AfD: Exit Petry, und dann?

Von | 26. September 2017

“…Gerade erst hat die AfD bei der Wahl triumphiert, da wird sie von der eigenen Vorsitzenden überrascht: Frauke Petry möchte der künftigen Bundestagsfraktion nicht angehören. Was ist ihr Kalkül?….” (hier)

34 Gedanken zu „AfD: Exit Petry, und dann?

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: “Und Alexander Gauland? Er nutzt die Gelegenheit, um vor großen Publikum erneut zu provozieren. Er stellt in Frage, ob das Existenzrecht Israels wirklich Staatsräson Deutschlands sei.”

    So er dies wirklich gesagt, angedeutet hat, finde ich dies zum K….. . Das bekannte “Personal” der AfD war mir spätestens seit dem Abgang des Herrn Dr. Lucke sowieso suspekt

  2. sokrates9

    Stronach hatte dasselbe Problem: es ist unheimlich schwierig gute Leute für eine vernünftig agierende Partei zu bekommen! es überwiegen Selbstdarsteller und Egoisten! Die guten Leute sitzen in der Privatwirtschaft und tun sich so etwas nicht an!

  3. Rado

    @Thomas Holzer
    Gauland hat das schon etwas anders gesagt, als suggeriert wird. Aber er fällt mit seiner Wortwahl schon mehrmals unangenehm auf.

  4. Rado

    PS: Vielleicht taucht Petry ja plötzlich bei einer anderen Partei wieder auf? Hatten wir doch schon mal!
    Vielleicht sogar bei Mutti herself?

  5. KTMTreiber

    Gauland halte ich (persönlich) für eine Fehlbesetzung. Der Mann schadet der Partei mehr als er nützt. Ich denke diese Partei wird sich in absehbarer Zeit selbst aufreiben … – schaun mer mal …

  6. Falke

    @Thomas Holzer
    Gauland hat eigentlich das gesagt, was die Regierung Merkel tut: Lauthals und immer wieder die Sache mit dem Existenzrecht Israels verkünden, und tatsächlich Millionen von Juden- und Israelhassern nach Deutschland importieren, deren Credo die Vernichtung Israels ist. Ganz abgesehen davon, dass – wieder einmal – in Deutschland Juden fürchten müssen, an öffentlichen Orten angepöbelt und auch körperlich angegriffen zu werden, als Konsequenz der Politik von Angela Merkel. Das beweist, dass ihre immer wieder betonte “Verantwortung” für Israel und die Juden eine reine Redeübung ohne jedwelche praktische Bedeutung ist: sie tut nämlich genau das Gegenteil.

  7. AD

    das gab es in der FPÖ unter Haider (BZÖ, FPK), das gab und gibt es noch bei den Grünen (Realos, Fundis) ….das wird schon wieder 🙂

  8. mariuslupus

    Wieso wird eigentlich so viel über Petry, Weidel und Gauland diskutiert und nicht über den Erzumfaller Seehofer.
    Die CSU, ohne Seehofer, hätte es in der Hand, den Merkel Spuk zu beenden. Voraussichtlich wird die CSU lieber, die nächsten Landtagswahlen verlieren, als die unheillige Allianz mit Merkels SEDCDU zu kündigen.

  9. Christian Peter

    Eine ‘AfD light’ braucht kein Mensch. Besser eine kleine Partei, die klare Positionen bezieht als Rattenfängerparteien wie z.B. die FPÖ, deren Parteiprogramm sich praktisch nicht mehr von dem der politischen Mitbewerber unterscheidet.

  10. Wanderer

    Wer die Entwicklung der Partei seit April verfolgt hat, wird von Petrys Aktionismus wenig überrascht sein. Ein paar Abgeordnete aus dem Umfeld ihres Mannes könnten ihr folgen. Hauptsache die Fraktion geht jetzt mit Weidel die notwendige Oppositionsarbeit an.

  11. KTMTreiber

    @mariuslupus 10:58 h

    “”Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.” -H. Seehofer – 20. Mai 2010

    Der “Erzumfaller”, Horst S. spielt auch nur die Rolle die im zugedacht ist, – der Vorhang ist noch nicht gefallen, – es ist noch n i c h t vollbracht …

  12. KTMTreiber

    Eine Sichtweise:

    Geolitico / Thomas Castorp

    Paktiert AfD-Chefin Petry heimlich mit Merkel? Seit Monaten gib es Gerüchte über Geheimgespräche mit der CDU – und sogar über einen Besuch im Kanzleramt.

    Frauke Petry und die AfD haben miteinander gebrochen. Endgültig. Da ist nichts mehr zu kitten. Warum nur, fragen sich nicht nur AfD-Mitglieder, warum geht diese vielleicht ambitionierteste und ruchloseste AfD-Politikerin? Warum kehrt sie der Partei den Rücken, die sie doch noch zu Beginn des Jahres mit aller Gewalt an sich reißen wollte und die für sie schnell mehr geworden war als nur die politische Heimat?

    Die AfD war ihr machtpolitisches Lustobjekt, ihr Quell berauschender, nicht nur politischer Leidenschaft, und sie ließ sich mit Haut und Haar ein auf dieses Spiel aus Verführung und Hingabe. Die AfD lieferte den Grund des Scheiterns ihrer ersten Ehe und ist untrennbar verbunden mit der Geburt ihres jüngsten Sohnes. Ist es zuviel gesagt, dass Frauke Petry der AfD ein Kind geboren hat? Bestimmt. Aber es wäre ohne die durch die AfD bewirkten Umstände halt nie auf die Welt gekommen, und Frauke Petry wäre …

    weiter: http://www.geolitico.de/2017/09/26/darum-will-petry-die-afd-zerstoeren/

  13. Weninger

    @KTM
    Auch das ist AfD-Style, es muss immer das große Nibelungendrama sein mit großem Verrat und allem pipapo, und nicht eine Politikerin die sich halt mit ihrer Partei entzweit und sie verlässt. Ich sehe schon die neue Dolchstoßlegende, die AfD hätte doch und überhaupt, aber diese petry …. So durchschaubar.

  14. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Israel weiß genau, dass es nur eine freundliche Floskel von Merkel war, für das Existenzrecht Israels einzustehen.
    Gauland sagte, wenn es nicht nur eine Floskel sein soll, dann müssen auch deutsche Soldaten für das Existenzrecht Israels, wenn es nötig ist, kämpfen und sterben. Fraglich ob man das will in Deutschland, die deutsche Bevölkerung. Ich bin sicher, die meisten Deutschen wollen es nur bei einer Floskel belassen.

    Die ständige Umdeutung, Auslassung von Zitaten von AfD-Politikern ist Teil der Hetze gegen die AfD. Dennoch fand ich Gaulands Äußerung über Stolz auf die Wehrmacht völlig unangebracht. Die AfD sollte sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren und nicht den II. WK aufleben lassen. Im übrigen war Gauland zuvor 40 Jahre in der CDU.

  15. Mona Rieboldt

    Zu Bonny und Clyde (Klonovsky) der Afd, das Ehepaar Petry und Pretzell, wurde schon früher geschrieben, siehe Klonovsky. Sie sind beide pleite und wollen halt koalieren, um an die Fleischtöpfe zu kommen, das geht nicht mit der AfD.
    Petry hat ein Direktmandat in Sachsen gewonnen, weil sie in der AfD ist. Jetzt auszutreten, ist auch unfair ihren Wählern gegenüber.

  16. astuga

    Letztlich ist das alles völlig normal bei jungen Parteien.
    Ganz egal, welches politische Spektrum sie abdecken, es ist die Norm und keine Ausnahmeerscheinung.

    Wenn ich etwa daran denke, wie viele Personen bei der Gründung und Etablierung der Grünen (in Deutschland wie Österreich) auf der Strecke geblieben sind oder sich wieder getrennt haben.
    Da waren gleichermaßen Wirrköpfe wie auch fähige Leute dabei (bessere als in der heutigen Führungsriege)
    Von den aktuellen Abgängen bei den heimischen Grünen ganz zu schweigen.

    Wer sich in einer neuen Partei engagiert will seine Vorstellungen umsetzen und/oder Machtpositionen einnehmen.
    Wer damit scheitert, aus welchen Gründen auch immer, findet sich plötzlich am Abstellgleis.
    Und auch wenn es afaik Petry nicht betrifft, alle jungen Parteien haben Personal das in anderen Parteien zu kurz gekommen ist.
    Bei den Grünen waren das Sozis und Kommunisten, bei Stronach und den NEOS waren es ÖVPler usw.
    Und manchen dieser Personen geht es dann mehr um eine neue eigene Perspektive, als um eine inhaltlich neue Partei.
    Auch das war bei der AfD gleich zu Beginn gut erkennbar.
    “Viele der Funktionäre kamen aus der zweiten Reihe der CDU und FDP” (ich zitiere hier mal Wikipedia).

