Warum ist Populist, wer Probleme offen benennt?

Von | 24. Dezember 2016

(C.O.) Für seine unmittelbar nach dem Terroranschlag nach Berlin formulierte Forderung, Deutschland schulde es „den Opfern und der ganzen Bevölkerung, die Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik zu überdenken“, ist der bayerische Ministerpräsident, Horst Seehofer (CSU), hart kritisiert worden. Zu Recht: Zu einem Zeitpunkt, da es noch keinerlei belastbare Informationen über die Person des Täters gab, schon einen Zusammenhang zwischen ebendiesem Täter, seinen Opfern und der problematischen Zuwanderungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel herzustellen ist unseriös.

Seehofers Fehltritt ist umso ärgerlicher, als er damit ohne Not eine Sache diskreditierte, in der er grundsätzlich recht hat. Nicht nur Deutschlands Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik ist ja angesichts der Ereignisse der jüngst vergangenen eineinhalb Jahre in der Tat zu überlegen und neu in Richtung Vernunft, Verantwortung und Vorsorge zu justieren – und zwar unabhängig davon, wer dereinst für den Terroranschlag von Berlin verurteilt werden wird.

Das gilt für den Skandal, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten ihre Außengrenzen nach wie vor nicht einmal annähernd so robust gegen illegale Zuwanderung schützen, wie das gemäß europäischem Recht erforderlich wäre. Das gilt für den Skandal, dass noch immer viel zu viele Zuwanderer, die kein Recht auf Asyl haben, trotzdem nicht oder nicht schnell genug abgeschoben werden, sieht man von vereinzelten Show-Abschiebungen wie jüngst einer nach Afghanistan ab.

Das gilt für den Skandal, dass Asylverfahren noch immer viel zu lang dauern und dadurch Personen, die letztlich kein Aufenthaltrecht haben werden, viel zu lang im Land bleiben können. Warum schaffen es Schweizer, Norweger oder Niederländer in vielen Fällen innerhalb von 48 Stunden, ein paar Tagen oder schlimmstenfalls ein paar Wochen Asylverfahren durchzuführen, ohne dass dort der Rechtsstaat kollabieren würde? Seehofers Argument wäre deshalb vollkommen richtig gewesen, auch wenn es in Berlin gar keinen Anschlag gegeben hätte.

Gleichzeitig ist es überfällig, die letzten Residuen jenes hypermoralisierenden Migrationsdiskurses, der 2015 tonangebend war, in der intellektuellen Restmülltonne zu entsorgen. Davon, dass illegale Zuwanderung unsere künftigen Pensionen sichern werde, hört man zum Glück ja nur noch wenig. Auch das seinerzeitige Argument, es entstünden ja keine Kosten, ist mittlerweile als Lüge enttarnt.

Einigermaßen umstritten ist bloß noch die Frage nach Auswirkungen der Zuwanderung auf Kriminalität und innere Sicherheit. Da wird nach wie vor als Hetzer, Populist oder Rechtsradikaler denunziert, wer darauf hinweist, dass mit dem Zuzug einer großen Zahl junger Männer aus problematischen Kulturen zwangsweise zusätzliche Kriminalität entsteht und von der Politik billigend in Kauf genommen wurde.

Das wird freilich wenig weiterhelfen. Wenn etwa Hans Rauscher im „Standard“ nach der Vergewaltigung und Ermordung einer Studentin in Freiburg durch einen Afghanen schreibt, „Sexualverbrechen werden von ,echten‘ Deutschen und Österreichern genauso begangen“ und einen Populisten nennt, wer auf den Zusammenhang zwischen illegaler Zuwanderung und Vergewaltigungsdelikten hinweist, so deutet das auf eine überschaubar steile Lernkurve hin.

