30 Jahre Tschernobyl – aus Schaden wird man unklug

Von | 26. April 2016

“…….Tschernobyl war die furchtbarste Katastrophe der Nuklearindustrie und wurde zum Mythos der Gefährlichkeit der Nukleartechnologie. Fukushima war schlimm, aber harmlos im Vergleich mit Tschernobyl. Die “Zone” von Fukushima ist bereits zu großen Teilen wieder besiedelt. Kein einziges Strahlenopfer ist zu beklagen. Japan ist nicht die Sowjetunion. Trotzdem wurden in Deutschland durch Fukushima mehr Reaktoren zerstört, als in Japan. Wir Deutschen haben eine Neigung zu Extremreaktionen – wir tun Dinge ganz oder gar nicht.
Als Resultat von Tschernobyl und Fukushima haben wir unsere einsame Energiewende. Derweil befindet sich die Welt inmitten einer energetischen Revolution, die “Fracking” heißt. In Deutschland verbieten wir Fracking vorsichtshalber erst mal, ohne dass wir uns weiter den Kopf darüber zerbrechen, dass die USA durch Fracking zum großen Ölexporteur aufgestiegen ist, was die geopolitische Weltlage dramatisch verändert. Öl und Gas wurden billig wie lange nicht mehr. Dies macht die deutsche Energiewende noch absurder. Noch können die meisten Deutschen sich die extrem hohen Stromkosten leisten und weiter von ökologischen Kreisläufen träumen. Die Physik spricht da eine andere Sprache, aber wen interessiert schon die langweilige Physik? So muss es eben die Zeit richten… weiterlesen hier.

10 Gedanken zu „30 Jahre Tschernobyl – aus Schaden wird man unklug

  1. Rado

    Zur Katastrophe hat die Tschernobyl-Geschichte damals erst der SPÖ Minister Franz Kreuzer gemacht.
    Damals stand ja einen BP Wahl vor der Türe. Damals hatten das Linke Mileu samt ORF schon wochenlang eine Lügenkampagne gegen Waldheim gefahren, da war das Lügen über die Radioaktivitätsbelastung auch schon wurscht. Standen doch die 1. Maiaufmärsche als Wahlkampfhöhepunkt bevor.

  2. Falke

    Die “Energiewende” war ein neuerlicher Schlag der “Physikerin” Merkel gegen Deutschland. Sie nahm den Unfall in Fukushima – der ja ausschließlich auf den in Deutschand wohl völlig unmöglichen Tsunami zurückzuführen war – zum Anlass, für Deutschland plötzlich, unvermittelt und unvorbereitet den Aussteig aus der Atomenergie zu dekretieren. Da es in Deutschland einerseits zu wenig Wasserkraft gibt, andererseits die Wind- und Sonnenkraftwerke ineffizient und teuer sind, mussten nun die besonders umweltschädlichen “Dreckschleudern” Braunkohlekraftwerke wieder aktiviert und auf vermehrte Importe zurückgegriffen werden. Damit wurde Strom in Deutschland extrem teuer, zusätzlich haben AKW-Betreiber (etwa Vattenfall) den Staat geklagt, weil ihnen vorzeitig und vertragswidrig die Betriebsgenehmigung entzogen wurde, was noch sehr teuer für den Staat werden kann. Man sieht also, dass Merkel schon vor der Flüchtlingsflut eine Maximalschädigung des Landes eingeleitet hat.

  3. Erich Bauer

    Tja. In der Ukraine stehen so 15 Atomreaktoren herum, die aufgrund der dort stattfindenden Demokratisierung ganz ohne Wartung auskommen…

  4. Gerald Steinbach

    Hfw@
    Irgendwie ist dein Artikel mit den oberen sehr, sehr, sehr…ähnlich…

  5. hfw

    Upps – sorry. Keine Ahnung wie das passiert ist – ich lese zu schnell und zu viel, offenbar…

  6. Erich Bauer

    @hfw,

    vielen Dank für diesen Artikel. Es erscheint mir so, wie bei allen “Alarmisten-Meldungen”. Irgendwie schlüssig und auch…. naja… nicht so hyper-beunruhigend. Schlecht natürlich, wenn man sich in der Nähe eines solchen oder ähnlichen Geschehens befindet. Die “heißen Sommer”… hm. Ich habe schon öfters solche “durchgestanden”. Der “Klimawandel” in der Weltpolitik macht mir jedenfalls viel mehr Sorgen. AIDS?… Pfffhhh. Eigentlich dürfte überhaupt kein Deutscher mehr leben, wären die “Prognosen” (Astrologie?) auch nur annähernd eingetroffen. Naja… der Kondomabsatz. Aber, ich glaube, der ist auch dadurch nicht gar sooo gewaltig gestiegen. Ich erinnere da eine fast schon legendäre, lang zurückliegende Aussage eines Typen von der Elfenbeinküste: “Bum… mit Kondom ist wie duschen mit Regenschutz…”

