Afd in Sachsen-Anhalt vor SPD

Von | 23. Februar 2016

“…..Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die rechtspopulistische AfD einer INSA-Umfrage zufolge erstmals die SPD überholt. In der Erhebung für die „Bild“-Zeitung (Montagausgabe) kommt die AfD auf 17 Prozent. Das ist ein Punkt mehr als die SPD mit 16 Prozent erreichen würde, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Stärkste Partei bliebe die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff mit 30 Prozent. Auf Platz zwei folgt die Linkspartei mit 21 Prozent. Die Grünen kommen der Umfrage zufolge auf fünf Prozent, die FDP auf vier Prozent. In Sachsen-Anhalt wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt…” (hier)

18 Gedanken zu „Afd in Sachsen-Anhalt vor SPD

  1. Fragolin

    Ich lese “rectspopulistische AfD”.
    Keine Silbe von “linksextreme Linkspartei”, “linkspopulistische SPD”, “kollektivistische CDU”, “bankenfreundliche FDP” oder “gouvernantenhafte Grüne”.
    Aber bei AfD muss unbedingt “rechtspopulistisch” stehen, gleich am Anfang, damit der meinungsmanipulierte Leser weiß, über wen er sich in welcher Form empören muss. So lange die Medien es nicht lassen können, ihre manipulativen Tricks in die Textbausteine zu häkelm, werden sie trotz allem momentanen Anwanzen an die davoneilende Konsumentenschar diese nicht mehr am Davoneilen hindern können.
    Die Menschen wollen neutrale Berichterstattung, auf deren Basis sie sich eine eigene Meinung bilden können.
    Aber eine eigene Meinung will man wohl gerade Deutschen lieber nicht zugestehen.
    Obwohl auch der heutige “presse”-Artikel hier in Österreich über Frauke Petry seltsam ist; statt einer Frage-Antwort-Auflistung wie sonst bei Interviws üblich, werden Textpassagen selektiert und durch den ganzen Artikel mit wertenden Attributen und Deutungen ihrer vermutlichen Denkweise gespickt. Man werfe ein paar Formulierungen wie Würfelzucker in den Kaffee und lese dann aus dem Sud, was einem gerade passt. Meinungsmanipulation von der Überschrift bis zur letzten Zeile. Und natürlich mit deaktivierter Kommentarfunktion, denn soviel weiß auch die “presse” schon: Die Leser sind nicht blöd! Sie merken es, wenn sie manipuliert werden. Und sie hassen es.
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4931319/Frauke-Petry-und-ihr-seltsames-Gespur-fur-Fakten?from=rss&google_editors_picks=true
    Man könnte auch titeln: Die “presse” und ihr seltsames Gespür für Berichterstattung. Solche Artikel in den deutschen Medien sind es jedenfalls, die der AfD in Deutschland immer mehr Wähler in die Arme treiben. Immer mehr Menschen koppeln sich von den Obertanen ab, üben Liebesentzug: Wir wählen die, die ihr hasst, weil ihr sie hasst, und nicht, weil wir sie lieben! Sowas nennt man Protestwahl. Eine andere Art von Protest ist dem Bürger kaum geblieben, will er nicht in das Rohr eines Wasserwerfers blicken, als Pack beschimpft und seines Menschseins abgesprochen werden.

  2. Rado

    Es gibt doch noch ein paar Deutsche, die noch nicht vollkommen eingeseift sind.

  3. Herr Superg'scheit

    Solche Umfragen (und später die Wahlergebnisse) machen mir immer wieder bewusst, auf welch hoffnungslos verlorenem Posten Leute wie wir hier stehen. 21% Linkspartei, 5% Grüne, 16% SPD. Für fast die Hälfte der Bevölkerung – sogar in Sachsen-Anhalt(!) – ist selbst die Politik von Merkel immer noch nicht links genug. Und 30%(!!!) sagen: CDU – weiter so!

