Eine erste Covid-Zwischenbilanz, und was wo falsch lief

(ANDREAS UNTERBERGER) Der Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker hat zweifellos recht: Die starke Betonung der Tatsache durch den Innenminister, dass Wien derzeit das weitaus größte Corona-Problem unter allen Bundesländern hat, hat parteipolitische Motive. Freilich wäre Hacker in seiner Kritik nur dann ehrlich, wenn er auch die parteipolitische Wadlbeißerei der Sozialdemokraten und der ihnen Flankenschutz gebenden Medien ansprechen würde. Statt dieses selbstbeschädigenden Hickhacks bräuchte Österreich jedenfalls dringend anderes: Konzentration auf die Fakten, auf die Vernunft und auch auf die nationalen Interessen in der stürmischsten Zeit seit vielen Jahrzehnten.

Umgekehrt hat auch Minister Nehammer an sich Recht: Wien steht in Relation zu allen anderen Bundesländern derzeit signifikant schlechter da. Aber eine ehrliche Betrachtung müsste schon dazusagen, dass sich auch die Wiener Erkrankungen und Todesfälle insgesamt auf erfreulich geringem Niveau abspielen. Und sie müsste ebenso festhalten, dass es viele Wochen lang umgekehrt gewesen ist, in denen sich die gefährlichste Dramatik im Westen abgespielt hat und viel weniger in Wien.

Dennoch sollten sich die Genossen nicht sonderlich laut über Nehammer beklagen. Denn es waren wochenlang eindeutig sie selbst, die die Entwicklung im Westen, vor allem in Ischgl hetzerisch dramatisiert haben, die vom Tiroler Landtag bis zum Wiener Parlament deswegen Wirbel gemacht und Untersuchungsausschüsse durchgesetzt haben. Das hat mindestens so viel parteipolitische Färbung wie Nehammers Seitenhieb auf Wien.

In diesen Corona-Monaten sind in der Panik und Konfrontation mit einem neuen, völlig unbekannten Phänomen überall viele Fehler begangen worden.

  • So hat Wien den Zutritt zu Spitälern viel zu spät gestoppt.
  • So sind am Flughafen Schwechat viel zu spät die Passagiere internationaler Flüge – etwa aus China – kontrolliert worden.
  • So sind in den Skiorten die Lifte und Hotels um etliche Tage zu spät gestoppt worden.
  • So ist kein einziger Alarmbericht eines österreichischen Botschafters aus Ostasien bekanntgeworden, der rechtzeitig auf die Gefahr hingewiesen hätte (entweder sie alle haben in der Weltabgehobenheit vieler Diplomaten gar nicht mitgekriegt, was sich da seit Dezember abgespielt hat, oder der Außenminister und seine Beamten haben die Botschafterberichte wieder einmal nicht ordentlich gelesen und an den Gesundheitsminiter weitergegeben).
  • So rächt es sich doppelt, dass Österreich wie fast alle westlichen Länder aus blamabler Angst vor China keinerlei Kontakte mit Taiwan unterhält, obwohl jener Staat weitaus am frühesten und klügsten auf den Ausbruch der Epidemie reagiert und hingewiesen hat.

All diese und noch viele andere Unterlassungen sind aus heutiger Sicht als klare Fehler zu erkennen. Aus damaliger Sicht war das jedoch lange nicht so deutlich. Damals ist ganz Europa unter dem Eindruck der beschwichtigenden Lügen aus China und der ebenfalls Entwarnung gebenden Fehlinformationen durch die – sich ebenfalls vor der Macht Pekings fürchtenden – Weltgesundheitsorganisation gestanden. Niemand hat die neuartige Krankheit und ihre Hauptgefahr verstanden, tagelang ansteckend zu sein, bevor man überhaupt merkt, dass man selber krank ist.

All jene Politiker, Journalisten und “Experten” nerven daher fürchterlich, die sich jetzt als große Kritiker und Ex-post-Klugscheißer aufspielen. Sie können dabei jedoch nicht sagen, warum sie alle im Jänner, im Februar, im März und vielfach bis in den April hinein geschwiegen haben und erst jetzt zu großen Empörern geworden sind …

Offenbar stimmt der alte Vorwurf, dass Parteipolitiker halt nichts anderes gelernt haben als zu kläffen und anzupinkeln. Sonderlich populär machen sie sich damit aber nicht.

