4 Tips zum 60er der EU

Von | 29. März 2017

“….Die Target-Salden innerhalb des Zentralbankensystems steigen und steigen. Allein die Bundesbank hat ungedeckte Überweisungen von netto 814 Milliarden Euro für andere Länder des Euro-Systems kreditieren müssen. Das entspricht etwa der Hälfte des deutschen Nettoauslandsvermögens. Die Target-Kredite finanzieren heutige und frühere Leistungsbilanzdefizite anderer Länder. Sie machen Deutschland zum Schlaraffenland-Kaufladen, in dem man beliebig anschreiben lassen kann, ohne dass der Ladeninhaber seine Forderungen jemals fällig stellen kann. Zurzeit haben die Schuldenländer sogar durchgesetzt, dass der Zinssatz auf Target-Schulden null ist. Die Deutschen begehren dagegen noch nicht auf, weil sie die Vermögensverluste noch nicht spüren….” (hier)

8 Gedanken zu „4 Tips zum 60er der EU

  1. Thomas Holzer

    Übermütige Politikerdarsteller lassen sich leider durch -nicht nur wirtschaftliche- Notwendigkeiten in ihrem megalomanen Tun nicht zügeln.

  2. Christian Peter

    Fünftens : EU – Binnenmarkt abschaffen, dieser funktioniert genauso nicht wie die Währungsunion. Wenn ein Währungsverbund mit höchst unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften nicht funktioniert, warum sollte dann ein Wirtschaftsverbund funktionieren ?

  3. Falke

    Die wenigen Politiker, wie etwa Sebastian Kurz, die sich überhaupt trauen, die Durchsetzung der ersten Reform (Zuwanderung in die Sozialsysteme verhindern) zu fordern, wenn auch nur in abgeschwächter Form, stehen in der heutigen EU auf verlorenem Posten. Das ist auch einer der Hauptgründe für die sinkende Akzeptanz der EU in der Bevölkerung und letztlich auch für den Austritt Englands – dem möglicherweise auch weitere Austritte folgen könnten. Wenn Frankreich die EU verlässt, ist das wohl deren Todesurteil.

  4. Der Realist

    man sollte aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Römischen Verträge mit der EU aber recht wenig gemein hatten

  5. mariuslupus

    Herr Professor Sinn wird doch nicht so naiv sein zu erwarten, dass die EU “Eliten” , die aktuell am Ruder sind, verstehen werden, dass eine Kursänderung unbedingt notwendig ist.

  6. Johannes

    Vier Punkte die Mut und Weitsicht erfordern, beides sehe ich in der EU Führung nicht daher wird wohl nichts draus.
    So treiben wir weiter den Niagara flussabwärts und nehmen das erreichen der Fälle als schicksalergebenes Naturwunder hin dem man nicht entfliehen kann.

  7. mh

    Die EU ist 24 Jahre alt, nicht 60.
    Was auch der Grund ist, warum sich die selbstverherrlichende Bezeichnung als “Friedensprojekt” schlicht verlogen ist. Das Friedensprojekt war Freihandel, nicht der Autoritarismus der EU.

  8. Christian Peter

    @nh

    Richtig, vor allem wurde der ‘Freihandel’ erst 1993 mit der Einführung des EU – Binnenmarktes Wirklichkeit, ein Projekt, das katastrophal scheiterte, wie man heute weiß.

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