Der arme Paul Grüninger dreht sich im Grabe um

(C.O.) Michael Genner, Obmann des Vereins „Asyl in Not“, ist zweifellos eine der ganz großen moralischen Instanzen dieser Republik. Spätestens seit er 2007 die Nachricht vom Herztod der damaligen Innenministerin Liese Prokop geschmackssicher „die gute Meldung zum Jahresbeginn“ nannte, weiß auch eine breitere Öffentlichkeit um die charakterliche Beschaffenheit dieses Aktivisten.

Wesentlich mehr Taktgefühl bringt Genner, eine der Zentralfiguren im Milieu der Votivkirchen-Besetzer, dem Beruf des Schleppers entgegen: „Vor jedem ehrlichen Schlepper, der saubere Arbeit macht, der seine Kunden sicher aus dem Land des Elends und Hungers, des Terrors und der Verfolgung herausführt, der sie sicher hereinbringt, den Grenzkontrollen zum Trotz, in unser ,freies‘ Europa, habe ich Achtung. Er ist ein Dienstleister, der eine sozial nützliche Tätigkeit verrichtet.“ Na klar, Drogenhändler, Zuhälter und andere Dienstleister, die ähnlich sozial nützliche Tätigkeiten wie Schlepper verrichten, werden das auch so sehen. Genners Einlassungen wären vermutlich unbeachtet geblieben, hätte nicht ein von allen guten Geistern verlassener Staatsanwalt ihn dafür vor Gericht zerren wollen („Gutheißen einer Straftat“), hätte dies nicht das Justizministerium im letzten Moment unterbunden. Deshalb ist zunächst noch nachvollziehbar, dass sich angesichts des drohenden Strafprozesses gegen Genner eine Reihe von Politikern und Publizisten – darunter auch Sibylle Hamann im „Quergeschrieben“ vom 5.Februar – mit diesem solidarisierten, indem sie sein Lob auf das Schlepperhandwerk einfach guthießen.

Gar nicht mehr nachvollziehbar ist hingegen, dass Sibylle Hamann so weit geht, die zeitgenössische Schlepperei in einen Kontext mit jenem Schweizer Grenzpolizisten Paul Grüninger zu stellen, der zwischen 1938 und 1939 tausenden Juden das Leben rettete, indem er sie entgegen der damaligen Gesetzeslage in die Eidgenossenschaft einreisen ließ, wofür er mit seiner bürgerlichen Existenz bezahlte. Ein Held, dem nun reichlich spät ein schweizerischer Spielfilm ein wohlverdientes Denkmal setzt.

„Paul Grüninger war ein Fluchthelfer. Ein Schlepper, wie man heute sagt“, schreibt Sibylle Hamann. „Es gab Schlepper aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Es gab Schlepper an der Berliner Mauer und an mehreren anderen Stellen des Eisernen Vorhangs.“ Man kann das nicht anders interpretieren als: Zwischen Männern wie Grüninger, der Juden vor der Gaskammer bewahrte, und jenen kommerziellen Schleppern, die Wirtschaftsflüchtlinge aus den „Ländern des Elends“ (Genner, dem Hamann „vollinhaltlich zustimmt“), also zum Beispiel aus Afrika, in die EU schleusen, besteht kein wirklich fundamentaler Unterschied. Beides Dienstleister mit einer sozial nützlichen Tätigkeit sozusagen.

Bei aller Wertschätzung für Sibylle Hamann: Das geht nicht! Denn Schlepper, die gegen Cash einem jungen Mann, etwa aus dem Kongo, dazu verhelfen, illegal nach Spanien reisen zu können, im gleichen Atemzug mit dem „Schlepper“ Grüninger zu nennen, ist frivol.

Wer Juden, die sich nur durch Flucht in die Schweiz davor retten konnten, in Auschwitz oder in einem anderen Vernichtungslager vergast zu werden, in einen Zusammenhang mit jungen Männern aus Afrika stellt, die sich nach einem besseren Leben sehnen, der schrammt schon hart an einer befremdlichen Relativierung der Ereignisse im Dritten Reich entlang, wie man sie sonst eher als Cocktailtratsch auf dem Akademikerball vermuten würde.

