9 Fakten zur Bargeld-Abschaffung

“….Das Bargeld hat viele Feinde – aber neuerdings einen sehr Mächtigen: Die Europäische Zentralbank und Wirtschaftspolitiker, die ihren Kurs unterstützen. Der Grund: Die Europäische Zentralbank will die europäische Wirtschaft ankurbeln – obwohl dies eigentlich nicht ihre Aufgabe ist….” (hier)

4 comments

  1. Heinrich Elsigan

    Die Ideen werden immer skurriler:
    Zuerst: Helikopter Money (Bargeld abwerfen)
    Nun: Bargeld abschaffen
    Wenn die EZB Geld mit Helikopter abwirft und dann es abschafft, kurbelt es die Wirtschaft an.
    schafft nämlich mehr Jobs für Piloten und Hilfsabwerfer, dann für Hilfseinsammler und Bargeldvernichter!

  2. Selbstdenker

    Die Bargeld-Abschaffung ist ein vom Staat mit der Finanzindustrie betriebenes Joint-Venture. Wie viele andere aktuelle Phänomene auch, ist es in jeglicher Hinsicht grenzüberschreitend und post-ideologisch. Im Grunde genommen geht es um eine neue Form der Herrschaftsausübung im 21. Jahrhundert, der sich jeder bedient, der die Möglichkeiten dazu hat.

    Um derartige Phänomene zu begreifen und Paroli bieten zu können, sollte man sich von gängigen Dichotomien als Erklärungsmuster lösen. Es geht nicht um links oder rechts, arm gegen reich, schwarz gegen weiss, etc. – die Menschen werden gegeneinander ausgespielt. Eine abstrakte Machtsystematik schürt dieses Misstrauen der Menschen untereinander, gibt vor sie gegenseitig zu schützen und spielt sie in Wahrheit untereinander aus um an jeder Lebensregung zu profitieren.

    Wie andere Formen der Machtausübung beruht sie auf einen Mechanismus der freiwilligen vorauseilenden Selbstunterwerfung einer kritischen Masse. Der Glaube an diese Überlegenheit führt zur selbsterfüllenden Prophezeiung, die erst eine breite Basis der Machtausübung ermöglicht.

  3. Selbstdenker

    @Heinrich Elsigan
    Die immer noch skurrileren Ideen können als Gradmesser gesehen werden, wie sehr sich die (Geld-)politik inzwischen verrant hat. Ein einfaches Eingeständnis, dass man sich geirrt hat sowie zumindest eine Entschuldigung für die verursachten Schäden ist da nicht mehr drinnen. Die Lüge muss aufrecht erhalten bleiben – koste es was es wolle.

    Es gibt für die Vordenker bestimmter Ideen keinen schrecklicheren Moment als den, wenn sie zu begreifen beginnen, dass sich die Realität nicht von ihren Thesen beeindrucken lässt. Dann gilt es die Realität an die Thesen anzupassen … whatever it takes.

  4. Heinrich Elsigan

    @Selbstdenker
    Das “whatever it takes” war ja noch gut zu einem Zeitpunkt als gegen den €uro gewettet wurde, weil ein Unkontrolliertes Zerbrechen ja wirklich extreme Kollateralschäden und Risiken mit sich gebracht hätte.

    Das Problem, dass jetzt herrscht, ist dass Staaten keine Reformen machen wollen und sogar Draghi ihnen sagt, dass eine Staatsquote von > 50%, jedes Jahr Neuverschuldung, zig Hürden für Unternehmer und falsche Arbeitsmarktpolitik nicht funktionieren wird, egal jetzt, ob im €uro oder außerhalb des €.

    Trotzdem machen viele Länder keine Reformen.
    Griechenland will die Zahlung beim IWF ausfallen lassen:
    http://orf.at/stories/2280010/2280011/

    Linke schwärmen von mehr Syriza:
    https://opendemocracy.net/can-europe-make-it/ada-colau/first-we-take-barcelona

    Bei Reformverweigerung (kennen wir ja selber von SPÖVP nur all zu gut) gibts in Europa sehr viele Reformverweigerungsmeister. (Eigentlich sollten sich die Länder im Guten übertreffen wollen und nicht im Aufschieben von Reformen, aber manchmal kommt es mir teilweise so vor)

    andere Linke haben noch größere Flausen im Kopf, wie z.B. uns gegen die USA wenden und werden uns dann von Putin durchfüttern lassen, weil der eh so viel Geld aufgrund seiner Öl- & Gasvorkommen hat.
    (Stimmt wirklich, dass Putin und house of saud zusammen 26% des jährlich weltweiten Öl- & Gasbedarfs decken)

    Eigentlich hat Europa im Moment zig gravierende Probleme, aber anstatt endlich mal Lösungen anzugehen und in manchen Punkten seit 2008 endlich mal den Mut zur Entscheidung haben, das spielt es nicht. Es kommt mir sogar vor, als würden zig neue Probleme geschaffen werden.

    Linke sollten aber wenigstens etwas kreativ sein, wenn schon Rechtsparteien für Putin schwärmen, dann könnten doch linke wenigstens auf die Idee kommen sich vom House of Saud statt Putin durchfüttern zu lassen.
    Besonders könnte da Linke ja Gegenleistungen anbieten, denn das house of Saud hat gerade ein massives Drogenproblem.
    http://www.alaraby.co.uk/english/news/2014/12/3/saudi-arabia-beheads-smugglers-as-drug-problems-soar
    http://www.moh.gov.sa/en/Sectors/PCCs/DMM/PCC_Information/Publications/Analysis%20of%20Captagon%20Tablets%20in%20Saudi%20Arabia.pdf
    Da könnte die GrünInnen MannInnen vielleicht fürs Durchfüttern Therapie statt Köpfen nach dem Freitagsgebet anbieten!

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