Migration und Selbstbetrug

(MARCUS FRANZ) Im linken Spektrum überschlagen sich regelmäßig die Jubelmeldungen, wenn unter den hunderttausenden Migranten auch hochqualifizierte Leute gefunden werden. Die Meldungen über diese Sensationsfunde sind zwar längst nicht mehr so häufig wie noch vor einem Jahr, aber sie tauchen immer wieder auf. Damals wurde ja in den Medien und von der Politik noch fleissig fantasiert, Europa würde durch die Völkerwanderung nicht nur eine zahlenmäßige, sondern auch eine intellektuelle Bereicherung erleben.

Fakt ist: Wir erleben definitiv keine Invasion von arabischen Atomphysikern und Gentechnikern, sondern eine, die durch eine Unzahl von Analphabeten, Bildungsfernen, Glücksrittern und einigen Asyl-Betrügern gekennzeichnet ist. Nach allen offiziellen Berechnungen und Statistiken macht der Anteil der unter unseren ohnehin großzügigen Bedingungen anerkannten Asylberechtigten nur circa 50 % der Gesamtzahl aus. Somit haben wir große Mengen von Menschen hier, die wenig oder nicht ausgebildet sind und die finanziell der autochthonen Bevölkerung zur Last fallen – entweder weil sie ein Bleiberecht bekommen haben und sie deswegen auf Staatskosten jahrelang hier leben oder weil sie kein Bleiberecht bekommen haben, aber wegen der mangelnden Rückführungsverträge ebenfalls auf unsere Kosten längerfristig hier bleiben.

Aber zweifellos gibt es unter diesen Asylwerbern eine Reihe von Akademikern und besser Ausgebildeten, die von europäischen Unternehmen angestellt werden und die etwas zur europäischen Wirtschaft beitragen könnten. Aber gerade von diesem intellektuellen Potenzial wird eine auf lange Sicht destruktive, weil selbstbetrügerische Attitüde des Juste Milieu im deutschsprachigen Europa befördert: Die gigantische Migrationsbewegung erfährt dadurch immer wieder eine nicht gerechtfertigte und unfaire Apologie. Wenn wir nämlich den höher qualifizierten Asylberechtigten langfristige Arbeitsmarktchancen einräumen, so benachteiligen wir damit die heimischen Arbeitnehmer. Und das gerade jetzt, wo die Arbeitsmarktsituation ohnehin extrem angespannt ist.

Weiters fördern und beschleunigen wir mit diesem kontraproduktiven Wohlwollen ganz massiv den Braindrain aus den Herkunftsländern. Wir ziehen das geistige Potenzial von dort ab, wenn wir uns bereitwillig den Qualifizierten zuwenden und uns gegenseitig weismachen, wie gut diese Art der Migration für alle Beteiligten wäre.

Und Achtung, das klingt jetzt hart: Gerade den “besseren Fremden” hier bei uns reelle Bleibe-Chancen einzuräumen, ist weder im Sinne der hoffentlich bald befriedeten Herkunftsländer noch im Interesse der hiesigen Bevölkerung. Wir sollten, wenn wir wirklich altruistisch und politisch klug handeln wollen, viel mehr darauf schauen, dass gerade die Hochqualifizierten so schnell wie möglich wieder nach Hause kommen. Ihnen in der Zwischenzeit hier das Leben schmackhaft zu machen und für sie allerlei positive Zukunftsszenarien zu entwerfen, die eine Rückkehr nur mehr als B-Variante erscheinen lassen, schadet den Ländern im Orient und übt zusätzlich noch einen Sog-Effekt auf die in den besagten Staaten Verbliebenen aus. Folge: Es entsteht eine Spirale nach unten und die Krisenanfälligkeit steigt weiter.

Dass alle illegalen Migranten grundsätzlich und umgehend des Landes verwiesen werden müssen, versteht sich aus rechtsstaatlicher Sicht von selbst. Und dass unsere Regierung dringend verpflichtet ist, schnellstmöglich die derzeit angeblich 90% nicht abschiebbaren illegalen Ankömmlinge durch geeignete Maßnahmen in ihre Herkunftsländer zu schaffen, darauf muss hier gar nicht extra eingegangen werden.

