«Alle haben Angst vor Deutschland, einschliesslich der Deutschen selbst»

“….Andreas Rödder ist einer der bedeutenden deutschen Zeithistoriker. Als CDU-Mitglied mischt er sich regelmässig in die Politik ein. Eines der grössten Probleme sieht er derzeit darin, dass die Deutschen nur noch moralisieren statt argumentieren. Für die deutsche Aussen- wie die Innenpolitik hat das schwere Folgen.” NZZ, hier

3 comments

  1. Falke

    Das Problem der CDU ist die Tatsache, dass sie sie sich selbst als Fahnenträgerin der Demokratie und der Freiheit sieht, obwohl unter Merkel ein rasanter Abbau der demokratischen Freiheiten stattfand und noch stattfindet, während sie etwa der AfD diese Eigenschaften ohne jegliche Begründung abspricht. So ähnlich lief es lange Zeit bei uns mit der FPÖ – das Ergebnis kennt man mittlerweile. Dass Merkel absolut lernresistent ist, weiß man allerdings inzwischen auch schon in der CDU.

  2. astuga

    “Die europäischen Nachbarn verbindet mit Deutschland allesamt eine Geschichte der kriegerischen Konflikte, der Gewalt…”

    Um für die Deutschen aber auch mal ein gutes Wort einzulegen (zumindest in diesem Punkt), das liegt vor allem daran, dass einerseits die Siegermächte die Geschichte schreiben.
    Und andererseits so gut wie alle diese Länder selbst ein übertrieben idealisiertes Selbstbild pflegen.
    Das geht vom britischen Kolonialismus und der Kriegstreiberei vor dem 1. WK. über den Blutsäufer Napoleon bis zu den unfassbaren Verbrechen im Kongo durch Belgien bzw dem belgischen Königshaus.
    Um mal nur diese drei zu nennen.

  3. Johannes

    Bravo, genial! Zur Selbstreflexion jeden Deutschen ans Herz gelegt.

    Jeder Staat hat seine Schwächen und Fehler aber die Deutschen sollten wirklich ein wenig zurücktreten und in stiller Größe dann wenn es wirklich notwendig ist ihr Gewicht einbringen.

    Ich kann mich gut erinnern als die letzten Verhandlungen über den Beitritt Österreichs zur EU durch ein Veto Griechenlands zu scheitern drohten, hat Kohl und sein damaliger Außenminister Klaus Kinkel ein Machtwort gesprochen. Damals war Deutschland eine respektierte Macht und man verstand es, dann etwas zu sagen wann es Gewicht hatte und notwendig war.

    Man hängte das nicht an die große Glocke, niemand wurde geschulmeistert, niemand kompromittiert.
    Man hätte das auch nie gemacht um jemanden zu schaden, der Beitritt Österreichs war für die EU ein Gewinn.
    Griechenland wollte aus taktischen Gründen einen österreichischen Beitritt vermeiden.
    Deutschland hatte damals Macht aber sie haben es nie offen gezeigt.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .