Her mit der Leitkultur

Von | 2. Oktober 2015

(KATHRIN NACHBAUER)  Frau Merkel sagte schon vor einiger Zeit: „Deutschland wird sich verändern“. Selbiges trifft wohl auf unser Land zu, es stellt sich bloß die Frage, ob diese Änderung durch die Bevölkerung und deren Vertreter aktiv gesteuert wird, oder ob wir uns ungefragt und überwältigt verändern lassen.

Der nicht abreißende Flüchtlingsstrom versetzt die einen in Ratlosigkeit, die anderen in Angst und Schrecken. Die Bevölkerung in Angst Schrecken vor Überfremdung, dem IS und auch vor Steuererhöhungen, um alles zu finanzieren, und die Politik in Angst Schrecken vor der überwiegend gutmenschlichen Presse, die es Politikern häufig schwierig macht, Probleme und Herausforderungen beim Namen zu nennen. Ohne Hetze und ohne Bösartigkeit muss es doch in einem zivilisierten Land möglich sein, ungelöste Fragen und Sorgen und Ängste der Bürger zu diskutieren und über Lösungen nachzudenken, ohne, dass gleich die mediale Schelte mit der Rassismuskeule folgt.

Die Migrationsströme, die wir derzeit erleben, haben nicht nur mit der Genfer Flüchtlingskonvention zu tun, sondern vor allem mit der Sogwirkung der Wohlfahrtsstaaten. Europa und Österreich kann es sich aber nicht leisten, Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen. Das würde auch nicht dem Asylrecht entsprechen. Viele derer, die wir Flüchtlingen nennen, sind in Wahrheit illegale Einwanderer, die sich ausgerechnet haben, dass ein Antrag auf Einwanderung höchstwahrscheinlich abgelehnt wird. Die riskante Reise über das Meer und unbehinderte Einreise nach Europa scheinen wohl vielversprechender zu sein, hier Fuß zu fassen. Aber ein Asylrecht, das seinen Missbrauch duldet schafft sich ab.

Es ist höchst an der Zeit wieder zum Recht zurückzufinden. Ohne Recht gibt es keinen Frieden, keine Staaten, keine europäische Gemeinschaft und keine Menschlichkeit.

Die Gesellschaft braucht eine Basis. Und ein Bekenntnis zur Leitkultur. Wofür stehen wir hier eigentlich? In letzter Zeit überschlagen sich Politiker, Leitmedien und Staatskünstler mit Appellen für Menschlichkeit und Toleranz. Aber vor lauter Toleranz dürfen wir nicht vergessen, wofür wir eigentlich stehen. Es braucht ein Bekenntnis zu unserer Verfassung. Diese steht über der Sharia, über dem Islam, über allen gesellschaftlichen, religiösen und ideologischen Strömungen, die nach Europa drängen. Es darf keine Toleranz gegenüber Kulturen geben, die Frauen schlechter stellen als Männer, die sexuelle Minderheiten bedrohen und keine Religion außer die ihre akzeptieren.

Dieses klare Bekenntnis sind wir den Österreichern schuldig und dem Bekenntnis müssen nun Taten  folgen: Europäische Außengrenzen sichern, Sicherheitszonen in den Nachbarstaaten der Kriegsschauplätze errichten, den IS bekämpfen und ein strenges Einwanderungsgesetz für Österreich, das gute Leute mit einer Top Ausbildung und deutschen Sprachkenntnissen willkommen heißt, sofern sie unsere Verfassung und unsere Gesetze anerkennen

13 Gedanken zu „Her mit der Leitkultur

  1. Reini

    guter sachlicher Bericht,… nur was sind die Konsequenzen wenn diese europäischen Ideologien nicht eingehalten werden? Bei den Politikern wird erst ein Sache ernst wenn die “Kacke am Dampfen” ist, anstatt richtig zu agieren bleibt nur fehlerhafte Reaktionen und die kommen mit den Flüchtlingsströmen auf dem laufenden Band. “Flüchtlinge die keinen Asylstatus haben werden abgeschoben”,… ob dieses Versprechen eingehalten wird?! … “Herr Ober, die Rechnung bitte”,….

  2. Brunbauer Martin

    Ist doch toll! Dank dem Genossen Wrabetz gibt es seit der für die Koalition verunglückten OÖ Wahl keine Berichte mehr, wieviele Asylanten täglich unsere Grenzen passieren. Zumindest bis zur Wahl in Wien. Ob`s was nützt?