Denn immerhin meldet das Innenministerium für die ersten neun Monate des Jahres 2016 knapp 600 Verdächtige in Vergewaltigungsdelikten, von denen 91 Personen (also rund 15 Prozent) Asylwerber sind. Das entspricht nicht wirklich deren Anteil an der Gesamtbevölkerung und deutet deshalb auch nicht wirklich überzeugend in Rauschers „Wird von Deutschen und Österreichern genauso begangen“-These. „Genauso“ nämlich eben offenkundig nicht.

Es wird höchste Zeit, auch diese Problematik der massenhaften Zuwanderung faktenbasiert statt moralgetrieben zu erörtern. Ganz gleich, wer für den Terror in Berlin am Ende verurteilt wird. (“Presse”)

29 Gedanken zu „Warum ist Populist, wer Probleme offen benennt?

  1. waldsee

    die triebfeder hinter dem populismusvorwurf ist der psychoanalyt.begriff der PROJEKTION.

  2. Fragolin

    Andere Frage: Warum ist “Populist” in einer Demokratie ein Schimpfwort?
    In einer scheindemokratischen Parteiendiktatur, in der die Herrscherhäuser es als ihre Aufgabe betrachten, den verstockten Pöbel nur nachdrücklich genug dazu “erziehen” zu müssen, richtig zu ticken und jemand, der den Pöbel aus seiner Sedierung zu Erwecken versucht, das gesamte System zum Einsturz bringen kann, braucht man natürlich Begriffe der Verhetzung und Verächtlichmachung, man benötigt geschönte und verheimlichte Informationen und brav auf Linie marschierende Soldaten. Dafür reichen Geistesgrößen wie Merkel (die Frau ist gerissen, aber nicht intelligent) oder Gabriel oder Schulz absolut aus. Denkende sind die größten Gefährder. Das wusste schon Mao.

  3. waldsee

    Projektion, ein zentraler Abwehrmechanismus, das unbewußte Übertragungen von Affekten und Impulsen auf ein Gegenüber. Anteile des eigenen Selbst werden in einer mit Affekten und Wünschen einhergehenden Interaktion dem Interaktionspartner unterstellt – in der festen Überzeugung, dieser sei so, wie man ihn wahrnehme. Die Projektion dient aus Sicht der Psychoanalyse der Abwehr von Angst und der Aufrechterhaltung des Selbstbildes: Nicht ich selbst habe manipulierende Absichten, sondern mein Gegenüber und Interaktionspartner. Projektionen sind häufig der Grund für dauerhafte Konflikte in sozialen Beziehungen. Projektion steht im Gegensatz zum Mechanismus der Externalisierung: Externalisierung bedeutet, jemanden vorübergehend für das eigene momentane Mißgeschick verantwortlich zu machen, dann aber allmählich zu verstehen, daß dies der Entlastung des eigenen Selbstwertproblems dient. Bei Projektion geht es nicht um eine Reaktion auf einen ärgerlichen Vorfall und um die fehlende Übernahme von Verantwortung, sondern um die Abwehr eines inneren Triebimpulses oder Affekts, dessen Zuordnung zum eigenen Selbst Angst und Schuldgefühle nach sich ziehen würde. Der zunächst bei der Wahrnehmung anderer Personen vor allem zu Beginn einer Beziehung, bei noch nicht vorhandener Vertrautheit, unumgängliche Anteil von Projektion (auch: Vorausurteile) weicht schrittweise. Bei Persistenz der Vorausurteile kommt es zur Verfestigung und zu Vorurteilen, die dann als Aufhänger für Projektionen dienen müssen.
    (kopiert von google)

