11.September: Die Bedrohung bleibt

“…..Seit dem 11. September 2001 kämpfen die Vereinigten Staaten im Krieg gegen einen mächtigen Gegner. Dessen Anführer konnten sie ausschalten, doch die Bedrohung nicht. Der Gegner bildet ständig neue Metastasen….” (FAZ)

10 comments

  1. Rennziege

    11. September 2014 – 11:03 FDominicus
    Der Krieg gegen wen, Euer Gnaden? Lassen S’ uns ned dumm sterben, pittäh! (Ihre Kritik an den “MM” mag ja berechtigt sein, wie immer sie auch gemeint ist; aber bisweilen werden Artikel dort noch gelesen, ehe sie veröffentlicht werden.)

  2. FDominicus

    Der Kriege gegen den Terrorismus, das sollte doch mit dem Attentatdatum klar sein. Natürlich war es Terror und genauso “natürlich” haben die USA auf Gegenterror gesetzt und Wind gesät nun ernten Sie Sturm in allen möglichen Ländern des nahen und fernen Ostens.

    Schauen Sie sich als Gegenbeispiel Norwegen an. Den Attentäter gefangen, verurteilt und ? Hören Sie von neuen Massenerschießungen, hören Sie etwas von Wegnehmen der Waffen der meisten Leute – nein. Unspektakulär und wie es mir scheint rechtstaatlich wurde dort verfahren.

    Warum nur konnten das sie USA nicht machen?

  3. Rennziege

    11. September 2014 – 17:04 FDominicus
    Arm, ärmer, am ärmsten: Ihr norwegisches Beispiel hinkt nicht nur, sondern ist beidseitig beinamputiert. Breivik ist ein isolierter, faschistischer, wahnsinniger Massenmörder ohne jeden lokalen oder internationalen Unterbau, gegen den ein Rechtsstaat mit gesetzlichen Bordmitteln vorgehen konnte.
    Bei international vernetzten, islamisch-fundamental unterstützten und motvierten Todesschwadronen reichen Bordmittel (wenn Sie den nautischen Ausdruck einer begeisterten Seglerin verzeihen wollen) bei weitem nicht aus.

  4. Claus Brandstetter

    An dem Tag kann ich mich immer noch so erinnern, als wär er erst kürzlich gewesen.
    Weil sich meine Mutter damals nicht gut fühlte, nahm ich den Nachmittag frei und kam bei ihr kurz nach 13 Uhr an.
    Ich machte ihr noch eine Suppe warm und nebenbei lief im Fernsehen das Mittagsmagazin.
    Als ich den brennenden Nordturm sah, ärgerte ich mich zuerst, ich dachte, dass sie jetzt diese Gewaltfilme bereits Mittag senden.
    Schnell wurde ich besseres belehrt.
    Meine Mutter, die die Münchner Bombennächte (II Wk) voll miterlebte, weinte, als der erste Turm in sich zusammenfiel.
    Es war ein furchtbarer Tag für uns.

    London und Madrid kann schon morgen in Wien, Salzburg oder München geschehen.
    Vergesst das bitte nicht!

  5. gms

    Claus Brandstetter,

    “Meine Mutter, die die Münchner Bombennächte (II Wk) voll miterlebte, weinte, als der erste Turm in sich zusammenfiel.”

    Rührige Geschichte. Und nun erzählen Sie uns auch, was Ihre Mutter tat, als der dritte Turm einstürzte.

  6. FDominicus

    Finden Sie? Nun ich nenne beides Terror. Erklären Sie mir doch bitte warum man dafür Krieg im Nahen Osten anstiften mußte? Und einfach so ein anders Land bombardieren, nenne ich eben auch Terrorismus, das Ergebnis können Sie doch sehen. Der Terror wurde nicht bezwungen sondern von beiden Seiten auf Heftigste gefördert. Wenn Sie die Zusammenhänge nicht sehen können, kann ja ich nichts dafür.

  7. FDominicus

    Entschuldigung @Rennziege. Man kann es ja angeblich nicht “vergleichen”. Ich kann sehr wohl und tue es auch. Zu behaupten die USA wären “nur” ein Opfer ist definitiv eine Lüge (jedenfalls meiner Meinung nach)

  8. gms

    FDominicus,

    “Man kann es [9/11 vs. Breivik] ja angeblich nicht “vergleichen”. Ich kann sehr wohl und tue es auch.”