  17. Christian Peter

    @astuga

    Dass Sie jeden Blödsinn bei Wikipedia abschreiben, zeugt nicht von großer Geistigkeit. Dass viele aus der CDU und FDP austraten und zur AfD wechselten hatte den einfachen Grund, das sie Politik diese Parteien einfach nicht mehr tragbar ist, nicht wenige haben gut bezahlte Jobs bei den Altparteien aufgegeben. Dass lässt sich auch bei den Wählern beobachten : Besserverdiener und Unternehmer wechselten scharenweise von der CDU zur AfD.

  18. astuga

    @Christian Peter
    Tut mir leid, wenn ich ihr Niveau unterbiete! 😉
    Aber selbst als Haustrottel sehe ich nicht, wie das Zitieren eines kurzen Satzes ein “abschreiben” wäre.

  19. astuga

    Nachsatz: Dass Sie sich als bekennender Nichtwähler derart für internes Parteigerangel interessieren ist aber faszinierend.
    Haben Sie selbst schon mal entsprechend schlechte Erfahrungen gemacht?

  20. KTMTreiber

    @Weninger:

    … auf den Komponisten können wir uns aber einigen ? 😉

  21. Mona Rieboldt

    astuga
    Ja, so ist es in jeder jungen Partei. Die Grünen haben ja noch Jahre ihre Pädophilen in der Partei gehätschelt. Und mit denen wollte auch lange Zeit keine Partei koalieren.
    Die Linke, die im Saarland vor allem durch Lafontaine stark ist, ist in sich sehr zerstritten und trägt ihren Streit sogar vor Gericht aus.

    Als seinerzeit Petry, damals Vorsitzende der AfD, sagte, als letztes Mittel müsse man an der Grenze schießen, ging das hoch und runter in der Presse, wie unmenschlich die AfD ist. Als Boris Palmer, OB in Tübingen und Grüner, sagte, als letztes Mittel muss an der Grenze geschossen werden gegen Eindringlinge (Asylanten), gab es gar nichts in den Medien, nur seine Partei war nicht amüsiert.

  22. KTMTreiber

    @Mona R.

    Nix gegen Pädophile. Mein Sohn hat gestern seine erste Freundin vorgestellt, – die ist HEISS !!! – Blödsinn, kleiner Scherz und einen ganz lieben Gruß an Sie ! 😉

  23. Weninger

    @KTM
    Ja natürlich! Aber was die AfD abliefert, hat eben nichts mit dem großen Komponisten zu tun, sondern ist eine Schmieren-Dorfkomödie.

  24. Wanderer

    @Weninger
    Es ist wahrscheinlich sehr, sehr schwierig eine demokratische Partei mit den Kernthemen Euro und Migration zu gründen, diese nach wenigen Jahren mit 13% in den Bundestag zu führen und das ganze auch noch reibungslos zu absolvieren. Wenn Sie das anders sehen, sollen Sie über ein Engagement als Politikberater nachdenken.

  25. Johannes

    Petry hat heute einen wesentlichen Fehler begangen, ich meine damit nicht unbedingt das es ein Fehler war sich von der AfD zu trennen wenn es ihre Gewissensentscheidung war sondern das sie es JETZT getan hat, daß war ein politischer Fehler der ihr immer nachhängen wird. Sie hat eigentlich die Wähler getäuscht weil sie sich für eine Fraktion aufstellen ließ einzig um gewählt zu werden um also als Abgeordnete einziehen zu können. Das hat ihrer Glaubwürdigkeit geschadet, wer weis ob sie in Zukunft Politik betreibt von der sie dann gar nicht überzeugt ist vielleicht schmeißt sie bei anderer Gelegenheit wieder alles hin?

    Hätte sie, so wie übrigens Pilz, den klaren Schnitt gemacht und wäre mit der Liste Petry angetreten wäre sie zu respektieren, so aber hat sie sich selbst beschädigt.

  26. mariuslupus

    AfD als Start up Organisation durchläuft die üblichen Entwicklungsstufen durch: forming-storming-performing.
    Vielleicht gibt es im Bundestag eine sehenswerte performance der AfD.

  27. Weninger

    @Wanderer
    Wenn man sich über Tölpelhaftigkeit der Grünen und Sozis amüsieren kann, warum dann nicht auch über die AfDler in ihrer provinziellen Selbstgefälligkeit. Am meisten stört mich der typisch deutsche spießbürgerliche Mief und die Bigotterie.

  28. Wanderer

    @Weninger
    Das kommt darauf an, wem man zuhört. Weidel oder Höcke. Storch oder Poggenburg.

  29. Weninger

    Wenige wählen die AfD wegen ihres Wirtschaftsprogramms,das muss einem klar sein, auch wenn es dort intelligente Leute gibt.

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