Es gibt zwar keine Zweifel, dass in Tirol zu spät auf die beunruhigenden Berichte anderer Länder reagiert worden ist, die über eine größere Zahl von erkrankten Urlaubern berichtet haben, die davor in Ischgl gewesen waren. Aber ebenso steht außer Zweifel, dass in jenen Märztagen niemand in Österreich wirklich die ganze Dimension der Epidemie verstanden hat. Damals war Österreich ganz auf die Übernahme der Casinos durch eine tschechische Gruppe, die seltsamen Aktionen der Staatsanwaltschaft und den Ansturm von asiatischen Migranten auf die europäischen Grenzen konzentriert gewesen.

Dennoch betreiben vor allem die SPÖ und die ihr nahestehenden Medien wie ORF und “Profil” eine intensive Kampagne gegen die Tiroler Landesregierung und die schwarzen Bürgermeister und Hoteliers im Paznaun. Diese Kampagne ist besonders einseitig, weil dabei völlig unter den Tisch gekehrt wird, wo denn die isländischen Meldungen über die Häufung der Krankheitsfälle als erstes eingegangen sind: Das war das grün geleitete und nicht erst seit den Rendi-Wagner-Zeiten von einer roten Beamtenmannschaft (sowie einem einsamen, bei jedem Auftritt peinlichen schwarzen Sektionschef) dominierte Gesundheitsministerium. Dieses Ministerium aber steht für die SPÖ und alle linken Medien erkennbar unter Tabu, trotz der vielen legistischen Fehlleistungen der letzten Wochen.

Dieses Ministerium ist exklusive Drehscheibe in allen Seuchenfragen und für alle internationalen Kontakte etwa zur Weltgesundheitsbehörde. Es ist aber dennoch kein einziger Alarmruf dieses Ministeriums bekannt, dass etwas in Ischgl falsch liefe. Dabei ist der Gesundheitsminister in den Folgewochen, als man die Dimension der Seuche zunehmend erkannt hat, fast täglich groß öffentlich aufgetreten und hat zusammen mit dem Innenminister sogar das Zuzweitsitzen auf einer Parkbank verboten.

Daher kann man zum Neuaufkochen der Ischgler Infektionen nur den eindeutigen Schluss ziehen:  Die Parteipolitik hat sowohl in Sachen Wien wie Tirol ihre provinzielle Herrschaft wiederangetreten.

Das könnte man nun amüsiert, gelangweilt und angewidert beiseitelegen – wäre dadurch nicht ein ganz großer Schaden für Österreich ausgelöst worden. Denn obwohl sich Österreich in Sachen Corona im Vergleich zu anderen Ländern exzellent geschlagen hat, haben viele internationale Medien durch die ständigen Vorwürfe an Tirol und jetzt gar durch einen Untersuchungsausschuss auf dem österreichischen Servierbrett das bekommen, was sie immer am liebsten haben: einen oder mehrere Schuldige, auf den man erbarmungslos hindreschen kann.

Als Folge ist heute das Image Ischgls, Tirols und des Tourismus-Landes Österreich schwer beschädigt. Es steht im internationalen Ansehen in der gleichen Kategorie da wie die Länder mit der weitaus höchsten Todesrate, wie Italien, Spanien oder Großbritannien. Dabei ist absolut sicher, dass die europäische Pandemie-Entwicklung nicht um ein einziges Prozent besser wäre, würde es Ischgl gar nicht geben.

Und es ist auch kein Zufall, dass sich die – für den österreichischen Tourismus so entscheidenden – deutschen Nachbarn bis heute zieren, eine Grenzöffnung Richtung Österreich ins Auge zu fassen. Das hängt hundertprozentig damit zusammen, dass die zaghaften deutschen Politiker noch immer ständig Berichte mit dem Tenor “Corona-Katastrophe in Österreich” lesen. Daher gibt es im Berliner Bundestag zwar starke Initiativen über die Parteien hinweg, die Grenzen Richtung Schweiz und Frankreich zu öffnen, aber keine zugunsten Österreichs. Dabei sind die österreichischen Infektions- und Todesraten weitaus niedriger als die in Frankreich oder der Schweiz!

