Affäre Wirecard: Wie kann von 1,9 Milliarden jegliche Spur fehlen?

“……Fachleute sind perplex, wie beim deutschen Zahlungsdienstleister ein Viertel der Bilanzsumme verschwinden konnte. Allerdings gab es in den vergangenen Jahren eine Reihe von Warnzeichen. Es stellt sich zudem die Frage, ob die Buchprüfer von EY genau genug hingeschaut haben…. NZZ, hier

7 comments

  1. Mourawetz

    Und das soll ein DAX-Unternehmen sein? Wieviele Anleger wurden geschädigt?!

  2. Gerald Steinbach

    Die einzige Chance /Möglichkeit für Wirecard ist ein Debt to Equity Swap , der mit einem Schlag das EK erhöht, dies ist aber nicht von Vorteil für die Aktionäre.
    Braun erinnert mich an einen anderen Österreicher, der eine hat Armeen am Reisbrett herumgeschoben die es nicht mehr gab und Braun 1.9 Milliarden verbucht , die es nie gab.

    Das Geschäftsmodell e commerce ist zukunftsweisend und auch die Technik von WC ist genial, Schade eigentlich das daraus nichts geworden ist

  3. Robert Sabitzer

    Das ist doch keine Ausnahme und kommt – in geringeren finanziellen Dimensionen – doch immer wieder vor.
    Ich hatte mal einen Sanierungsauftrag für ein Unternehmen bei dem ich schon am zweiten Tag bemerken musste, dass die Aktivas jahrelang um Millionen zu hoch in der Bilanz ausgewiesen waren und die Wirtschaftsprüfer (sehr bekanntes, großes internationales Unternehmen) das jedes Jahr abgezeichnet haben weil sie dem damaligen GF alles glaubten. Das simple Geheimnis: fast wertlose Lagerware war sehr hoch bewertet, uneinbringliche Forderungen an schon gar nicht mehr existente Kunden waren immer noch als offene Forderungen in den Büchern. Wenn die Wirtschaftsprüfer entweder unerfahrene Jungakademiker oder leichtgläubig sind, kann das schon passieren….

  4. Gerald Steinbach

    Robert Sabitzer
    War das auch ein Unternehmen das in DAX oder ATX gelistet war?

  5. Thomas F.

    Es gibt einen riesigen Apparat an extrem teuren Aufsehern, Regulierern und Prüfern und wieder einmal haben sie alle zusammen auf voller Linie versagt. Was sollte die Konsequenz daraus sein? Dass wir den Apparat abmontieren oder wenigstens drastisch verschlanken, weil es sowieso nicht viel nutzt. Was ist die erste Stellungnahme eines deutschen Politikers? Die BaFin braucht mehr Geld, um ihre Aufgaben erfüllen zu können.
    Richtig wäre natürlich, den Markt mehr regeln zu lassen. Investoren sollten angehalten sein, nicht in Unternehmenskonstrukte zu investieren, die nicht transparent sind. Dann könnten solche Monster auch nicht entstehen. Aber Investoren verlassen sich darauf, dass alles geprüft wurde und somit werthaltig ist. Caveat emptor!

  6. Gerald Steinbach

    Thomas F
    Also da wären einmal die:
    EZB, BaFin, EY, Aufsichtsrat das die alle versagt haben ist etwas verwunderlich, wahrscheinlich hat schon wer was gewusst, aber,…..

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