  4. Fragolin

    Übrigens sieht man da ein paar Unterschiede in den Parteien:
    SPD: Die Vordenker und Lenker dieser Partei sind die primitivsten Pöbler und dumpfbackigsten Selbstverherrlicher, die man sich vorstellen kann, und die der Partei gefährlich werdenden Leute sind die intelligenten kritischen Geister in ihren Reihen wie Sarrazin oder Buschkowsi. Da regiert die Dummheit und die Intelligenz birgt Gefahr. Getoppt wird das nur noch von den Grünen, deren intelligente Geister schon lange die Partei verlassen und das Feld kampflos Leuten wie Roth, Künast und Göring überlassen haben. Und Merkel hat die intelligenten, die sich nicht ihrem primitiven Opportunismus unterwerfen wollten gnadenlos über die Klinge springen lassen. Von der FDP reden wir lieber nicht, deren Niedergang war mit dem Abservieren Westerwelles beschlossene Sache und mit Genscher ist der letzte Intelligente dort schon längst verstorben.
    AfD: Die Vordenker und Lenker wie Petry und Meuthen sind intelligente Leute, und die Gefährder im Inneren sind primitive Pöbler wie Höcke oder Meuthen, bei denen es manchmal besser wäre, sie würden ihre Chefin reden lassen und selbst den Mund halten.
    Jetzt muss jeder Wähler nur noch für sich entscheiden, von welchen Parteien (ist nun mal unser System, nehmen wir es mal hin) er lieber regiert werden möchte; von jenen, bei denen die Dodel die Deutungshoheit haben und die intelligenten Stimmen gebremst werden oder von jenen, in denen die Intelligenz das Sagen hat und das einzige Problem darin besteht, die Dodel nicht zu laut werden zu lassen oder noch besser, sie zu entfernen (was bei dem hohen Dodeldurchschnitt in der Gesamtmenge des Staatsvolkes sehr schwer sein wird…)

  5. Fragolin

    @waldsee
    Ich versuche es immer etwas kürzer: Alle Vorwürfe der Systemparteien gegen ihre Kritiker muss man so verstehen, dass die es einfach nicht bleiben lassen können, konsequent von sich auf andere zu schließen. Bestes Beispiel: Frau Roth, die Demonstranten unterstellt, zuwenig Hirn zu haben. 😉

  6. Fragolin

    Nachtrag: Das ist auch der Grundirrtum der ganzen “Flüchtlings”-Politik: Die ganzen Gutmeinenden können es nicht verstehen, dass die “Flüchtlinge” sich so verhalten, wie sie wollen, und nicht so, wie die Gutmenschen es tun würden, wenn sie selbst die Flüchtlinge wären. Sie haben zwar gelernt, dass man sich in den anderen hineinversetzen soll, aber nicht begriffen, dass man den anderen nicht mit sich ausfüllen soll. Maghrebiner mit Sehnsucht nach lukrativer Karriere als Selbstbediener oder Rauschmitteldienstleister werden sich einfach wie Kleinkriminelle Armleuchter benehmen und nicht wie ein deutscher Gutmensch, sollte dieser vor der heraufziehenden Finsternis einer AfD-Kanzlerin oder ähnlicher Unbill nach Kanada fliehen dortselbst. Anstatt sich in den anderen zu versetzen, füllen sie ihn mit sich und glauben dann auch noch felsenfest, das wäre Empathie. Deshalb sind die meisten Gutmenschen auch solche Egozentriker.

  7. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Die sogenannte Flüchtlingspolitik vom Merkel-Regime sollte man nicht auf eine Verkettung von “Irrtümern” reduzieren. Einen Irrtum wird man irgendwann begreifen, künftig vermeiden und – sofern noch möglich – korrigieren.

    Merkel hängt einer perversen Ideologie an, die sie für alernativlos hält. Sie nimmt die Welt mit diesen ideologischen Filter wahr und übersteuert Lücken und Widersprüche mit eigenem Wunschdenken.

    Es wird Ihnen sicherlich aufgefallen sein, dass in der sogenannten Flüchtlingskrise eine Lüge die nächste Lüge jagt (es mag individuelle Ausnahmen geben, aber die sind zahlenmäßig eher untergeordnet). Praktisch jede Eskalationsstufe ist im voraus absehbar.

    Diejenigen, die glauben, dass Merkel ihre “Irrtümer” einsehen wird, werden vergeblich warten. Merkel hat ja nur Fehler in der Kommunikation eingeräumt, nicht aber in der Sache selbst: dem dummen Pöbel muss man es halt langsamer erklären.

