4 Schreckensnachrichten für die Österreicher

(ANDREAS UNTERBERGER) Endlich wieder eine europäische Statistik, bei der Österreich weit an der Spitze aller 28 EU-Länder liegt. Nein, ist es (noch) nicht die Arbeitslosigkeits-Statistik, trotz ihrer katastrophal schlechten Entwicklung in Österreich. Es ist eine andere Zahl, die nur sehr naive Menschen freuen kann, die aber in Wahrheit für Österreich noch viel schlimmer, langfristig noch viel dramatischer ist.

Es ist die Bevölkerungsentwicklung im vergangenen Jahr. Die Bevölkerung hat in Österreich nach von der EU veröffentlichten Zahlen in einem einzigen Jahr um unvorstellbare 14,4 pro tausend Einwohner zugenommen. Das ist europaweit weitaus am meisten. In Deutschland, dem zweitplatzierten Land dieser Statistik waren es hingegen nur 11,8 zusätzliche Einwohner. Hingegen haben elf EU-Länder überhaupt Einwohner verloren.

Wie das, werden nun manche erstaunt fragen. Trotz der eindeutig negativen Geburtenrate? Trotz der größten Arbeitslosigkeit seit dem Weltkrieg, die ja auch 2015 ständig gestiegen ist, was ja nach aller ökonomischen Logik eigentlich zur Massenauswanderung führen müsste?

Es ist ganz eindeutig: Österreich ist – primär, aber keineswegs nur aus Verschulden der SPÖ – das weitaus einwanderungsfreundlichste Land Europas. Unabhängig von der wirtschaftlichen Lage. Die hiesigen Wohlfahrtsleistungen, die gigantisch hohe Mindestsicherung auch für Menschen, die keinen einzigen Tag gearbeitet haben, die üppige Grundversorgung für Asylwerber auf der einen Seite und die extrem freigiebige Asylgewährung an alle Zuwanderungswilligen durch Behörden und Gerichte als zweiter Hauptfaktor sind eindeutig die Hauptursachen, die so viele Menschen nach Österreich locken.

Eine Nebenursache ist auch der Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus Osteuropa in echte Jobs, wodurch schlechter qualifizierte Menschen, also vor allem jene aus der Türkei, vom Balkan und aus der Dritten Welt, in die Arbeitslosigkeit (plus Mindestsicherung) verdrängt worden sind. Was freilich keineswegs von allen Betroffenen sonderlich als Problem empfunden wird.

Es wird letztlich für Österreich unbewältigbar bleiben, was das alles bedeutet: rapide wachsender Wohnungsmangel, Überbevölkerung in einem ohnedies schon sehr dicht besiedelten Land mit all ihren ökologischen Folgen, kulturelles Auseinanderbrechen, völlige Unfinanzierbarkeit des gesamten Sozialsystems. Ich würde heute auch jenen nicht mehr widersprechen, die darin sogar ein klares Vorspiel zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen sehen.

Aber für die Politik scheint das alles absolut kein Problem zu sein. Jedenfalls wird diese Entwicklung völlig gelassen hingenommen.

Es gibt auch absolut kein politisches Ohrenwackeln zur zweiten dramatischen Veröffentlichung des Tages. Das ist die Veröffentlichung von Daten zur Wirtschaftsentwicklung durch die regierungseigene Statistik Austria (die naturgemäß bemüht war, das absolut unaufgeregt und beiläufig zu veröffentlichen). Die wichtigsten der Schreckensbotschaften:

#2015 ist Österreichs Volkswirtschaft nur halb so stark gewachsen wie der EU-Schnitt.
#Der noch vierte Platz bei BIP pro Kopf nach Kaufkraftstandards ist bedroht.
#Das BIP pro Kopf stagnierte 2015 überhaupt.
#2015 haben die Statistiker für Österreich die geringste durchschnittliche Arbeitszeit seit 1995 gemessen.
Es reicht.                (TB)

 

11 comments

  1. nattl

    Es geht uns gut!

    Magic Christian wird das einst vom Ritter der traurigen Gestalt Spindi gegebene Versprechen einlösen und gemeinsam mit Django die Wirtschaft und sonst noch viel entfesseln. Freundschaft!

  2. Reini

    In Wirtschaftlich schlechten Zeiten, mit hoher Arbeitslosigkeit, Inflation, usw… wird sich das heimische Volk fragen, warum so viele “Ausländer” in “unserem Land” auf unsere Kosten leben? … schön lebt es sich in einer finanziellen rosaroten Seifenblase,… Politiker werden für “Reagieren” bezahlt nicht fürs “Agieren”, … man sollte die Schöne Zeit “leben”! 😉

  3. Weninger

    Auch wenn die FPÖ es mal in die Regierung schaffen solte, wird es genug Ausreden geben, warum es nicht so läuft, wie es laufen sollte. Ich bin auch nicht für diese Massenimmigration, aber an der wirtschaftlichen Misere unseres Landes haben diese noch den vergleichsweise geringsten Anteil.

