14 comments

  1. Gerhi09

    Guter Artikel. Wenn man die Kommentare dazu in der Wiener Zeitung liest glaubt man, es gibt wirklich nur mehr volkswirtschaftliche Analphabeten. Die Menschheit verblödet in rasantem Tempo.

  2. Selbstdenker

    @Gerhi09:
    Schliessen Sie bitte nicht von solchen Kommentaren auf eine Mehrheitsmeinung. Es gibt ein, zwei Personen, die systematisch nach neuen Beiträgen von Christian Ortner suchen und diese kategorisch downvoten bzw. inhaltsbefreit “kommentieren”.

    Ich war zufällig online als gerade der Artikel der SZ zum Strache Video im Internet veröffentlicht wurde bzw. auf news.google aufschien und habe in verschiedenen Medien die Kommentare beobachtet. Es hat sich das Muster gezeigt, dass einzelne Dauer-Negativkommentierer umgeben von einen Schwarm bis dato inaktiver oder überhaupt neuer Accounts ein besonderes Mitteilungsbedürfnis ohne konkrete Inhalte hatten.

    Dann der Flashmob auf den Ballhausplatz. Sorry, das war keine Spontankundgebung, die repräsentativ für die Bevölkerung ist. Wer sich die Fotos ansieht, kann erkennen, dass es sich um eine demonstrationserprobte, organisierte Gruppierung handelt, die – offenbar um die “Authentizität” zu steigern – auf die Anmeldung der Demo “vergessen” hat.

    Wir haben es mit einer organisierten Kampagne zu tun. Unmittelbar nach der Wahl wurde seitens der SPÖ betont, dass die oberste Priorität “die Wiederherstellung der Kampagnenfähigkei ist”. Dazu gab es schon mehrere (erfolglose) Anläufe; z.B. die Proteste gegen die sogenannte “60-Stundenwoche”. Ibizagate ist ein weiterer Anlauf. Und nur, weil es der SPÖ nicht gelingt, davon zu profitieren, heisst das nicht, dass sie nicht dahintersteckt.

    Man erkennt derartige Kampagnen nicht daran, wer kurzfristig davon profitiert (sie können auch nach hinten losgehen oder sich mittelfristig in das Gegenteil umkehren), sondern an der methodischen Handschrift.

  3. astuga

    Die vielen Daumen nach unten für die Kommentare sind da ohnehin aussagekräftiger.

  4. sokrates9

    Österreich ist unregierbar geworden! Wenn jede Aussage nicht mehr analysiert und im Kontext gesehen wird sondern gleich demagogisch interpretiert wird, sämtliche Gesetze uninteressant sind – der zweck heiligt die Mittel ist ein rationales vorgehen nicht mehr möglich! Wenn der betroffene Wiener Anwalt pampig einen verdeckten Einsatz von Kameras für zulässig erklärt und abgesehen von ein paar Kommentatoren dieses Thema durchgewunken wird herrschen de facto legitime? Mafiazustände! Wo ist da der BP als Hüter der Verfassung? Steht wahrscheinlich grinsend im Hintergrund! Das man da Äußerungen wie Forderungen Grundrechte zu eliminieren so einfach zur Kenntnis nimmt (..wird schon net so arg werden..)ist die Konsequenz davon! Wenn Kurz das Rattengedicht für obszön hält (das ist vertrottelt, schlecht gereimt aber sonst gar nicht politisch relevant), dies dazu aber führt dass die FPÖ sicherheitshalber den Verfasser raushaut, ist das ein Schuldeingeständnis welches Kurz in seine Liste aufnimmt um dann zu argumentieren dass die FPÖ auf Grund zahlreicher Vorfälle nicht regierungsfähig ist..

  5. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Der erheblich größere Skandal als die moralischen Verfehlungen von Strache und Gudenus ist die hochgradig kriminelle Art und Weise wie dieses Video entstanden ist. Ich behaupte, dass die FPÖ bereits sehr lange überwacht wird und Schwachstellen – ich bezeichne sie als medial fernzündbare Knallköpfe – innerhalb der FPÖ gezielt aktiviert werden, weil man weiss, dass Kurz in so einer Situation keine andere Wahl hat.

    Wenn Ibizagate keine strafrechtlichen Konsequenzen für diejenigen hat, die das Video in Auftrag gegeben haben, die mit der Organisation befasst waren und die bei der Umsetzung dieser Falle dabei waren, wird sich dieser Skandal aus mehreren Gründen zum Dammbruch auswachsen:

    Das was in der Bevölkerung hängen bleiben wird, ist, dass ein eng verwobener Klumpen aus Politik, Medien und Unterwelt eine demokratisch gewählte und bis kurz vor Ibizagate sehr beliebte Regierung mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Ausland geputscht hat.

    Es ist ein Putsch. Der deutsche Polit-Aktivist Böhmermann, der seine mittelmäßige Begabung als “Satiriker” nutzt um seine politischen Aktionen zu camouflieren, hat dies erstaunlich offen gesagt.

    Der von Peter Pilz eingebrachte und wahrscheinlich von der SPÖ, der FPÖ und den Grünen unterstützte Misstrauensantrag führt wirklich jeden Wähler klar vor Augen, dass Parteipolitik über den Willen der demokratischen Mehrheit und über das Wohl dieses Landes gestellt wird.

    Der Watergate-Skandal (die Opposition wurde systematisch abgehört) führte zum Rücktritt von US-Präsident Nixon. Bei Ibizagate wurde hingegen nicht nur abgehört, sondern auch gefilmt und es wurden Lockvögel aus dem kriminellen Milieu gezielt eingesetzt, um zwei Besoffene zu kriminelle Handlungen bzw. Aussagen zu verleiten, die sie als korrupt erscheinen lassen. Wie sehr sich doch der “moralische Kompass” plötzlich dreht, wenn es die “Richtigen” betrifft.

    Wie würde es wohl ausschauen, wenn das gleiche mit der SPÖ gemacht würde? Und es dürfte viele besoffene und geschwätzige SPÖ-Funktionäre geben, die durchwegs ein offenes Ohr für solche Angebote hätten. So klar und in so einer Dimension kriegt man die Einseitigkeit ehemals angsehener staatlicher Insititutionen selten vorgeführt.

  6. aneagle

    Sichtlich hat Herr Schieder seine Wirtschaftsberater aus dem herrlichen Venezuela gewählt. Er demonstriert exemplarisch was gefährlicher ist- eine “bsoffene Gschicht”- 2 Jahre alt und ohne Folgen für die Demokratie, versus einer geisteskranken rückwärtsgewandten Ideologie , mit verheerenden Folgen für Österreich.

    Der europäische Mechanismus, unwählbare Politiker hochbezahlt, temporär nach Brüssel zu entsorgen, hat für alle bisher bestens und in Würde funktioniert. Das ist seit der DSVGO vorbei. Knebelungsverordnungen prasseln auf die nationalen Regierungen herab und Herrn Orban wird am Beispiel Österreichs gerade demonstriert, was unbotmäßige Regierungen in der EU erwartet, wenn sie sich nicht vorauseilend als gehorsam erweisen.

    Für die Aktion “Mario Monti” in Österreich, wurden zu politisch-ideologischen Anschlusszwecken die Süddeutsche Zeitung, das ZDF und der Spiegel aufgeboten, das Friedensprojekt Europa ist vorbei. Will die EU überleben, muss die Souveränität der Mitgliedstaaten gegenüber dem M&M(merkelmacron)- Direktorat gestärkt werden.

    Am 28.Mai ist Fräulein Thunberg mit Daddy Schwarzenegger in Österreich. Vielleicht übernimmt sie ja gnädig bis zu den Herbstwahlen das gerade auf seine Realgröße redimensionierte Land und macht aus dem bis vor kurzem störrischen Österreich das Vorzeigeland für einen ganz besonders wichtigen europäischen Wert: Klimagerechtigkeit.

