Kernkraftwerke gegen Klimawandel, why not?

(C.O.) In Finnland entsteht derzeit, einen halben Kilometer unter der Erdoberfläche, das weltweit erste Endlager für hochradioaktive Brennstäbe von Atomkraftwerken. Gleichzeitig baut das nordische Land an einem weiteren Kernkraftwerk, das zu den leistungsstärksten dieses Planeten gehören wird. Das Argument der Finnen für dieses Projekt: Ohne Nutzung der Atomenergie ist das Ziel des Klimaschutzes nicht erreichbar, und außerdem will das Land in seiner Energieproduktion autark werden, anstatt von Lieferungen aus dem Ausland abhängig zu sein.

Interessant daran ist, dass die finnische Bevölkerung diese Politik quer über die Parteigrenzen hinweg befürwortet; rund zwei Drittel der Bevölkerung sind pro Atomkraft. Und, weltweit vermutlich einmalig: Sogar die finnischen Grünen sind – mittlerweile, das war nicht immer so – für die Nutzung der Atomkraft, wie kürzlich eine Reportage des österreichischen Medienprojekts “addendum”zeigte. Nicht zuletzt eben aus klimapolitischen Gründen. mehr hier

5 comments

  1. sokrates9

    Da Problem ist dass man in einer emotional und nicht mehr rational denkenden Gesellschaft – die am Freitag staatlich genehmigte Klimademos anstatt Unterricht – bevorzugt solche Themen nicht mehr argumentieren kann!
    Auch im Zeitalter der Dampflokomotiven hat es früher Unfälle gegeben, die man dann technisch in den Griff bekommen hat! Mal nachfragen was sich atomtechnologisch in Russland und China abspielt! Da hat sich die letzten 20 Jahre viel getan! Wir aber retten “das Klima” indem wir Plastikstrohhalme verbieten!”

  2. astuga

    In derart irrationalen Zeiten ist es auch nur mehr eine Frage der Zeit bis die dt. und öst. Grünen zu Befürwortern der Atomenergie werden um das Klima zu retten.

    Das verstärkte Abholzen von Bäumen für Bahntrassen fordern sie ja in Deutschland bereits (Hofreiter).
    Und den hysterisierten Kiddies ist die Atomskepsis ihrer Eltern ohnehin egal, Hauptsache der Strom fürs Handy geht nicht aus. Das wäre nämlich auch ein Weltuntergang…

  3. Rainer Freund

    Die Atomindustrie kann sich gelassen zurücklehnen und auf Aufträge warten. Spätestens nach den ersten großflächigen Stromabschaltungen bei Dunkelflaute (also im Hochwinter) werden sich die Auftragsbücher füllen.

  4. Falke

    Dass Österreich nun AKWs baut (Zwentendorf ist ja ohnhin nicht mehr aktivierbar), ist wohl illusorisch. Dass aber Deutschaland, das über eine ganze Reihe modernster Anlagen verfügt(e), diese nun völlig unmotiviert abschaltet, ist nur eine der irren Aktionen der Physikerin im Bundeskanzleramt. Dadurch wird der Ausstieg aus der Kohle (die ja tatsächlich die Umwelt massiv belastet) völlig ausgeschlossen – sollte Deutschland auch weiterhin eine industrielle Produktion haben wollen, die ja weitestgehend von elektrischem Strom abhängig ist, von dem Bedarf an Strom für die geplanten Millionen Elektroautos gar nicht zu reden.

  5. Johannes

    Für Finnland sicher die beste Möglichkeit. Für Österreich wäre der Ausbau von Speicherkraftwerken, nach meiner Meinung nach perfekt. Ich, als Laie, könnte mir vorstellen das man das genutzte Wasser noch einmal auffängt und mit den bei der Windkraft sehr oft anfallenden Überkapazitäten wieder nach oben pumpt, um so einen gewissen Kreislauf zu erhalten der unabhängig von der Schneelage funktionieren könnte.

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