  4. Gerald Steinbach

    Weninger@ Klar sind die Schutzsuchenden nicht Schuld an den Dilemma, aber bedingt durch die Völkerwanderung wird die Umverteilung noch stärker bzw muss noch verstärkt werden um eine Daueralimentation aufrecht zu erhalten, ansonsten werden die Schutzsuchenden unrund
    Eine schwarz/blaue Regierung wäre mMn das kleinste Übel, eine andere Alternative sehe ich nicht

  5. Lisa

    Miteinem 4.Platz BIP pro Kopf klagt man aber auf sehr hohem Niveau! Die Überbevölkerung (ab wann beginnt “über”???) ist ein globales Problem, vor allen in urbanen Gebieten. Solange diese ernährt, gekleidet, untergebracht und mit den geforderten technischen Gadgets ausgerüstet werden kann, ist das kein Problem. Bei Bevölkerungsrückgang leidet nun mal die Wirtschaft, daher ist jedes Land zumindest auf eine Geburtenrate von 2,1 Kind pro Frau angewiesen. Man kann bei schwindender Bevölkerungszahl zwar immer noch fürs Ausland produzieren, aber da ist das Problem, dass solche Länder auch dazu gezwungen werden können etwa genauso viel von ihren Kundenländern auch zu importieren – sonst stimmt die Handelsbilanz dann nicht mehr. Daher ist jeder Ökonom nicht gegen “Überbevölkerung”, es sei denn, es wachsen nur kaufschwache (oder selbstzufriedene!) Menschen nach… (das ist auch der Trick mit den mit Sozialgeld unterstützen Migranten: erst mal anfixen, damit sie erleben, was für tolle Dinge man mit Geld erwerben kann – danach wollen sie mehr davon; wenns mit Arbeit geht, okay, wenn vom Steuerzahler erbettelt, auch gut…)

  6. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Keine! Regierung und kein Parlament wären schon ein Fortschritt; dann müssten wir nicht mit fast tagtäglich neuen, unnotwendigen Gesetzen leben 😉

  7. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@ Ausgezeichnete Idee, auf diese Alternative wäre ich nicht gekommen….!!!!!!!!!!

  8. mariuslupus

    @Thomas Holzer
    Es läuft doch bereits ein Pilotprojekt. Bei sorgfältiger Auswertung der Ergebnisse des Projektes könnte sich im Herbst herausstellen dass es das “Höchste Amt ” nicht braucht, weil niemand merken wird dass der Hauptdarsteller abhanden gekommen ist, und niemand ihn vermisst hat. (Doch, der arbeitslose Mann der sonst, die Fahne auf der Hofburg hochzieht). Positiver Nebeneffekt. Geld wird gespart, keine Wahlen.
    Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojektes könnten die anderen, die etwas weniger, Hohe Ämter, auf ihre Daseinsberechtigung überprüft werden.

  9. wbeier

    @Lisa 12:28
    Naja, das BIP pro Kopf als Qualitätsfaktor? Schließlich steigt das BIP auch bei Massenunfällen auf der Autobahn, Flugzeugabstürzen und natürlich durch die Alimentierung der Schutzsuchenden.
    Pardon aber wozu wirklich eine wachsende Bevölkerung? 50% Bevölkerung bei 50% Wirtschaft und 50% weniger Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch plus mehr Freiraum und Luft zum Atmen für die Menschen. Was ist da verkehrt ausser sinkenden Profiten? Österreich ist jedenfalls zu über 60% nicht besiedelbar (Alpin- und Wasserflächen).

  10. Reini

    Ein Wirtschaftswachstum mit Bevölkerungszuwachs erreichen ist das unlogischste und nicht Zielführend,… oder erwartet man sowieso einen (Bürger)Krieg für einen Neustart? OK, Krieg ist der Beste Wirtschaftsfaktor, – einmal mit Waffen, – dann der Wiederaufbau, und nebenbei dämmt der den Bevölkerungswachstum radikal ein! … ist nicht Menschlich aber auch unlogisch,…

  11. Dieuetmondroit

    Zitat von Lisa: “danach wollen sie mehr davon; wenns mit Arbeit geht, okay, wenn vom Steuerzahler erbettelt, auch gut…”
    Erbetteln werden sie eher nichts, ihre “Rechte” einfordern hingegen schon.
    Selbstverständlich tatkräftig unterstützt durch NGOs und “Grüne”.

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