Afghanistan-Abzug der NATO ebnet China den Weg

Von | 9. August 2021

Die unanständige Eile, mit der die Biden-Regierung ihren militärischen Rückzug aus Afghanistan angetreten hat, erhöht nicht nur die Aussicht einer Übergabe der Kontrolle über das Land an die islamistische Hardliner-Taliban-Bewegung. Sie bietet China auch eine einmalige Gelegenheit, seinen Einfluss auf dieses strategisch wichtige zentralasiatische Land auszuweiten.

China, das eine winzige 76 Kilometer lange Grenze mit Afghanistan teilt, strebt seit langem nach engeren Beziehungen zu Kabul, nicht zuletzt wegen der großen, unerschlossenen Bodenschätze, die Afghanistan besitzt. mehr hier

5 Gedanken zu „Afghanistan-Abzug der NATO ebnet China den Weg

  1. Kluftinger

    Wenn die Chinesen in Afghanistan das Kommando übernehmen ist endlich Ruhe in diesem Land. Das werden auch die Taliban merken. so schnell können die gar nicht schauen, sind sie weg vom Fenster?

  2. Dieuetmondroit

    Die Amerikaner hatten alle Zeit der Welt für einen geordneten Abzug. Trotzdem erfolgte er völlig überstürzt. Ohne die Unterstützung des amerikanischen Militärs sind die regierungstreuen Truppen chancenlos. Die Taliban werden das Land überrennen. Kabul wird vermutzlich die letzte Bastion bleiben, schließlich aber auch fallen.

    Jede Armee auf dem Rückzug zerstört normalerweise alle Waffen, Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände, die sie nicht mitnehmen kann. Die Amerikaner haben das unterlassen und so sind den Taliban viele Tonnen an Material in die Hände gefallen.
    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die amerikanischen Steuerzahler unterstützen ungewollt die Taliban und jeder, der in den letzten knapp 20 Jahren in Afghanistan für die amerikanischen Interessen gekämpft und gelitten hat, wurde verraten.

  3. GeBa

    @Kluftinger
    Genau so ist, aber haargenau so!
    Die Chinesen sind die einzigen, die diesem Spuk ein Ende bereiten können, denn die kümmern sich – in diesem Fall Gott sei Dank – um keine humanistischen Werte. Dieses Land wird seit Jahrzehnten von den Taliban vergewaltigt, keine Russen, keine Amerikaner konnten dagegen an. Die Muslime selbst gehen über Leichen. Hoffentlich wendet sich dann das Blatt!

  4. sokrates9

    Interessant dass es riesige Bodenschätze gibt und außer Trump niemand auf die Idee gekommen ist damit die Wirtschaft Afghanistans zu stärken. Je reicher eine Bevölkerung umso wirkungsloser sind diverse islamische Ideologien.Da waren doch auch tausende NGOs im Land. Wieder ein Beweis dass es denen nie darum geht eine Infrastruktur aufzubauen- Sieht man auch in Haiti welches Beuteobjekt diverser NGOs ist während der andere Teil der Insel, Dominikanische Republik prosperiert.!

  5. CE___

    Dann solln’se mal machen, die Rotchinesen.

    Die werden sich in den inner-afghanischen Stammesfehden genauso verheddern und aufreiben wie die Briten, dann Sowjets und neuerdings die USA.

    Es ist eh’ kein Land bzw. Gegend an welches ein westlicher Staat viel anstreifen sollte.

    Besonders wenn dann einmal die Bodenschätze des Landes wirklich eine Geldquelle sein sollten, dann wird die afghanische Karawanenräuber-Mentalität voll zum Tragen kommen, und das lokale Sich-zu-kurz-Gekommen-Sein-Gefühl dieses, dann jenes, und dann dortigen Stammes wird übermächtig, und man kann dann den Rotchinesen beim (teuren) Jonglieren belustigt zusehen.

    Auch geopolitisch-medial für einen wieder intensiver werdenden Kalten Krieg finde es sich toll dass sich der Gegner VR China dann mit “illustren” Taliban verbündet.

    Ich meine, wenn sich jemand mit allem Willen zum tatsächlichen “Reich des Bösen” oder meinetwegen mit seinen Verbündeten gleich zur “Achse des Bösen” machen will, soll man nicht hinderlich sein, sondern eigentlich dankbar.

    VR China, Nordkorea, Iran, Kuba, Venezuela, Pakistan, ein Saudi-Arabien welche sich dem Orbit der VR China annähert, nun scheinbar auch die Taliban.

    Was gibt es nicht zum mögen für böse übergriffige Menschen?

    Totalitäre Diktatur, egal ob kommunistisch oder religiös verbrämt, repressive Herrschaft durch Willkür-Recht, Schwule die auf Baukränen aufgehängt oder vom Hochhaus geworfen werden, Verprügeln von Frauen und Mädchen die in die Schule gehen wollen samt Kopfschuss wenn Schläge zur Überzeugung nichts fruchten sollten, Enteignung per ordre de mufti (siehe Tech-Unternehmer in der VR China), Verhungern lassen in KZ’s (Nordkorea), Ermorden und Zerstückeln von unangenehmen Journalisten, und so weiter.

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