Es ist halt ein kleiner Unterschied, ob man aus einer blutigen Diktatur flieht oder von einem armen in ein wohlhabenderes Land ziehen will. Dass Herr Genner, der ausgerechnet kurz nach dem Einmarsch des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei 1968 der KPÖ beigetreten ist, diesen Unterschied nicht versteht, erstaunt freilich wenig. Paul Grüninger aber wird im Grab rotieren angesichts des Missbrauchs, der da mit ihm getrieben wird.

25 comments

  1. Erich

    Herr Genner ist nicht allein im Kreise derer, die sich über den Tod konservativer Politiker (oder sollte ich besser sagen: nicht linksgerichteter?) diebisch freuen. Ich erinnere mich noch mit Schaudern an eine Ausgabe der Fernsehsendung “Neues aus der Anstalt”, in der Urban Priol minutenlang einen Freudentanz aufführte, weil Margaret Thatcher gestorben war – unter dem Gelächter und begeisterten Applaus des Publikums! Dabei war die eiserne Lady schon seit Jahrzehnten völlig weg vom Fenster und dement. Aber getreu dem Motto “Unseren Hass den könnt ihr haben” verfolgen gewisse Kreise ideologisch anders Denkende und vernünftig Handelnde bis über den Tod hinaus!

    Vielleicht erkennt Herr Genner irgendwann doch, was die Schlepperei für unsere Kultur bewirkt und wer daran eine goldene Nase verdient hat – aber dann wird es zu spät sein.

  2. Karl Markt

    Bei aller Wertschätzung, das geht gar nicht!

    Denn Drogenhändler, die gegen Cash illegale Drogen schmuggeln, im gleichen Atemzug mit einem „Schlepper“ zu nennen, der jungen Männern aus Afrika zu einem besseren Leben verhelfen will, ist frivol!

  3. Karl Markt

    De facto setzt ortner neger mit drogen gleich. Martin luther king wird im grab rotieren.

  4. Thomas Holzer

    Wie viel bekommt dieser Verein “Asyl in Not” eigentlich von uns Steuerzahlern?

    @Karl Markt
    Ein Schlepper, welcher junge Männer aus Afrika nach Europa schmuggelt, handelt auch illegal, nach der derzeitigen Gesetzeslage.
    Das Wort “schmuggeln” impliziert eine illegale, ergo strafbare Handlung, ansonsten würden diese Männer aus Afrika nach Europa “reisen”, was implizit keine strafbare Handlung darstellt.

  5. Karl Markt

    @ thomas holzer
    Sie sagen es “nach der derzeitigen gesetzeslage”.
    Nach der derzeitigen gesetzeslage ist es auch illegal steuern zu hinterziehen. Steuern hinterziehen ist also ein Verbrechen, genau wie drogen schmuggeln.

    Warum werden sie wenn es um ausländer geht auf einmal staatsgläubig?

    Und es gab auch mal eine gesetzeslage wo es illegal war Juden auf dem Dachboden zu verstecken. Muss erst ein holocaust her damit es solidarität gibt?

  6. Karl Markt

    @ Holzer
    “ansonsten würden diese Männer aus Afrika nach Europa “reisen””

    Stimmt. Ohne Staat und Gesetze wären sie freie Menschen.

  7. Christian Weiss

    Wie darf man das verstehen? Dann soll Paul Grüninger wohl auch allen, denen er die Einreise in die Schweiz ermöglicht hat, ihr ganzes Erspartes und ihren Besitz abgenommen haben, so wie das die Schlepperbanden tun?
    Mehr kann man das Andenken dieses Mannes nicht beschmutzen. Einmal mehr kann man gar nicht so viel fressen, wie man ab solcher Vergleiche kotzen könnte.