    Zurückkommend auf den “Klimawandel”… (in der Weltpolitik). Vielleicht ist der Einsatz von Atomwaffen auch gar nicht so schlimm… (*ganz böses grins*)

  7. Marcel Elsener

    @Falke
    Einige Ergänzungen zu Ihrem Text, werter Falke:

    Zunächst ist zu bemerken, dass moderne Kohlekraftwerke keine Dreckschleudern sind; vielmehr sind sie durch ausgeklügelte Filteranlagen ziemlich sauber und belasten die Umwelt kaum mehr.

    Die Energiewende mit den Solar- und Windkraftwerken ist aus vielerlei Hinsicht unsinnig. Da die Windkraftwerke über einen lausigen Nutzungsgrad von etwa 20 % verfügen (d.h. je nach Standort liefert ein Windrad im Schnitt lediglich etwa 20 % der Nennleistung), müsste theoretisch etwa die fünffache Nennleistungskapazität installiert werden, um den Strombedarf zu decken; bei den Solarkraftwerken sieht es sogar noch schlimmer aus. Das bedeutet, dass an einem windreichen Tag nur ein Teil des Windstroms überhaupt benötigt wird, der Rest ist unnötiger Abfallstrom. Dasselbe gilt auch für den Stolarstrom. Ein Overkill in der Stromproduktion sondergleichen!

    Deswegen gibt es an wind- und sonnenreichen Tagen bereits heute eine massive Überproduktion von Strom, welche den Strompreis zeitweise sogar in den negativen Bereich drückt; d.h. der Stromkäufer im Ausland wird noch dafür bezahlt, dass er den deutschen Abfallstrom überhaupt abnimmt.

    Um die Netzstabilität nicht zu gefährden, darf der Netzbetreiber abfallstromproduzierende Wind- und Sonnenkraftwerke vom Netz abhängen; er muss aber den abgekoppelten Wind- und Sonnenstromproduzenten trotzdem den Strom bezahlen, den diese ins Netz hätten einspeisen können, wenn sie nicht abgehängt worden wären. D.h. die Wind- und Sonnenbarone bekommen Knete für nicht eingespeisten Strom. Selbstredend darf der Netzbetreiber diese Zusatzkosten für nicht gelieferten Strom auf die deutschen Stromkonsumenten überwälzen. Das steht alles in diesem famosen ‘Erneuerbaren Energie Gesetz’ (EEG).

    Natürlich ist das mit der vollständigen Deckung des Strombedarfs durch Wind- und Sonnenkraftwerke lediglich graue Theorie. Es gibt Zeiten, in denen diese Kraftwerke so gut wie keinen Strom liefern (z.B. in windstillen Nächten). Dann müssen andere Kraftwerke ran. Aus Kostengründen sind das dann die Kohlekraftwerke, da die Gaskraftwerke ziemlich teuer sind.

    Allerdings laufen auch die Kohlekraftwerke aufgrund der gesetzlich gebotenen vorrangigen Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom nicht im rentablen Bereich, da sie dauernd rauf- und runtergeregelt werden müssen, und weil sie zu wind- und sonnenreichen Zeiten nur mit halber Kraft (im unrentablen Bereich) mitlaufen. Die dauernde Rauf- und Runterreglerei erhöht obendrein den Verschleiss der Kohlekraftwerke und damit auch die Wartungskosten.

    Bereits sind deshalb die ersten Subventionsforderungen der Kohlestromproduzenten eingetrudelt, die knallhart sagen: ‘Wenn wir Verluste bei der unsubventionierten Kohleverstromung einfahren, dann soll der Staat diese gefälligst decken, denn dieser hat die Misere ja mit seinem EEG überhaupt erst verursacht. Sonst legen wir die unrentablen Kraftwerke einfach still und schauen zu, wie das Stromnetz zusammenbricht, wenn nicht genügend Wind- und Sonnenenergie da ist, um die Grundlast zu decken.’ Bereits heute musste die Regierung gewissen Stromproduzenten untersagen, unrentable Kohlekraftwerke stillzulegen, weil sonst die Grundlast nicht gewährleistet wäre. Auf Dauer ist dieser Zwang zum Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken jedoch keine Lösung, denn wenn die Kohlekraftwerke ungenügend gewartet werden, fallen sie auch einfach so irgendwann aus. Der vernünftige Unternehmer wird also die Wartung von unrentablen Kraftwerken runterfahren und einfach abwarten, bis sozusagen die Natur deren Stillegung besorgt. Neue Kohlekraftwerke werden wegen fehlender Rentabilität gar nicht mehr gebaut.