    Merkel hat Deutschland einen ideologischen Käfig übergestülpt. Ihr Gartenzwerg, die Medien und die vom Familienministerium mit opulenten finanziellen Zuwendungen bedachten, ausgelagerten “Nicht”-Regierungsorganisationen sorgen dafür, dass die Schäfchen nicht noch rechtzeitig ausbüchsen können.

    Ähnlich wie im Kommunismus bzw. National-Sozialismus leben alle jene gefährlich, die auf die Widersprüche zwischen Utopie und Realität hinweisen. Man fürchtet, dass jemand die perverse Natur der zugrundeliegenden Philosophie als das erkennt, was sie ist und die Erkenntnisse einer größeren Zahl von Menschen zugänglich macht.

    Unter Stalin wurden Dissidenten als “Faschisten” verfolgt. Der Massenmörder Fidel Castro bekam jedes mal Schaum um dem Mund, wenn er gegen “Imperialisten” sowie “Konterrevolutionäre” hetzte und für Merkel sind all ihre Kritiker eben “Rechte”.

    Merkel sieht bei sich keine Irrtümer. Der Makro wird wie programmiert abgespult und das Leid, dass sie anrichtet, ist nur eine “Bewährungsprobe” auf dem Weg in ihre Utopie.

  8. Fragolin

    @Selbstdenker
    Abyssus abyssum invocat, um es mit Asterix’ altem Widersacher zu sagen… 😉

  9. mariuslupus

    Was hat das Wort Populist im seriösen Sprachgebrauch noch zu suchen ? Der Gebrauch dieses Wortes zeigt über welche Oberhoheit die politisch Korrekten sprachlich verfügen. Mit diesen Wort, dass eigentlich nichts anderes bedeutet, als dem Volk zuzuhören, auf das Volk zu hören, hat die vereinigte Linke die bürgerliche Seite in die Defensive gedrängt. Niemand wollte Populist sein und schon überhaupt nicht ein Rechtspopulist zu sein. Das Verdikt der Staatsmedien rechter Populist zu sein wurde als Fallbeil eingesetzt. War und ist, die Legitimation mit jemanden, der nicht der gleichen Meinung ist, ergo Rechtspopulist ist, nicht zu diskutieren, seine Argumente entwerten oder ganz einfach niederschreien. Niemand ist auf die Idee gekommen, sollte Populist tatsächlich ein Schimpfwort sein, dass die EU in der Zwischenzeit von Linken Populisten beherrscht wird. Von Obertanen, die versprechen, was sie nicht vorhaben einzuhalten, die Bevölkerung anlügen – der Euro ist die Zukunft Europas, Flüchtlingspolitik, Redefreiheit, der Staat schützt seine Bürger.
    Die Schweiz ist vielleicht in manchen Bereichen ein Vorbild, aber sicher nicht in der “Asylpolitik”. Auch in der Schweiz ziehen sich sogenannte Asylverfahren in die Länge und die nicht Annerkannten bleiben in der Schweiz und werden vom Staat unterstützt. Z.B. Eritriäer, von Anfang an war klar dass sie kein Anspruch auf Asyl haben, leben aber seit mehreren Jahren auf Staatskosten in der Schweiz.
    “Ganz gleich wer für den Terror in Berlin verurteilt wird”. Prophetische Fähigkeiten sind nicht notwendig um zu voraussagen dass kein Verantwortlicher für die geplanten Morde in Berlin verurteilt wird. Noch schlimmer, es wird auch niemand von denen die eigentlich für die Sicherheit der Bürger verantwortlich sein sollten, sich stellen und Konsequenzen ziehen. Es sind auch keine prophetischen Fähigkeiten notwendig zu sehen, dass der Umgang der, die weiteren Terror verhindern sollten, den nächsten Terror begünstigt. Die Frage ist nicht ob sich ein nächster Mordanschlag ereignet, sondern wann und wo.
    Ergänzung, vor lauter Aufregung wegen Berlin wurde die ermordete Studentin in Freiburg ganz vergessen. Sehe kein Unterschied zwischen diesen zwei Morden. Ob es einen oder zwölf trifft, ist für die Opfer und ihre Angehörigen unerheblich.