  8. Wettbewerber

    Das Problem der Schlepperei schafft sich der (Sozial-) Staat selbst

    Es hat sich wohl herumgesprochen in den diversen Ländern Afrikas; Asiens (und sogar Lateinamerikas), dass es hierzulande (also in Europa) sehr, sehr großzügige staatliche Beihilfen gibt für allerlei “Bedürftige”, und dass man dafür (je nach Geschick der Selbstdarstellung) wenig bis gar nichts arbeiten muss. Dass eine solche Realität (auch wenn sie da und dort sicher übertrieben dargestellt wird, beispielsweise von den Schleppern selber, da es sich um ein hochproiftables, wenn auch gefährliches Business handelt) dazu führt, dass die Bereitschaft, die eigene Heimat zurückzulassen, um sich anschließend im “europäischen Paradies” ein nettes Leben zu gönnen, nicht unbeträchtlich ansteigt und so den Schleppern einen nie versiegenden Strom neuer Kunden beschert, sollte jedem klar sein, der an anderer Stelle (und das völlig zu Recht) die desaströsen Auswirkungen der Sozialstaatsmegalomanie scharf und pointiert kritisiert.

    Dass Schlepperei in unserer Wertelos-Gesellschaft einen so schlechten Ruf hat, liegt unter anderem auch daran, dass man auf dem Arbeitsmarkt keine lästige Konkurrenz haben will, die doch glatt die Frechheit besitzen, diverse Arbeiten, für die sich die meisten “Einheimischen” ohnehin längst zu schade sind, zu billigeren Preisen und Tarifen anzubieten, als bisher der Fall. Hier tun sich vor allem die “Arbeitnehmervertretungen” hervor, die auch auf den extremen Übergangsfristen bei den neuen Mitgliedsländern der EU beharrt haben. Und erinnern wir uns an Vranitzky’s tollen Ausspruch: “Wir brauchen bei uns keine Salamiverkäufer.”

    Dabei wäre die Sache relativ leicht zu regeln: Wer als Unternehmer (aus welchen Gründen auch immer) minderqualifizierte, zumiest der hiesigen Sprache kaum mächtige Arbeitskräfte haben will, soll sich gefälligst auch um deren Unterkunft, Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung etc. etc. kümmern, und nicht all das auf den Staat abschieben. Das käme ihnen (den Unternehmern) wohl auch weit günstiger, weil diese Unternehmer idR ohnehin all die Steuern zahlen, mit denen (nach großzügiger Bedenkung der Bürokratie) all diese Leistungen heute finanziert werden.

    P.S. (an Karl Markt): Auch der Drogenhändler erbringt für sein Kunden wertvolle Dienstleistungen. Überlegen SIe mal: Da gibt es doch tatsächlich Menschen, die sich ohne Drogen gar nicht gut fühlen. Der Staat tut natürlich alles, um den Erwerb dieser Drogen für diese Menschen so maximal wie nur möglich zu verteuern. Am Bedarf ändert das freilich nichts, der bleibt zunächst einmal konstant. Die dadurch massiv steigenden Preise füllen den Drogendealern die Taschen, es gibt ihnen einen tollen Anreiz, ihr “Geschäft” (z.B. auf Schulen usw., ein somit wahres Geschäft des Todes und der Abhängigkeit) auszuweiten, und wenn einmal eine Lieferung verschnitten/verunreinigt war – kein Problem, der Konsument kann ja schwer Anzeige erstatten oder gerichtlich sein Geld zurückverlangen, insbesondere, wenn er schon tot ist. Aber Hauptsache, diese Drogen sind – wie Sie richtig betonen – illegal! Einfach nicht legal! Pöööhse!

