74% halten etablierte Parteien für “abgehoben”

“…..In Österreich haben die Wähler den Regierungsparteien gerade eine Abfuhr erteilt. Auch in Deutschland zweifeln die Bürger an den Volksvertretern: Etwa 74 Prozent der Deutschen halten die etablierten Parteien für realitätsfremd, wie eine aktuelle Umfrage ergeben hat….” (hier)

9 comments

  1. Reini

    … und diese 74% der Deutschen wählen ihre Partei immer noch! … sehe bei den Wählern die Realitätsfremdheit!! dies erkennt man auch regelmäßig in Österreich, meistens wo der Hausverstand fehlt, in Städtischen Gebieten!

  2. mariuslupus

    Die ganze Umfrage zeigt das die Bevölkerung zwar die etablierten Parteien für abgehoben, aber dass diese Kritik wenig mit dem Demokratieverständnis der Befragten gemeinsam hat. Diese Kritik entspringt eher dem weiteren Verlangen nach mehr Egalitarismus und Gleichmacherei.

  3. Lisa

    Wenn es keine Parteien gäbe, müsste man die Leute, die man gerne in der Regierung hätte, eben kenenlernen, man müsste sich informieren, man müsste den Allerwertsten etwas mehr bewegen als nur gerade in die Karre vorm Haus zwecks Ausflug und Einkauf. Und statt schimpfen und lärmen und poltern wären Diskussionsveranstaltungen angesagt, und im Internet müsste ich dann mehr Zeit für Recherchen aufwenden statt für lustvollere Seiten… Puah! bloss das nicht! Das bringt doch nix, die tun ja doch, was sie wollen und jetzt geh ich das Lammrack marinieren und den Grill anzünden…

  4. Fragolin

    @Lisa
    Ganz genau!
    Der Weg von der Demokratie zur Diktatur führt über die Bequemlichkeit (um das Wort Faulheit zu vermeiden…).

  5. Christian Peter

    @Lisa

    Unsinn, den Sie ständig von sich geben. Am Sinnvollsten wäre es, politische Ämter durch Losentscheid zu vergeben – politische Parteien sind in einer Demokratie grundsätzlich völlig überflüssig. Ursprünglich wurden im antiken Griechenland alle wichtigen Entscheidungen durch die Volksversammlung entschieden, politische Parteien entstanden erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

  6. Christian Peter

    Nachtrag : Nicht nur politische Parteien, auch Volksvertreter wären völlig verzichtbar, wenn alle wichtigen Entscheidungen des Staates direkt – demokratisch (wie in der Volksversammlung der griechischen Antike) entschieden würden.

  7. Erich

    @Christian Peter
    Angesichts des Ergebnisses der Wiener Wahlen darf ich schon meinen Zweifel über das Funktionieren der permanenten direkten Demokratie durch eine “Volksversammlung” anmelden. Das Brot-und-Spiele-Muster hat doch schon indirekt bestens funktioniert, die Herrschenden wurden in allem bestätigt im Sinne der Ortnerschen “Prolokratie”. Die Mehrheit des Wiener Volkes hat ihnen neuerlich die Legitimation für das Weiterherrschen erteilt. Wie soll das anders sein, wenn das Volk jedesmal direkt abstimmen darf? Freibier, Kinobesuch, erhöhter Mindestlohn, freies Wohnen …. mir fällt da enorm viel Spielraum ein, solche Abstimmungen sicher zu gewinnen.
    Aber, wie wäre es mit einer Timokratie?

  8. Christian Peter

    @Erich

    ‘Angesichts des Ergebnisses der Wiener Wahl habe ich Zweifel über das Funktionieren der direkten Demokratie’

    Bei der direkten Demokratie werden eben nicht Volksvertreter (wie bei den Wiener Wahlen) oder politische Parteien gewählt, sondern einzig und allein über Sachthemen entschieden. In der Schweiz funktioniert das sehr gut, obwohl sehr häufig Volksabstimmungen stattfinden. Die ‘repräsentative Demokratie’ ist in Ländern wie Österreich und Deutschland völlig entartet, diese Länder sind keine Demokratien, sondern Parteiendiktaturen.

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