  10. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Exakt. Und der erste Abgrund liegt in den philosophischen Grundlagen der Merkel-Ideologie. Dort ist die ursprüngliche Krebszelle beheimatet, die zum Geschwür im politischen System Deutschlands angeschwollen ist und mittlerweile die hässlichsten Metastasen im Leben vieler Deutscher (und zunehmend auch anderer Europäer) ausbildet.

  11. astuga

    Man hat es ja irgendwie geahnt…
    Einer der beiden Imame (Ferid Heider) bei der Trauerveranstaltung in Berlin bei Anwesenheit der Regierungsspitze stellt sich jetzt als Fundamentalist heraus.
    So preist er auf seiner Webseite Bücher des einflussreichen Islamisten-Predigers Yusuf al-Qaradawi als etwas an das in jeden muslimischen Haushalt gehört.

    Ahmad Mansour meint auf facebook dazu:
    “Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten laden die Kirchen einen Tag danach in der Hauptstadt zum Gebet und zum Innehalten ein. Auch Muslime und Juden bekunden ihre Solidarität mit den Anschlagsopfern.
    Unter anderen hielt vertretend für Muslime der Imam Ferid Heider ein kurzes Statement.

    Mir geht’s nicht um die Inhalte seiner Rede, viel mehr um das was Heider repräsentiert: um sein Islamverständnis. Denn, wie soll man beispielsweise die Tatsache verstehen, dass er Al Qardawis Buch “Erlaubnis und Verbotenes im Islam” auf seiner Seite bewirbt? Al Qardawi ist eine Größe in der arabischen, islamischen Welt, ein Gelehrter, der die Selbstmordanschläge gegen Juden in Israel legitimiert und offen Jahre lang zum Jihad in Syrien aufgerufen hat.

    Darüber hinaus ist Heider ein Anhänger von #Verschwörungstheorien, wie einer seiner Posts deutlich macht bekräftigt.
    Wer ausführlicher über die Person Heider und seiner Islampositionen erfahren will empfehle ich das Buch von #Sineb El Masrer, #Emanzipation im Islam- eine Abrechnung mit ihren Feinden.

    Ein Flüchtling oder ein Jugendlicher, der Interesse an seiner Religion hat, sieht in den Medien diesen Imam umgeben von Merkel, Gauck, hochrangigen Politikern, Vertretern der Kirchen und denkt, diesem Mann zuzuhören sei legitim. Wenn das keine Legitimation seines Islams ist, dann weiß ich nicht mehr. Ein Islamverständnis, das auf Abwertung und Ausgrenzung basiert, ein Islamverständnis das die Basis zu weiterer #Radikaliserung sein könnte… das ist der #Opfer nicht würdig.”
    https://www.facebook.com/mansour.ahmad

  12. Falke

    (Etwas) O.T.: Habe mir den “satirischen Jahresrückblick” von Dieter Nuhr angehört – eigentlich “angetan”, muss man jetzt eher sagen. Der war früher einmal (bis vor 2 Jahren) ein geistreicher Satiriker mit feinem Humor. Was ist jezt aus ihm geworden? Ein strammer Propagandist der Merkel-Gabriel-Regierung, deren Vorgaben er dem Publikum 1:1 völlig geist-, witz- und humorlos mit dem Holzhammer einbläut. Natürlich voller Wut gegen “Rechtspopulisten”, AfD und die sonst üblichen. Das machte ungefähr 80% seiner Sendung aus. Trump war natürlich auch ein Thema (ich muss wohl nicht extra betonen, wie er dazu steht – ebenfalls völlig humorlos) Sein Fazit: Nicht das demokratische System ist das Problem, sondern die Wähler. Sein “witziger” Vorschlag: alle, die mit einer “blöden Fresse” ins Wahllokal kommen (das sind nämlich die “Dunkeldeutschen”), sollte man mit den Worten “Du nicht!” gar nicht wählen lassen. Wahrlich, ein Musterdemokrat!