  9. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Ich bin weder im Fall von Ausländern, Asylsuchenden, noch Steuern et al. staatsgläubig.
    Der Rechts”positivismus” ermöglicht erst eine Gesetzgebung, durch welche es illegal ist z.B. -wie Sie scheiben- Juden auf Dachböden zu verstecken.
    Der Staat .-so man diesen als notwendig erachte- darf und muß aber sehr wohl seine Grenzen, seine Bürger schützen, dies gehört zu seinen Kernaufgaben.
    Steuern einzutreiben, um z.B. Pendlerpauschalen auszuzahlen und/oder Parteien zu finanzieren, gehört -meiner Ansicht nach- hingegen nicht zu seinen Kernaufgaben

  10. Karl Markt

    @ Wettbewerber
    Sie sprechen also von Werten.

    Drogenkonsum und Drogengeschäfte moralisch mit Menschen die in einem anderen Land Arbeit suchen gleichsetzen?

    Ja oder nein? Einfache Frage einfache Antwort.

  11. Karl Markt

    @ Thomas Holzer
    “Der Staat .-so man diesen als notwendig erachte- darf und muß aber sehr wohl seine Grenzen, seine Bürger schützen, dies gehört zu seinen Kernaufgaben.”

    Aha und deshalb ist ein Afrikaner illegal? Ein Afrikaner ist also eine Bedrohung, vor der der Staat “sein Bürger” schützen muss?

    PS: Überlegen Sie mal: “Der Staat seine Bürger”.
    Sind Bürger Eigentum vom Staat?

  12. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Die Welt ist nicht perfekt und wird nie perfekt sein. Nur Träumer wollen eine perfekte Welt in dieser unserer Welt realisieren -mit den bekannten Folgen.
    So ein Afrikaner keine entsprechenden Papiere hat, sich aber trotzdessen in z.B. Österreich aufhält, ist er illegal in diesem Land. Es gibt vieles, was keine Bedrohung für den Staatsbürger darstellt, trotzdem aber verboten ist.
    Wir haben derzeit 450.000 Arbeitslose in Österreich, und da faseln noch immer irgendwelche (Gut)Menschen davon, daß wir mehr Zuwanderung brauchen, weil angeblicher Weise diese Zuwanderung für die Wirtschaft und auf Grund irgendeiner demographischen Statistik notwendig sei.
    Es steht Ihnen in Ihrem demokratischem Staat ja frei, eine Gesetzesinitiative zu starten, welche die Zuwanderung ohne Einschränkungen ermöglicht! Vielleicht bekommen Sie ja Ihre demokratische Mehrheit dafür zusammen

  13. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    “Sind Bürger Eigentum vom Staat?”

    Natürlich nicht; aber dann machen wir es gleich radikal, um uns nicht in semantischen Spitzfindigkeiten zu verlieren, und schaffen den Staat inkl. seiner Institutionen ab. Das impliziert dann aber auch, daß jeder für sich selbst verantwortlich ist; damit werden Sie, gerade Sie aber auch wieder ein Problem haben

  14. Reinhard

    @Karl Markt

    Im Kommunismus ist der Bürger Eigentum des Staates.
    In einer Demokratie ist der Staat Eigentum der Bürger.
    Seine Aufgabe ist es demnach, die von den Bürgern formulierten Interessen zu vertreten.

    Ob jemand Menschen oder Drogen gegen Profit schmuggelt, spielt wirklich keine Rolle, denn es geht nicht um die Art der “Ware” sondern um die Tätigkeit. Dass jemand wie Sie es plötzlich bgrüßt, wenn Schlepper die von Ihnen sonst so gutherzig verteidigten Armen bis auf’s Blut auspressen und ausbeuten, wirft ein seltsames Licht auf Ihre Prinzipien. Ausbeutung gibt es also auch in “gut”, nämlich wenn man sich an kriminellen Machenschaften bereichert, während ehrliche Geschäfte mit von gutbezahlten Arbeitern geschaffenen Produkten ein Verbrechen darstellt.
    Was muss man rauchen, um diese Logik zu erreichen?

    Der Unterschied zu Grüninger ist allerdings ein ganz anderer, als im Artikel dargestellt. Die kriminellen Schlepper verdienen sich dumm und blöd an ihren ausgepressten und zum Teil ermordeten (siehe Lampedusa…) “Schützlingen”, während Grüninger sein Leben ganz ohne persönliche Bereicherung, nur um Menschen zu retten, auf’s Spiel setzte.

