100 Millionen in 3 Wochen mit Hypo-Anleihe

Von | 14. März 2014

Champagnerkorken knallen heute bei den professionellen Anlegern, die mit Anleihen der Hypo spekulieren. Der Finanzminister hat eine Insolvenz nun endgültig ausgeschlossen, die Kurse der Hypo-Anleihen reagieren entsprechend erfreut. So stieg etwa der Kurs der  “HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG Anleihe – XS0272401356” allein in den letzten drei Wochen um mehr als 10%, was bei einem Volumen von 1.25 Mia. Euro einen Gewinn von über 100 Millionen Euro bedeutet, allein bei dieser einzelnen Hypo-Anleihe. Leider nicht für den Steuerzahler, der nun brutal zur Kasse gebeten wird.

14 Gedanken zu „100 Millionen in 3 Wochen mit Hypo-Anleihe

  1. Thomas Holzer

    Wann werden die politisch! Verantwortlichen endlich vor Gericht gestellt?!

  2. Thomas Holzer

    off topic!
    Und der Herr Draghi hat heute von der Nationalbank den “Schumpeter-Preis” überreicht bekommen.
    Dem armen Herrn Schumpeter bleibt auch nichts erspart. Wenn der wüsste, an wen dieser Preis vergeben wurde………

  3. orch

    nicht zu verachten sind auch die kolportierten 300.000.000 Euro, welche Spindelegger fuer externe Berater in der Causa ausgegeben haben soll.

  4. Rennziege

    14. März 2014 – 13:54 orch
    Wenn in diesen 300 nutzlosen Millionen nicht mindestens ein Drittel Kickbacks steckt, an wen auch immer, fress’ ich einen Besen samt der Putzfrau.

  5. Christian Peter

    @rennziege

    wenn in den 18 Milliarden Euro Schaden für den Steuerzahler nicht Kick-Back Zahlungen (Schmiergelder) in erheblichem Umfang stecken… sollte es korrekt heissen.

  6. Rennziege

    14. März 2014 – 14:35 Christian Peter
    Natürlich haben Sie recht; ich bezog mich ja nur auf die von orch zitierten Beraterhonorare.
    Uli Hoeneß wird eingelocht, O.K., aber er hat zumindest seine eigenen Penunzen, hochriskant erspekuliert und auch eingebüßt, teilweise an den Finanzbütteln vorbeigeschleust. Aber die wahren Banditen verschwenden hundert- und tausendfache Summen aus den Taschen wehrloser Steuerzahler, ohne auch nur einen Cent für ihre kriminellen oder dummen Fehlentscheidungen bezahlen zu müssen.
    Und sie gelten medial immer noch als Ehrenmänner.

  7. gms

    Rennziege,

    “.. seine eigenen Penunzen, hochriskant erspekuliert und auch eingebüßt”

    Mit “eingebüßt” ist zugleich ein entscheidender Umstand genannt, der von den Systemmedien geflissentlich am Ohr der Öffentlichkeit vorbeigeschleust wird, und bei den eat-the-reach-verseuchten Untertanen zugleich sowieso schlecht ankäme:

    Über die Jahre hinweg hatte er saldiert nämlich keinen Gewinn, Höneß war ein Spielsüchtiger, der nach anfänglichen Erfolgen im Aufwind des Fiat-Moneys vor dem Crash 2008 zwar Unsummen am Konto hatte, aber diese wie Abertausende danach verlor oder eigenhändig wieder verzockte. Wäre er sein eigener Manager eines thesaurierenden Fonds gewesen, fiele kein Cent an Steuerschulden an. Man hätte ihn nun aber als Privater ebenso gerichtlich verdonnert, wenn er heute völlig blank dastünde und die letzten 10 Jahre keinen müden Cent vom Tradingkonto behoben hätte.

    Nun aber langt der Staat monetär gleich *dreimal* zu — dank der einzig und allein für den Fiskus dienlichen Regelung der Besteuerung nach dem Kalenderjahr: Erstens die Steuer bei jenen, deren vergangene Gewinne Höneß’ Verluste waren, sowie zweitens und drittens seine Steuer- und Strafzahlungen. De facto muß er in den Knast, weil er in den letzten 10 Jahren zuwenig Vergnügungssteuer entrichtete, obwohl diese Steuer von anderen aufgebracht wurde oder noch wird.

  8. Goetz Goetz

    Die Verschaukelung der Steuerzahler ist perfekt gelungen. So erhält Kärnten noch immer Provisionen für die Landeshaftungen, die jetzt vom Bund übernommen wurden. Auch die anderen Landes – Hypos verdienen kräftig mit. Bravo – ein Schurkenstück der Sonderklasse.

  9. cmh

    Die einzige Chance, die unsere politische Kaste jetzt noch hat, ist auf Teufel komm raus Geld drucken. Solange, bis die Schulden von der Geldentwertung aufgefressen sind.

  10. Reinhard

    Und unser Grinsekanzler verteidigt mit einem kleinen Seitenhieb auf die kärntner FPÖ vehement diese Umverteilung von Steuergeld zu Spekulanten. Denn wer jetzt noch Hypö-Anleihen handelt, verdient wirklich diese Bezeichnung.
    Seltsam, wie (wieder einmal) die Roten ihre angeblichen Feindbilder vornherum verteufeln und hintenherum füttern.
    Ein Schelm, der böses dabei denkt. Man kann ja nicht eruieren, wer jetzt die Nutznießer persönlich sind…

  11. orch

    @Reinhard
    Ein Nutzniesser ist zb Raiffeisen. Aber nur so als Nebenprodukt. Notverstaatlicher und Freispruchsammler Josef Proell hat da zufaellig eine gute Tat fuer den Herrn Konrad zuwege gebracht.

  12. Reinhard

    @orch
    Dafür hat das Neffchen als Dankeschön ja auch einen Vorstandsposten in einer Raiffeisen-Tochtergesellschaft und das Amt des Landesjägermeisters bekommen. Oh Österreich, dam Balkan so nahe…

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