    Niemand von uns braucht sich einreden, dass irgendeine linke Elite der Mehrheit gegen ihren Willen etwas reindrückt. Die Menschen sitzen mehrheitlich zufrieden im Zug, der auf die Schlucht zufährt.

  4. Reini

    Herr Superg’scheit,… richtig – war in Wien bei den Wahlen 2015 nichts anderes!
    … ” jeder Österreicher spendet jetzt 100 Euro “zwangsmäßig” für die Flüchtlingspolitik”, wir wollen ja keine neuen Staatsschulden anhäufen, welche der Steuerzahler also wiederum das Volk sowieso bezahlen soll!!!
    … welche Flüchtlingspolitik hätten wir dann?!
    … der Mensch denkt im Reichtum nicht nach, das erkennt man das noch jede Hochkultur ein Ende hatte.

  5. aneagle

    Hätten wir nicht eine total nach links verrückte Physikerin, bräuchte es jetzt auch keine total nach rechts verrückte Chemikerin. Gerade Naturwissenschaftlern sollten Ursachen und Mechanismen der Verrückung samt ihren Folgen geläufig sein. 🙂

  6. Lisa

    Könnteessein, dass sie mit dem Zusatz Menschn nformieren wollte, diemsich unter AfD ncihts vorstellen können. Abkürzungen sind jeweils etwas unklar – ich würde zum Beipiel auch “die christliche CDU” schreiben…

  7. Fragolin

    @Lisa
    Wenn es um Information ginge, würde es richtigerweise auch bei den anderen Parteien dabeistehen. Und die “Linke” ist eindeutig linksextrem, am Rand sogar linksradikal. Aber auf dem Auge ist die Politik sowieso stockblind (z.B. sind Menschen, die einen Bus beschimpfen, für MP Tillich “keine Menschen, sondern Verbrecher”, während seine Obertranigkeit fein stille schweigt, wenn die Antifa in Leipzig ganze Straßenzüge verwüstet und faktisch Bürgerkrieg in einem Stadtteil spielt…).
    Also geht es ganz offensichtlich nicht um Information, denn das Attribut “rechtspopulistisch” und auch schon “rechtsextrem” bekommt die AfD in so gut wie jedem Artikel grundsätzlich umgehängt. Kennen wir vom FN ja auch. Einfach mal mit DDR-Propaganda beschäftigen, da kann man lernen….

  8. Falke

    @Fragolin
    Genau das ist mir auch sofort sauer aufgestoßen, wollte es gerade schreiben, Sie haben mir die Worte aus dem Mund genommen: Es gibt praktisch kein Medium, das nicht das Beiwort “rechtspopulistisch” vor die AfD setzt. Dabei ist “populistisch” für mich gar kein Negativum: es kommt aus dem lateinischen “populus = Volk”, sagt also nichts anderes als “volksnah” oder eher “widerspiegelt die Meinung des Volkes”. Gemeint ist natürlich abschätzig das, was am sogenannten “Stammtisch” gesprochen wird, also was das “primitive Volk” so denkt – und das ist offenbar immer “rechts”. Zum Leidwesen der überheblichen Gutmenschen zählt aber in der Demokratie jede Stimme gleich viel, daher nützt das Gesudere der Linken nichts, wenn die “Rechtspopulisten” logische Wahlerfolge verzeichnen.

  9. mariuslupus

    Sturm im Wasserglas, die Wogen gehen angeblich, die Lotsin bleibt auf der Brücke und trotzt dem Sturm den sie dmit ihren eigenen Winden ausgelöst hat. Von der sächsischen Besatzung bleiben noch immer zwei drittel an Bord, noch ist die Vorratskammer voll. Dass Proviant reicht noch, bis zum Totenschmaus ist es noch weit.
    Wer unzufrieden ist und kritisiert kann dass Schiff verlassen. O.Ton Heizer Gabriel.
    @aneagle
    “keine total nach rechts verrückte Chemikerin”, dass ist doch nicht Ihr ernst ? Nicht notwendig eine Parität herzustellen, es gibt verrückte Linke, dazu braucht es kein rechtes Pendant.

