Wenn sich Schulden nicht in die Zukunft beamen lassen…

Von | 29. Januar 2013

“Hohe öffentliche Schulden gehen einher mit niedrigen Immobilienpreisen. Daher tragen heutige Immobilienbesitzer durch Wertverlust die Schuldenlast.” (Originelle Analyse, “Presse“)

6 Gedanken zu „Wenn sich Schulden nicht in die Zukunft beamen lassen…

  1. rubens

    Sehr interessante Zusammenhänge, die Gefühle rechnerisch bestätigen.

    Die Frage ist, ob WC und Co das verstehen wollen.

  2. Gerhard

    Bei allen diesen Kommentaren und Klagen über die aktuelle weltweite Schuldenkrise frage ich mich immer wieder, warum man sich nicht der schon seit längerer Zeit vorgeschlagenen Vollgeldreform besinnt. Damit würden die Zentralbanken wieder mehr Macht bekommen und auch die Geldschöpfung wieder an sich ziehen. Natürlich werden da alle Banken protestieren, welche derzeit 90 % (!) an virtuellen Geld (meist sehr günstig von den Zentralbanken) bekommen und dieses – anstelle in die Wirtschaft zu pumpen – großteils im weltweiten Kasino als Spielgeld verwenden. Außerdem muss die Eigenkapitalquote der Banken entsprechend angehoben werden, damit auch dort nicht zu viel Giralgeld erfunden wird.

    Natürlich kann dies nicht von heute auf morgen und nur auf nationaler Ebene geschehen, aber zu allererst müssen die bisher entstandenen Schulden abgebaut werden. Also ein langwieriger Prozess, dessen Ende keinen heute tätigen Politiker interessiert. Daher haben auch Faymann, Fekter und Spindelegger an so einer vernünftigen, aber erst langfristig wirkenden Lösung kein Interesse.

  3. Kassandra

    @Gerhard
    Eine Frage: Könnte es sein, dass die Wirtschaft für diese Riesenmengen an Geld keinen Bedarf hat? Vor allem deshalb weil es in vielen Sektoren bereits Überkapazitäten gibt. Ich zumindest habe diesen Eindruck, aber ich kann mich ja irren.

  4. Gerhard

    @Kassandra
    Wie man in den vergangenen 4 Jahren merkte, gab und gibt es genügend Möglichkeiten für Spekulationen und Wetten auf künftige Kurse, Rohstoffpreise usw. Die vor kurzem fast an die Wand gefahrenen Großbanken (welche man – mit Ausnahme von Lehmann Brothers – nicht fallen gelassen hat), machen mit diesen Sachen schon wieder Milliarden an Gewinnen.

    Das Traurige ist es, dass es für das reale Papiergeld keine equivalente Wertdeckung der Ausgabestelle (Zentralbank) mehr gibt. Solche “Sicherheiten” sollte es auch bei allen Krediten und Anleihen geben, dann wäre auch das Buchgeld immer gedeckt. Derzeit “haftet” immer die Zentralbank = alle Staatsbürger bzw. Steuerzahler. Dieser Teufelskreis startet bei immer grösserer werdenden Inflation, also Geldentwertung. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo der Zinsendienst (von den Tilgungen ganz zu schweigen) die laufenden (Steuer-)Einnahmen ausmacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.