Make Love, not Dschihad!

(C.O.) Was macht aus einem netten jungen muslimischen Mann im Londoner East-End, in den Pariser Vororten oder irgendwo in der islamischen Welt ohne von außen ersichtlichen Grund einen Dschihadisten, der nichts dabei findet, andere Menschen zu enthaupten oder bei lebendigem Leib zu verbrennen? Londons streitbarer Bürgermeister Boris Johnson fand jüngst eine drastische Antwort: All diesen jungen Männern, meinte er nach Lektüre zahlreicher einschlägiger Geheimdienstdossiers, sei “eine tiefe sexuelle Frustration gemein”, die einen tief sitzenden Mangel an Selbstvertrauen verursache. Johnson wörtlich: “Wenn man sich die Täterprofile ansieht, fällt auf, dass diese Männer alle viele Pornos konsumieren. Sie sind Wichser, manische Onanisten.” Radikalisieren würden sie sich unter anderem, “weil sie nicht mit Mädchen rummachen können”.

Das nicht ganz jugendfreie Wording beschreibt einen im öffentlichen Diskurs viel zu wenig beachteten Kern des Problems mit dem radikalen Islam: Dass jungen Männer, denen das Testosteron aus den Poren tropft, von Religionswächtern aller Art ein gesundes Sexualleben verwehrt wird, macht sie für radikale Ideologien aller Art wesentlich anfälliger, noch dazu, wenn diese den Märtyrern nach deren Ableben Gruppensex mit dutzenden Mädchen rechtsverbindlich zusagen.

Gut beschrieben hat diesen Zusammenhang zwischen sexueller Unterdrückung junger Männer und ihrer Rekrutierung für faschistoide Ideologien – wie ja auch der gewaltbereite Islamismus eine ist – der österreichische Psychoanalytiker Wilhelm Reich in seinem kaum noch bekannten, 1933 veröffentlichten Meisterwerk “Die Massenpsychologie des Faschismus”. Weil Reich, ein Schüler Sigmund Freuds, gegen Ende seines Lebens leider ein wirrer Obskurant (“Orgon”-Theorie) wurde, geriet er weitgehend in Vergessenheit, was aber nichts an der Richtigkeit seiner Diagnose ändert. Kompakt zusammengefasst im Klappen-
text des Buches: “Reichs klinisch und soziologisch geschulter Blick durchschaute den fundamentalen Zusammenhang zwischen autoritärer Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie. Er analysierte Gestik, Phraseologie, moralische Schemata und Aktionen der ‚Hitlerei‘ und wies in ihnen die Verschiebung von Sexualangst zu einem Mystizismus nach, der die Freiheitsfähigkeit des Menschen in einen irrationalen Mechanismus chronischer Abhängigkeit pervertierte.”

Auch bei der Rekrutierung junger Muslime für den Dschihad werden Sexualangst, sexuelle Defizite und Frustrationen zur Geschäftsgrundlage einer (islamo-)faschistoiden Ideologie. Oder anders gesagt: Ein junger Mann, der ein emotional und sexuell ausgefülltes Leben führt, wird nur schwer dazu zu gewinnen sein, ihm unbekannte andere Menschen anzuzünden. Dazu sind seelisch Verkrüppelte mit jeder Menge überschüssiger Lebensenergie wesentlich besser geeignet.

Das ist ja auch der Grund, warum im Einflussbereich des Islamismus die Sexualität der jungen Männer so rigoros unterdrückt wird – weil eine sexuelle Revolution in der islamischen Welt den radikalen Hetzern den Boden viel effektiver unter den Füßen entzöge, als es der Kampf gegen den Terror je vermochte. Make Love, not Dschihad!(WZ)

10 comments

  1. waldsee

    endlich kommt die biolog.komponente häufiger ins gespräch.die interfamiliäre weitergabe von genen
    ist bekannt und sicher ein großes problem,zunehmend auch für uns.
    furcht hab ich nur vor menschen mit “minderwertigkeitskomplexen” und diese
    sind bei den friedensreligiösen stark ausgeprägt.nicht grundlos,wenn
    ich mir die tatsachen anschaue.