  10. Christian Peter

    @Fragolin

    korrekt. Bei Begriffen wie ‘rechtspopulistisch’ sollten die Alarmglocken läuten. Populistisch sind natürlich alle politischen Parteien, ganz besonders die politische Linke.

  11. Thomas Holzer

    @aneagle
    Die Frau Petry ist nicht nach rechts verrückt!
    Frau Merkel will dem internationalem und multikulturellem Kollektivismus, auch Sozialismus genannt, zum Durchbruch verhelfen; Frau Petry dem nationalen, autochthonen, monokulturellem Kollektivismus, auch Nationalsozialismus genannt.
    Beiden ist die Selbstbestimmheit des Einzelnen egal, für beide gilt, eine möglichst große, manipulierbare Masse zu kreieren, in welcher das Denken des Einzelnen möglichst eliminiert wird.

  12. wbeier

    M.E. sind sowohl AfD wie die gesamte Pegida-Szene Kreationen des Systems und erfüllen in ihrem Ausbau den Zweck der kontrollierten und kontrollierbaren Opposition. Nicht mehr und nicht weniger – da ist nichts revolutionäres oder gar gefährliches wenn das „Pack“ am Montag „Wir sind das Volk“ skandieren darf. Hauptsache am Dienstag funktioniert es wieder!
    Dazu gehört natürlich, dass man die Szene entsprechend medial dämonisiert – schließlich soll dem aufmüpfigen deutschen Spießer ein wohliger, anarchistischer Schauer über den Rücken laufen weil das gehört zur Show.
    Sollte die AfD ein paar Sitze in den Ländern oder gar im Bundestag erlangen, wird sie vom System absorbiert und die Faxen bis dahin ausgesessen.

  13. gms

    Thomas Holzer,

    “Frau Petry [will den] nationalen, autochthonen, monokulturellen Kollektivismus, auch Nationalsozialismus genannt.”

    Behaupten kann man das leicht, auch wenn es sich mit einem Blick ins Parteiprogramm als unhaltbar erweist.

  14. Fragolin

    Ein weiterer Fall, den unsere Willkommenspolitiker zu verantworten haben.
    Wird aber im Gegensatz zu AfD- oder FPÖ-Sagern nicht öffentlich empört breitgewalzt sondern verschämt in den Regionalnachrichten erwähnt.
    http://tirol.orf.at/news/stories/2759209/

  15. Fragolin

    @gms
    Gebe Ihnen recht, da sind Positionen zu Bildung und Familie, direkter Demokratie und Einschränkung der Parteienherrschaft, die weiter gehen als bei vielen liberalen Parteien Europas. Das macht sie zu Feinden der Systemschmarotzer, die natürlich sofort mit der Lieblingskeule (“Nazi!!!”) auf alles eindreschen, was an ihren Pfründen kratzen könnte.
    Wenn man die AfD attributieren wollte, dann eher als rechtsliberal. Das macht sie zum Gottseibeiuns der Kollektivisten.

  16. Wanderer

    @gms, fragolin
    Ich sehe das auch so wie Sie. Petry mit NS gleichzusetzen geht gar nicht bzw. entspricht SPD Diktion. Die AfD ist rechtspopulistisch bis nationalkonservativ und nur die extreme Linke würde diese Einstellungen pauschal mit NS gleichsetzen. “Monokulturell/autochthon” sind Mitteleuropas Staaten schon lang nicht mehr bzw. waren sie nie. Das wird Frau Petry auch herzlich egal sein, solange nicht der aktuelle Multikulturhype diesen Kontinent tatsächlich in einen monoreligiösen transferiert.

  17. Seerose

    Das einzige was mich an dieser Umfrage erschreckt und zum Nachdenken bringt, sind die 30 % fuer die CDU.

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