  15. Karl Markt

    @ thomas holzer
    “450000 arbeitslose”

    Da dann sind wir ja endlich beim kern der sache. Es geht also um die wirtschaft.

    “Die grenze verläuft nicht zwischen den völkern sondern zwischen oben und unten”. Der reiche ausländer darf nämlich schon kommen.

    Damit sehen wir dass der kapitalismus selbst das zuwanderungsproblem schafft. Es gibt halt nicht für alle arbeit (wegen dem wettbewerb) und die sind dann ausgeschlossen vom Wohlstand. Der staat als produkt von klassengesellschaften agiert im sinne der oberen und regelt über seine gesetze dass jeder überflüssige (wobei das ein ökonomisches, also kapitalistisches Kriterium ist) auch genau das zu bleiben hat, damit er nicht in konkurrenz zu “seinen” bürgern treten kann. (da haben sie kein problem dass der staat den heiligen wettbewerb aushebelt).
    Das nennt man dann illegaler ohne arbeitserlaubnis.

  16. Wettbewerber

    @Karl Markt:
    Wenn Sie glauben, mich so einfach aufs Glatteis führen zu können, müssen Sie schon etwas früher aufstehen. 😉

    Sie hätten auch (wenn Ihnen an friedfertiger Kooperation etwas liegen würde… wenn …) zunächst einmal eine Übereinstimmung in Sachen “pööhses Schleppertum” herausstreichen können, um dann z.B. die Frage zu stellen, ob ein Bedarf an etwas “Unanständigem” (wie z.B. Drogenkonsum, Selbstbefriedigung, Pornovideos – an was immer Sie auch denken möchten) im Verhältnis zwischen Nachfragendem und Anbietendem gleich “moralisch” zu beurteilen ist wie der Bedarf an Wasser, Kleidung oder einmal im Jahr Sommer, Sonne und Meer.

    Ich sage Ihnen dazu folgendes: Woran jemand Bedarf hat, oder auch nicht, geht mich wie auch Sie überhaupt nichts an, es sei denn, wir sprechen von Ihren oder meinen Kindern / Familienangehörigen, dann geht uns das sehr wohl etwas an, aber mich eben nur meine und Sie nur die Ihren. Die Zeiten, wo allerlei “Obere” sich berufen fühlten, der Allgemeinheit vorzuschreiben, was “gut” ,”rechtschaffen” und “moralisch” ist, sind mE eher vorbei.

    Wirklich verdammenswert ist für mich aber derjenige, der andere von seinen Leistungen abhängig macht. Und das, lieber K.M., geht immer nur mit Hilfe des Staates: Der Staat, der Monopole schafft, der Staat, der Umverteilung in ungeheurem Ausmaß betreibt, und der Staat, der Drogenkonsumenten nicht nur jede Hilfe bei Streitigkeiten mit seinem Dealer verwehrt, sondern sogar auch noch den Konsum selbst kriminalisiert und dadurch u.a. Familien ein für allemal zerstört.

    Wenn Sie sich jetzt aufs Glatteis begeben wollen, nur zu. Ich stehe mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Tatsachen. 😉

  17. Karl Markt

    @ Reinhard
    Ich heiße den schlepper als solchen nicht gut.

    Aber Sie wissen schon, dass besagte migranten diese Tortur freiwillig auf sich nehmen.
    Die schlepperei würde sich mit einem Schlag aufhören wenn der Staat nicht zwischen legalen und illegalen Menschen differenzieren würde.
    Genauso wie es ohne illegale Drogen keinen drogenschmuggel und ohne steuern keine schwarzarbeit gäbe.

  18. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    wie schon geschrieben: Dann schaffen wir den Staat ab!
    Und jeder ist für sich selbst verantwortlich; ist natürlich auch Kapitalismus, mit dem Sie nichts anfangen können, respektive den Sie abschaffen wollen.
    Aber warum wollen Sie -in concretu- mir vorschreiben, wie ich zu leben habe?!

