglichst multikulturelle Einzelstaaten eintrete, persönlich halte ich es für wichtiger die Kultur im Stammland derselben zu leben.
    Natürlich soll das Zuwanderer nicht davon abhalten ihre eigene Kultur, die für jeden Einzelnen eine Verbindung zur Heimat darstellt, zu leben.
    Ein gewisses Maß an Anpassung an das Gastland ist und bleibt aber notwendig.

  17. PP

    Ein Bundesheer in dieser ganz offensichtlich unreformierbaren Form brauchen wir sicher nicht. Mit der Frage der Wehrpflicht hat das aber nicht das Geringste zu tun. Anstatt über grundsätzliche Aufgaben und Ziele zu diskutieren, verlieren wir uns in Parteischarmützeln und ideologischen Grabenkämpfen. Morgen werden wir wissen, wie wir teurer oder nicht schneller oder nicht irgendwo hinkommen oder bleiben. Vielleicht 40% von 40% werden so oder so die “Jahrhundertentscheidung” herbeiführen.

    Zieht sie aus, bleibt zu Haus’!

  18. Herr Karl jun.

    world-citizen :
    Ich gehe hin, weil staatlich verordnete Zwänge ein Relikt aus dem totalitären Staat sind,..

    Gut gebrüllt! Und wie verträgt sich da Obige mit dem Gutheißen von Zwangsabgaben von 50% und mehr ??

  19. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> Und wie verträgt sich da Obige mit dem Gutheißen von Zwangsabgaben von 50% und mehr ?? <<<<<<<<<<<<<<<<<

    Gar nicht, weil ich diese niemals gutgeheissen habe.

  20. Mona Rieboldt

    @Rennziege

    Ich bewundere, dass Sie überhaupt auf wc reagieren und dies mit einer Engelsgeduld, wie auch schon rubens bemerkt.

  21. menschmaschine

    @Rennziege
    das sind für mich zwei paar schuhe.
    für den einzelnen ist die wehrpflicht selbstverständlich zwang und somit eine starke beeinträchtigung seines “personal freedom”. an dieser tatsache führt doch kein weg bzw. argument vorbei.
    daß darabos und die ganze spö ein seltsames spiel spielen, bestreite ich nicht. trotzdem bin ich in dieser frage mit ihnen einer meinung. zufällig.

  22. Rennziege

    @menschmaschine

    O.K., Sir! Ihr Standpunkt ist individuell ehrenwert. Aber angesichts der mittelfristig zu erwartenden Verwerfungen im Beritt der “Friedensidee EU” ist mir eine aus bodenständig motivierten Staatsbürgern bestehende Wehrpflichtarmee lieber — freilich eine, die nicht kaputtgespart, sondern mit den nötigen Mitteln ausgestattet wird.
    Wenn’s ums Ganze geht, kann man auf “personal freedom” für eine Weile gern verzichten.

  23. Realist

    @Rennziege

    Sie wollen also, dass die österreichische Bevölkerung, die seit Jahren immer sozialistischere Politiker wählt, absolut ungebildet ist und von privatem Eigentum und Recht auf Selbstbestimmung schon mal überhaupt nichts hält, im Ernstfall ihre Freiheit schützt? Wenn’s wirklich hart auf hart kommen sollte, wird unser Bundesheer uns eher schaden, als dienen und nicht auf der Seite von Liberalen kämpfen, soviel ist gewiss.

    In der US Army ist der Anteil der Soldaten, die sich im Zweifel für die Bürger und gegen ihre eigene Regierung entschließen würden sicherlich um einiges höher. Und das ist ein Berufsheer. Letzten Endes ist das alles eine Frage der richtigen Kultur. Und die ist inexistend in diesem Lande.

  24. Christian Weiss

    world-citizen :
    Das Ausland ist die Welt. Das Inland ist die kleinräumige und kleingeistige Enge der Provinz. Ich habe immer das Ausland mehr geliebt als das Inland.

    Blöd aber auch, dass im Ausland auch lauter kleingeistige Inländer in ihren kleinräumigen inländischen Provinzen leben.

  25. panzerechse

    @world-citizen “…Das Ausland ist die Welt…”

    Vergessens endlich die Freddy Quinn Flausen, Das ist ja richtig peinlich:

    Es kommt der Tag,
    da will man in die Fremde.
    Dort wo man lebt,
    scheint alles viel zu klein.

