Jean Ziegler: Aufruf zum Mord, na und?

(ANDREAS TÖGEL) Die liberale Marktwirtschaft, oder, wie deren Feinde zu sagen pflegen, „der Kapitalismus“, war und ist die wirkungsvollste Wohlstandsproduktionsmaschine aller Zeiten. Kein anderes System führt zu einer effizienteren Allokation der Ressourcen als das auf privatem Eigentum an den Produktionsmitteln und auf bürgerlicher Vertragsfreiheit basierende Wirtschaftssystem der westlichen Welt. Ob der autoritäre Staatskapitalismus, der als Gegenentwurf in China praktiziert wird, eine dauerhaft erfolgreiche Alternative darstellt, wird die Zukunft weisen.

Am Beginn des 21. Jahrhunderts sind Hunger und Elend überall dort in der Welt besiegt, wo nach kapitalistischen Grundsätzen gewirtschaftet wird. Nur da, wo sozialistischer Schlendrian, Korruption und/oder auf Klasse, Rasse oder Religion beruhender Kollektivismus herrscht, wird auch heute noch gehungert. Nach der Abkehr vom dogmatischen Sozialismus ist allein in China ein zuvor ungekannter Massenwohlstand ausgebrochen. Hungerkatastrophen, wie sie beispielsweise durch die Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjetunion (1929 – 1933) oder durch Maos „Großen Sprung nach vorn“ (1958 – 1961) ausgelöst wurden, die vielen Millionen Menschen den Tod brachten, sind in kapitalistischen Systemen unbekannt.

All diese unbestreitbaren Fakten können indes einen Mann, und seine gar nicht wenigen Fans, nicht von seiner Überzeugung abbringen, dass das Heil der Menschheit vom Sozialismus ausginge. Gemeint ist Jean Ziegler. Der mittlerweile 84 Jahre alte, wortgewaltige Globalisierungskritiker ist nach wie vor felsenfest davon überzeugt, der Kapitalismus trage an allen Missständen dieser Welt die alleinige Schuld.

Vor wenigen Tagen, am dritten April dieses Jahres, bot das fest in der Hand postmoderner Kulturmarxisten befindliche Österreichische Staatsfernsehen in seinem Programm ORF1 dem rabiaten Schweizer eine Bühne, um seine kruden, seit vielen Jahrzehnten von gegenteiligen Fakten in keiner Weise angekränkelten Gedanken zum Besten zu geben. mehr hier

6 comments

  1. Herbert Manninger

    Ziegler wird in den Medien herumgereicht, provoziert immer wie erwartet, offenbar ein erfolgreiches Geschäftsmodell des Profitdenkengegners.
    Und was das Provozieren betrifft: Weitaus harmlosere Aussagen eines Nichtlinken würden die Staatsanwaltschaft aktiv werden lassen, von der rituellen ,,Empörung” der PC-Kaste einmal abgesehen.

  2. aneagle

    was haben Herr Ziegler und ein friedfertiger islamistischer Imam gemeinsam? Die Toleranz. Nicht ihre Eigene, sondern die ihnen unvernünftigerweise Entgegengebrachte. Die sogenannte Zivilgesellschaft muss aus ganz schön vielen Masochisten oder Profiteuren bestehen, anders ist das Ausmaß an Toleranz nicht erklärlich.

  3. Falke

    A propos: Die Nachrichtenagenturen haben es weltweit gemeldet: Greta Thunberg hat Trump kritisiert! Sein baldiger Rücktritt ist wohl nicht mehr aufzuhalten 🙂
    Dazwischen bringt sie auch noch den Papst und die italienische Regierung auf Kurs. Ein derartiges Genie muss natürlich auch nicht mehr zur Schule gehen.

  4. Otto Mosk

    was hält ihr von der idee jean ziegler anzuzeigen? oder ich frage mich eher, warum hat das bisher noch keiner gemacht?

  5. Falke

    @Otto Mosk
    Sie glauben doch nicht wirklich, dass es im deutschen Sprachraum einen Staatsanwalt gibt, der diese Anzeige verfolgen würde? Und sogar wenn: er würde sofort vom Justizminister bzw. vom Generalstaatsanwalt zurückgepfiffen werden. Gesetze gelten halt nur für “Rechte”, Linke haben Narrenfreiheit.

  6. astuga

    Wahrscheinlich genießt er ohnehin diplomatische Immunität.

    “…Currently vice-president of the Advisory Committee to the United Nations Human Rights Council.”
    Quelle: Wikipedia

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