Für die Öffnung zu diesen beiden Ländern marschieren aber in guter Nachbarschaft die Abgeordneten aus Baden-Württemberg. Gegen Österreich marschieren hingegen die heimischen Oppositionsparteien, die linken Medien aus beiden Ländern und in schlechter Nachbarschaft der bayrische Ministerpräsident Söder, der alle deutschen Sommertouristen lieber in Bayern als in Österreich nächtigen lassen will und der daher besonders heftig  eine Grenzöffnung bekämpft.

Aus all diesen Gründen finden die heimischen Bittgesuche in Deutschland wenig Gehör. Dabei hat sich Sebastian Kurz in den letzten Monaten intensiv um ein besseres Klima zu Angela Merkel bemüht und sich dafür von den früheren – verlässlicheren – Freunden in den östlichen Nachbarländern abgewendet. Hat alles nicht geholfen.

Die Katastrophe, die jetzt auf den österreichischen Sommertourismus zukommt, hat also eine – natürlich nicht die einzige – dicke Ursache in der Causa Ischgl.

Genauso wenig hilfreich ist es jetzt aber auch, wenn der Innenminister nun dem Wiener Städtetourismus kommunikativ eine Ohrfeige gibt. Dabei sagt gleichzeitig die von der gleichen Partei kommende Tourismusministerin, der Städtetourismus mache ihr noch viel mehr Sorgen als jener im Sommer (bei diesem füllen ja die Österreicher wenigstens ein Drittel der Betten, im Städtetourismus tun sie das hingegen nur zu wenigen Prozent).

Strategische Vernunft? Koordination? Nationales Interesse? Fehlanzeige. Es wird wieder heftig Parteipolitik gemacht.

Dabei kann man absolut sicher sein: Weder den Parteien noch den Medien wird Ischgl irgendwie helfen. Diese wird – auch – ihnen nur schaden.

Warum sich die Medien so verhalten haben

Hinter dem vor Hass auf Tirol triefenden Verhalten der Medien steckt eine doppelte Motivation:

  • Erstens haben sie seit März aus wirtschaftlichen Interessen praktisch jede Kritik an der Bundesregierung eingestellt. Hilft ihnen diese doch durch zusätzliche Presseförderungen und großflächige Anzeigenkampagnen in Zeiten eines dramatischen Anzeigeneinbruchs. Überdies sind durch Schwarz-Grün die ORF-Zwangsgebühren fester denn je einbetoniert worden. Ich wäre daher auch überhaupt nicht überrascht, wenn die Medien in ihrer Not jetzt bald wieder neue Forderungen stellen würden. Eine Hand wäscht ja die andere. Daher lenken sie halt alle ihre innenpolitische Kritikenergie auf lokale Funktionsträger in Tirol. Das schadet ihnen nicht beim Big spender Bundesregierung: Solange dabei der Gesundheitsminister und all seine Corona-Fehlleistungen ausgelassen werden, wird Geld fließen.
  • Zweitens sind die meisten Medien ideologisch schlagseitig, weshalb Schwarz-Grün von Anfang an ihre Traum-Koalition gewesen ist. Daher ist ein grüner Minister tabu, während alle Tiroler Funktionsträger, die durchwegs als schwarz gelten, ideale Angriffsziele sind.

Diese ideologische Schlagseite war und ist ja auch in der Corona-Berichterstattung über das Ausland deutlich nachweisbar. Da findet man in fast allen Medien ständig aggressive Beiträge über die rechts regierten Länder Großbritannien und die USA (wobei zweifellos manche Bemerkungen von Donald Trump scharfe Kritik verdienen), aber praktisch überhaupt keine über die linken Regierungen von Spanien, Frankreich und Italien, obwohl dort die global höchsten Todesraten zu finden sind, wofür es länderspezifische Ursachen geben muss (etwa das katastrophal vernachlässigte Gesundheitssystem).

Ebenso außen vor wurden und werden in der medialen Berichterstattung die Diktaturen in Russland und China gelassen. Kaum wo wird erwähnt, dass Russland dramatisch mehr Tote in der Statistik hätte, würde es so wie andere Länder all jene Verstorbenen zu den Corona-Toten rechnen, bei denen neben anderen schweren Krankheiten AUCH das Virus gefunden worden ist.