    Auch ohne angesprochen zu sein — klar kann man alles vergleichen, wie man ebenso über die Tragfähigkeit der gezogenen Analogien unterschiedlicher Meinung sein kann. Anerkannt sei die Unaufgeregtheit, mit der die Norweger ihren 7/22 handhabten.

    “Zu behaupten die USA wären “nur” ein Opfer ist definitiv eine Lüge (jedenfalls meiner Meinung nach)”

    Darüber, wonach die USA Opfer ihrer eigenen Politik wurden, läßt sich rasch Einigkeit erzielen. Wer sich eine islamistische Terrororganisation bastelt, um damit u.a. den Russen in Afghanistan und Tschetschenien ein Vietnam zu bescheren, muß sich früher oder später kratzen, wenn die Flöhe ihre Wirte wechseln.

    globalresearch.ca/articles/BRZ110A.html / Paris, Jänner 1998

    Zbigniew Brzezinski: In der offiziellen Version der Weltgeschichte begann die Unterstützung der Mudschaheddin durch die CIA in den 1980er Jahren, sprich nach dem Einmarsch der Sowjet-Truppen in Afghanistan am 24. Dezember 1979. Die bisher gut behütete Realität dahinter sieht jedoch völlig anders aus. Tatsächlich unterzeichnete Präsident Carter den ersten Befehl zur verdeckten Unterstützung der Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul bereits am 03. Juli 1979. Am gleichen Tag schrieb ich dem Präsidenten eine Nachricht, in der ich ihn darauf hinwies, dass meiner Ansicht nach diese Unterstützung unweigerlich zu einer sowjetischen Militärintervention führen würde.

    Frage: Aber trotz dieses Risikos waren sie ein Befürworter dieser verdeckten Operation. Vielleicht wünschten Sie sich ebenfalls eine Kriegserklärung der Sowjetunion und wollten diese provozieren?

    Brzezinski: Das ist so nicht ganz richtig. Wir haben die Russen nicht gedrängt zu intervenieren, wir haben nur absichtlich die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht.

    Frage: Als die Sowjets ihre Intervention mit der Bekämpfung einer verdeckten Einmischung der Vereinigten Staaten in Afghanistan begründeten, glaubte ihnen niemand, obwohl diese Aussage im Grunde genommen richtig war. Bereuen Sie diesen Schritt aus heutiger Sicht nicht?

    Brzezinski: Was soll ich bereuen? Diese verdeckte Operation war eine hervorragende Idee. Sie bewirkte, dass die Russen in die afghanische Falle tappten und sie erwarten ernsthaft, dass ich das bereue? Am Tag, an dem die Russen offiziell die Grenze überschritten, schrieb ich Präsident Carter: Jetzt haben wir die Möglichkeit, der UdSSR ihren Vietnamkrieg zu liefern. Und tatsächlich sah sich Moskau während der folgenden 10 Jahre gezwungen, einen Krieg zu führen, den sich die Regierung nicht leisten konnte, was wiederum die Demoralisierung und schließlich den Zusammenbruch des sowjetischen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte.

    Frage: Und sie bereuen es also auch nicht, den islamischen Fundamentalismus unterstützt und somit Waffen und Know-how an zukünftige Terroristen weitergegeben zu haben?

    Brzezinski: Was ist wohl bedeutender im Lauf der Weltgeschichte? Die Taliban oder der Zerfall des sowjetischen Reiches? Ein paar verwirrte Moslems oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?

    Frage: Ein paar verwirrte Moslems? Man sagt doch wiederholt, islamischer Fundamentalismus stelle heute eine weltweite Bedrohung dar.

    Brzezinski: Unsinn! Man sagt, der Westen hätte eine globale Politik bezogen auf den Islam. Das ist dumm. Es gibt keinen globalen Islam. Betrachten Sie den Islam mal nüchtern und ohne Demagogie oder Emotion. Er ist die Religion mit 1.5 Milliarden Anhängern. Was aber haben saudiarabische Fundamentalisten gemeinsam mit Moderaten in Marokko, wo sind die Parallelen zwischen pakistanischem Militarismus, ägyptischem Pro-Westkurs oder zentralasiatischem Säkularismus? Nichts mehr, als was auch die christlichen Länder vereint.

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