45 Millionen für ein Jahr länger leben?

(C.O.) Reiner Eichenberger ist einer der bekanntesten Ökonomen der Schweiz, Inhaber des Lehrstuhls für Theorie der Finanz- und Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und für viele einer der einflussreicheren Schweizer Intellektuellen. Entsprechend laut war der Aufschrei, nachdem er in einem Gespräch mit der “Neuen Zürcher Zeitung” die steile These formulierte, der “Lockdown” der Schweiz wegen Corona sei der falsche Weg gewesen: “In einigen Wochen werden wir uns fragen: Sind wir eigentlich völlig von Sinnen gewesen?”   Laut seinen Berechnungen kostet die Schweiz derzeit ein einziges zusätzliches Lebensjahr, das sie bei meist betagten Patienten dem Virus um den Preis des wirtschaftlichen Stillstandes abringt, sage und schreibe 45 Millionen Euro. “Würde ein Medikament, mit dem jemand noch ein Jahr länger leben kann, so viel kosten, würde die Gesellschaft doch sagen: Spinnt ihr?” weiter hier

7 comments

  1. sokrates9

    Ich glaube selbst die Rechnung mit 45 Mio greift zu kurz! Wie wurden die unzählig Kranken, die derzeit nicht behandelt werden da mitkalkuliert ?. Es gibt anscheinend eine ganze Menge auch von den Krankenkassen bezahlte Physio, Psychotherapeuten, Reha Zentren, Kurzentren, Arztbesuche, Massagen , Therapien. Da anscheinend nicht notwendig könnte man das alles streichen. Oder hat das für die Volksgesundheit – inkl. Sport in allen Varianten – für die Volksgesundheit doch einen Sinn?

  2. Andreas Tögel

    Hervorragender Beitrag! Wie immer gilt die Bastiat´sche Weisheit: “was man sieht und was man nicht sieht.” Die armen Schweine, deren lang geplante Hüft- oder Staroperationen (etc.) auf unbestimmte Zeit verschoben wurden, sieht beispielsweise keiner (allein in meinem Freundeskreis finden sich mehrere Fälle). Die müssen jetzt halt leiden – nur damit jede Menge Betten brachliegen (die vermutlich nie für theoretisch mögliche Corona-Opfer gebraucht werden) und ganze Horden medizinischen Personals Däumchen dreht und teure Infrastruktur (z. B. in den Radiologien) ungenutzt herumsteht. Alles starrt wie gebannt auf nichts anderes als auf fragwürdige Statistiken. Nie wurde Politik technokratischer und weniger empathisch gemacht, als gerade jetzt.
    Man muss dem Gottkanzler und seiner Laienspielertruppe, das sei eingeräumt, allerdings zubilligen, dass er es – zumindest zu Beginn der Krise – nicht besser wissen konnte. Wer die Trümmerwüste aufräumen soll, die seine radikale Wirtschaftsbremse hinterlassen wird – und wer das öffentliche Krankheitsverwaltungssystem nach dem Wegfall Zehntausender Nettosteuerzahler künftig finanzieren soll, kann derzeit vermutlich niemand sagen – auch kein noch so schlauer WIFO-Agent.

  3. GeBa

    Wieviel Corona Krake wurden eigentlich im Gebäude der Wienr Messe bisher untergebracht? Für 800 hat man doch ausgestattet, nicht wahr? Herr BM Ludwig ist sehr großzügig im Moment, daher habe ich mir auch den 50,– € Gutschein für Senioren geholt, ich kann ihn ja herschenken, denn ich fahre nach wie vor gerne mit meinem eigenen Auto. Nur zu dumm, dass man das Hotel Intercont anscheinend nicht nur nicht brauchen kann wegen der Ausstattung sondern weil einfach die Kranken fehlen…..

  4. aneagle

    Der Lockdown dient auch der Antwort auf die Frage inwieweit ein Experiment mit der Angst den ins Auge gefassten anstehenden Enteignungssprung von derzeit 50% auf die geplanten 75% ohne Bürgerkrieg bewerkstelligen kann. Frühere Experimente , z.B. unter Frankreichs Premier Hollande, endeten unschön, bzw. mit Macron und fast ebenso schlimm, mit freien Bürgern und gelben Westen. Da ist der sanfte Kogler- Weg “erst die Toten, dann die Reichen” also Erbschaftssteuer, dann Millionärsneidsteuer, für Private und Milliardärsstrafsteuer für noch immer hartnäckig gewinnbringende Firmen, der zielführende Weg in den angestrebten Armutskommunismus nach dem Muster Venezuelas.. Die schlichten Deutschen, solcher gewundenen Wege nicht mächtig, werden einfach mit einem 20% “Virus-Sieg-Soli” auf das Gesamtvermögen und das jeweilige jährliche Einkommen abgezockt. Das Restvermögen reicht höchstens zum Bezahlen der Knöllchen, wegen uneinsichtigen Fahrens mit Verbrennungsmotor.