Zweifellos am meisten Kritik verdienen China und die von China unter Druck gesetzte Weltgesundheitsorganisation. Aber Kritik an China kommt sehr stark aus den USA – was sofort China in den Augen vieler heiligt. Mit Donald Trumps Amerika wollen viele europäische Medien und Politiker prinzipiell nicht kooperieren. Für Amerika gibt’s nur Hass und Verachtung. Daher ignorieren viele Medien lieber die Folgen der chinesischen Fehler. Dabei sind die gravierend:

  1. Schon Im Herbst drangen aus China einige allerdings noch recht unspezifische Berichte über eine neue Krankheit.
  2. Am 30. Dezember 2019 hat der Arzt Li Wenliang via Internet vor dem Ausbruch einer gefährlichen SARS-artigen Krankheit in Wuhan gewarnt.
  3. Schon am 31. Dezember hat Taiwan genug gewusst, um  erste offensichtlich wirksame Absperrmaßnahmen zu verfügen.
  4. Am 3. Jänner ist Li Wenliang von der chinesischen Polizei vorgeladen und wegen “falscher” Warnungen massiv bedroht worden. Er ist später tragischerweise selbst an der Infektion gestorben.
  5. In der Folge dringt eine ganze Fülle von besorgniserregenden Informationen über diverse medizinische Informationskanäle aus China.
  6. Aber noch am 14. Jänner schickt die WHO folgende Botschaft über Twitter: “Erste Untersuchungen der chinesischen Autoritäten haben keinen klaren Beweis ergeben, dass das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen wird.”
  7. Am 28. Februar landet noch ein Direktflug aus China in Wien (wo andere Länder schon zugemacht haben). Die Passagiere werden nicht kontrolliert.
  8. Am 5. März übermittelt Island dem Wiener Gesundheitsministerium einen ersten Bericht über eine Häufung von Erkrankungen von heimgekehrten Ischgl-Touristen.
  9. Am 7. März gibt es in Ischgl den ersten dort identifizierten Corona-Fall.
  10. Am 10. März werden in Ischgl einige Apres-Ski-Lokale zwangsgeschlossen.
  11. Erst am 11. März hat die WHO erstmals von einer globalen “Pandemie” gesprochen, bis dahin hat sie nur von einer “Epidemie in einzelnen Ländern” gesprochen.
  12. Am 12. März wird ein vorzeitiges Saisonende der Tiroler Lifte dekretiert.
  13. Am 15. März werden die letzten Lifte gestoppt.

Bis auf einen größeren Beitrag in der “Presse” habe ich in keiner Zeitung eine ordentliche Auflistung der schuldhaften Aktionen Chinas gefunden. Man befasste sich nur und ständig mit den leicht fahrlässigen Fehlern in Österreich. Was ziemlich katastrophale Folgen hat. (TAGEBUCH)

10 comments

  1. Selbstdenker

    Vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel, Herr Unterberger!

    Zum Thema Ischgl:

    Ich habe keine ausgesprochene Sympathie für die verantwortlichen Personen und durchwegs ein ambivalentes Verhältnis zum Tourismus, wie er bis vor kurzem vielerorts betrieben wurde.

    Sowohl mir als auch vielen meiner Landsleute war schon früh klar, dass eine mediale Kampagne im Anrollen ist: die politische Landkarte und die Skandalisierung einer scheinbar heilen Urlaubswelt waren geradezu eine perfekte Steilvorlage für das politisch-mediale Ausschlachten.

    Zudem dürfte es vielen „Medienschaffenden“ – die sich selbst ja zu den „urbane Eliten“ zählen – leichter fallen eine reißerische Hetzkampagne gegen einen Ort mit 1.600 Einwohnern anzuzetteln als eigenständig einen objektiven Bericht über Versäumnisse, Vertuschung und bewusst in Kauf genommenen weltweiten Virus-Export ihrer Parteifreunde in der VR China zu verfassen, die circa 99% einer 900.000 mal größeren Bevölkerung als in Ischgl unter ihrer totalitäre Fuchtel haben.