    Fahren’s nit dem Schiff nach Hongkong und:
    “Junge, komm’ nie wieder zurück…”

  26. menschmaschine

    @Rennziege
    natürlich kann sich eine gesellschaft freier menschen freiwillig dazu entschliessen, in einem bestimmten bereich auf persönliche freiheit zu verzichten. solche überlegungen können zb. auch zu einer wehrpflicht führen. dazu müssen die menschen aber zuerst einmal frei sein und davon ist österreich meilenweit entfernt. deshalb muß im österreichischen realsozialismus zuerst einmal freiheit hergestellt werden.
    zum zustand des heeres in seiner aktuellen form frage ich: woher nehmen sie die hoffnung, daß ausgerechnet jetzt damit aufgehört würde, das heer kaputtzusparen? sollte die befragung zugunsten des status quo ausgehen, wird nachher genau so weitergemacht werden wie vorher. warum auch nicht? wo sollte der antrieb und vor allem das geld herkommen, etwas zu verändern? das böse in form eines berufsheeres wäre abgewendet und die zahlenmäßig aufgeblähte österreichische generalität könnte sich wieder wichtigem widmen: der ballsaison.

  27. Behaimb

    Abgesehen davon, dass die Volksbefragung null bindende Entscheidung mit sich bringt, sehe ich dass ein Großteil jener, die für das Berufsheer stimmen, dies aus falschen Motiven heruas tut, nämlich jene Grünen und Teil der Linken für die das Berufsheer nur ein erhoffter erster Schritt zu Abschaffung des Militärs ist. Diesen Aspekt sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Ich habe meine Wahl getroffen.

  28. Behaimb

    @wollecarlos
    Wenn Sie meinen Text gelesen haben, können Sie draus entnehmen, dass ich pro Status quo gestimmt habe und dass ich Kritik an “linken” Positionen übe. Apropos: Was interessiert das einen Piefke überhaupt? Ist Ihnen langweilig, oder seit wann bin ich Rechenschaft schuldig?

  29. wollecarlos

    @Behaimb
    Zwei Fragen von Ihnen, zwei Antworten von mir:

    1.) Ist Ihnen langweilig?
    Antwort: Nein

    2.) seit wann bin ich Rechenschaft schuldig?
    Antwort: Keine Ahnung, nicht mal, ob überhaupt!

    Fragen von mir an Sie:

    1.) Was ist ein “Piefke” ?
    Falls Sie mich damit bezeichen wollen, hoffe ich doch, daß es wenigstens ein ehrenwerter Begriff der österreichischen Mundart einer Weltsprache ist!
    2.) Wenn Sie fragen, “Was interessiert das einen Piefke überhaupt?” gebe ich Ihre Frage zurück an Sie: “Was interessiert Sie das überhaupt”, was einen “Piefke” interessiert ?

    Können Sie mir folgen?

    Im übrigen verzeihen Sie mir, bitte, daß ich die österreichischen Verhältnisse nur aus den Medien kenne und noch dabei bin, mir eine Meinung zu bilden…..

    Und ich hatte gehofft, daß Sie dazu beitragen können. Vergeblich ?

  30. Behaimb

    @wollecarlos
    Alles, was ich von Ihnen weiß, ist, dass Sie gerne die Konfrontation mit “Linken” oder was Sie nach Ihren Begriffen als solche einordnen, suchen. Danke, aber habe an derartigen Diskussionen, wo man wegen jeder kleinen Bemerkung in eine bestimmte Ecke gestellt wird, kein Interesse.
    Für alles Übrige, so auch den Begriff Piefke, gibt es erstklassige Nachschlagewerke.

  31. wollecarlos

    @Behaimb
    “Alles, was ich von Ihnen weiß, ist, “…

    eigentlich NICHTS!

    Oder ?

    Halten Sie es doch mit den Altvorderen, die irgendwann mal gesagt haben (sollen):
    “Ich weiß, daß ich nichts weiß!”

  32. wollecarlos

    @Behaimb
    ” …gibt es erstklassige Nachschlagewerke.”

    Also was Erstklassigeres, als die ENCYCLOPEDIA BRITANNICA gibt es wohl nicht…

    Aber selbst dort habe ich eine Definition nicht gefunden.

    Mich interessiert aber eher keine “erstklassige” Definition, sondern lieber eine zweit- oder dritt-Klassige, also eine von Ihnen.

    Können Sie liefern?

  33. Behaimb

    @wollecarlos
    Sicher, “Piefke” ist eine im Grunde liebenswerte Bezeichnung für Deutsche, die auf den preussischen Kapellmeister Piefke zurückgeht, der um 1870 in Wien weilte, damit belustigte man sich im Grunde aber auch ein wenig über die Zackigkeit der Preussen, die wir auch heute noch so an den Norddeutschen schätzen. Nichts trennt uns mehr als die gemeinsame Sprache (frei nach Wilde).
    Eine Einschätzung Ihrer Person erlaube ich mir anhand Ihrer Äußerungen aus denen ich schon einiges herauslesen kann, was in mir keine guten Gefühle auslöst. Leider müssen Sie die Debatte immer auf einen völlig unnützen Nebenaspekt zerren, um das Ganze dann zu zerreden bzw. Ihren Standpunkt als alleingültig zu präsentieren. Das ist nicht meines.