  13. Fragolin

    @Falke
    Nuhr ist nicht blöd. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt: Wenn er weiterhin sein Geld bei den Öffentlichen abschöpfen will, muss er liefern. Wer mit den Wölfen frisst, muss mit den Wölfen heulen. Diktaturen sind immer der Nährboden für Opportunisten. Das gilt vor Allem für Meinungsdiktaturen. Schade, nicht mehr konsumierbar, so wie inzwischen alles, was das deutsche Propagandafernsehen abliefert.

  14. Falke

    @Fragolin
    Ja, leider haben Sie völlig recht. Ich habe mir auch vor ein paar Tagen den – zwar bekannt linken, doch immerhin recht witzigen – Urban Priol angehört: ganz ähnlich, aber doch noch – zumindest zeitweise – etwas lustig.

  15. Mona Rieboldt

    Merkel ist zwar der Ursprung, dass es zu einem Tsunami kam mit illegalen Arabern und Afrikanern, gleichwohl war sie nicht allein. Da haben viele mitgemacht, besonders auch österreichische Politiker, dazu auch Teile der Bevölkerung in D und A mit ihrem Willkommen, Teddybären, der Versorgung und Hätschelung der Asylanten. Merkel wäre gar nicht dazu in der Lage gewesen, hätten nicht so viele mitgemacht. Auch Österreich hätte seine Grenzen schließen können wie Orban das tat, dafür beschimpft wurde von D und EU.

    Es greift jedenfalls zu kurz, nur Merkel wäre es gewesen. Auch Hitler hätte nicht so eine Tötungsmaschinerie in Gang setzen können, wenn nicht so viele mitgemacht hätten. Und die Nazis waren keine Alien. Es sind viele beteiligt an den Missständen, die wir heute haben. Allerdings haben Deutsche mehr als Österreicher den Drang zur Realitätsverweigerung.

  16. Falke

    @Fragolin
    Besonders treffend und geistreich finde ich die “Acta diurna” vom 23.12. Da diese – Ihren Worten zufolge – zu Ihrer ständigen Lektüre gehören, nehme ich an, dass Sie sie gelesen haben 😉

  17. Der Realist

    für miese Schreiberlinge in ihren warmen Redaktionsstuben, ist eine Vergewaltigung ja nicht so schlimm, sie laufen nur sofort zu Gericht, wenn sie auch nur mit etwas deftigeren Worten angegriffen werden, da haben sie Hosen gestrichen voll.
    Und wie die Reisefreiheit in Europa funktioniert, hat man ja erst gesehen.

  18. Fragolin

    @Falke
    Ja, kenne ich, sehr treffend (wie immer bei Klonovsky; wer kann der kann). Habe auch gerade erst vor Kurzem eine Karikatur gesehen, finde die aber nicht mehr, wo von der Leyen in Afghanistan vor Soldaten spricht: Seitdem wir die Taliban-Kämpfer in Deutschland aufnehmen hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan stark verbessert.
    Das Merkel-Regime schafft es wirklich, dass der politische Witz wieder in Mode kommt. Und wahrscheinlich auch, dass auf den bald wieder Haftstrafe steht.
    Ob es den Knast in Bautzen noch gibt? Mal Kahane fragen…

  19. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt:
    OK. Ich muss hier etwas präzisieren: Merkel, ihr Gartenzwerg und die Familienministerin (im Sinne von Mafia) sind gewiss nicht die einzigen Beteiligten, aber sie sind diejenigen, die die politische Macht hätten, den Spuk recht schnell zu beenden. Die Ereignisse vom Sommer 2015 wurden von mehreren Seiten mindestens ein- bis zwei Jahre vorher eingefädelt.

