8 Milliarden für tote griechische Rentner

“Der größte griechische Rentenfonds hat im vergangenen Jahrzehnt bis zu acht Milliarden Euro für Tote überwiesen,” berichtet die FAZ.

11 comments

  1. Rado

    Eine stattliche Geisterarmee von Widerstandskämpfern gegen die Besetzung durch das “vierte Reich”.

  2. Herr Karl jun.

    Den Großadministrationen in Griechenland (und auch anderswo) ist einiges zuzutrauen, doch die Summe ist nicht glaubwürdig. Unterstellt man eine (für Griechenland eher großzügige) Durschschnittspension von EUR 20.000 pro Jahr pro Empfänger, wären das 400.000 rentenempfangende Tote, in einem Land mit 10,8 Mio. Einwohnern. Schwer vorstellbar! Das passiert wenn sich die Qualität von griechischen Behörden mit der von deutschsprachigen Journalisten ein Stelldichein geben….

  3. Rennziege

    12. Februar 2015 – 12:25 Herr Karl jun.
    Der zitierte FAZ-Artikel ist vom 21.10.2011 und bezieht sich auf das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, also auf eine Zeit, als bei weitem nicht alle griechischen Stinkbomben hochgegangen waren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die notorischen Stimmenkäufer aller griechischen Regierungen auch die Erben längst verblichener Hellenen für sich einnehmen wollten.
    Böse Vermutung: Das wird sich auch unter dem Kabinett Tsipras nicht ändern, falls die EU umfällt und neues Geld spendet. Aus unseren Börseln, versteht sich. 🙂

  4. Rado

    @Herr Karl jun.
    Warum soll das nicht stimmen?
    ZB. 2013 gabs lt. Statistik ca. 111.000 Sterbefälle in Griechenland. Die Geschichten von den Inseln der hundertjährigen kennt man auch seit Jahren.

  5. Fragolin

    @Herr Karl jun.
    Da Griechenland auch EU-Förderungen für Olivenhaine bezog, die in Summe größer waren als die gesamte Landfläche (inklusive aller Inseln!) halte ich das durchaus für realistisch. Wenn man mit Frechheit durchkommt, steigert sich diese über die Unverfrorenheit bis hin zum Wahnsinn. Griechenland weigert sich auch schon lange erfolgreich, über eine Milliarde Euro an nachweislich durch Betrug bezogene EU-Förderungen zurückzuzahlen.
    Die Griechen sind da aber nicht allein, Italiens hundertjährige Milchkühe sind da auch noch in Erinnerung.
    Hier mal das Schmankerl aus 2011:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/649585/Von-83jaehrigen-Kuhen_Wunder-der-EUAgrarforderung

    Lerne: Subventionssysteme führen immer zu Korruption und Betrug. IMMER.

  6. Rennziege

    12. Februar 2015 – 13:16 Fragolin
    Nach der Aufnahme Sloweniens in die EU flossen viele Jahre lang EU-Agrarsubventionen für die “Bewahrung und Rückzüchtung seltener Ziegenrassen”. Irgendwann fiel irgendeinem EU-Buchhalter auf, dass allein die Zahl der “seltenen” Ziegen so hoch war wie jene aller Einwohner Sloweniens. Zusammen mit den ebenfalls subventionieren, aber unseltenen, also ordinären Ziegen hatte Slowenien doppelt so viele Ziegen wie Einwohner.
    Die EU forderte eine neue Zählung der Ziegen. Ich stelle mir gerne vor, wie fluchtartig anzug- und kostümtragende Böcke und Ziegen aus klimatisierten Brüsseler Büros das Handtuch warfen (“Igitt, mein Deo lässt mich im Stich!”) und einheimische Landwirte samt Kindern weiterzählen ließen. (Als stolze Cousine dieser abgehärteten Viecher weiß ich, wie überlegen wir den Alm-Öhis und Heidis im Gelände sind.)
    Die Ziegenzahl Sloweniens, wohl immer noch zu hoch bemessen, betrug anschließend ein Drittel der Einwohnerschaft. Die EU forderte entrüstet die Rückzahlung der zuvor jahrelang für die sechsfache Ziegenzahl überwiesenen Subventionen.
    Ist schon ein paar Jahre her. Die Slowenen haben der EU was gepfiffen, und damit verschwand der dreistellige Millionenbetrug über Nacht aus den Medien und den EU-Annalen.

  7. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ herr Karl jun.
    wenn sie den Artikel genau lesen, handelt es sich um den Zeitraum einer Dekade und etwas mehr ( und nicht 2013 etc..).
    Dazu kommen noch alle,(hoffentlich bereits abgestellte Zahlungen an die unverheirateten Töchter von Spitzenbeamten) und vor allem die “Blinden” .
    Ein Bericht über die Blinden von Zakynthos hatte schon vor zwei Jahren Aufsehen erregt, als Journalisten auf der Insel diesen Blinden nachstellte. Einer arbeitete am Bau (auf einem Gerüst) eine anderer als Taxifahrer etc..
    aber das war nur diese Insel. Addieren sie die weiteren Möglichkeiten dieses Sozialbetruges und sie werden manchen anders sehen?

  8. menschmaschine

    @ Rennziege

    Ihre kleine Geschichte läßt in mir die Geschäftsidee einer Ziegenzucht im schönen Slowenien reifen…

  9. Rennziege

    12. Februar 2015 – 17:45 menschmaschine
    Sehr zu empfehlen. Ziegen sind besonders liebenswerte Tiere, und die “kuahwoame Gaaßmüüch” meiner Kindertage ist nicht nur in Kärnten eine Delikatesse. Und heut’, wo Ziegenkäse sogar in Kanada wieder in Mode kommt, made in France — leider aus pasteurisierter, nicht aus roher Ziegenmilch, was den Geschmack halbiert —, würden Ihnen die EU-Penunzen nicht vorenthalten werden.

    Ich verrate jetzt, wie mein Wissen über die wundersame slowenische Ziegenvermehrung gedieh. Bei der UNIDO in Wien hab’ ich als Studentin simultan gedolmetscht, hauptsächlich englisch-deutsch und umgekehrt, manchmal auch französisch. (Auch darüber könnte ich höchst unterhaltsam berichten, werde mich aber hüten.)
    Als die EU-Kontrolleure in Wien eintrafen und ihre Brüsseler Chefs im UNO-Gebäude nach jemandem fragen ließen, der sie nach Laibach und weiter begleiten könne, sowohl Slowenisch wie auch zumindest Englisch beherrsche, ward ich angerufen und sagte spontan ja; denn die Sommerferien brachen an.
    An die großzügigen Honorare von UNO-Organisationen gewöhnt, scheute ich keine Blamage, frech wie der sprichwörtliche Oskar. (Ich tät’ diesen Vornamen ja gern, heut´zutag’ pflichtgemäß, auf Weiber wie mich umtschändern, schaff’s aber nicht.)
    Jeder Kärntner kann ja mindestens 100 Worte Slowenisch, ich damals vielleicht 50 mehr. Aber es wäre niemandem aufgefallen, hätte ich nur 20 beherrscht. Denn die Ziegenbauern sprachen ganz gut Deutsch, beflügelten mein dürftiges slowenisches und windisches Vokabular und bekochten uns fürstlich.
    Und die EU, man höre und staune, bezahlte mich für dieses Dutzend Ferientage noch edler als die UNO-Sekretäre. Es woa a Mezzie, höchst vergnüglich noch dazu. Wir Ziegen halten eben zusammen.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .