Achtung, brutaler Sparkurs!

Der öffentliche Schuldenstand betrug mit 30.03.2014 nach neuesten Berechnungen von Statistik Austria 235,9 Mrd. Euro oder 75,1% des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Damit lag die Staatsverschuldung um 3,3 Mrd. Euro über dem Vorjahresquartalswert. – Echt brutaler und menschenverachtender Sparkurs, das.

12 comments

  1. Sybille Stoa

    Danke geschätzter Herr Ortner als einsamer Fackelträger des reinen Neoliberalismus.
    Mich nerven die Lügen der Linken hier bereits so sehr, dass alles immer neoliberaler wird. In den letzten 20 Jahren hat sich gewaltig Kapital von privat zu Staat verschoben. Der Staat hat das natürlich wieder an privat letztendlich umverteilt, aber das wenigste in den staatsnahen produktiven Sektor, sondern zum Verkonsumieren. Dadurch entstand ein immer größerer Mangel an Eigenkapital im privaten und im staatsnahen produktiven Sektor, was immer mehr hineinlassen von Fremdkapital erzwang. Durch diesen mehr Bedarf an Fremdkapital enstand der falsche Eindruck der “Neoliberalisierung”, in Wahrheit ist das was die Linken als “Neoliberalisierung” bezeichnen, das immer größere Ausrauben des privaten und staatsnahen produktiven Sektors und den daraus folgenden Zwang, an den Staat verlorenes Eigenkapital durch Fremdkapital zu ersetzen.
    Das ist aber nicht neoliberal, das ist Raub an der Substanz.

    Man sieht die Wahrheit gut an der “kommunistischen Dreiecksungleichung”:
    In Österreich und Frankreich gilt:
    Reales Wirtschaftswachstum < Wachstum BIP < Wachstum Steuereinnahmen < Wachstum Staatsausgaben

    q.e.d.

  2. Matthias Wolf

    Kann mir jemand erklären, wieso Defizit und Staatsausgaben eigentlich am BIP gemessen werden?

    In meiner kleinen Welt wäre das so, wie wenn der Kredit für eine Wohnungseigentümergemeinschaft am Gesamt/einkommen/ der Miteigentümer ausgerichtet würde. Aber das ist ja völliger Quatsch! Man muss doch einen Kredit am Reparaturfonds und der -rücklage bemessen.

    Anders gesagt: die Gesamtverschuldung beträgt irgendwas um 400% des Steuervolumens, so wird ein Schuh draus (und der nackte Wahnsinn noch sichtbarer, denn alles über 50% des Jahreseinkommens ist nackter Wahnsinn).

  3. Thomas Holzer

    @Matthias Wolf
    “………..so wird ein Schuh draus (und der nackte Wahnsinn noch sichtbarer…..”

    Und damit haben Sie schon die Erklärung geliefert, warum Defizit und Staatsausgaben am BIP gemessen werden, um nämlich dem unbedarftem Bürger Sand in die Augen zu streuen!
    Die Politikerdarsteller richten es sich halt immer so, wie es für sie am vorteilhaftesten ist

  4. Herr Karl jun.

    @ Thomas Holzer, Mathias Wolf
    Als weiteren Beleg für die Absurdität der BIP-erei: Die Personalkosten des öffentlichen Sektors (also eine Input-Größe) werden dem BIP (eine Outpunt-Größe) einfach hinzugeschlagen. Im Klartext: Je mehr öffentlich Bedienstete und/oder je höher die Einkommen im öffentlichen Sektor steigen, desto größer das BIP. Wie haben wir uns doch alle lustig gemacht über die gute alte UdSSR oder der DDR mit ihren gefälschten Statistiken…..

  5. Sybille Stoa

    P.S. ich bin ja ein Fan von Liberalisierung der staatsnahen Betriebe, das merkwürdige ist nur, dass dann das durch die Liberalisierung eingespielte Geld auch immer sofort verkonsumiert wurde und die Staatsschulden trotzdem höher wurden. Das allein zeigt schon die permanente budgetäre Schieflage und die Tendenz alles was je hereinkommt sofort zu verkonsumieren.

  6. MM

    Liebe Sybille Stoa,

    Vielen Dank für die “kommunistische Dreiecksungleichung”. Schockierend aber klasse!

  7. Sybille Stoa

    @MM bitte gerne, wobei ich anmerken muss, dass ich hier zu Steuereinnahmen auch die Einnahmen der Sozialversicherung hinzugerechnet habe.
    Die reinen Steuereinnahmen ohne Sozialversicherung wuchen etwa genau gleich wie das BIP hier, mit den Zwangssozialversucherungsabgaben liegt aber das Wachstum aller Zwangsabgaben imner sehr deutlich über dem Wachstum des BIP.

  8. Thomas Holzer

    @Herr Karl jun.
    Deswegen werden dem BIP ja auch Schwarzarbeit, Drogenkonsum, -Handel, Schmuggel etc, zugerechnet 😉
    Ich warte auf den Tag, wo die Kreationisten in Brüssel, nach vorheriger Berechnung der Umwegrentabilität, auch Morde und andere Gewaltverbrechen in diese Statistik aufnehmen 🙂

  9. Thomas Holzer

    @Wolf
    Nein!
    “Schuld ist ja auf jeden Fall” NUR Haider 😉
    Hätte es diesen Gottseibeiuns nicht gegeben, würden in Österreich Milch und Honig bis ans Ende unserer Tage fließen (und auch noch bis ans Ende unserer Nachnachnachnachkommen) 🙂

  10. he23 - Heinrich Elsigan

    @Wolf
    Viel mehr als die Hypo Alpe Adria sind die sozial gerechten Steuern schuld am Niedergang des Systems.

    Stoppt die “sozial gerechten Steuern”
    Im Jahr 2000 hatte Österreich 200.000 Arbeitslose. 
    Heute sind es doppelt so viel. 
    Dazwischen: “Viel sozial gerechte Steuern” 
    Aktien- & Wertpapier- KEST 
    Immobilienspekulationssteuer 
    Bankenabgabe 
    Streichen Absetzbarkeit für Spitzenmanager 
    Wegfall Großteil Gruppenbesteuerung für Konzerne 
    neue Grundbuchführungs- & -Änderungsgebühren 
    neue Steuern auf Sekt, Tabak, Autos (Nova), Pferde 

    Diese “sozial gerechten Steuern” vernichten Arbeitsplätze. 

    Auch die “sozial ungerechten indirekten Steuern”, wie Nicht-Inflatrionsanpassung der kalten Progression vernichteten Arbeitsplätze.

  11. Schnabeltierfresser

    @Matthias Wolf

    Soweit ich weiss, kriegen aber auch Menschen mit hohem Einkommen höhere Kredite als Menschen mit niedrigem Einkommen?

    Was ich da bedenklicher finde ist,dass das BIP offenbar dem Staatseinkommen gleich gesetzt wird.

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