Zurück zum Braindrain: International anerkannte Migrationsforscher wie Paul Collier und Ruud Koopmans haben über diese Problematik viel publiziert. Allein, im deutschsprachigen Raum wird kaum über diese Arbeiten berichtet. Der Grund: Die nüchterne Wissenschaft könnte ja den offiziellen “humanitären” linken Mainstream stören. Paul Colliers Buch “Exodus” war zwar Anfang des Jahres kurz in den Bestsellerlisten, aber heute redet keiner der Verantwortlichen mehr über seine validen Empfehlungen. Koopmans beeindruckende klare Erkenntnisse und Studien werden in Deutschland und Österreich überhaupt totgeschwiegen, obwohl er sich selbst als Linken(!) bezeichnet.

Wenn wir der intellektuellen Redlichkeit wieder Raum verschaffen wollen, dann müssen wir in der Politik die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Migrationsforschung in den Diskurs einbringen. Wir bewegen uns durch die absurden Verfehlungen der Einladungspolitik und der darauf folgenden Massenmigration schon auf eine Ebene des nackten Ressentiments zu, andererseits versuchen die selbsternannten Wohlmeinenden noch immer, aus den Trümmern der krachend gescheiterten Willkommenskultur neue Argumente für die “gute Migration” zu zimmern. Beides ist definitiv falsch und daher schlecht für Alle.

Gut ist nur, die Migration auf jenes Maß zu begrenzen, das vorteilhaft ist. Durch die gravierenden politischen Fehler, die seit 2015 begangen wurden und noch immer werden, tendiert dieses Maß aber nun schon gegen Null. (“TheDailyFranz“)

11 comments

  1. Christian Peter

    ‘Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Migrationsforschung müssen in den Diskurs eingebracht werden’

    ”Einwanderungspolitik ist bislang eine Mischung aus viel Emotion und wenig Wissen,” beschreibt es der Oxford – Ökonom und Migrations- und Armutsforscher Paul Collier treffend. Ein andere, sehr wichtige Erkenntnis von Paul Collier : ”Das Problem der Armut wird durch Migration niemals gelöst.”

  2. sokrates9

    Nicht erwähnt werden hier die afrikanischen Flüchtlinge, deren Qualifikation angeblich noch geringer als die von syrischen Flüchtlingen ist! Mich würde interessieren nach welchen Richtlinien hier in Österreich Asyl gewährt wird? Warum hat Österreich zB. die größte tschetschenische Kolonie Europas??

  3. Lothar Wölfel

    Sie schreiben:
    >>…Nach allen offiziellen Berechnungen und Statistiken macht der Anteil der unter unseren ohnehin großzügigen Bedingungen anerkannten Asylberechtigten nur circa 50 % der Gesamtzahl aus. …<<

    Das ist falsch, zumindest für Deutschland. Dort wurden 2015 nur 0,7% der Asylanträge als berechtigt nach §16a Grundgesetz anerkannt (https://twitter.com/WirtschaftDE/status/701455726418534401, Quelle BAMF)

    Sie meinen sich alle, die als "schutzberechtigt" anerkannt wurden. Unterhalb des Grundgesetzes ermöglicht eine nicht kleine Menge von Gesetzen und Richterentscheidungen ein "Schutzrecht" für illegal eingereiste Ausländer. Das ist allerdings kein Asyl.Kurz: Jede Asylanerkennung ist ein Schutzrecht, aber nicht jedes Schutzrecht ist ein Asyl.

  4. Mona Rieboldt

    Sokrates9
    Österreich war wohl das einzige europäische Land, das Tschetschenen aufgenommen hat. Sie werden sich vermehrt haben, Familiennachzug und weitere Tschetschenen werden gekommen sein, weil schon Landsleute von ihnen in Österreich sind. So werden es halt immer mehr.

    Tschetschenen verhalten sich wie alle Moslems, letztlich sind sie nicht zu integrieren, ebenso wenig wie Roma aus Bulgarien oder Rumänien.

  5. sokrates9

    Mona Rieboldt@ Zusätzlich sind die Tschetschenen in der Mehrzahl traumatisiert und gewaltaffin! Österreichs Polizei fürchtet diese Leute besonders!

  6. Falke

    Nebenbei bemerkt: Donald Trump hat unter anderem angekündigt, im Fall seiner Wahl die illegalen Migranten auszuweisen – nochmals: nur die illegalen. Na, mehr hat er nicht gebraucht: das gesamte Links-Grün-Gutmenschen-NGO-Spektrum hat sofort jaulend aufgeheult und ihn rassistisch, fremdenfeindlich, unmenschlich usw. genannt.

  7. mariuslupus

    Das Problem scheint sich von selbst zu erledigen. Entsprechend den Wünschen und Intentionen der Herrscherin, oder ist es korrekt, Frauscherin (?), hat der Bevölkerungsaustausch bereits begonnen. Zuerst emigrieren die Hochqualifizierten. Es gibt genug Länder die Hochqualifizierte Europäer beschäftigen können.
    Diese Europäer, werden durch noch höher qualifizierte Syrer, irakische Wissenschaftler, afghanische Ingenieure, ersetzt.
    Aber, apropos Qualifikation. Gestern, Diskussion bei Margot Illner. Peinlich wie immer, oberpeinlich ein Minister für besondere Aufgaben. Der einzige in der Runde, der logisch argumentieren fähig war – ein gebürtiger, in Deutschland aufgewachsener Syrer.

  8. Fragolin

    Putzig. Da macht der Tagesspeigel mal eine Ausgabe mit eingewanderten Journalisten, und dann schreiben die Dinge, für die jeder deutsche Kollege von der Stasi-AAS zum rassistischen Nazihetzer gestempelt worden wäre:
    http://m.tagesspiegel.de/berlin/wie-fluechtlinge-berlin-sehen-berlin-vergisst-die-obdachlosen/14692058.html?r=7771522
    In Österreich wurden Obdachlose, die sich an Lebensmitteln bedienen wollten, die unsere neuen Austauschbürger als nicht halal weggeworfen haben, von der Polizei verjagt. Das verstehen nicht einmal die Neubürger. Aber man darf davon ausgehen, dass sie eine klare Botschaft daraus ablesen: die Herrscher der Kuffar hassen ihre eigenen widerlichen Schweine und Affen und fügen sich in ihre Pflicht, den muslimischen Herrenmenschen, wie im Koran verheißen, unterwürfigst zu Diensten zu sein. Indem man die Vertreter der Religion der Überheblichen hofiert und die eigenen Ungläubigen wie Dreck behandelt, spielt man den religiösen Kampfpropagandisten in die Hände. Genau dort leiten die radikalen Fundamentalisten ihre Berechtigung ab, Ungläubige wie Dreck zu behandeln – tun das deren eigene Herrscher nicht auch? Und all die Gutmenschinnen, die mit angewidert herabgesenkten Mundwinkeln den stinkenden Sandlern aus dem Weg gehen, wenn sie in das verdreckte überfüllte Asylantenheim gehen, um dort jungen und gesunden Männern aus dem Orient und dem Amghreb die Betten aufzuschütteln und den Boden zu wischen, sie beweisen, dass die Frauen der Kuffar keinen größeren Wunsch haben, um den wahren Herrenmännlein zu Diensten zu sein. Also warum nicht die Eine oder Andere davon einfach packen, wenn der Stau zwischen den Beinen zu erdrückend wird? Die wollen das doch und ihre schwammigen schwulen Kuffarmännchen rennen eh beim ersten “Buh!” weg oder gaffen dämlich zu.
    Dort, und nur dort sitzen die eigentlichen Gründe für Radikalisierung und geistige Brandstiftung. Wie konnten “Flüchtlinge” so “Blitzradikalisiert” werden hat man sich nach Würzburg und Ansbach gefragt. Vielleicht lautet die Antwort: Weil wir darum gebettelt und unsere Herrscher dies gefördert haben?
    Nur eine Facette des Selbstbetruges in der Migrationsfrage…

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