    So käme in Österreich alles wieder in schönste Ordnung. Der linxgrüne Mob regiert und nimmt sich was ihm zusteht. Die ÖVP ist wieder routiniert am Steigbügelhalten. Die grosskoalitionäre Expertenregierung, zusammengesetzt hauptsächlich aus linken Gefährdern, macht das Einzige, worin sie tatsächliche Experten sind: sie indoktrinieren die Bevölkerung. So schön demokratisch kann Politik sein.

  7. Selbstdenker

    Noch schlimmer für Österreich wäre eine rot-blaue Koalition. An dieser wurde im Zuge vom NR-Wahlkampf 2017 fleißig gearbeitet und im Hintergrund versuchen gerade wieder jene zusammenzufinden, die 2017 durch das Auffliegen vom Silberstein-Skandal beim Techtelmechtel jäh unterbrochen wurden. Als ersten Versuchsballon gab es die rot-blaue Koalition im Burgenland und diesen Montag steigt wieder so ein Versuchsballon.

    Schon interessant, wie flexibel die “moralischen Prinzipien” der selbsternannten “Anti”-Faschisten sind: wenn die FPÖ mit der SPÖ koaliert, sind sie plötzlich keine Faschisten mehr. Nur wenn sich die SPÖ nicht in der Regierung befindet, besteht die Gefahr einer “faschistischen Machtübernahme”.

    Bin schon gespannt, was der Blogger aus dem Burgenland (ja: der mit den vielen Namen) dazu im Ortner Blog reinschreibt. Schon interessant, wie die beiden ehemaligen Koalitionspartner FPÖ und ÖVP ausgespielt werden und man sich gleichzeitig hinter den Kulissen – Ibiza hin oder her – einander anbiedert.

    Rot-blau ist – speziell im Lichte von Ibizagate – das Letze, das sich die Wähler wünschen, aber wer sagt nicht, dass es genau das ist, was sich viele in der SPÖ und der FPÖ wünschen: die FPÖ bräuchte dann nicht mehr vordergründig gegen den Filz anzukämpfen, sondern hätte dann die Aufnahmeprüfung in den Filz sogar offiziell bestanden.

    Auch die Rattendichter, Liederbuchschreiber und manch andere, die an jenem Tourette-Syndrom leiden, an dem in der FPÖ offenbar besonders viele leiden, hätten wieder ihre erhoffte Narrenfreiheit.

  8. Selbstdenker

    @aneagle:
    Nicht nur Sprecherin Greta wird uns mit ihren Eingebungen in Stauen versetzen. Dass Busek vor ein paar Jahren das Zentrum für politische Schönheit zur Sommerfrische nach Alpbach geholt hat, damit sie sich vom Leichengraben erholen können, dürfte bereits bekannt sein.

    Passend zum nahenden Wahlkampf beehrt Zack Exley, der Politik- und Technologieexperte der radikalen amerikanischen Linken, im August dieses malerische Dorf, um in der Hauptschule den Workshop Digital Democracy Lab zu leiten:
    https://www.alpbach.org/de/session/sem19-seminar-15-digital-democracy-lab-teil-der-alpbach-learning-missions-08-16-09-30/

    “Die TeilnehmerInnen des Digital Democracy Lab werden in Teams herausfinden, warum antidemokratische, autoritäre Bewegungen online florieren, und zwar in Europa und weltweit. Sie werden versuchen, kreative Online-Gemeinschaften zu gründen, die sich mit der gleichen Energie und auch mit Spaß für Demokratie einsetzen. Die TeilnehmerInnen bringen Kreativität, Leidenschaft, Fakten und Humor in das Gespräch ein. GrafikdesignerInnen und erfahrene digitale StrategInnen unterstützen sie dabei.

    Dieses Seminar wird nach der Seminarwoche als Alpbach Learning Mission (ALM) fortgeführt.”