  5. astuga

    Das unliebsame Ergebnis…
    Prof. Streeck (Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn) präsentiert Zwischenergebnisse der „Covid-19 Case-Cluster-Study“.
    Ua. liegt demnach die Sterblichkeit bloß bei 0,37 %, und damit deutlich unter den bisher genannten 1,98 %.

    Das passt natürlich dem bisherigen Experten der Medien und Regierung Prof. Drosten (Chefvirologe der Berliner Charité) überhaupt nicht.
    Im ZDF meinte er: „Wir brauchen ganz schnell ein Manuskript, das wir wirklich beurteilen können.“
    Prof. Drosten gehörte bereits 2009 bei der Schweinegrippe zu den Angstmachern.
    Siehe ua: https://www.achgut.com/artikel/bericht_zur_coronalage_07.04.2020_unsere_coronaprofis

  6. Johannes

    Wenn Herr Andreas Tögel bedauernswerte Menschen als “arme Schweine“ tituliert lässt das für mich gewisse Rückschlüsse zu, aber was soll`s eigentlich wollte ich Herrn Tögel und allen die seiner Meinung sind einen Vorschlag unterbreiten.

    Ein Vorschlag der eigentlich keine große Sache sein sollte, für jeden der Covid 19 für eine unterdurchschnittliche Grippe hält.
    Also wie wäre es wenn Sie, Herr Tögel und alle die so wie Sie die Sache sehen eine Patientenverfügung für sich selbst verfassen.
    Es braucht dazu nicht einmal einen Notar.
    Wenn Sie also, in der vollen Überzeugung sind das Covid 19 niemals das ist als was es weltweit gehandelt wird, so können sie mit einer Verfügung die besagt das Sie niemals wegen einer ev. Covid 19 Infektion intensivmedizinisch versorgt werden wollen einen Beitrag leisten den Shutdown zu beenden.

    Machen Sie eine Verfügung melden Sie es von mir aus dem Gesundheitsministerium und versuchen Sie so viele Menschen wie möglich von ihrer Entscheidung zu berichten und sie dafür zu gewinnen.

    Auf einen Schlag wären Millionen Menschen nicht mehr als potentielle Intensivpatienten im Spiel und die theoretischen Überlastungen der Intensivstationen könnten auf eine praktische, realistische Weise wesentlich reduziert werden.

    Eine Win-Win Situation, das Gesundheitssystem muss Sie Herr Tögel und ihre Anhänger, nicht mehr auf der Rechnung haben und kann daher für alle jene da sein die Beatmungsgeräte brauchen weil sie nicht, so wie Sie, die Harmlosigkeit des Virus durchschauern und aus unerklärlichen Gründen in Hyperventilation verfallen.

    Wenn nur noch ein paar Hundertausend an Covid 19 glauben und der Rest per Verfügung jede medizinischen Versorgung ablehnt und sich selbst zu Hause kuriert ist das Problem gelöst.

    Also worauf warten Sie noch meine Damen und Herren machen Sie den ersten Schritt, zeigen Sie das Sie dass was Sie andauernd behaupten auch glaubwürdig leben.

    Die Regierung müsste nach einer solchen Massenverweigerung, bezüglich Covid 19 intensivmedizinisch betreut zu werden resignieren und alle Einschränkungen sofort aufheben.

    Reden Sie nicht, tun Sie etwas, die Zeit drängt, es liegt einzig an Ihnen, beenden Sie dieses unwürdige Verhalten der Regierung mit einer persönlichen Patientenverfügung.

  7. Johannes

    Zweiter Versuch: Jeder der Covid 19 für harmlos hält soll einfach eine Patientenverfügung für sich selbst ausstellen mit der klaren Regelung im Fall einer Covid 19 Infektion, auch für den Fall das es notwendig wäre, auf ein Intensivbett inklusive ev notwendiger Beatmung, zu verzichten.

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