    Noch etwas zur Netzstabilität: In den letzten Jahren hat sich die Stabilität des deutschen Stromnetzes massiv verschlechtert. Durch den ungehemmten Zubau von Wind- und Sonnenkraftwerken hat sich der Anteil von unberechenbarem Zufallsstrom stark erhöht, wodurch das labile Gleichgewicht zwischen Stromeinspeisung und -entnahme im Netz empfindlich gestört wird. Von früher einigen Dutzend Zwischenfällen pro Jahr in Bezug auf die Netzstabilität ist man inzwischen bei mehreren tausend Zwischenfällen angelangt – Tendenz weiter steigend. Die Frage ist nicht, ob es irgendwann zum Blackout kommt sondern nur noch wann. Das wird besonders lustig bei den grossen europäischen Verbundnetzen. Deutschland hat sich bereits heute bei seinen Nachbarn energiepolitisch sehr unbeliebt gemacht, weil es seinen unberechenbaren Wind- und Sonnenstrom in die angrenzenden Stromnetze drückt und diese dadurch ebenfalls destabilisiert. Sollte irgendwann ein europaweiter Blackout von Deutschlands Wind- und Sonnenkraftwerken ausgehen, dann wird es Schadenersatzforderungen hageln. Der wackere deutsche Michel darf dann die Kosten seiner geliebten Energiewende übernehmen – wohl bekomm’s!

    Fazit: Der deutsche Stromkonsument ist vom nackten Wahnsinn der Planwirtschaft umzingelt, die ihm jegliche Kosten dieses staatlich verursachten Irrsinns auferlegt. Da mutet es sogar noch beinahe normal an, dass der deutsche Stromkonsument für die von ihm zu tragende Stromsteuer auch noch Mehrwertsteuer bezahlen muss – eine Steuer auf einer Steuer, darauf muss man erst mal kommen; aber die deutschen Politiker schaffen solche schwachsinnigen Kunststücke mit links. Derweil ist der deutsche Durchschnittsdödel stolz auf seine eigene Ausbeutung, weil er ja damit die Welt vor dem Untergang rettet; deswegen steht er auch voll hinter der Energiewende. Dumm nur, dass die versprochene CO2-Reduktion nicht stattgefunden hat. Die Energiewende ist also nicht bloss sauteuer sondern auch noch ineffektiv. Die Deutschen retten die Welt mit ihren inexistenten CO2-Einsparungen nicht, auch wenn sie es sich noch so sehr einbilden.

  8. Christian Weiss

    Die Klimaapokalyptiker müssten eigentlich die Kernkraft bejubeln. Einen anderen Weg, um den CO2-Ausstoss zu senken, gibt es nicht. Wenn man von den fossilen Energien wegkommen will, den Wohlstand einigermassen halten will und nicht eine irrwitzige Umweltzerstörung durch brutalste Landschaftszerstörungen durch “alternative” Energien, die eine lächerliche Energiedichte aufweisen, riskieren will, dann braucht es weit mehr Kernkraftwerke als wir heute haben.
    Würde mehr Geld in die Erforschung der Kernenergie gepumpt und das beinahe unerschöpfliche Potenzial dieser Energieproduktionsform ausgenutzt, könnten wir noch aus Versehen in ein ökologisches und ökonomisches Paradies stolpern.
    Mit Brut-Reaktoren, wie sie in Russland aktuell probeweise ans Netz gehen und Uran 95% besser ausnutzen als normale Leichtwasserreaktoren und alternativ Thorium als Brennstoff gebrauchen können, hat man Energieressourcen, die über die Lebensdauer unseres Planeten hinausreichen.

    Eigentlich weiss man seit den alten Römern, dass “erneuerbar” ein höchst relativer Begriff ist. Die haben den ganzen Apennin abgeholzt, um die “erneuerbare” Ressource Holz zu gewinnen. Bei Übernutzung ist “erneuerbar” eben überhaupt nicht mehr umweltfreundlich, vor allem wenn diese Ressource auch noch von anderen Lebensformen gebraucht wird (trifft auch auf Sonne und Wind zu, auf Uran und Thorium hingegen nicht).

  9. Falke

    @Marcel elsener
    Danke für den ausführlichen Kommentar; es ist mir schon klar, dass die Konsequenzen der unbedachten deutschen “Energiewende” sehr komplex und jedenfalls sehr teuer für den Konsumenten sind.
    Noch eine Nebenbemerkung zu Ihrem Satz “eine Steuer auf einer Steuer, darauf muss man erst mal kommen; aber die deutschen Politiker schaffen solche schwachsinnigen Kunststücke mit links”. Nun, die österreichischen Politiker haben das schon längst geschafft: auf Benzin gibt es bekanntlich die Mineralölsteuer und auf diese Steuer noch die Mehrwertsteuer.

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