    „Unseren“ Verantwortlichen mache ich den Vorwurf, dass sie nicht rechtzeitig erkannt haben, dass sie sich mitten in einer medialen Hetzkampagne befinden, die gegen ein ganzes Land gerichtet ist und sie sich zu allen Überdruss genau so öffentlich präsentiert haben, als wären sie dem vierten Teil der Piefke-Saga entsprungen. Ansonsten hat ihr Krisenmanagement durchwegs dem entsprochen was man in anderen Ländern getan hätte und getan hat.

    Man wird sehen, ob sich diejenigen, die wochen- und monatelang mit dem nackten Zeigefinger auf die Einwohner eines Bundeslandes gezeigt haben, mittel- bis langfristig einen Gefallen getan haben.

    Die Hetzkampagne und ihr Logo – das Ortsende-Schild von Ischgl – wird noch vielen lange in Erinnerung bleiben und hier im Westen ist man nachtragend – speziell, wenn man die eigene Existenz wegen einer Hetzkampagne verloren hat oder diese zumindest massiv beeinträchtigt wurde.

    Einen jahrzehntelangen Nettozahler hat man nun binnen weniger Wochen in einen längerfristigen Nettoempfänger verwandelt; ein Zyniker würde das als Fall von kosmischer Gerechtigkeit in Sachen Finanzausgleich bewerten.

  2. Selbstdenker

    Ergänzung zur zeitlichen Auflistung im Beitrag von Andreas Unterberger:

    20.02.2020die VR China legt den Hebel von einer Vertuschungspolitik hin zu einer offensiven “Medienpolitik” um; es werden falsche Zahlen berichtet und man versucht in einer gigantischen internationalen Propagandakampagne Informationen über Herkunft und Verbreitung vom Corona-Virus zu verbiegen.

    23.01.2020: Wuhan wird innerhalb der VR China abgeriegelt; internationale Direktfüge aus Wuhan gehen weiter. Dazu ein sehr “erhellender” ZDF-Bericht vom 22.01.2020:
    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-wuhan-wird-abgeriegelt-100.html

    07.03.2020: Es werden punktuelle Gesundheitschecks am Brenner eingeführt. Sowohl Italien, Bayern als auch die EU drohen Österreich und Tirol den Brenner ja nicht zu schließen.

    nach dem 15.03.2020: viele deutsche Urlauber, die zur Heimreise aus Ischgl, St. Anton, etc. aufgefordert wurden, setzen ihren Urlaub fort indem sie sich in anderen Orten einquartieren.

    23.03.2020: Peter Plaikner fordert im Standard das “Ende vom System Tirol”

    06.04.2020: es wird bekannt, dass die VR China unbrauchbare Schutzmasken nach Österreich und Südtirol geschickt hat

  3. Falke

    Ein weiterer – politisch völlig inkorrekter – Grund, warum es in Wien mehr Corona-Infizierte gibt als anderswo: Dort gibt es bekanntlich die weitaus meisten “Flüchtlingsheime” mit Hunderten eng beieinander lebenden Insassen, ohne Möglichkeit einer Abstandswahrung. Tja, einmal fällt einem so eine Politik auf den Kopf.

  4. Ewald Eigl

    Was mich darüber hinaus viel brennender interessiert: Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Leben wieder läuft wie vor dem Theater? Hat jemand in der Runde eindeutige Informationen?

  5. Gerald

    @Ewald Eigl
    Diese Kriterien gibt es nicht, diese werden auch von niemandem aufgestellt werden können. Der gesundheitliche Schaden wird Covid 19 um ein Vielfaches überschreiten, die Zeit läuft ja weiter, nur die medizinische Versorgung wurde außer für Covid 19 praktisch eingestellt, psychische Schäden der Krise sind noch nicht zu quantifizieren, wirtschaftliche Schäden werden uns Jahrzehnte lang beschäftigen, gesellschaftliche Schäden sind immens, das Vertrauen der Bürger untereinander ist schwerstens gestört, das Vertrauen in viele Institutionen wird mit Bekanntwerden der Schäden für die breite Masse dahin sein.

  6. Otto Mosk

    @ewald eigl
    laut kanzleramt wird man solange die strengen bedingungen laufen lassen, bis die bereitschaft die massnahmen mitzumachen im volk sinken.

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