  34. Behaimb

    @wollecarlos
    Duden? Wikipedia? (sehr interessant, wie ich gerade sehe) entspricht dem bayrischen “Preiß”. Das Internet kann schon sehr bildend sein 🙂

  35. world-citizen

    @panzerechse
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Fahren’s nit dem Schiff nach Hongkong und:
    “Junge, komm’ nie wieder zurück…” <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    In Hongkong war ich schon. Aber wenn ich endlich einen Weltbürgerpass hätte, dann würde ich schon mein Lieblingsplätzchen finden.

    Aber wie auch immer: "Die Hölle erkennen wir immer erst, wenn wir ihr entflohen sind. So lange wir in der Hölle schmorren, nennen wir die "Heimat"".

  36. wollecarlos

    @Behaimb
    “Sicher, “Piefke” ist eine im Grunde liebenswerte Bezeichnung für Deutsche…”

    Manno, Sie können ja richtig nett sein. Danke schön!

    Allerdings:
    Wenn SIE meinen, daß ich “die Debatte immer auf einen völlig unnützen Nebenaspekt zerre…” dann müssen Sie sich fragen lassen, WER hier diese nette Bezeichnung eines preussischen Kapellmeisters eingebracht hat! Waren SIE das, oder ICH ???

    Im Übrigen kann ich dieses unterschwellige Lob nur zur Hälfte beanspruchen, mit meiner deutschen Hälfte.

    Aber ich habe mich dennoch gefreut!

    Wollen wir zurück zum Thema und auf # 35 kommen ?

  37. Behaimb

    @wollecarlos
    Piefke ist immer mit einem Schuss Ironie gemeint, und fast nie böse.
    Zu #35: habe wie fast 60% der Ösis für die Wehrpflicht gestimmt, nicht aus Überzeugung, sondern aus anderen Gründen. Aber was wollen Sie denn wirklich wissen?

  38. wollecarlos

    @Behaimb
    ist schon ok, für Ironie bin ich immer zu haben!

    Das Ergebnis habe ich eben im Fernsehen gesehen.

    Aber was sind IHRE Gründe?
    Das will (möchte) ich wirklich wissen!

    Auch weil ich zwischen Wehrdienst und Berufsarmee hin und her schwanke!

  39. Behaimb

    @wollecarlos
    Der Fall liegt bei Deutschland gänzlich anders. Für Österreich erachte ich weder einen Beitritt zur Nato, noch die Aufgabe der Neutralität für sinnvoll, ebensowenig Auslandseinsatze in echten Kriegen, also nicht Friedensmissionen. Daher finde ich eine Orientierung am Schweizer Modell am besten. Dazu muss mehr Geld in die Moderniserung des Heeres investiert werden und auf der anderen Seite bürokratischer Filz, der eines Großreiches würdig ist, abgebaut werden. Dazu würde gehören, dass die Kadersoldaten nach 10 oder 15 Jahren andere Karrieren einschlagen können. Was man vergisst wir haben ja eine Berufsarmee in teilen, einerseits lebenslängliche Unteroffiziere und Offiziere, andererseits freiwillige Zeitsoldaten, die drei oder fünf oder mehr Jahre gegen Gehalt dienen. Aber: Niemand braucht Berufsunteroffiziere mit 50 oder mehr Jahren, bis auf wenige Ausnahmen für Spezialfunktionen. So ungefähr stelle ich mir das vor.

  40. wollecarlos

    @Behaimb
    Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!
    Nun denke ich, daß “Nato” und “Neutralität” nicht direkt etwas mit der Organisation der Wehrfähigkeit zu tun haben, es wird erstmal unwichtig sein, ob Berufs- oder Wehrpflichtarmee.

    “Auslandseinsätze in echten Kriegen” wird auch ein neutrales Land auf Dauer nicht vermeiden können, wenn es international für voll genommen werden will und einem evtl. Ruf der UNO folgen muss/möchte.

    Da fange ich an, in Richtung einer Berufsarmee zu tendieren, denn Soldaten, die ihr “Handwerk” verstehen, werden nicht in wenigen Monaten ausgebildet sein.

    Andererseits -und das ist mein Dilemma- finde ich die Clausewitzsche (??) Idee des Volksheeres für staatspolitisch wertvoller. Verteidigung des Vaterlandes, oder in neuerer Zeit immer öfter, Verteidigung der Menschenrechte, kann man eigentlich nicht an gelernte “Handwerker” delegieren, dies muss und sollte Aufgabe des Volkes, bzw. der dafür geeigneten Teile des Volkes, sein.
    Vor diesem Hintergrund tendiere ich dann wieder mehr zur Allgemeinen Wehrpflicht.

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