    Die Ereignisse in Köln vor rund einem Jahr, die Entzauberung der Medien sowie die Wahl von Donald Trump haben Merkel, Hillary & Co. Eine Strich durch die Rechnung gezogen.

  20. Fragolin

    @Mona Rieboldt
    Hat jemand was anderes behauptet? Wir wissen alle, dass ein Führer ohne Gefolgschaft nur ein Idiot mit begrenzter Lebenserwartung ist. Ohne ihren Machtinstinkt und ihre Speichellecker wäre Merkel Kassenknipserin in einem uckermärkischen Provinzkino. Oder vielleicht Gleichstellungsbeauftragte des örtlichen Blockflötenvereins.
    Wäre auch besser gewesen für alle Beteiligten.

  21. Mona Rieboldt

    Fragolin
    Wenn die CDU durch Merkel noch mehr verliert, werden nach der Wahl hunderte von CDU-Politikern sich eine neue Arbeit suchen müssen, viele ihrer Speichellecker halt. Die SPD liegt bei 20%. Wenn die AfD bei 15% liegt, hat sie schon die Grünen und Linken überholt. Aber die Gefahr durch Rot-Rot-Grün wird viele dann doch CDU wählen lassen.

    Und Merkel wird wieder Kanzlerin sein nach den Wahlen. Dann regiert sie halt mit Grünen, SPD und FDP weiter. Grauenvoll, aber so wird es wohl kommen.

  22. sokrates9

    Die Flutung Europas mit moslemischen Atomwissenschaftletn ist leider nicht Merkel’s Idee! Mir ist es unverstaendlich dass dieses Europa welches die letzte hundert Jahre Innovationslieder in den meiste Disziplinenwar sich ploetzlich dem Mittelalterlichen Islam zu unterwerfen beginnt! Da ist eine Finanzierung durchh Saudis meiner Meinung nach viel zu kurz gegriffen!

  23. sokrates9

    Sorry fuer die Rechtschreibfehler, doch hoffe das Christkind groesseren Bildschirm bringt!

  24. Fragolin

    @Mona Rieboldt
    Merkel ist eben “alternativlos”.
    Preisfrage: Wenn alle sich selbst als einzig demokratisch legitimiert verstehenden Parteien endlich zu einem Parteienblock, nennen wir ihn “Nationale Front”, verschmolzen sind und das eine üble Schmuddelkind, nennen wir es “demokratie- und verfassungsextremistische Populistenpackpartei”, endlich vom Bundesverfassungsgericht hochoffiziell verboten wird, auf Wahlzetteln aufzutauchen, regiert Merkel mit exakt den gleichen Mitteln wie:
    a) Baschar al Assad
    b) Saddam Hussein
    c) Erich Honecker
    oder d) alle drei? 😉

