Alice Schwarzer und das Konto in der Schweiz

Von | 3. Februar 2014

“…Alice Schwarzer hat eigenen Angaben zufolge rund 200.000 Euro an den deutschen Fiskus nachbezahlt – nachdem sie jahrelang ein Schweizer Konto verheimlicht hatte. Sie spricht von einem “Fehler”. (Hier)

16 Gedanken zu „Alice Schwarzer und das Konto in der Schweiz

  1. Thomas Holzer

    “……nennt Schwarzer Rufschädigung.”

    Ja, das Leben ist ungerecht, vor allem dann, wenn es einen selbst betrifft!
    Die “arme” Frau Schwarzer, der “böse” Herr Hoeneß; so rauscht es im deutschen “Blätterwald”

  2. Rennziege

    Alice Schwarzer ist unschuldig, denn sie handelte in einer vezweifelten Zwangslage, quasi aus putativer Notwehr: Da ihre ihre weiblichen Reize so umwerfend sind, dass jeder Bankangestellte darob in verzückte Ohnmacht fällt, musste sie ihre Spargroschen (als Räppli) in der Schweiz anlegen, wo man auch einen bevollmächtigten Vertreter an den Bankschalter schicken kann.
    Lasset Gnade walten für die atemberaubend schöne Alice!

  3. gms

    Für Notwehr wider den Fiskus kann aus libertärer Sicht sogar Verständnis aufgebracht werden. Das abgrundtief Lächerliche an Schwarzer ist aber ihr G’schichtl dazu. Zitat: “Ein Wort noch zu meinen Gründen für dieses Konto: Ich habe in Deutschland versteuerte Einnahmen darauf eingezahlt in einer Zeit, in der die Hatz gegen mich solche Ausmaße annahm, dass ich ernsthaft dachte: Vielleicht muss ich ins Ausland gehen. So denke ich schon länger nicht mehr. Mein Konto hat sich in diesen Jahrzehnten durch Zinsen und Zinseszinsen vervielfacht, denn in all der Zeit habe ich nie einen Cent von dem Konto abgehoben. Es war einfach da. Zu meiner Beruhigung. Selbstverständlich hätte ich das Schweizer Konto dennoch von Anfang an beim deutschen Finanzamt angeben müssen, um die Zinsen zu versteuern.” [aliceschwarzer.de/artikel/eigener-sache-313405]

    Schwarzer will also allen Ernstes der Welt verklickern, sie hätte irgendwann (O-Ton: “genauer: seit den 1980er Jahren”) einen bereits versteuerten Geldbetrag angelegt, dessen Verzinsung mitterdings eine Steuerlast von Euro 200.000.- aufgeworfen hätte, was wiederum ein Vielfaches besagter 200.0000.- als Zinserträge bedingte. Wow!

    Verschärft wird diese Absurdität aber noch zusätzlich, wenn man bedenkt, wonach auch in Deutschland Steuerschulden und die Zinsen darauf verjähren (AO § 232-Wirkung der Verjährung). Dies tritt idR nach fünf (!), in manchen Fällen auch erst nach zehn Jahren ein. Was auch immer Schwarzer von den 80ern daherredet und zu versteuerten Zinsen, ist — mit Verlaub — völliger Bullshit zum Einlullen ihrer Schwesterinnen im Geiste.

    Erwähnenswert in der Farce ist zugleich Schwarzers Herumeiern um ihre Persönlichkeitsrechte bezüglich jener Medien, die über ihr grandioses Veranlagungsgeschick berichten (O-Ton: “Und ich frage mich, ob es ein Zufall ist, dass manche bei ihrer Berichterstattung über mich gerade jetzt auf Recht und Gesetz pfeifen?”). Daß sie zuvor eigenhändig wider Jörg Kachelmann alles und jedes an die Öffentlichkeit zerrte, was niemanden etwas anging, braucht Pippi Langstrumpfs Großmutter wohl nicht zu kümmern.

  4. Thomas Holzer

    @gms
    “Für Notwehr wider den Fiskus kann aus libertärer Sicht sogar Verständnis aufgebracht werden.”

    Absolut richtig; ich habe jedes Verständnis für jede Person, welche dem Fiskus im eigenen Land so viel Geld als möglich entzieht, und begrüße dies Handlungen aus tiefstem Herzen.
    Der europäische automatisierte Datenaustausch sollte mit aller Härte bekämpft werden, wird er aber leider nicht.

    Daß sich Schwarzer als Opfer geriert, welches für ein allfälliges Leben im Ausland, unausgesprochen auf Grund der (potentiellen) Verfolgung durch “reaktionäre Rechte”, einen klitzekleinen “Notgroschen” angelegt hat, und dieses “Argument” anscheinend -zumindest- stillschweigend von der Öffentlichkeit akzeptiert wird, sollte der eigentliche Grund für eine allfällige Empörung sein.

  5. Michael Haberler

    Ich bekenne mich zur Schadenfreude – nichts ist schöner, als eine penetrante moralische Hochseilartistin der Kategorie Schwarzer mit runtergelassenem Hoserl erwischt zu sehen. Und wem es bislang nicht klar war: mit dem weinerlichen Gequietsche gibt sie sich selbst den Rest in Sachen Peinlichkeit.

    Das hat viel einfach viel mehr peng an ausgleichender Gerechtigkeit als ein verdienter Spitzbub von Wurstfabrikant mit ein paar Netsch in der Schweiz.