  3. Thomas Holzer

    Jetzt rächt sich die Politik der vergangenen Jahrzehnte; zu einer derart verhunzten Verfassung kann sich niemand mehr bekennen, außer die Politikerdarsteller, welche diese durch verschiedenste Abstimmungen eben verhunzt haben.

    Toleranz kann man nicht gegen Kulturen, sondern, so man möchte, nur gegen Menschen und deren Verhalten üben, oder eben nicht.

    Und schlußendlich: die Politik hat das “Gutmenschentum” geradezu befeuert, die hatte eben keine Angst vor der gutmenschlichen Presse.
    Man verwechsle gerade in diesem konkreten Fall nicht Ursache und Wirkung. Vor allem Faymann versuchte und versucht noch immer, sich durch überhebliche Kritik an anderen Politikerdarstellern und selbst verantworteten Gesetzesbruch zu profilieren

  4. Enpi

    Mogherini die EU Außensprecherin, also eine der höchsten Beamten der Union sagte am 25.06.2015 zur Rolle des Islam in Europa:
    “I am not afraid to say that political Islam should be part of the picture. Religion plays a role in politics – not always for good, not always for bad. Religion can be part of the process. ”

    EU Kommissionsvizepräsident Timmermanns sagt am 1.10. 2015.
    “Der Islam ist überhaupt keine Gefahr für Europa, sondern eine Bereicherung, weil er uns stärker macht.”

    http://eeas.europa.eu/statements-eeas/2015/150625_07_en.htm

    EU Kommissionsjustizkommissarin Vera Jourova sagt kurz darauf am 1.10.2015 daß es “gegen “Haßreden” im Internet künftig eine vernünftige strafrechtliche Verfolgung geben wird”.

    http://diepresse.com/home/politik/eu/4833550/EUKommission-draengt-auf-Strafen-fur-Hassreden-?_vl_backlink=/home/politik/eu/index.do

    Dh. die offizielle Position der EU ist daß
    a) der politische Islam Teil der EU sein soll.
    b) Religion Teil des politschen Prozesses in der EU sein soll.
    c) der Islam eine Bereichung für Europa ist
    d) daß “Haßreden” zukünftig mit Geldbußen und Gefängnis geahndet werden

    ein paar Wochen später beginnt eine Völkerwanderung von hunderttausenden vielleicht sogar Millionen Moslems quer durch Europa, ein Ereignis von epischer Bedeutung für den Kontinent, von dem in den Mainstreammedien trotzdem nur lückenhaft und wenn überhaupt fast ausschließlich nur in neutralem oder positivem Licht berichtet wird.

    Bin ich der einzige hier, der meint er sei im falschen Film gelandet?

  5. Mario Wolf

    Gut gemeint, aber dass sind, Entschuldigung, prädilluviale Ansichten. Die selbsternannten, selbstverliebten Entscheidungsträger sind schon Pferdelängen voraus. Die Diskussion über Recht, Gesetze , Normen ist beendet. Der herrschende rechtlose Zustand wurde zu schönen neuen Welt erklärt und wer nicht bereit ist diese Welt freudestrahlend zu akzeptieren gehört auf den medaialen Scheiterhaufen der Gutmenschen. Diese von der Politik absichtlich herbeigerufen Illegalität wurde zu neuen Legalität der Rechtsbrecher.
    Angst geht herum. Nicht zuerst vor den Illegalen Einreisenden. Die Angst herrscht wieder vor der Obrigkeit. Wer versucht öffentlich seine kritische Meinung zu diesen Thema zu äussern, wird von den Anwesenden aufgefordert sich zurückzuhalten, es könnte für ihn gefährlich werden. Durch die sog. Flüchtlingskrise zum totalitären Staat. Ganz im Sinne von Merkel, Schulz, Juncker usw.

  6. Wolfgang Brunbauer

    Dem Ungeist darf man und muss man und frau entschlossen entgegentreten. Sigmar Gabriel hat die 20 Paragrafen des Deutschen Grundgesetzes in diverse Sprachen übersetzen lassen. Da sind die Werte unserer modernen und entwickelten Gesellschaft festgeschrieben. Diese Werte sind jedem einzelnen Asylsuchenden zur Kenntnis zu bringen. Wer sie nicht anerkennt und befolgt ist umgehend abzuschieben. Wehret den Anfängen.