    @sokrates9
    Die Finanzierung durch die Saudis oder der Kampf Soros’ gegen das verhasste Europa sind auch nicht die einzigen Steinchen in dem Mosaik. Es ist ein konglomerat aus verschiedensten Interessengruppen, die just zu dieser Zeit Gewinn aus der gleichen Entwicklung zu schlagen hoffen und daher an einem Strang ziehen, den sie sonst nicht einmal mit desinfektionsmittelgetränkten Lederhandschuhen angreifen würden. Da finden sich Ultralinke und superreiche Spekulanten in einem Boot und sogar der katholische Glaubenskonzern verdient mit seiner Betreuungsindustrie Milliarden an Kohle mit der Pamperung von Christenhassern und Kriminellen und nimmt lieber das Kreuz ab als auf sprudelnde Einnahmen zu verzichten. Hotelbesitzer verdienen besseres Geld mit eingelagerten Humangeschenken als mit dem mühsamen Kampf um eine Handvoll Touristen in strukturschwachen Gebieten, Firmen mit leerstehenden Lagerhallen haben sich eine goldene Nase verdient, aber mit Platin überzogen, und können die nächste “Flüchtlingswelle” kaum erwarten. Linke wollen alles Deutsche ausrotten, dieses miese Stück Schei*e soll verrecken, wie sie vollmundig fordern, und außerdem muss nach Fischers Richtlinie das Geld der Deutschen vernichtet werden, aus dem Fenster geworfen, egal wofür, Hauptsache die Deutschen haben keines mehr. Die Wachstumsfanatiker brauchen statistische Zahlen, egal wo die Leute herkommen und ob es Verbrecher sind, alle rein, denn die Endabrechnung muss stimmen und die Industrie braucht Konsumenten – der Bau boomt für die geschenkten Wohnungen, die Ankommenden sind oft markenbewusst und werden mit Nike und Adidas eingekleidet, während der Michel immer mehr bei kik und dem Preispiraten einkauft, Zetsche reibt sich die Hände ob der von Hehler- und Dealergeld gekauften Nobelkarossen, die seine heimischen Schöpfer und die ehemals balkanischen Flüchtlinge, denen man Hausgeschenke und das Rundum-Sorglos-Paket auf Lebenszeit ebenso verwehrte wie man dies bei Deutschen tut, bis 73 am Fließband zusammenschrauben, damit der kleine Ali nach drei Jahren Antänzerkarriere endlich den erträumten Stern fahren kann. Da existiert keine geheime Weltregierung mit Masterplan, sondern das Zusammenspiel vieler Kräfte. Und immer wieder hängen die Gleichen mit drin, immer wieder Soros oder die Clinton-Stiftung, immer wieder Saudis und Qatar, immer wieder Marxisten und Grünfaschisten – alles Gruppen, die sich sonst nicht einmal mit der Kneifzange gegenseitig berühren würden, aber deren Interessen durch gemeinsames Handeln besonders gewahrt werden.
    Genau das macht es ja auch so schwer, dagegen anzukommen, falls es überhaupt noch Mittel und Wege gibt, die Situation halbwegs gewaltfrei in den Griff zu bekommen. Wir stehen im Schachspiel der global player vor einer großen Rochade, und da werden noch einige Figuren fallen.

  25. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Ihre Replik auf sokrates9 beschreibt die Vorgänge auf globaler Ebene sehr treffend: es finden verschiedene Macht- und Politaggregate zueinander. Und dort wo es gemeinsame Interessen gibt, werden formelle oder informelle Vereinbarungen getroffen, die es dann lokal umzusetzen gilt.

    Diese Aggregate handeln nicht im Sinne von denen, die sie angeblich vertreten. Sie bilden enorme Eigeninteressen aus, beschäftigen sich selbst und die darunter liegenden Entscheidungsprozesse aus denen sie ihre Legitimation ableiten, sind meist dysfunktionaler Natur.

    Ideologie spielt innerhalb vom jeweiligen Aggregat eine herausragende Rolle. Und hier kommt Merkel als Gallionsfigur ganzer Heerscharen marxistischer Akademiker, Politikern, Journalisten, Kommunikationsberater, Parteifunktionäre, NGO-Führungskräfte, etc. eine entscheidene Rolle zu.

    Das Virus ist schon seit Jahrzehnten in den Blutbahnen westlicher Gesellschaften eingeschleust. Aber zum Ausbruch der Krankheit kam es, als die 68er Generation und die, die ihr nahrstehen, in die höchsten Ämter kamen; z.B. Obama in den USA, Merkel in Deutschland und Papst Franziskus im Vatikan.

    Sie hängen einer Ideologie an, die dem Westen – völlig zu unrecht! – das Schlechte auf dieser Welt andichten und jenen Menschen, die sie eigentlich vertreten sollten, eine konstruierte Erbschuld andichten.

    Was es bedeutet, wenn solche Leute auf internationaler Ebene Vereinbarungen treffen, brauche ich wohl nicht mehr weiter zu erläutern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.