  6. Reinhard

    Tja, das sonst so freizügig verspritzte Moralin brennt ordentlich in der Kehle, wenn man es plötzlich selbst schlucken muss.
    Recht so.

  7. FDominicus

    Ich schließe mich der Meinung von Herrn Haberler an, bin aber auch bei gms und herrn Holzer dabei.
    “Für Notwehr wider den Fiskus kann aus libertärer Sicht sogar Verständnis aufgebracht werden.” – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=26904#sthash.UTc6T7ki.dpuf

    Was mich persönlich daran stört ist diese Scheinheiligkeit. Und zwar bei Herrn Hoeness und Frau Schwarzer. Immer öffentlich gegen die Steuerhinterzieher etc wettern aber selber “dabei” sein. Herr Hoeness hat das öfter mal erwähnt, über Frau Schwarzer habe ich gelesen, daß Sie sich schon mal gegen das Steuersystem geäussert hätte.

    War mir aber immer vor Augen steht ist diese “Erhöhung” gegenüber allen anderen. Frei nach Hoeness ich hab ja was geleistet (ohne Zweifel, andere ja auch) und auch Frau Schwarzer kann man nicht absprechen etwas geleistet zu haben (ob es was Gutes war muß jeder für sich entscheiden) aber aus dieser erhöhten Position andere anzumachen, die auch etwas geleistet haben sich aber anders verhalten als es speziell der Frau Schwarzer gefällt ist für mich das wirkliche Ärgerniss.

    Anderen Moral vorhalten und jede Menge Forderungen aufstellen, sich selber davon aber ausnehmen. Und genau das stößt mir auch bei allen anderen dieser “moralischen Instanzen” auf. Da ist mir wirklich jemand lieber der so handelt wie er es “fordert”.

    So gibt es durchaus ja auch Unternehmer die einen BGE “fordern”, das ist für mich so ein Beispiel wo Anspruch und Wirklichkeit eklatant auseinander driften. Soll doch dieser Unternehmer dieses BGE vor allem anderen an alle die bei ihm Arbeiten überweisen. Wird jemand entlassen bleibt es trotzdem bei der Zahlung des BGE, ich wäre wirklich gespannt, wie das ausgehen wird.

    Auch dieser Unternehmer muß erst mal alles erwirtschaften, aber das spielt ja beim BGE keine Rolle. Das Geld hat halt einfach “da” zu sein…. Zum K…..

  8. Graf Berge von Grips

    Was soll’s?
    Sie heisst Schwarzer und nicht Weisser…. 🙂

  9. Selbstdenker

    Es ist ausgleichende Gerechtigkeit, wenn der Jäger zum Gejagten wird.

    An Peinlichkeit kaum zu überbieten ist Gschichtl warum sie den deutschen Fiskus geprellt hat.

    Ich hätte mir nie gedacht, dass ich Alice Schwarzer mal über “Missachtung von Persönlichkeitsrechte” oder “öffentliche Medienhetze” jammern hören würde.

    Wie das wohl die Herren Türck und Kachelmann sehen werden?

  10. menschmaschine

    die werten mitposter verkennen völlig, dass eine feministin alles darf. kraft ihrer ideologie ist sie gut und rechtschaffen, und zwar immer. werden bei einer feministin unregelmäßigkeiten entdeckt, wie hier bei fr. schwarzer, kann das seinen grund allein im immensen druck des patriarchats haben, dem alle frauen in unserem schweinesystem permanent ausgeliefert sind. gemäß dem ersten feministischen gebot “die frau ist immer opfer” ist es also absolut unmöglich, dass fr. schwarzer irgendetwas falsches getan hat.
    und damit ist die ganze diskussion auch schon zu ende.
    ich gehe jetzt geschirr abwaschen und staubsaugen.

  11. KClemens

    @gms und @all

    >>>>> “Ein Wort noch zu meinen Gründen für dieses Konto: Ich habe in Deutschland versteuerte Einnahmen darauf eingezahlt in einer Zeit, in der die Hatz gegen mich solche Ausmaße annahm, dass ich ernsthaft dachte: Vielleicht muss ich ins Ausland gehen. <<<<<

    Eine solche Situation gab es niemals für Frau Schwarzer. Weder in den 1980ern noch zu sonst irgendeinem Zeitpunkt. Es sei denn, sie spielt auf die damals drohend dräuende Kanzlerkandidatur von FJS an. Aber das glaube ich eher weniger.

    Viel interessanter ist die Frage, woher das Geld gekommen ist, das mittlerweile auf ca. 2.5 Millionen € angewachsen sein soll. Das muss auch schon in den 1980ern eine große Summe auf einen Schlag gewesen sein. Stellt sich die Frage, woher hatte Frau Schwarzer das viele Geld?

    So viel Investigativismus sollte schon sein…..

  12. Rennziege

    4. Februar 2014 – 00:23 KClemens

    Vielleicht gibt ein offenbar informierter Blogger (Don Corleone) bei Michel Spreng Ihnen eine Auskunft über die Herkunft der SAchwarzer-Millionen:
    http://www.sprengsatz.de/?p=4108

  13. KClemens

    @Rennziege

    danke für den Link. Allerdings finde ich die Ingo von Don Corleone wenig erschöpfend. Denn es muss schon in den 80ern einmal eine sehr hohe Summe gewesen sein. Und damals stand sie erst am Anfang ihrer Karriere.

    Soo groß war die Auflage der Emma nie, daß daraus solche Gewinne hätten kommen können.

  14. KClemens

    Es muss natürlich Info und nicht Ingo heißen. 🙂

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