Adolf Hitler, ein würdiger Vorläufer der heutigen Kapitalismusgegner

“Der Cambridger Historiker Brendan Simms hat erste Ergebnisse seiner geplanten Hitler-Biographie vorgestellt. Seine These: Hitlers Antisemitismus speiste sich aus Hass gegen die angloamerikanische Kultur…..” (interessanter Text der FAZ, hier)

2 comments

  1. Quentin Quencher

    Aspekte die bedacht werden sollten. Ich halte allerdings Simm’s Thesen, soweit sie in der FAZ dargestellt werden, für nicht sehr plausibel. Ich denke einschneidend für den politischen Werdegang Hitlers sind weniger dessen Kriegserlebnisse, als vielmehr seine Erfahrungen mit der Münchner Räterepublik. Die Radikalisierung geschah in dieser Zeit und hier hat er auch seinen Antisemitismus mit seinem Antibolschewismus verknüpft. Dass er nebenbei noch antikapitalistisch war, ist so neu nicht.

  2. Selbstdenker

    Der FAZ-Artikel ist wirklich hervorragend.

    Wie eng Judenhass, Antikapitalismus und Amerikahass zu einem in sich geschlossenen Gesamtsystem, welches vor allem in Mitteleuropa immer noch in vielen Köpfen rumspukt, verwoben sind, hat sich vor allem nach dem Ausbruch der US-Immobilienkrise und der darauf folgenden europäischen Schuldenkrise gezeigt.

    Gewaltbereite linke Extremisten kooperieren bereits seit längerer Zeit mit islamistischen Extremisten und Terroristen. In den neuen deutschen Bundesländern schimmert die Prägung durch die kollektivistische DDR-Diktatur bis heute im verhältnismäßig großen Wählerzuspruch für Die Linke und die NPD durch. In linken Intellektuellen-Kreisen sind überzogene Isrealkritik und einseitiges Parteiergreifen für die Palästinenser als sprachlicher Code das Gesinnungs-Äquivalent zur Couleur rechter Burschenschafter.

    Wenn Rechtspopulisten ihre Verschwörungstheorien über “die [US-]Ostküste”, “die Hochfinanz” und “das Weltjudentum” absondern und sich wieder einmal über “das Zinssystem” auslassen, wird klar, wie sehr sich ihre “Wirtschaftskonzepte” mit denen von Linkspopulisten und Islamisten ähneln.

    Und wenn Die Linken-Politikerinnen Sahra Wagenknecht und Christine Buchholz nach der Rede vom israelischen Präsidenten Schimon Peres zum Holocaust-Gedenktag im Deutschen Bundestag als einzige Abgeordnete sitzen bleiben und dafür Lob von der NPD erhalten, zeigt dies einmal mehr, wie linke und rechte Extremisten aus dem gleichen Tümpel mit der braunen Brühe fischen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69003704.html

    Der eingangs erwähnte Artikel aus der FAZ bestätigt die Mechanismen, die man heute persönlich in Alltagssituation, in Stammtisch- und Internet-Diskussionen und bei politischen Anlässen beobachten kann.

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