  7. Rennziege

    Sehr geehrte Frau Nachbaur,
    “… und ein strenges Einwanderungsgesetz für Österreich, das gute Leute mit einer Top-Ausbildung und deutschen Sprachkenntnissen willkommen heißt, sofern sie unsere Verfassung und unsere Gesetze anerkennen”, schreiben Sie.
    Sie wissen aber zweifellos, dass …
    (a) gute Leute mit Top-Ausbildung (etc.) einen weiten Bogen um Österreich machen;
    (b) talentierte und ambitionierte ausländische Studenten nach österreichischem Uni-Abschluss das Land der Phäaken fluchtartig verlassen;
    (c) auch einheimische high potentials in rapid steigenden Zahlen das Weite suchen.

    Auch die relevanten Ursachen kennen Sie sicher: unerträglich hohe Steuerlast, geistige Strangulierung durch Rede- und Denkverbote, wirtschaftsfeindliche Politik, bürokratische Zwangsjacken, Korruption und Nepotismus allenthalben. Abwanderung von Unternehmen aller Art, seuchenartig wachsende Arbeitslosigkeit und wahnwitzige Verschuldung sind die so schmerzliche wie zwangsläufige Folge.
    Wer als Top-Ausgebildeter freiwillig nach Österreich übersiedelt, kann nicht alle Borsten am Schwein haben.
    Man bedenke den grandiosen Zuspruch, den die “Austria-Card” (oder so ähnlich) erfuhr! 🙂

  8. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Deswegen hat Frau Nachbaur ja auch das TS verlassen, um in und mit der ÖVP gegen “unerträglich hohe Steuerlast, geistige Strangulierung durch Rede- und Denkverbote, wirtschaftsfeindliche Politik, bürokratische Zwangsjacken, Korruption und Nepotismus” zu kämpfen 😉

  9. Rennziege

    2. Oktober 2015 – 13:17 Rennziege
    P.S.: Ich bitte um Verzeihung für die ausgeuferte Kursivsetzung vorhin …
    und trage als Fazit nach: Also wird die einwanderungsgeile, geliebte Heimat (darf man dieses Wort noch gebrauchen?) sich mit Analphabeten, Wirtschaftsflüchtlingen, vielfältigen Keimträgern und, horribile dictu, allerlei Salafisten und IS-Fans begnügen müssen, um die Wirtschaft zu beleben.

    Woraus folgt: Das österreichische Unternehmen Rosenbauer (kontinuierlich und solide erfolgreich, Aktie empfehlenswert, wir haben sie seit Jahren) wird zu den wenigen Belebten zählen:
    Zitat aus der Homepage: Rosenbauer zählt zu den weltweit führenden Herstellern für Feuerwehrtechnik im abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz. Seit über 145 Jahren steht der Name für bedeutende Innovationen und wegweisende Techniken im Bau von Feuerwehrfahrzeugen und Löschgeräten nach europäischen und US-Normen.

  10. Rennziege

    2. Oktober 2015 – 13:25 Thomas Holzer
    Ach, Meister Holzer!
    Damit treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Aber müssen Sie immer so ätzend sein? 🙂
    [Stummschaltung: Ja, pittäh bleiben S’ undbedingt so, wia’s san!]
    Na, vielleicht wird uns diese Dame ja einer kleinen Replik für würdig erachten, sofern sie nicht gerade als Visagistin die roten Wangen Herrn Mitterlehners auf das wahltaktische Panik-Schwarz umschminken muss.

  11. Thomas Holzer

    Repliken gibt es weder von dieser Frau, noch von den Herren Franz und Vetter; wahrscheinlich vom Herrn Lopatka verboten………..

  12. Rennziege

    2. Oktober 2015 – 15:28 Thomas Holzer
    Ja, leider. Papier ist halt geduldig; das Mäntelchen nach dem Wind zu wenden, im Parlament lammfromm das Goscherl zu halten und das lukrative Pfründerl einzustreichen hat Priorität. So funktioniert unsere Demokratie — oder deren kläglicher Rest, den manche dafür halten.

  13. Rennziege

    Sehr geehrte Frau Nachbaur,
    Ihr Schweigen spricht Bände. Kann es sein, dass Sie sich nur ein bisserl vertippt und nicht für “Leitkultur”, sondern für “Leitl-Kultur” plädiert haben?

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