  2. Der Bockerer

    Minderwertigkeitskomplexe im Verbund mit einem ausgeprägten Überlegenheitsdünkel sind ein hochexplosives Gemisch. Aber es ist mehr als nur sexuelle Frustration, die dem Minderwertigkeitserleben zugrunde liegt. Bereits in jungen Jahren werden den Dauerfrustierten nicht nur zukünftige Chancen genommen (Stichwort: Ablehnung westlicher Bildung), sondern gleichzeitig eine universelle Ausrede vermittelt, die ihr selbstverschuldetes Versagen erfolgreich ausblendet und stattdessen die Umwelt (bestehend aus den erfolgreicheren Ungläubigen) für eigene Unzulänglichkeiten verantwortlich macht. Ein Satiremagazin wie Charlie Hebdo ist da nur noch die Lunte am prall gefüllten Pulverfass.

  3. Christian Peter

    Na ja, den ehemaligen Kommunisten Wilhelm Reich aus der Mottenkiste hervorzuholen, wäre nicht nötig gewesen. Die Gewaltbereitschaft vieler Muslime an den äußeren Lebensumständen der Menschen dingfest zu machen, ist zu kurz gegriffen. Meiner Meinung nach liegt diese einzig und alleine an der mörderischen Ideologie des Islam.

  4. Fragolin

    Und was ist mit den erst gestern hier beschriebenen Flintenweibern des IS, die alles, was nicht schariakonform eingewickelt ist, genüsslich mit Folterwerkzeugen behandeln? Sind die unter ihrem Ganzkörperzelt so stockhässlich, dass auch der frustrierteste Djihadist lieber zu seinen Kamelen schleicht als diesen Gestalten unter die Burka zu greifen? Oder wird hier verzweifelt eine weitere Begründung gesucht, dass die Brutalität religiöser Fanatiker doch niemals nicht in Zusammenhang mit den zur Brutalität verführenden Regeln dieser als Religion getarnten Unterwerfungsideologie zu tun haben können?

  5. DNJ

    Naja das ist schon alles ein bisserl Küchenpsychologie, Genauso könnte man allen Ami-Waffenfreaks und NRA-Mitgliedern unterstellen, dass sie alle impotente Komplexler sind (Don’t get me wrong, ich bin für liberales Waffenrecht, aber wenn man diese Spinner sieht, könnte man auch einige Gedanken um dieses Thema spinnen).

  6. cmh

    Hurra!

    Ich bin zensiert worden. Nicht ganz unerwartet und wegen der mangelnden Qualtität meines Postings kann ich dem Zensor, der den Mantel des Schweigens ausgebreitet hat nur meinen Dank abstatten.

    Dennoch sollte man den Effet ins Sexuelle dieses Ortnerartikels doch ins Hier und Jetzt umwenden. Wir sind ja es bereits gewohnt und man richtet uns moslemischerseits immer wieder aus, wir sollten doch noch mehr für die Integration tun. Ja was sollte man da für einen Schluss ziehen, das Problem der jungen Moslems hier und jetzt zu beheben?

    Maoam wird zuwenig sein, dazu ist der Magel viel zu konkret.

  7. DNJ

    Auf privaten Blogs gibt es keine “Zensur”, der Inhaber löscht halt Beiträge, die ihm nicht gefallen. Damit wird wohl kaum gegen ein Menschenrecht verstoßen, auch wenn man noch so wichtige Botschaften zu haben meint.

  8. Enpi

    wie jetzt? Sind die Mordbuben des IS nicht nur gesellschaftlich und ökonomisch benachteiligt, sondern haben seit neuestem auch zuwenig Sex? Donnerlottchen.

  9. DNJ

    Das hätten wohl manche gerne, vielleicht ist es aber auch Neid gegen die potenten Südländer, soll ja auch vorkommen bei saftlosen Middle-Agern, die im Schwarzen Mann oder Orientalen die Bedrohung der eigenen Weibchen sehen, die deren Reizen vielleicht gar nicht abgeneigt sind.

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