  9. w

    Diese Angstmache vor rotblauer Regierung ist eine reines VP-Propagandakonstrukt. Wer ein bisschen nachdenkt, dem ist klar, dass diese Aussicht bei beiden Parteien so viele Wähler abschrecken würde, dass es einem Selbstmord dieser Parteien gleichkäme, vor allem bei der SPÖ drohen dann unter 20%, womit eine Rgeierung sowieso außer Reichweite wäre.

  10. Falke

    Kurz hat durch die mutwillige und völlig unnötige Sprengung der türkis-blauen Koalition bewiesen, dass ihm erstens seine persönliche Befindlichkeit (oder viellecht gar der Druck von außen, woher auch immer) wichiger ist, als all die Reformen und Wohltaten, die er den Bürgern versprochen hat und zweitens, dass er offenbar eine schwarz-rote Koalition will. Nicht ganz der Meinung des Herrn Ortner bin ich bezüglich Schieder: er ist nicht (mehr) einer der wichtigeren SPÖ-Politiker; sonst hätte man ihn ja nicht ins EU-Parlament “entsorgt”.

  11. Johannes

    Sehr interessant das Interview mit Schieder im Standard vom 18.05.2019, die Frage ob Erbschaftssteuer ab 500.000 oder doch bei 1 Million ist zumindest geklärt.
    Schieder beharrt auf ab 1 Million. In seinem Wahlprogramm stand etwas anderes, er bestreitet es zuerst, gibt es dann zu und kurz nach dem Interview ist es gelöscht, die Forderung ab 500.000.
    Erklärung: Die 500.000 waren eine Forderung der SJ-online, hat sich irgendwie hineingeschummelt, war sowieso nie beabsichtigt, verdammt musste das jetzt vom Standard sein. Auf welcher Seite steht der eigentlich?

  12. Johannes

    Danke an Peter Mayer und Karin Riss. So kann Journalismus auch sein, Fragen dort wo sie notwendig sind hartnäckig stellen aber trotzdem fair dabei.
    Egal welche Partei, ob Türkis, Rot, Blau, Grün, Neos und Jetzt wenn so interviewt wird wie in diesem Artikel ist es eine Freude es zu lesen, es ist aufschlussreich und interessant und frei von diesen unerträglichen Belehrungen die wohl nicht nur mir beim Hals heraushängen.

  13. Johannes

    Möchte heute auch fair sein und alle politischen Parteien, die alle aus Steuergeld Förderungen (Partei, Klub, Akademien) bekommen ermahnen, besonders ÖVP und FPÖ.
    Die beiden Regierungsparteien haben im letzten Wahlkampf (laut eigenen Angaben) zusammen 23,4 Mill. Euro aufgewendet 13 Mill. ÖVP, 10,4 Mill FPÖ, 7,5 Mill SPÖ), umgerechnet auf die Dauer der Regierungszeit von 523 Tagen sind das 44. 741,87 Euro pro Tag allein von den Regierungsparteien.
    Das meiste davon aus Spenden deren Aufbringung wohl bei allen Parteien immer wieder grenzwertig legal sein dürfte.
    Dennoch kann ich ÖVP und FPÖ auch verstehen denn wenn man den Medien Mainstream gegen sich hat muss man wohl auf andere Weise an die Wähler herankommen.

    Gegen die Macht und das finanzielle Vermögen eines Senders mit Gebührenpflicht kann doch gar nicht anders angekämpft werden als mit ungleich höheren Ausgaben für Wahlwerbung, vor allem bei der FPÖ.
    Wenn man bedenkt was eine Sendeminute kostet und wie viel davon aufgewendet wird gegen die FPÖ ist es ein Kampf gegen einen übermächtigen Gegner.

  14. sokrates9

    aneagle@ Muss ihnen voll zustimmen! Völlige moralische Verrottung! Dieses Strachevideo mit den aussagen traue ich auch allen Parteien inklusive Bundespräsident zu! Wähler sind reine Manövriermasse die man notgedrungen alle 5 Jahre braucht, sämtliche demokratisierungsbemühungen sind reine Alibizugeständnisse vor Wahlen, strukturell fällt mir keine einzige Verbesserung ein, man wurschtelt halt weiter!

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .