Ab Oktober sind alle Kontodaten für die Finanz abrufbar

Mit 1. Oktober 2016 tritt das zentrale Kontenregister in Kraft. Banken müssen ab dann alle Kontoverbindungen an das Finanzamt melden. Steuerhinterziehung durch Konten im Ausland werden dann fast unmöglich. (trend)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Auch könnten Banken im Zuge dieses Kontenregisters gezwungen sein, prinzipiell jede! Überweisung ab € 1.000,– zu melden, da Geldwäscheverdacht bestehen könnte.

  2. Falke

    @Thomas Holzer
    Die Banken müssen schon seit vielen Jahren (wann diese Bestimmung in Kraft getreten ist, weiß ich nicht mehr so genau) jede Transaktion über 15.000,- Euro melden. Ebenso ist jede Firma bei Barzahlung von Beträgen über 15.000 Euro verpflichtet, vom Kunden den Nachweis über die Herkunft des Geldes zu verlangen.

  3. sokrates9

    Wenn sie Auto mit ausländischen Kennzeichen fahren kann überprüft werden ob sie ihren Lebensmittelpunkt tatsächlich in Österreich haben! überprüft wird das mit ihren Handydaten, die ja angeblich nur auf richterlichen Befehl freigegeben werden! Das mit dem individuellem Schutz ist reiner Schmäh den nur noch ein paar Grüne glauben!

  4. Christian Peter

    Die Kleinen werden gehängt, die Großen lässt man laufen. Bei natürlichen Personen spricht man von ‘Steuerhinterziehung’, bei Konzernen von legaler ‘Steuervermeidung’. Eigentlich unglaublich, denn die meisten Steuern werden von multinationalen Konzernen hinterzogen, allerdings hat die Politik bei letzteren offenbar keinerlei Interesse, Steuern einzutreiben.

  5. Thomas Holzer

    @Falke
    Ja eh! Aber zwischen 15.000 und 1.000 besteht schon ein Unterschied, von zumindest 14.000 😉
    Die Schwelle wird sowieso noch weiter gesenkt werden; der Untertan wird gläsern, die Politikerdarsteller und ihre Parteien natürlich nicht, eher das Gegenteil

  6. Christian Weiss

    “Eigentlich unglaublich, denn die meisten Steuern werden von multinationalen Konzernen hinterzogen, allerdings hat die Politik bei letzteren offenbar keinerlei Interesse, Steuern einzutreiben.”

    Von “Steuerhinterziehung” könnte man noch knapp sprechen, wenn die Konzerne illegal handeln würden. Tun sie aber nicht. Sie folgen mit Ihrer Aussage der Sichtweise derer, die glauben, dass die Einnahmen aller wertschöpfenden Akteure grundsätzlich dem Staat gehören und es seiner Gnade unterliegt, ob der Bürger noch etwas zu seiner privaten Verfügung haben darf.
    Auch der Fall “Apple” zeigt, wo der Weg hingeht: Man will Steuerwettbewerb international abschaffen, damit die Staaten endlich ungeniert in die Taschen der Unternehmen und Menschen greifen können. Wenn der Steuerwettbewerb am Ende ist, ist auch die Steuerflucht nicht mehr möglich. “Let Socialism arise!” heisst es dann.

  7. Rennziege

    Das sind ja heiße Nachrichten aus der geliebten Heimat! Finito l’amore, soweit es unsere in Österreich sentimental behaltene Bauernbankverbindung betrifft. Schmerzlich, da wir dort jeden Ärmelschoner persönlich kennen, seit unserem 16. Lebensjahr. (Da konnte man auch am Sonntag die Filialleiterin privat aufsuchen und flüstern: “Geh, leich ma bitte an Hunderter bis muagn, Tante Walpurga”, keineswegs eine echte Verwandte — und bekam ihn, formlos und ohne Unterschrift. Aber dies nur am sentimentalen Rande.)
    Schåd is, dåss går is, und schåd is, dåss’s wåhr is. Wir Kärntner Unkräuter trennen uns schwer von dahaam, so weit ma aa weg seint — aber es ist ja ein Würgegriff, den wir abschütteln können. Wer weiß, wie viele davon uns der Staat und die EU noch anmessen wird? Den schönsten See Europas, glaub’ ich, werden sie uns nicht unterm Hintern wegziehen können. 🙂

  8. Christian Peter

    @Christian Weiss

    ‘Von Steuerhinterziehung könnte man sprechen, wenn Konzerne illegal handeln würden. Tun Sie aber nicht.’

    Meinen Sie das ernst ? Konzerne brauchen noch nicht einmal Umsatzsteuer abzuführen. Unternehmen wie Amazon, Apple, Google & Co verdienen Abermilliarden in Märkten wie Deutschland und Österreich, bezahlen aber praktisch keine Steuern. Beispiel Amazon : Umsatz in Deutschland etwa 12 Milliarden Euro, Steuerleistung : 3 Millionen Euro. Es wäre überhaupt kein Problem, Konzerne zur Offenlegung ihrer Bücher zu zwingen und angemessene Steuerleistungen abzuverlangen, wäre bloß der politische Wille vorhanden. Nach seriösen Schätzungen entgehen dem österreichischen Fiskus etwa 12 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung ausländischer multinationaler Konzerne – damit ließe sich die Steuerreform des Jahrhunderts finanzieren.

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