Sparer enteignet, Budget saniert

Nach Berechnungen der Comdirect Bank und des Finanzdienstleisters Barkow Consulting haben deutsche Sparer allein im ersten Halbjahr 2018 aufgrund der Nullzinspolitik 17 Milliarden Euro verloren – mehr, als der Bund 2017 Schulden abgebaut hat. Während sich die Politiker im Erfolg ihrer „Schwarzen Null“ sonnen, stehen die Bürger auf der Verliererseite. Sie befinden sich in der Gläubiger-Position, sofern sie Ersparnisse besitzen. Ihre Sparkonten, Rentenfonds und Lebensversicherungen werfen immer weniger ab. weiter hier

5 comments

  1. astuga

    “Warum aber lassen die Bürger als Steuerzahler und Sparer das mit sich machen, obwohl sie sich als Wähler der schleichenden Enteignung von Staats wegen mit dem Stimmzettel entgegenstemmen könnten?
    Zunächst einmal werden viele gar nicht verstehen, wie sie über das Geldsystem benachteiligt werden…”

    Was, das kann nicht sein?!
    Die Reichen (vulgo Mittelstand, weil die wirklich Reichen richten sich`s schon) werden immer reicher – wir brauchen mehr Solidarität – Vermögen gehört gerecht (also bis die Schwarte kracht) besteuert!
    Auch etwas Erben ist unfair (die Kaffeehäferln von der Oma lassen wir noch durchgehen)!

  2. Johannes

    Letztendlich wird Vertrauen zerstört und Vertrauen ist bekanntlich am schwersten zu gewinnen. Das bedeutet wenn sich die fiskalpolitischen Fehler einmal nicht mehr verbergen lassen, wenn der echte, messbare Verlust von realem Geld von der Masse der Sparer wahrgenommen wird ist mit erdrutschartigen Reaktionen zu rechnen.
    So wie in Griechenland wollen dann alle gleichzeitig ihre Ersparnisse abheben.
    Entweder um es in andere krisenfeste Währungen, in Immobilien oder Gold anzulegen.
    Nur Plastikgeld würde den Machthabern ein Instrument in die Hand geben um den Zugriff der Sparer auf ihr eigenes Geld zu verhindern.

    Die DM war eine starke Währung sie hat perfekt zu Deutschland gepasst, die Lire war eine schwache Währung sie hat perfekt zu Italien gepasst. Der Euro passt mittlerweile nicht mehr zu Italien, Spanien und Griechenland aber wenn es gelingt ihn “weich“ zu machen dann passt er nicht mehr zu Deutschland.

    Wie hieß es so schön in Kulis Europa Rate-Runde “Einer wird gewinnen“ sehr vorausschauend, so wird es dann wohl sein.

  3. Sokrates 9

    Dank unsere perfekten oekonomischen Ausbildung braucht man sich nicht zu wundern dass die Mehrheit nicht versteht wie sie enteignet wird!

  4. astuga

    @Johannes
    Wobei auch Plastikgeld immer mehr durch digitale Technologien abgelöst wird.
    Die Zukunft (bzw ja bereits jüngste Realität) ist dann die App am Handy und die Smart Watch als Geldbörse.
    Mit noch weniger Kontrolle und Übersicht.
    Und bei “gesellschaftlichem Fehlverhalten” (oder was die Betreiber dafür halten) steht man uU. ganz schnell ohne Zahlungsmöglichkeit da.

    Und auch wenn man das an sich ablehnt, die Technologie und ihre Proponenten schaffen Fakten denen man nur schwer entkommt.

  5. astuga

    Ergänzung: Das sind teilweise ja nichtmal mehr Bankinstitute denen wir dann unser Geld bzw unsere Geldflüsse anvertrauen.

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