  19. Karl Markt

    @ Wettbewerber
    “Woran jemand Bedarf hat, oder auch nicht, geht mich wie auch Sie überhaupt nichts an,”

    Gut, dann geht Sie auch das Bedürfnis des Migranten nach einem besseren Leben nichts an, welches Sie ihm aber abstreiten und dem Staat das Wort reden.

    “Der Staat, der Monopole schafft, der Staat, der Umverteilung in ungeheurem Ausmaß betreibt, und der Staat”… ist der selbe Staat der Sie vor den Migranten schützt.
    Wenns gegen die Ausländer geht, verstummt die Kritik am Staat plötzlich dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Verdächtig.

  20. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Die Schlepperei würde sich mit einem Mal aufhören, gäbe es in den Ländern, aus welchen die Geschleppten kommen, endlich Kapitalismus, und würde den Geschleppten nicht vorgegaukelt werden, daß es in Europa “Manna vom Himmel regnet, und Milch und Honig ohne Unterlaß fließen”

  21. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Ich streite den Migranten nicht den Wunsch nach einem besseren Leben ab! Ich will nur nicht deren Wunsch finanzieren!

  22. Reinhard

    @Karl Markt

    Der Staat unterscheidet nicht zwischen legalen und illegalen Menschen sondern legaler und illegaler Art, sein Territorium zu betreten. Es gibt Regeln, übrigens recht freizügige, für die offizielle Zuwanderung. Und es gibt Regeln, die festlegen, wie lange man bleiben darf und dass man sich selbst versorgen muss.
    Nur Menschen, denen diese Regeln egal sind, die um kein Einreisevisum ersuchen, sich nicht darum kümmern, ob sie jemals Selbstversorgung erreichen, versuchen die Regeln zu umgehen.
    Nicht der Mensch ist illegal, sondern sein Vorgehen.
    Solange Sie das nicht unterscheiden können bzw. wollen, werden wir hier immer aneinander vorbei reden.

  23. Martin Auer

    Auch zwielichtige Schlepper können Leben retten. Siehe Josef Schleich, der Juden für 670,- Reichsmark pro Person über die jugoslawische Grenze schaffte. Kein besonders feiner Herr, ganz sicher kein Idealist wie Grüninger, auch kein Held. Und doch, ich wollte, meine Großeltern hätten rechtzeitig einen wie Schleich gefunden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Schleich

  24. Reinhard

    @Martin Auer
    Wieso wird Afrika oder Nahost hier eigentlich immer wieder mit Nazi-Deutschland in einen Topf geworfen?
    Die Juden unter Hitler bekamen kein Ausreisevisum und hatten kein Bewegungsrecht, da es das erklärte Ziel des Durchgeknallten war, sie alle zu Värrnichten. In jedem afrikanischen Land mit einziger Ausnahme Zentralafrikanische Republik können Einwohner sich ganz legal frei bewegen und in den Botschaften anderer Staaten um Visa ersuchen. Ebenso in Iran, Irak und anderswo mit einziger Ausnahme Syrien.
    Hier werden also Äpfel mit Birnen verglichen.
    Und auch, wenn ein Herr Schleich Leben gerettet hat, macht ihn das nicht zu einem ehrenwerten Helden, sondern er bleibt ein Krimineller, der sich am Leid anderer bereichert hat. Zu ihm kamen die Juden aber, weil es keinen offiziellen Weg aus einem Staat mehr für sie gab, der ihren Tod zum obersten Ziel seiner Bemühungen erklärt hatte. Das kann man mit Wirtschaftsflüchtlingen nicht einmal annähernd vergleichen.

  25. Franz Bauer

    Der Vergleich von Fluchthelfern im Dritten Reich und kriminellen Schleppern 2014 ist frivol und entspricht der weltfremden und verantwortungslosen schreibweise der unsäglichen frau hamann

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